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YouTube nicht gesprächsbereit

(Quellmaterial: YouTube, Bearbeitung: GEMA)

Vermeintlich eskaliert momentan der Streit zwischen GEMA und YouTube. Doch der Schein trügt. Alexander Wolf, Syndikus für internationale Rechtsfragen bei der GEMA meint dazu: „Von einer plötzlichen Eskalation zwischen YouTube und der GEMA kann nicht die Rede sein. Die Lage ist seit Monaten unverändert, denn die Klage wurde bereits Ende 2010 eingereicht. Die von uns in dem Musterverfahren gegen YouTube eingereichten 12 Musikwerke  dürften aufgrund der Millionen von Musikvideos keinen YouTube-User einschränken. Der Text, der seit kurzem beim Aufruf von einigen gesperrten Musikvideos erscheint ist irreführend: Er suggeriert, dass die GEMA die Rechte nicht eingeräumt hätte. Fakt ist jedoch, dass YouTube diese Rechte bislang einfach nicht erworben hat.“
(UPDATE: Beiträge hierzu bei Spreeblick und der NMZ)

Fakt 1

Dass die GEMA YouTube verklagt hat ist keine Neuigkeit und entzieht auch nicht plötzlich weiteren Gesprächen die Grundlage, wie von YouTube behauptet wird. Die Klage wurde bereits Ende 2010 eingereicht. Lediglich die offizielle Zustellung an YouTube U.S.A. erfolgte erst später im April 2011. Von einer neuen Konstellation im Juni 2011 kann demzufolge überhaupt keine Rede sein.

Fakt2

Bei der Klage handelt es sich um ein sogenanntes Musterverfahren. Gegenstand der Klage sind lediglich 12 Werke von GEMA-Autoren. Seit einigen Tagen erscheint jedoch bei zahlreichen auf YouTube blockierten Videos der Text: „Leider ist dieses Video in Deutschland nicht verfügbar, da es Musik enthalten könnte, für die die GEMA die erforderlichen Musikrechte nicht eingeräumt hat.“ Da dieser Hinweis bei mehr als den in der Klage aufgeführten 12 Musikwerken erscheint, handelt es sich um eine Irreführung seitens YouTubes. YouTube wurde deshalb von der GEMA gebeten, diesen Text zu ändern, da ansonsten von einer Täuschung der User ausgegangen werden könnte.

Fakt 3

Immer wieder werden 12 Cent pro Videostream kolportiert. Die GEMA hat dementsprechend in den Verhandlungen zu keinem Zeitpunkt einen Betrag von 12 Cent oder gar einen höheren gefordert. Vielmehr hat die GEMA einen marktüblichen einstelligen Betrag in die Verhandlungen eingebracht. Eine Stillschweigevereinbarung verhindert, dass weitere Vertragsinhalte und Verhandlungsdetails an die Öffentlichkeit kommuniziert werden können. Die GEMA kann auf erfolgreiche Verhandlungen mit anderen Musikdiensten, wie z.B. Omnifone zurückblicken. (Textpassage aktualisiert am 18.6., s. Kommentare)


Schlagwörter:  youtube, verhandlung, gerichtsverfahren
geschrieben am  16.06.2011,18:49 Uhr

Bettina Müller

Kommentare (227) 

efstajas schrieb am 16.06.2011 21:03 Uhr
Gravatar: efstajas

Was soll das eigentlich...

Wie wäre es, wenn es gar keine Streits gäbe? Niemandem schadet ein Musikvideo bei YouTube. Für den Nutzer ist es Entertainment, für den Macher Werbung. Geht doch in den USA auch.

Rudy Holzhauer schrieb am 17.06.2011 00:11 Uhr
Gravatar: Rudy Holzhauer

USA

Der Vergleich mit den USA hinkt, weil dort ein anderes Rechtssystem besteht. Dort haben die grossen Plattenfirmen Deals über mehrere Hundert Millionen Dollars für ihre Lizenzen gemacht.

Und während es hier in Deutschland eine saubere Trennung zwischen Künstlern (Leistungsschutzrechte - hier vertreten durch die GVL) und Urhebern (Urheberrechte - GEMA) gibt, verwischt das zum Teil in den USA.

Z.B. ist es dort vorgeschrieben, dass für jede Veröffentlichung auf Tonträger die Plattenfirma einen Lizenzvertrag mit dem Verlag, der den Urheber vertritt, abschliessen muss. Und dann anschließend die fälligen Lizenzen an den Verlag zahlt, der dem Urheber seinen Anteil weiterreicht.
Hier macht das eben die GEMA (mechanische Rechte).

Ein weiterer Unterschied ist, dass es in USA eine gesetzlich verankerte "Penny-Rate" pro Track gibt (derzeit ca. 8 US-Cent), in Deutschland sind die Urheber/Verlag über die GEMA - nach Genehmigung durch das staatlich kontrollierte Marken- und Patentamt - prozentual beteiligt.
Und weil die Labels in USA schon das Geld an die Verlage zahlen, haben sie YT angeboten, gleich für sie die Kohle mit zu kassieren und an die Rechteinhaber weiterzuleiten.... natürlich mit einem von ihnen bestimmten Abschlag. Man möge mal Künstler fragen in USA fragen, ob sie verstehen, wie diese Beträge zustande kommen....

achim schrieb am 17.06.2011 00:58 Uhr
Gravatar: achim

blödsinn

@efstajas

"werbung für die macher" - ich kann diesen blödsinn echt nicht mehr hören.

ob, und auf welcher plattform ich werbung machen möchte, bestimme immer noch ich.

youtube verwertet illegal auch meine inhalte & es ist überfällig, daß die GEMA dafür endlich inkasso macht.

Muhammed P. schrieb am 18.06.2011 09:25 Uhr
Gravatar: Muhammed P.

Total Unnötig!

genau der ansicht bin ich auch, jedes problem kann man aus der welt schaffen.

leider entgeht uns einiges an entertainment auf youtube(wegen der eingeschränkten musikvideos)

ich hoffe nur das wir in naher zukunft schon, wie alle anderen auch "uneingeschränkt" musikvideos genießen dürfen, bitte lasst es wahr werden.

jaja schrieb am 21.06.2011 18:12 Uhr
Gravatar: jaja

Klar Achim

@achim

und was für ein unbedeutender Stadtmusikant bist du, dass du hier solche töne von dir gibst?

Mizkl schrieb am 16.06.2011 21:04 Uhr
Gravatar: Mizkl

2011

2011! Das sagt doch schon alles. Die Gema sollte im JETZT leben. Youtube ist in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Medien in für die Werbung für Musik und Film geworden. "Deutschland ist ein Entwicklungsland" In diesem Bereich ja!

holger schöler schrieb am 19.06.2011 11:33 Uhr
Gravatar: holger schöler

Geheimhaltung

Schon die Geheimhaltungsklausel über die Verhandlungen zeigt, das die GEMA etwas zu verbergen hat.

Wenn die geforderte Summe anständig wäre, könnte man Problemlos diese Zahl veröffentlichen.
Warum möchte die GEMA das wohl nicht ??? Alles klar!!!

rudy holzhauer schrieb am 22.06.2011 23:35 Uhr
Gravatar: rudy holzhauer

Manglende Kenntnis

ich frage mich, ob dir der unterschied zwischen einem ausführenden musiker und einem komponisten bekannt/bewusst ist?
du kennst mit großer sicherheit auch künstler, die ihre musik selber schreiben und, sofern sie bekannt sind, auch viel geld mit konzerten oder t-shirts verdienen.

kennst du max martin? hast du schon mal ein t-shirt von ihm gesehen? vermutlich nein. und das macht den unterschied... ach, wer ist max martin? dann google mal... ;-)))

@holger schöler: yt/google verhandelt - egal mit welchem partner - nur mit sog. nda's (non-disclosure agreements - geheimhaltungsabkommen). das ist eines der grundprinzipien von google. daran muss sich die gema während der verhandlungen halten. und einer der gründe, warum der vertrag von 2008-2009 zwischen yt und gema (ja, sie hatte schon vor jahren mal einen vertrag... diese rückständige gema) nicht verlängert wurde, war die tatsache, dass yt auf einem nda auch beim ergebnis bestand. das wollten die mitglieder aber nicht. und deswegen wird es kein geheimergebnis zwischen yt und gema geben - wenn es denn irgendwann ein ergebnis geben wird. wir befürchten, dass wird erst ein gericht entscheiden.

Jens Vollmer schrieb am 16.06.2011 21:57 Uhr
Gravatar: Jens Vollmer

Warum?

Warum schaffen es denn die Rechteverwerter anderer Länder mit YouTube zu einigen, aber die GEMA nicht?
Dass die derzeitige Situation für alle GEMA-Mitglieder unbefriedigend ist, sollte doch klar sein.
Viele würden YouTube auch einfach gerne als Promotionskanal nutzen, da es diesbezüglich eine wirklich reichenweitenstarke Plattform und mittlerweile DIE Alternative zu Myspace ist, welches ja mehr und mehr ausstirbt. Und dort hatte sich die Gema ja ebenfalls nie wirklich eingemischt.

Bettina Müller schrieb am 18.06.2011 18:55 Uhr
Gravatar: Bettina Müller

Vertrag

Hallo,
nur zur Erinnerung: Die GEMA und YouTube hatten durchaus einen Lizenzvertrag - bis 2009. Als dieser auslief hat YouTube damals die Neuverhandlungen abgebrochen.

Das wir uns bislang nicht auf einen Neuvertrag einigen konnten ist für alle Beteiligten schwierig. Aber es ist unser Job dafür zu sorgen, dass die Musikautoren angemessen für die von YouTube genutzen Werke bezahlt werden - und zwar von YouTube.

Und noch etwas: Während der gesamten Verhandlungszeit haben wir kein einziges Video aktiv gesperrt.

sethmilligan schrieb am 18.06.2011 19:40 Uhr
Gravatar: sethmilligan

herr

die GEMA kriegt einfach nicht genügend geld in ihren mechanischen hals geschoben, denn das ist das einzige was die führung interessiert!
der verbraucher ist diesen doch völlig schnuppe!!!

Interessant schrieb am 22.06.2011 11:09 Uhr
Gravatar: Interessant

Interessant

Frau Müller,
die Frage war warum es andere Länder schaffen eine Einigung zu erzielen, die GEMA aber nicht & sie bezog sich mit Sicherheit auf die aktuelle Lage!
Es wurde also weder gefragt ob es vor über zwei Jahren eine Einigung noch ob es Sperrungen gab.

Das YT grundsätzlich an einer Einigung interessiert ist beweisen schon die Verträge in anderen Ländern.
Es gibt eigentlich nur eine Möglichkeit weshalb es hier keinen Fortschritt gibt:
Überhöhte Forderungen.

Sollte es doch irgendwelche anderen Gründe geben schafft es Ihr Verein wiedermal nicht zu kommunizieren.
Vllt sollte sich die GEMA auf Kindergärten konzentrieren!

rudy holzhauer schrieb am 22.06.2011 23:47 Uhr
Gravatar: rudy holzhauer

yt als promo

jens - du hast recht, viele musiker (sogar komponisten) würden yt gern als promo-plattform nutzen. allerdings mit den videos, die sie für geeignet halten.

auch wenn es ein großer spaß ist, die vielen ungenehmigten videos zu sehen. warum sind denn ausgerechnet nur die offiziellen der plattenfirmen gesperrt, die ja bereits von den urhebern, künstlern und plattenfirmen genehmigt wurden, und obwohl das gleiche lied von anderen, unbekannten usern hochgeladen wurde?? wenn die gema doch die rechte an der komposition hat, unabhängig davon wer es singt? warum nur die offiziellen videos der großen plattenfirmen? kann mir jemand die logik erklären?

josef schrieb am 16.06.2011 22:03 Uhr
Gravatar: josef

gema liegt falsch

die haltungsweise der gema und die für mich als nutzer unverschämte weise geld zu verdienen wie es sich die gema vorstellt treibt mich als barbesitzer immer mehr dazu an, möglichst nur künstler zu unterstützen die mit der gema nichts am hut haben.

Uwe Schreier schrieb am 24.04.2012 18:00 Uhr
Gravatar: Uwe Schreier

Denkt auch einmal an die Komponisten.

Wenn ich weiß, das ein Barbesitzer in der Regel höchstens 20,-€ bezahlen muss für den Abend, dass Komponisten an ihren Titeln auch etwas verdienen, dann finde ich das mehr als gerecht GEMA zu entrichten. Glaubt mir auch Komponisten wollen etwas verdienen. Denn oft ist es so das die Künstler vorn volles Geld erhalten, die Macher im Hintergrund verdienen aber keinen müden Cent. Ein Vorschlag, ziehen Sie doch einmal die GEMA Gebühren von der Gage des Künstlers ab.

Tobias von Strauß schrieb am 16.06.2011 22:13 Uhr
Gravatar: Tobias von Strauß

Leider nur in DE

YT ist für Google ein Verlustgeschäft. Dieser Fakt ist bekannt und wird von google bestätigt. Das Geld von YT gefordert wird mag richtig sein, der Betrag sollte sich aber in einem Rahmen bewegen, der das Erfolgs- und Geschäftsmodell "share you Content" nicht gefährdet. Das zumindest ist meine Meinung. Es gab Fälle, da wurden Videos gesperrt, nur weil in Hintergrund ein Lied lief, das nicht "lizenziert" war. Das überschreitet nicht nur die Grenzen fairer Geschäftsbeziehungen, sondern auch die Grenzen menschlicher Logik. Und die Leidtragenden sind die deutschen Nutzer, deren Hass auf GEMA und co immer mehr zunimmt. Vor allem da YT mit dem Content (was ja immer als Hauptargument FÜR eine Lizenzierung genannt wird)kein Geld verdient.

tanzpartner schrieb am 16.06.2011 23:50 Uhr
Gravatar: tanzpartner

Google

sagt natürlich auch ausschliesslich die Wahrheit. Jaja....

Wieso stellen sich eigentlich alle so gern auf die Seite der Schwachen, außer wenn es um Google geht. Dann sind auf einmal alle Urheber die "Starken" die es zu bekämpfen gilt.

Rudy Holzhauer schrieb am 16.06.2011 23:53 Uhr
Gravatar: Rudy Holzhauer

Leider nicht korrekt....

Ein paar Korrekturen:
1. es ist eine gut promotetes Märchen, dass YT für Google ein Verlustgeschäft ist. Wenn du bei der Hamburger Gerichtsverhandlung eines bekannten Musiker gegen YT dabei gewesen wärest, dann wüsstest du, das Google die Werbegeschäfte über eine Holding auf den Bahamas abwickelt. Und YT erhält gerade so viel Geld, dass sie überleben können. Google hingegen macht mit YT Riesenprofite.
Anm. Übrigens ist hier nicht die mehrfach im Netz erwähnte Verhandlung zwischen GEMA vs. YT gemeint. Die die GEMA übrigens nicht verloren hat, sondern die aus formalen Gründen auf dieses Jahr verschoben wurde. Ich war -vermutlich im Gegensatz zu dir - bei der GEMA- Verhandlung dabei und habe gehört, was die Anwälte und der Richter gesagt haben. D.h. ich rede nicht vom Hören/Sagen.

2. "Es läuft nur ein Musik im Hintergrund" - das nennt man Verwendungsrechte und die sind nicht über die GEMA zu erwerben sondern berühren die Urheberpersönlich-keitsrechte des Komponisten/Textdichters. Der darf/muss das genehmigen. Es kann doch sein, (sehr einfaches Beispiel) dass der Urheber Tierfreund ist und seine Musik läuft auf einmal unter einem Film über einen Schlachthof. D.h. er muss in jedem Fall gefragt werden. Das gilt auch für Filme, Werbung - auch online. Das wissen die meisten Uploader nicht - woher auch. Aber YT weiß das ganz genau. Deshalb haben sie auch die Verantwortung und müssen vor Gericht dafür gerade stehen. Aber im Kleingedruckten lassen sie sich von allen Uploadern von allen Rechten freistellen.

Der vorgenannte Musiker hat übrigens in erster Instanz gewonnen. Nicht voll umfänglich - aber das hier im einzelnen auszuführen, würde den Rahmen sprengen. Aber bei der Kohle, die Google mit YT verdient, gehen sie durch alle Instanzen bis vor den BGH. Denn wenn sie nix damit verdienen und damit nix als Ärger hätten, dann hätten die Google-Manager in ihren grauen Anzügen das Thema YT schon längst geschreddert. Warum glauben immer alle, dass Google/YT Gutmenschen sind? Das sind Kaufleute, die Geld verdienen wollen. Wogegen a) nix zu sagen wäre, und b )ich auch ruhig bliebe, wenn sie mich vor Verwendung meiner Musik fragen und angemessen bezahlen würden.
Denn hey, ich finde es auch cool olle verschwundene Videos zu sehen, Gitarren- oder Excel-Unterricht frei Haus zu bekommen.

li00368 schrieb am 16.06.2011 22:36 Uhr
Gravatar: li00368

Wer "das" mit "dass" verwechselt, sollte bei solchen Aussagen vielleicht den Job abgeben.

Peter Hempel schrieb am 17.06.2011 10:13 Uhr
Gravatar: Peter Hempel

AW:

Entschuldigung! Wir haben den Fehler korrigiert.

Pingu schrieb am 16.06.2011 22:38 Uhr
Gravatar: Pingu

Fakt 4

Fakt ist auch, dass die GEMA die Rechtssituation ihrer Partnerorganisationen nicht handhaben kann. Wenn ein Künstler Mitglied in der RIAA ist und ein Musikstück von der Rechteverwertung durch die RIAA ausschließt bzw. gar nicht erst einschließt, ist die GEMA nicht in der Lage das nachzuvollziehen. Nein, als Anwender muss man der GEMA nachweisen, dass sie dafür kein Verwertungsrecht hat was gegen jegliche Rechtsprinzipien verstößt.

Kai schrieb am 17.06.2011 13:24 Uhr
Gravatar: Kai

immer eine extrawurst?

Ist schon lustig dass ausgerechnet simfy als erfolgsbeispiel genannt ist. simfy ist der leider schlechte deutsche klon von spotify, einer weiteren weltweit erfolgreichen Plattform die sich nicht mit der GEMA einigen konnte. fragt sich was wir hier in Deutschland so grundlegend anders machen als andere Länder. die Konsequenz daraus geht auf jeden Fall über den rücken der deutschen Nutzer. schade.

rudy holzhauer schrieb am 22.06.2011 23:56 Uhr
Gravatar: rudy holzhauer

urheberwahrnehmungsgesetz

einer der wichtigsten gründe heißt urheberwahrnehmungsgesetz. bitte googlen...

Andreas schrieb am 17.06.2011 14:13 Uhr
Gravatar: Andreas

Das Problem...

...sind nicht die 12 Cent oder wieviel Cent es nun auch immer sein mögen, sondern vielmehr das eine Gebühr pro Stream von der GEMA gefordert wird, statt z.B. einer Abgabe per User (z.B. Spotify) oder per Pauschale (z.B. Youtube). Abgaben pro Stream sind unkalkulierbar, das Festhalten daran führt dazu, das neue Services in DE nicht Fuß fassen wollen/können bzw. zu den Blockaden bei Youtube. Also nicht immer nur mit dem Finger auf die anderen zeigen, liebe GEMA! Und das es inzwischen sogar Plattenbossen reicht, was hier abläuft, konnte man ja erst kürzlich hier nachlesen: http://goo.gl/vFS8u

Mike schrieb am 17.06.2011 14:18 Uhr
Gravatar: Mike

Was ein Käse

Natürlich sind mehr als nur die 12 Musikstücke betroffen. Um sich nicht in rechtlich große Bedrouille zu bringen, muss YouTube jede Video an dem die GEMA Rechte geltend machen könnte, vorsorglich für Deutschland sperren.

Max Harrer schrieb am 17.06.2011 16:13 Uhr
Gravatar: Max Harrer

Fair use

Meiner Ansicht nach ist das Problem, eine fehlende "Fair use"-Klausel im deutschen Recht. Die meisten bei Youtube eingestellten, musikuntermalten Videos sind Fanvideos oder Alltagsvideos, die lediglich mit Musik aufgehübscht wurden. In anderen Ländern - insbesondere den USA - fällt das unter "Fair use". Es wird (vermutlich auf ewig) unmöglich sein, den Usern die Illegalität solcher Videos zu kommunizieren. Jeder Normalsterblich greift sich an den Kopf, wenn er damit konfrontiert wird, das diese Musikunterlegung illegal sein soll. Das die Urheber für ihr Schaffen bezahlt werden wollen leuchtet wohl jedem ein. Aber für ein Fanvideo auf Youtube? Für den medialen Abschied eines Kindes von seinem toten Haustier, bei dem im Hintergrund "Without you" läuft? OK, das mag ein effektheischendes Beispiel sein, trifft die Realität aber gut. Weiter oben hat jemand geschrieben, das er selbst entscheiden will, wo für seine Werke Werbung gemacht wird. Mensch, es stellt doch niemand (fremdes) ein Video auf YT ein um für sie Werbung zu machen; das ist lediglich der (für den Urheber wohl wünschenswerte) Nebeneffekt. Es glaubt doch wohl nicht wirklich jemand an das Märchen vom entgangenen Profit, durch das Vorhandenseins des Stücks auf YT, oder? Ich hoffe zumindest nicht, denn andernfalls wäre ein Realitätscheck dringend angeraten.

Huflaikhan schrieb am 17.06.2011 17:14 Uhr
Gravatar: Huflaikhan

schönes coverbild

Liebe Gema,
eine herzliche Gratulation zur visuellen Umsetzung des Themas. Endlich stimmt das Bild.

Und einen Ratschlag, den leider nur die gesamte Mitgliederversammlung umsetzen könnte: Habt endlich Mitleid mit den Majors, mit den darbenden Plattenfirmen, die wie immer nichts genaues wissen, aber dafür umso spektakulärer weinen können. Beim JazzEcho geht das Weinen heute abend sicher weiter. Und habt Mitleid mit einem jungen auftrebenden Unternehmen aus den USA. Ohne YouTube könnten wir die ganze Infrastruktur wieder abbauen und alles was dazu gehört. Gebt YouTube endlich einen Finanzierungszuschuss. Ich finde, die haben uns so sehr beglückt mit ihrem Videoportal, jetzt heißt es auch mal großzügig sein. Danken wir dieser kleinen Firma in den Händen des anderen Suchmaschinen-Startups.

Wir sollten da nicht kleinlich sein. 1 Cent oder ein Zehntel Cent. Was solls?

Also fasst euch ein Herz,
Euer Nichtmitglied und Kritiker, Martin Hufner

Ralf schrieb am 17.06.2011 17:30 Uhr
Gravatar: Ralf

Na ja..

Wenn ich schon in Ihren angeblichen Fakten den Punkt 3 nach ein paar Minuten googlen mit Hilfe einer Ihrer eigenen Informationsschriften (information_musikvideo_on_demand.pdf) widerlegen kann frage ich mich, ob ich überhaupt etwas glauben kann was von Ihnen kommt...

So langsam glaube selbst ich das die GEMA abgeschafft gehört.

gemaausmisten schrieb am 17.06.2011 17:51 Uhr
Gravatar: gemaausmisten

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht...

Die Diskussion mit youtube bietet letztlich nur den Anlass, seinen Unmut über die GEMA zu äußern:

Die wahren Gründe für die schlechte Wahrnehmung in der Öffentlichkeit liegen in der Abzocke der außerordentlichen Mitglieder, aber für den Normalbürger vor allem in der Unverhältnismäßigkeit (und Unverschämtheit) begründet, mit der bei halböffentlichen, oft ehrenamtlich aufgestellten Veranstaltungen sowie regelmäßig in Bildungseinrichtungen versucht wird, Kasse zu machen, wo überhaupt kein Budget vorhanden ist und auch der finanzielle Gewinn keine Bedeutung hat.

Die Argumentation, dass es eben gewisse Regeln gibt, lässt Assoziationen zu "mangelnder Selbstreflexion", "Pauschalierung" und "Apparatschiks" aufkommen.
Der oben erwähnte Umstand wird dann jedenfalls - vielleicht auch ungerechterweise - auf die youtube-Problematik übertragen...

Trixi Weed schrieb am 17.06.2011 18:13 Uhr
Gravatar: Trixi Weed

Schutz durch Einschränkung?

Sehr geehrte GEMA-Mitarbeiter,

mir ist durchaus bewusst, dass YouTube bzw. Google auch nicht gerade eine weiße Weste hat, was diese Thematik betrifft.

Jedoch, möchte ich hier einmal ein paar Dinge ansprechen. Mir ist zwar klar, dass ich hier nicht gehört werde, aber ich sags trotzdem.

Die GEMA hat sich zur Aufgabe gemacht, künstlerische Werke zu schützen. Was auch wichtig ist, weil die Künstler für ihre Arbeit auch entlohnt werden sollen und sich niemand mit fremden Federn schmücken darf.

Gleichzeitig werden die Künstler an sich eingeschränkt. Gerade die großen Plattenfirmen, promoten ihre Stars auf YouTube. Warum auch nicht? Dieses Portal hat eine große Reichweite.
Gerade für aufstrebende Künstler ist YouTube eine Möglichkeit seine Lieder weiter zu verbreiten. In Deutschland haben die Künstler nicht die Möglichkeit ihre Musik außerhalb der traditionellen Wege zu verbreiten.

In den USA und 33 weiteren Ländern ist man mit YouTube zu einer Einigung gekommen. Und es ist traurig, dass es hier nicht möglich ist.

Ist das Wirklich im Sinne der GEMA? Mittlerweile muss ich sogar davon ausgehen, dass es zumindest was deutschem Boden betrifft, hauptsächlich ums Prinzip geht, als darum geistiges Eigentum zu schützen.

Es funktioniert im Fernsehen und im TV. Genauso wie in Diskotheken und anderen Veranstaltungen.

Warum darf das nicht auf YouTube funktionieren? Mal angenommen, ich würde jetzt hier an die GEMA die gewünschte Gebühr bezahlen, damit ich das Lied XY für ein filmerisches Werk verwende. Kann ich es dann trotzdem auf YouTube hochladen? Ich glaube nicht.

In diesem Sinne: ich hoffe wirklich, dass die GEMA auch irgendwann das Internet über euren Blog hinaus entdecken und ganz besonders natürlich, dass es zu einer Einigung kommt. Damit tätet ihr den deutschen Nutzern, sowie auch den Musikern und ihren Produzenten weltweit einen großen Gefallen.

Mit freundlichen Grüßen

Bernhard Faaß schrieb am 17.06.2011 18:58 Uhr
Gravatar: Bernhard Faaß

Regent des Planeten

vdos von den rattles sind ohne weiteres auf yt abrufbar. seltsam.

Bernhard Faaß schrieb am 17.06.2011 19:01 Uhr
Gravatar: Bernhard Faaß

Regent des Planeten

auch das weglassen von fakten kann ein problem sein. wie es heisst: schlimmer als die ganze lüge ist die halbe wahrheit. diese aussage ist allgemein und nicht auf einen bestimmten standpunkt bezogen. ;-)

Bernhard Faaß schrieb am 17.06.2011 19:07 Uhr
Gravatar: Bernhard Faaß

Regent des Planeten

werden,würden die bei einigung erlösten urheberrechtstantiemen egal welcher höhe auch gezielt werkbezogen verteilt ? oder in form z.b. prozentualer zuschläge auf das aufkommen der nach derzeitiger praxis ausschliesslich durch meldungen der sender legitimierte und daraufhin bereits hochgerechnete sendeaufkommen im TV verteilt ? welcher bezug besteht zwischen dem aufkommen im tv und yt views ? im falle dessen. was ist wirklich vorgesehen. eine ganz schlüssige antwort wäre schön.

Pafnuti schrieb am 17.06.2011 20:22 Uhr
Gravatar: Pafnuti

GEMA nicht gesprächbereit

ich glaube, dass GEMA-Verein die Preisdurchsetzung zum Selbstzweck längst entwickelt hat.

Die Produzenten zu fragen, was sie sich überhaupt von Lizenzgebühren wünschen (geschweige von "ob") hält er gar nicht für nötig.

Und zum System der Lizenzgebühren in Deutschland: GEMA hat selber viel beigetragen, dass das System heute so aussieht. Von daher die Aussage: "wir müssen innerhalb des dt. Lizenzsystems eine Lösung finden" finde ich persönlich für zynisch.

Nadja schrieb am 17.06.2011 20:31 Uhr
Gravatar: Nadja

Wen will die GEMA eigentlich für dumm verkaufen?

"Die von uns in dem Musterverfahren gegen YouTube eingereichten 12 Musikwerke dürften aufgrund der Millionen von Musikvideos keinen YouTube-User einschränken."
Als bitte GEMA, wer soll das denn glauben?
Komisch, dass andere Länder sich einigen können...

Josef Suckart schrieb am 17.06.2011 20:42 Uhr
Gravatar: Josef Suckart

youtube und gema

Liebe GEMA Verantwortliche,

das ganze "hin und her" nervt nur noch... Youtube hat dies nicht gemacht oder dies gemacht... GEMA hat dies gemacht oder dies nicht gemacht. Fakt ist: in den meisten Ländern der Welt klappt es (ich bin dienstlich viel unterwegs).... aber hier in Deutschland mal wieder nicht.

Hört auf mit dem Kindergarten und einigt euch mit Youtube und Google... und zwar noch in diesem Jahrzehnt!!!!!

Und wenn ich die Aussagen der GEMA google.... tja.. da schneidet ihr nicht wirklich gut ab.

Stefan schrieb am 17.06.2011 20:55 Uhr
Gravatar: Stefan

Die GEMA untertreibt

Ich stolpere ständig über Videos bei YouTube, DailyMotion und anderen Plattformen, die nur in meinem Land nicht verfügbar sind.
Dabei handelt es sich zum einen um offizielle Musik-Videos und zum anderen um eigene private Video-Aufnahmen, auf denen wohl fremde Musik zu höre wäre.

Hier von nur 12 betroffenen Werken zu sprechen ist eine riesige Untertreibung.
12% aller Musik-Videos scheint mir da realistischer.

Mir ist absolut unverständlich, warum Zuschauer diskriminiert werden, nur weil sie einen deutschen Internet-Provider nutzen.

Thomas Hohnen schrieb am 17.06.2011 21:13 Uhr
Gravatar: Thomas Hohnen

Trauerspiel

@Trixi
"In den USA und 33 weiteren Ländern ist man mit YouTube zu einer Einigung gekommen. Und es ist traurig, dass es hier nicht möglich ist."

Naja, in den meisten anderen Ländern lassen sich ja auch keine so guten Hetzkampagnen gegen die dortigen Verwertungsgesellschaften fahren, wie hierzulande.

YT/Google weiss doch ganz genau, dass der gemeine BILDungsdeutsche sofort sein bisschen Resthirn ausschaltet, sobald er das Wort "GEMA" liest und alles blind glaubt, solange es nur gegen die "böse GEMA" geht.
Warum werden wohl bestimmte Meldungen von YT/Google lanciert? Um durch Negativpresse für die GEMA die eigene Verhandlungsposition zu stärken.

@Ralf
Ich versuche es mal ganz simpel zu erklären:
Die von dir angeführten Tarife sind für 0815-Kunden konzipiert. Sowie jedes Unternehmen für besondere Großkunden besondere Konditionen anbietet, so hat auch die GEMA die Möglichkeit, mit gesonderten Tarifen (im Rahmen der Vorgaben) auf "Großkunden" einzugehen.

Darüber, dass gerade im Online-Bereich bei der GEMA noch einiges im Argen liegt, brauchen wir nicht zu streiten, aber verdammt noch mal: dann tut auch was, damit sich das ändert!

Wir haben die Mitgliederversammlung, Fachgruppen und Verbände in denen man sich entsprechend austauschen und organisieren kann, um etwas in Bewegung zu bringen. Leider sind es ja meist die großen Kritiker der GEMA, die man nie auf der Mitgliederversammlung sieht.
Es gibt sogar solche Kritiker, die gewählte Delegierte sind und sich trotzdem seit zwei Jahren unentschuldigt nicht haben blicken lassen.

Bernhard Faaß schrieb am 18.06.2011 17:26 Uhr
Gravatar: Bernhard Faaß

Regent des Planeten

hallo thomas, die bezeichnung trauerspiel kann man als reichlich exakt einstufen. zu den delegierten möchte ich mich gar nicht mehr äussern. allerdings darf ich dir vermitteln, das meine don quichote erfahrung bei der gema über 15 jahre währt. eigentlich aufgeschlossen sind die herrschaften jetzt nicht gerade. engagement wird durch ein gehöriges frustrationpotential untergraben von wirklich schlimmeren nicht zu sprechen. manchmal möchte man kotzen, wenn einem die eitelkeit und das selbstverständnis gewisser angestellter zu bewusstsein kommt äh gebracht wird.

Laszlo Riedl schrieb am 19.06.2011 10:00 Uhr
Gravatar: Laszlo Riedl

Und wer trägt die Verantwortung?

"Naja, in den meisten anderen Ländern lassen sich ja auch keine so guten Hetzkampagnen gegen die dortigen Verwertungsgesellschaften fahren, wie hierzulande."

Wer ist denn schuld daran? Die Interessenlage ist doch in anderen Ländern die gleiche: Die Urheber hätten auch dort gern mehr Geld für die Nutzung ihrer Werke, und die Nutzer würden auch dort gern weniger bezahlen.
Wenn die Verwertungsgesellschaften in anderen Ländern beliebter sind, scheinen sie also ein paar Dinge besser zu machen.
Ich kenn die GEMA jetzt nur aus Nutzerseite, aber die Preisliste für Vereinsfeste ist schon nicht ohne. Aber als kleiner Verein heißt es: Friss oder stirb! Also zahlt man den geforderten Betrag. Ohne echte Verhandlungsmöglichkeit. Mit Google/YouTube steht der GEMA jetzt mal ein etwas größerer Verhandlungspartner gegenüber, der seinen Einfluss auf die öffentliche Meinung geschickt zu nutzen weiß.

Name unbekannt schrieb am 19.06.2011 17:46 Uhr
Gravatar: Name unbekannt

titel

danke thomas. musste mal gesagt werden.

Trixi schrieb am 22.06.2011 17:26 Uhr
Gravatar: Trixi

Antwort auf "Trauerspiel"

Dass es genügend Menschen gibt, die bei diesem Thema nicht groß nachdenken, bestreite ich nicht. Die gibt es aber nicht nur in Deutschland.

Und die GEMA hat nicht den besten Ruf, nicht einmal bei einem Teil der Künstler/Urheber selbst (ist ein Lied schreiben keine Kunst?)
Vielleicht sollte man sich aber auch Gedanken machen warum das so ist bevor man ein sog. BILDungsniveau unterstellt.

Chris schrieb am 18.06.2011 00:48 Uhr
Gravatar: Chris

12 Cent sind völlig aus der Luft gegriffen!?

Also wer denkt sich denn solche verrückten Zahlen aus? Von 12 Cent hat die GEMA also noch nie was gehört?

Naja, dann sollte man sich vermutlich mal die eigene Website etwas genauer anschauen, und selbst mal die Einführungen in die "Grundlagen" durchlesen.

https://www.gema.de/fileadmin/user_upload/Musiknutzer/Informationen/information_musikvideo_on_demand.pdf

Bettina Müller schrieb am 18.06.2011 19:13 Uhr
Gravatar: Bettina Müller

siehe: Wahrheiten

Hallo Chris, ich habe es bereits in einem anderen Kommentar erklärt: Mit Großkunden wie YouTube werden individuelle Verträge verhandelt. Daher auch der Hinweis, dass es in Bezug auf die YouTube Verhandlungen definitiv keine "12 Cent Preisliste" gab. Diese Falschinfo wurde schon 2009 direkt widerlegt, als YouTube damals die Neuverhandlungen mit der GEMA (jawohl, wir hatten ja bereits einen Vertrag mit YouTube bis 2009) abgebrochen hat. Den Blogtext haben wir jetzt nochmals aktualisiert, damit das klarer und unmissverständlicher deutlich wird.

Patrick schrieb am 18.06.2011 01:02 Uhr
Gravatar: Patrick

Ist nicht der ernst, oder?

"Warum werden wohl bestimmte Meldungen von YT/Google lanciert? Um durch Negativpresse für die GEMA die eigene Verhandlungsposition zu stärken."

Das ist mit Abstand das lächerlichste von allen Argumenten! In Bing und Yahoo sind die Meldungen über die GEMA keinen Deut besser!

Kilian  schrieb am 18.06.2011 01:19 Uhr
Gravatar: Kilian

Hin und Her...

Hallo

Guckt euch doch einfach mal dieses Video an

http://www.youtube.com/watch?v=fxEGvCq0LTo&feature=feedu

Schön erklärt. GEMA, wir leben 2011 ;-)

Klar, jeder möchte in diesem Fall ganz simpel ausgedrückt, das Recht haben, jedoch muss ich in diesem Fall einfach mal sagen, dass der oben stehende Text doch sehr fraglich ist. In dem oben genannten Link zu dem Video wird dies auch nochmal verdeutlicht.

MfG

Mr Derpington schrieb am 18.06.2011 02:26 Uhr
Gravatar: Mr Derpington

Nerverei

Ich habe es schon lange aufgegeben auf eine Einigung zu warten. Deshalb surfe ich youtube gar nicht mehr ohne schweizer Proxy an, mit dem ich alle Musikstücke genießen kann

lfalkenburg schrieb am 18.06.2011 03:40 Uhr
Gravatar: lfalkenburg

Hammerhart

Erst verhindert die GEMA, dass Kindergartenkinder VOLKSLIEDER singen dürfen und machen wir einfach mal noch YOUTUBE platt, was solls, irgendwie müssen die bis zur Unkenntlichkeit beförderten Verwertungsbosse ja bezahlt und Ihre Daseinsberechtigung nachgewiesen werden. Un-fass-bar! Früher im Plattenladen, da konnte man sich jede Platte/CD so lang man wollte an der Theke anhören und dann überlegen ob man diese kaufen wollte oder nicht und zwar JEDES Lied von Anfang bis Ende - dafür hat die GEMA NIEMALS Gebühren verlangt. Youtube ist, wie oben erwähnt ein auch eine riesen Chance für die Künstler - was die GEMA? Sie behindert - quasi als Lobby der Alteingesessenen, damit ja nichts neues "nach oben" kommt!

Liebe GEMA - eure Zeiten als Gatekeeper sind vorbei. Passt euch an, seit innovativ oder geht sterben..

Innovativ wäre mal eben so "flupp" eine eigene Audioplattform aufzusetzen - so mit Musikflatrate für, sagen wir mal 14,99 EUR im Monat, ich denke da wären 1000nde dabei...

Ansonsten wartet einfach bis Firmen wie Apple euch das Heft aus der Hand nehmen... (Hauptsache die Pensionen stimmen, gelle?) ;-)

Jürgen D. schrieb am 18.06.2011 12:32 Uhr
Gravatar: Jürgen D.

Lügen, Lügen, Lügen.

Dass die GEMA hier ohne rot zu werden von "ominösen 12 Cent" spricht: Immer wieder werden ominöse 12 Cent pro Videostream kolportiert. Die Preisliste auf die sich diese Behauptung bezieht ist der GEMA nicht bekannt. Die GEMA hat dementsprechend in den Verhandlungen zu keinem Zeitpunkt einen Betrag von 12 Cent oder gar einen höheren gefordert. Vielmehr hat die GEMA einen marktüblichen einstelligen Betrag in die Verhandlungen eingebracht."

http://youtu.be/fxEGvCq0LTo?t=5m20s

Das hier ist Beweis genug. Ich finde es einfach eine Frechheit, wie man nur so geldgeil sein kann. Die Musiker und Labels etc. verdienen sich auch so schon eine goldene Nase, sind schon alle verdammt reich und haben riesige Villen. Wie wäre es mal sich auf echte Probleme in Deutschland zu konzentrieren? GEMA und auch die GEZ sind einfach der unnötigste Mist. Einfach nur sinnlose Geldmacherei. Man muss nunmal sehen, dass Musik nun mal auch zu Entertainmentzwecken verhindert wird, wenn z.B. Musik im Hintergrund läuft.
Wichtig ist einfach, dass die Menschen sich die Musik, die sie im Internet hören, kaufen, sofern sie ihnen gefällt.

Eine interessante Tatsache ist übrigens, wenn auf dem offiziellen Kanal von Justin Bieber und Co. ich wem seine eigene Musik hochgeladen wird, sprich es ist genehmigt von seiten des Herausgebers, ist das Video dennoch in Deutschland nicht verfügbar.

Ich kann nur den Kopf schütteln, bei so einem sinnlosen Quark, den der deutsche Staat in letzter Zeit produziert. Unglaublich.

Bettina Müller schrieb am 18.06.2011 19:07 Uhr
Gravatar: Bettina Müller

Wahrheiten

Hallo, es ist genau so, wie geschrieben: Wir haben YouTube gegenüber zu keiner Zeit (die Verhandlungen laufen ja seit 2009) 12 Cent gefordert. Mit Großkunden, ob aus dem Online-Bereich oder aus der Gastronomie oder im Bereich der Konzertveranstalter u.a., werden individuelle Rahmenverträge verhandelt, so auch mit Youtube. Da es anscheinend nicht eindeutig ersichtlich war, dass sich der Satz mit der uns nicht bekannten Preisliste auf die YouTube Verhandlungen bezogen hat, haben wir den Blogtext jetzt aktualisiert. Und nochmals: Wir haben mit YouTube stets über einen marktüblichen einstelligen Centbetrag verhandelt.

Andreas schrieb am 21.06.2011 13:52 Uhr
Gravatar: Andreas

Einstelliger Centbetrag

@Bettina Müller:

"Wir haben mit YouTube stets über einen marktüblichen einstelligen Centbetrag verhandelt."

Einstelliger Centbetrag aber pro Abruf eines Videos, oder?

ABSCHAFFEN! schrieb am 18.06.2011 14:57 Uhr
Gravatar: ABSCHAFFEN!

ABSCHAFFEN!

Ich arbeite für mehrere Labels, die mit ihren Veröffentlichungen immer in den top 20 vertreten sind. Und dort merkt man den Hass, sobald man das Thema Gema in den Mund nimmt ;-) Wenn die eine echte Alternative hätten würden die den Rechteverwerter sofort wechseln und teilweise wird darüber nachgedacht, sich ganz von denen zu lösen.

Soviel dazu.

Meiner Meinung nach sollte man die Gema abschaffen, zumal der Großteil der Einnahmen klar aus Gagen bei Livekonzerten besteht!
Im digitalen Zeitalter sind die nur ein Klotz am Bein!

Fritz schrieb am 18.06.2011 15:04 Uhr
Gravatar: Fritz

Viel zuwenig

Ich finde die Gema sollte wie bei den MP3portalen 99cent pro lied verlangen.
desweiteren sollte man jedes Video mit mindestens 50cent belegen.
und auf normale Webseiten sollte die Gema auch kosten draufschlagen.
Oder einfach grundsätzlich eine Art GEMApflicht versicherung einführen.
25% des Brutto einkommen eines jeden Bürgers sollte an die GEMA gehen.
bei ALG2 kann man ja nur 15% nehmen.
Das würde evtl. der gebeutelten und gequälten GEMA etwas helfen.

sethmilligan schrieb am 18.06.2011 19:47 Uhr
Gravatar: sethmilligan

herr

die arme gebeutelte GEMA... du scheinst ja genügend geld über zu haben um dir für 50cent ein viedeo anzuschauen!?
dann bezahl mal schön und lass dich weiterhin schön blenden von solchen ausnehmerischen unternehmen...

Andreas schrieb am 18.06.2011 16:35 Uhr
Gravatar: Andreas

Institutionen wie..

die GEMA sind leider ein imenses Innovationshemmnis. Wo soll das noch hinführen? Ist der Profit wirklich so viel wichtiger als Innovationen die gesellschaftlichen Fortschritt bringen?
Ich kann nur hoffen, dass die EU den Rechteverwertermodellen in Zukunft einen riegel vorschiebt! Ich für meinen Teil, empfinde solche Machenschaften sogar als Grund irgendwann auszuwandern! (nicht nur auf GEMA bezogen)

Daniel Arntz schrieb am 18.06.2011 18:45 Uhr
Gravatar: Daniel Arntz

Die GEMA ist keine...

Die GEMA ist keine Rechteverwertungsgesellschaft sondern eine Rechteeinhaltungsgesellschaft!

Warum klappt das was in unseren europäischen Nachbarländern und sonst fast überall auf der Welt klappt ausgerechnet bei uns in Deutschland nicht?

Und jetzt kommt mir nicht mit "andere Rechtsverwertungsgesellschaften konnte sich auch nicht mit YouTube einigen".

Die GEMA hat eine Verantwortung für Millionen deutscher Bürger und Steuerzahler, nämlich Kulturgut für sie verfügbar zu machen, auch wenn dies selbstverständlich nie zum Nulltarif geht, ist es NICHT DIE MÖGLICHKEIT, ganz Deutschland praktisch von der globalen Popkultur, die sich dieser Tage nuneinmal nicht mehr über MTW sondern eben über YouTube verbreitet, abzuschneiden. Dieser status quo ist NICHT HINNEHMBAR und eine FARCE für jeden deutschen Bürger der das Internet nutzt.

Thomas Hohnen schrieb am 18.06.2011 22:48 Uhr
Gravatar: Thomas Hohnen

Kopfschüttel

Also meine These, dass einige ihr Hirn abschalten, sobald sie GEMA hören, hat sich ja in vielen weiteren Kommentaren bestätigt.

"Die GEMA hat eine Verantwortung für Millionen deutscher Bürger und Steuerzahler, nämlich Kulturgut für sie verfügbar zu machen"

Wo steht das? Primär nimmt die GEMA die Interessen der Urheber wahr und das bedeutet natürlich auch, deren Musik verfügbar zu machen. Aber eben zu Konditionen, die nicht zulasten der Urheber gehen.
Und was soll bitte der Quatsch mit den Steuerzahlern? Was hat die GEMA mit Steuern am Hut? Ausser, dass sie diese - wie jedes andere Unternehmen - an den Fiskus abführt.

Das Kernproblem in dieser Diskussion ist doch, dass viele meinen, eine Meinung meinen zu müssen, ohne sich aber vorher mit den Fakten vertraut zu machen.
Frei nach Dieter Nuhr: Wenn man keine Ahnung hat ....

Ich frage mich wirklich, warum die GEMA immer der Buhmann sein soll und YT/Google das arme Unschuldslamm?
Tja, die tendenziöse Berichterstattung der letzten Jahre gegen die GEMA hat reiche Früchte getragen.

Wie gesagt, bei der GEMA liegt einiges im Argen, aber für viele der gewünschten Änderungen müssten erst Bundesgesetze geändert werden. Die GEMA kann nicht machen, was sie will.

Und ganz ehrlich:
Diese ver****** Umsonstmentalität geht mir auf den Zeiger. Alle wollen für ihre Arbeit gerecht entlohnt werden, aber wenn Urheber das auch wollen, werden sie gleich als "gierige Kulturverhinderer" angeprangert.

Alex Bankert schrieb am 18.06.2011 23:18 Uhr
Gravatar: Alex Bankert

Webradios


Wer schonmal versucht hat ein "eher privates" Webradio legal zu betreiben der weiss sehr wohl, dass die GEMA für Online Inhalte unrealistische Lizenzkosten erhebt, ich glaube ihr braucht einfach ein jüngeres und vor allem Internet/neue Medien affineres Personal...

Wenn ihr als GEMA wirklich der Meinung seid, das ganze läge nicht an euch, dann macht den Prozess doch einfach mal für alle Deutschen transparent? Lasst euch in die Karten gucken und bitte kein "Geheimhaltungsvertrags" kram ... das klingt dann wieder nur wie eine Ausrede.

Wo ein Wille ist ist auch ein Weg, ihr rechtfertigt euch anstatt einen Weg zu weisen!

Jörg schrieb am 19.06.2011 01:28 Uhr
Gravatar: Jörg

Umkehr der Beweislast - Nachtrag

Hier noch ein Hinweis auf die öffentlich einsehbare "Datenbank - Musikalische Werke".

Es besteht also eine Datenbank und dennoch trägt der Nutzer die Beweislast?

Wozu dient diese Datenbank denn dann, wenn die GEMA selbst anscheinend nicht gewillt ist, ihre obligatorischen Forderungen erst einmal selbst (!) zu überprüfen?

Ich bitte um Antwort, weshalb Nutzer dann erst einmal genötigt werden, zu beweisen, dass es sich beim genutzten Musikwerk nicht (!) um das eines bei der GEMA-Mitglieds handelt!

Wenn Sie, die GEMA Geld fordern, dann sorgen Sie gefälligst auch selbst für die Beweise!

Alles andere ist inakzeptabel und überheblich!

Andre schrieb am 19.06.2011 01:44 Uhr
Gravatar: Andre

Eine Blamage auf internationalem Niveau

Mal im Ernst. Ist Ihnen liebe GEMA jemals der Gedanke gekommen, dass Youtube obwohl es ohne Zweifel eine gewisse Grossmachtstellung besitzt auch laufende Kosten hat die zu decken sind? Und schon alleine um in der Geschäftsplanung mit vernünftigen Zahlen rechnen zu können sollte es doch wohl möglich sein ( so wie vor einigen Jahren noch üblich ) eine ganz normale Pauschale zu vereinbaren über die letztendlich die lachhaften Kosten gedeckt wären, die für die geschätzten Kollegen der Musikindustrie und Ihnen selbst liebe GEMA entstehen. Und wo wir schonmal beim Thema Lizenzen und Copyrights sind: Eine Lizenz oder die Rechte an einem Musikstück zu haben ist nach wievor bares Geld und man braucht dafür nichtmal hart zu arbeiten sondern nur windige Verträge aufzusetzen zu meist maßlosen preisen. Bei gerade mal 6 Cent pro Stream zahlt Youtube demnach für ein Video mit 100000 clicks
6000 € wobei weder Youtube noch die GEMA nachweisen können ob sich jemand das Video ganz angesehen hat oder nur draufgeklickt hat und mehr nicht.
Tut mir leid aber damit zeigt die GEMA ein dermassen kindisches Verhalten ( nach dem Prinzip: wir wollen auch was von dem Kuchen abhaben ) das ich Youtube gratulieren kann dass das Unternehmen sich nicht auf solche machtspielchen einlässt. Also was soll's: amerikanischen Proxy und weiter geht's.
Kein Wunder das man von uns Deutschen denkt wir wären eine Menge von Bürokraten und Spiessern wenn sich deutsche Einrichtungen so im internationalen Bereich so benehmen.
Vielen dank!

Laszlo Riedl schrieb am 19.06.2011 09:39 Uhr
Gravatar: Laszlo Riedl

Sehr ungeschickte Verhandlungsführung..

würde ich als Außenstehender vermuten. Und zwar seitens der GEMA. Fest steht doch, dass es in den wichtigen anderen Märkte gelungen ist einen Modus zu finden die Urheber entsprechend zu entlohnen. Es kann ja sein, dass sie dort weniger für die Nutzung ihrer Werke bekommen, als die GEMA gern für ihre Mitglieder bekommen würde. Aber sie bekommen etwas! Und die Nutzer werden nicht durch Sperren eingeschränkt.
YT wird der GEMA in der Summe nicht substantiell weniger geboten haben, als den Verwertungsgesellschaften in anderen Ländern.

Moritz S. schrieb am 19.06.2011 12:35 Uhr
Gravatar: Moritz S.

Gema hat Verantwortung gegenüber dem Bürger und den Künstlern

Hallo zusammen,

ich finde die Diskussion hier zu schwarz/weiß. Viele Leute schießen sich darauf ein, dass entweder YT oder die Gema der/die Böse(n) sind. Ich würde keiner der beiden Parteien unterstellen, dass sie besonders böswillig vorgehen. YT&Google sind bestimmt keine Heiligen und auch wahrlich nicht mittellos. Aber sie haben nunmal DIE Medienplattform des 21. Jahrhunderts in den Händen. In gewisser Weise also ein Monopol.

Und auch die Gema ist in Deutschland Monopolist bei den Verwertungsgesellschaften (Es mag faktisch nicht zu 100% zutreffen, aber auf den normalen Bürger wirkt es so.) Und als einzige Verwertungsgesellschaft in Deutschland hat die Gema in meinen Augen gewisse Pflichten, gegenüber den Künstlern und den Bürgern.

Die Pflicht gegenüber den Künstlern sollte sein, ihre Werke bestmöglich zu vermarkten um den Künstlern möglichst hohe Beträge auszahlen zu können. In Anbetracht der immensen Quantität vin Video-Ansichten auf YT sollte man sich hier lieber mit einem Cent pro Stück zufrieden geben, als gar nichts zu erhalten, und die Künstler in ihrem Bekanntheitsgrad zu unterdrücken.

Andererseits sollte es auch Pflichten gegenüber den Bürgern geben. Nämlich dafür zu sorgen, dass die Konsumenten die, von der Gema geschützten Werke, überall konsumieren können. Radio, Fernsehen und eben auch Internet. Ich finde es ist die Pflicht der Gema, dafür zu sorgen, dass die Leute auf YouTube ihre bekannte Musik genießen können. Die Gema sollte aktiv alles daran setzen, dieses Ziel zu erreichen, und nicht wie ein kleines Kind in der Ecke sitzen und mit dem Finger auf YT zeigen, und sich darauf ausruhen dass das Gegenüber die Verhandlungen abgebrochen hat. Das mag ja richtig sein, aber dann sollte die Gema zum Wohle von Künstlern und Interpreten über ihren Schatten springen und die Verhandlungen neu starten bzw. YT dazu zu drängen, sie neu zu starten.

In dieser Angelegenheit ist einfach kein Platz für Sturköpfe, die einen bestimmten Betrag X erreichen wollen, oder eine gewissen Verhandlungsposition nicht aus der Hand geben möchten. Und das gilt genauso für YT, leider sitzen die am längeren Hebel.

In Anbetracht der Einigung in anderen Ländern glaube ich aber an eine grundsätzliche Verhandlungsbereitschaft seitens des Konzerns, wenn sich beide Partner auf gleicher Ebene begegnen.

Falls sich gemäß dem aktuellen Geschäfts- und Tarifmodell keine zufriedenstellende Lösung aushandeln lässt, ist es auch die Pflicht der Gema, über neue Vertragsmodelle nachzudenken, die auch im Internet-Zeitalter funktionieren können. Für solche Arbeit stecke ich euch doch einen Teil meiner Steuergelder in den Rachen und saftige Beiträge als gewissenhafter Musiknutze. Verdammt nochmal, jetzt tut auch was für euer Geld und sorgt mit voller Anstrengung dafür, dass ich auch in Deutschland eine der tollsten Erfindungen des 21. Jahrhunderts uneingeschränkt nutzen kann!

Max schrieb am 19.06.2011 14:09 Uhr
Gravatar: Max

Traurig

Es ist echt traurig das andere europäische Länder es hinbekommen und wir in Deutschland nicht. Das zeigt nur mal wieder die inkompetenz der deutschen Verwaltungsangestellten. Vielleicht sind die Einstellungskriterien bei der GEMA auch nicht so besonders hoch und wir müssen nun darunter leiden.

Alexander schrieb am 19.06.2011 15:30 Uhr
Gravatar: Alexander

Wie heißt es doch so schön...

"Deutschland ist ein digitales Entwicklungsland"

Michael schrieb am 19.06.2011 23:29 Uhr
Gravatar: Michael

Überfällig

Ich bin es langsam leid, dass ich seit nun 2 Jahren auf youtube geblockte Videos tagtäglich auffinde, ob es alte Lieder sind, die ich nicht mehr angucken kann (Lupe Fiasco, der gute alte Minderverdiener aus Deutschland, sei hier mal genannt), oder reguläre Videos, die mit Musik unterlegt sind.

Vielleicht sollte die Gema mal im Jahr 2011 ankommen und erkennen, dass man allein auf weiter Flur steht.

http://www.big-screen.de/deutsch/pages/news/allgemeine-news/2011_06_18_6776_musikkonzerne-kritisieren-gema-wegen-youtube-streit.php

LG

g50 schrieb am 20.06.2011 08:56 Uhr
Gravatar: g50

Verhandelt

Der Sinn oder Unsinn der Gema, ihrer Gebühren, ihrer Arbeitsweisen und Verteilungsmechanismen ist mir gleichgültig. Ich möchte die Gema nicht bemerken müssen und einfach an die Inhalten kommen können.
Das sich hier über die "schwierigen Verhandlungen" beschwert wird ist für mich unverständlich. Sowas ist normales Tagesgeschäft und die Gema muss damit klar kommen können.
Da ich die Verhandlungen nicht selbst führe, finde ich die Details eher langweilig.
Macht endlich euren Job und sorgt dafür, das die Nutzer wieder Zugang erhalten. Sonst müsst ihr eben damit leben, dass ihr als Ärgernis wahrgenommen werdet und damit nur eure eigene Abschaffungsdiskusion befeuert.

Sukino schrieb am 20.06.2011 10:17 Uhr
Gravatar: Sukino

Unfaire Strafen

Wenn youtube nicht bezahlen will / noch nicht verhandeln will müssen dafür nicht die Nutzer bluten. Könnt ihr euren Kindergarten ned woanders aufführen? Es ist echt kindisch und erbärmlich.

Martin schrieb am 20.06.2011 10:42 Uhr
Gravatar: Martin

Dumme Diskussion

Ich bin kein Experte in solchen Sachen, ich kann nur aus Usersicht sprechen.

Es nervt mich jedes Mal total an, wenn ich so eine Meldung bei Youtube sehe, von wegen die GEMA hätte die nötigen Rechte nicht eingeräumt oder "Dieses Video ist in ihrem Land nicht verfügbar" oder ähnlicher Schwachsinn.

In anderen Ländern funktioniert doch auch alles, aber bei uns gibt es solche dämlichen Querelen.

Überbürokratisiert, unnötig, bekloppt.

Solche Videos bei Youtube fügen keinem Schaden zu. Ganz im Gegenteil: Ich sehe das als perfekte Promotion für den Künstler. Wozu werden Musikvideos gedreht? Aus Spaß und guter Laune und um es nur im Büro der Plattenfirma abzududeln? Schwachsinn sowas.

Sven schrieb am 20.06.2011 15:51 Uhr
Gravatar: Sven

Kurze Frage...

Wieso klappt es denn bei myvideo.de? Da hab ich solche Probleme nicht...

duscholux schrieb am 22.06.2011 07:35 Uhr
Gravatar: duscholux

GEMA-Vermutung

Klingt ja schon nach Feudalherren-Recht.

Florian Ratz schrieb am 20.06.2011 17:12 Uhr
Gravatar: Florian Ratz

Praktisch hat die Gema schon verloren... nehmt was YT euch gibt, und sagt DANKE!

Diese ganze Geschichte ist nur lächerlich. Und es ist die Schuld der GEMA, nicht von youtube.

Praktisch ist es sowieso egal, da jeder halbwegs Internetaffinie User die Sperre einfach Umgeht.

Eigentlich sollte man solche Werkzeuge einfach mehr verbreiten. Spätestens wenn sich keiner mehr über die Sperren beschwert, merkt vllt auch die GEMA, das sie nur sich selbst und den Künstlern schadet, die sie vertreten will.
Eure Sperren und Verträge existieren nur irgendwo auf dem Papier. Die User interessiert das kaum.
Alles nur deutsches Bürokratie Chaos ... über das der 0815 User sich kaputt lacht, während er das neuste lizensierte Musikvideo auf youtube schaut.

Tut euch selbst einen Gefallen und kommt im 21 Jahrhundert an.

Christian K. schrieb am 20.06.2011 17:19 Uhr
Gravatar: Christian K.

"12 Cent"

Irgendwie schon komisch wenn sich hier gewisse Mitarbeiter der GEMA ständig nur zu dem "12 Cent pro Video" Gerücht äußern, aber auf andere Kritikpunkte gar nicht eingehen.

Ein Beispiel dafür wäre der bereits angesprochene Punkt bezüglich der Gebühreneintreibung bei Kindertagesstätten. Und was war da überhaupt mit den überzogenen Forderungen als es um die Musik auf Weihnachtsmärkten ging? Und die geplante Gebührenerhöhung um 600% für Konzertveranstalter?

Ich möchte mir nicht anmaßen alles 1:1 korrekt wiedergegeben zu haben, da ich weder Lust noch Zeit habe jetzt alle Quellen sorgfältig zu recherchieren, trotzdem.. lustig ist schon das bei aller Kritik lediglich auf die 12 Cent eingegangen wird und immer schön drauf hingewiesen das man ja mit YT/Google bis 2009 bereits einen Rahmenvertrag hatte.

Weiterführende Links:
http://www.focus.de/finanzen/news/gema-kritik-an-kinderlieder-gebuehr_aid_585392.html
http://www.gulli.com/news/danke-gema-weihnachtsmarkt-ohne-weihnachtsmusik-2010-11-25
http://blog.handelsblatt.com/webwatcher/2009/01/29/konzerte-gema-fordert-600-prozent-mehr/

Bettina Müller schrieb am 20.06.2011 18:32 Uhr
Gravatar: Bettina Müller

Viele Antworten

Hallo Christian K., die Antworten auf die Fragen müssen Sie sich gar nicht zusammensuchen - die finden sich alle in diesem Blog. Einfach über die Suche den jeweiligen Begriff eingeben und schon finden Sie die Antworten. Das gilt übrigens auch für unsere Hompage.

Simon G. schrieb am 20.06.2011 23:52 Uhr
Gravatar: Simon G.

Schwarzer Peter

Zu "FAKT" 1:
Das mag so stimmen. Allerdings hat Google ja lediglich den Text präzisiert, der darauf hinweist, dass verschiedene Videos in Deutschland nicht verfügbar sind.
Von einer neuen Situation war nie die Rede - bis auf jetzt im GEMA-Blog.

Zu "FAKT" 2:
Sie wollen damit sagen Youtube enthält deutschen Usern also freiwillig Videos vor?
Es gibt keinen Grund warum sie das machen sollten.
AUSSER: Angst vor weiteren Forderungen. Was durchaus berechtigt ist, da das ganze ja ein Musterverfahren ist.
Von wem geht diese Angst wohl aus? Ganz klar: Dem Kläger, also GEMA.
Durch das sperren der Videos versucht die Google nur gegen spätere rückwirkende Forderungen nach einer Einigung abzusichern.

Zu "FAKT" 3:
Ich möchte mich nicht weiter zu dem 12ct-Streit äußern. Allerdings scheint das Problem nicht am Betrag zu liegen sondern an der Abrechnung pro Klick. Bei der hohen Nutzerzahl führt das zu riesigen Summen. Andere Vergütungsgesellschaften in anderen Ländern konnten sich übrigens mit Youtube auf einigen.

Ich finde, dass sich die GEMA für andere Vergütungsmodelle öffen sollte. Auch die GEMA bzw. die Künstler könnten von den hohen Nutzerzahlen von Youtube profitieren, wenn man sich mit Youtube einigen könnte. Aber leider versucht die GEMA stur auf einer Position zu verharren ohne Kompromisse in Erwägung zu ziehen, bei denen am Ende alle 3 Parteien GEMA, Youtube und Youtube-Nutzer profitieren.
Youtube + GEMA Musik = mehr Youtube Nutzer = kostenlose Werbung für Künstler + Einnahmen für GEMA

Wo ist da das Problem? Ich bin mir sicher, dass Viele durch Youtube erst auf verschiedene Künstler aufmerksam geworden sind. Da sind sicher auch welche dabei, die jetzt richtige Fans sind und auch CDs kaufen und Konzerte besuchen.
Letztendlich profitieren also die Künstler und das ist ja eigentlich auch der Wunsch der GEMA.
Deshalb kann ich es nicht verstehen, dass hier die GEMA mit Youtube Schwarzer Peter spielt.

Über eine Antwort der GEMA würde ich mich übrigens freuen.

Peter Hempel schrieb am 21.06.2011 13:06 Uhr
Gravatar: Peter Hempel

AW: Schwarzer Peter

Hallo Simon, gerne antworten wir soweit es möglich ist auf Ihren Kommentar:

Ich möchte zunächst einmal einen wichtigen Fakt anbringen, der viele Ihrer Aussagen relativiert: Wir vertreten die Interessen der Urheber, nicht die Interessen der ("ausführenden") Künstler. Nicht alle Bands schreiben ihre Lieder selbst.

MFG Peter Hempel

Jörg schrieb am 21.06.2011 14:02 Uhr
Gravatar: Jörg

Antworten/Stellungnahmen lassen auf sich warten...

Sehr geehrter Herr Hempel,

wann folgen denn die Antworten bzw. Stellungnahmen zum Beitrag von Simon G.?

Muss man darüber zunächst intern bei der GEMA beraten?

Das würde mich allerdings wundern, denn so wie sich die GEMA darstellt, ist doch eigentlich alles auf Punkt und Komma geregelt - oder etwa doch nicht?

Simon G. schrieb am 22.06.2011 02:04 Uhr
Gravatar: Simon G.

AW: AW: Schwarzer Peter

Zunächst einmal freut es mich, dass man hier nicht grundsätzlich ignoriert wird und nicht nur mit ausgewählten Journalisten kommuniziert wird. An dieser Stelle also auch mal ein Wort des Lobes.
Leider fehlt mir der Bezug zu meiner Argumentation in Ihrer Antwort, Herr Hempel.
Die GEMA vertritt in vielen Fällen nicht die - wie sie sagen - "ausführenden" Künstler sondern die Inhaber der Urheberrechte, also meines Wissens nach meist die Platten-Labels.
Wie kommt es denn nun, dass diese Urheberrechtsinhaber in Form der Deutschlandchefs von Sony BMG und Universal Music - zwei der größen Musiklabels - die GEMA äußerst scharf wegen der verfahrenen Youtube Situation kritisieren?

Dass, die ("ausführenden") Künstler nicht immer direkt von der Arbeit der GEMA profitieren ist in meinem ersten Kommentar unter den Tisch gefallen: Allerdings wird mir nicht klar, warum das die Situation auch nur irgendwie verändert. Man könnte das lediglich als generellen Kritikpunkt an der GEMA verwenden, wenn man das es andersherum Ausdrückt: Die Künstler profitieren nicht von der GEMA, da sich nur die Musiklabels an den ausgeschütteten Gebühren bereichern. Aber das sei jetzt mal außenvorgelassenen. Hier geht es um die Youtube-Thematik.

achim schrieb am 21.06.2011 13:02 Uhr
Gravatar: achim

zur abwechslung mal ein paar echte zahlen

Im UK zahlt MCPS für youtube streams, bezogen auf 100% des Werkes also alle Autoren und Verlag zusammen pro stream: Zwischen 0,000068 Pfund - je nach Wechselkurs, heute: 0,000077 Euro oder 0,0077 cent und 0,00014 Pfund oder 0,014 Pence oder 0,0157 cent minus 12% MCPS Kommission. d.h. man braucht als alleiniger Urheber ohne Verlagsbeteiligung zwischen 7 und 14 Millionen streams im Monat für 1.000 Euro monatliches Einkommen. 1000 youtube streams sind nur 0,08 bis 0,15 Euro. Das sieht nach wenig aus und sehr hoher Marge für google. Nichts hiervon ist geheim, das sind durchgeführte Abrechnungen.

rudy holzhauer schrieb am 22.06.2011 23:59 Uhr
Gravatar: rudy holzhauer

danke für die zahlen, die

ich so oder ähnlich von meinen englischen kollegen bestätigt bekommen habe.

wieso reagiert eigentlich keiner der sonst hier so aktiven klugschwätzer auf fakten? schelm, wer böses dabei denkt...

Jörg schrieb am 21.06.2011 13:46 Uhr
Gravatar: Jörg

Beiträge "unterschlagen"?

Seltsam! Mein Text "Umkehr der Beweislast - Nachtrag" ist veröffentlicht. Wie der Titel aber schon aussagt, war dies ein "Nachtrag".

Wo ist denn der eigentliche Beitrag verblieben?

War er der GEMA zu kritisch? Und will man eigentlich keine Antwort auf meine Fragen geben oder fehlt der GEMA ein nachvollziehbares Argument???

Meine letzte Frage (aus dem bislang veröffentlichten Beitrag) wiederhole ich gerne:

"Ich bitte um Antwort, weshalb Nutzer dann erst einmal genötigt werden, zu beweisen, dass es sich beim genutzten Musikwerk nicht (!) um das eines bei der GEMA-Mitglieds handelt!"

Danke vorab!

Peter Hempel schrieb am 21.06.2011 14:28 Uhr
Gravatar: Peter Hempel

AW: Beiträge "unterschlagen"

Hallo Jörg, Ihr Post hat nichts mit dem Thema zu tun, zu dem Sie ihn eingestellt haben, daher entspricht er nicht den Nutzungsregeln unseres Blogs. Trotzdem will ich Ihre Frage kurz beantworten: Die GEMA nimmt als einzige Verwertungsgesellschaft für musikalische Urheberrechte in Deutschland die Rechte an einem umfassenden Repertoire in- und ausländischer Musikwerke wahr. Deshalb spricht eine doppelte tatsächliche Vermutung – die so genannte „GEMA-Vermutung“ – dafür, dass bei bestimmten Nutzungen in- und ausländischer Musik urheberrechtlich geschützte Werke genutzt und die entstehenden Vergütungsansprüche durch die GEMA wahrgenommen werden müssen. Die GEMA-Vermutung wurde von der Rechtsprechung zunächst im Hinblick auf öffentliche Musikaufführungen entwickelt. Sie gilt aber auch für jene „mechanischen Rechte“, bei deren Wahrnehmung die GEMA über eine faktische Monopolstellung verfügt – zum Beispiel für das Recht, Musikwerke in Filmen oder auf Tonträgern zu vervielfältigen und zu verbreiten. Aufgrund der GEMA-Vermutung muss jeder, der angibt, bei einer Veranstaltung oder für einen Tonträger ausschließlich Werke genutzt zu haben, bei denen die Rechtewahrnehmung nicht durch die GEMA geschieht, dies für jeden einzelnen Fall konkret darlegen und gegebenenfalls beweisen. Dies kann zum Beispiel dadurch geschehen, dass ein Veranstalter ein vollständiges Musikprogramm für die betreffende Veranstaltung vorlegt. Aus dem gleichen Grund muss ein Tonträgerhersteller die Titel, die bei einer Tonträgerproduktion verwendet werden sollen, zur Prüfung bei der GEMA melden.

Peter Hempel schrieb am 21.06.2011 14:50 Uhr
Gravatar: Peter Hempel

AW: Antworten/Stellungnahmen lassen auf sich warten...

Nocheinmal Hallo Jörg,

vom ursprünglichen Autor wurde keine Stellungnahme gefordert, sondern eine Antwort. Diese Antwort (auf die einzige offene Frage seines Posts) habe ich ihm bereits in meiner Antwort geliefert:
"Wo ist das Problem?"

"Das Problem ist das Detail, dass wir in den seltensten Fällen ausübende Künstler vertreten, die von der Promotion auf YouTube direkt profitieren." Unsere Mitglieder haben in den wenigsten Fällen etwas von der gern argumentativ verwendeten "Werbeplattform YouTube". Künstler ist nicht gleich Urheber.

Zu allen weiteren Punkten wurde schon in vorhergehenden Kommentaren Stellung bezogen - und das sowohl von uns Blogautoren als auch von anderen Mitlesern.

Und leider muss ich mich in unserer Aussage wiederholen: wir haben eine Stillschweigevereinbarung mit YouTube getroffen, aufgrund derer wir keine Aussagen zu den Verhandlungsinhalten machen dürfen. Ich kann gut nachvollziehen, dass es dafür an Verständnis mangelt, bitte aber trotzdem darum.

Beste Grüße, Peter Hempel

Jörg schrieb am 22.06.2011 19:24 Uhr
Gravatar: Jörg

"vom ursprünglichen Autor wurde keine Stellungnahme gefordert"

Sehr geehrter Herr Hempel,

ich wollte auch nicht behaupten, dass der Beitragsschreiber eine Stellungnahme gefordert hat.

Nur habe ich - angesichts dessen, dass es sich ja hier wohl um eine öffentliche Diskussion handelt - eigentlich damit gerechnet, dass die GEMA zu den von ihm mit den Worten "Fakten" betilten Ausführungen ggf. (Gegen)argumente folgen lässt.

Eben um die Sichtweise der GEMA darzustellen.

So führt Simon G. beispielsweise an:

"Andere Vergütungsgesellschaften in anderen Ländern konnten sich übrigens mit Youtube auf einigen."

Mich (und vielleicht auch andere Leser) hätte insofern interessiert, weshalb es denn zwischen den anderen Vergütungsgesellschaften und YouTube zu einer Einigung gekommen ist und eben mit der GEMA immer noch nicht!

Vielleicht sollte die GEMA endlich mal "in sich kehren" um über das eigene Verhalten nachdenken!

Was ist das "Alleinstellungsmerkmal" der GEMA, die eine Einigung verhindert?




Jörg schrieb am 22.06.2011 19:53 Uhr
Gravatar: Jörg

"Hallo Jörg, Ihr Post hat nichts mit dem Thema zu tun, zu dem Sie ihn eingestellt haben, daher entspricht er nicht den Nutzungsregeln unseres Blogs."

Das ist ja sehr interessant!

So hatte ich u.a. auf die Kritik großer Musiklabels an der GEMA verwiesen.

Das hat also nichts mit diesem Thema zu tun?

Natürlich hat es damit zu tun!

Weil es darstellt, dass die GEMA diejenige Institution ist, die offensichtlich stur beim einmal eingeschlagenen Standpunkt bleibt, die jedoch selbst die Musikindustrie mittlerweile nicht mehr nachvollziehen kann!

Wenn der GEMA dazu die Argument ausgehen, sollte man dennoch tunlichst vermeiden, die Nichtveröffentlichung kritischer Beiträge mit solchen Einwänden zu begründen.

Sie betonen, dass Sie die Urheberrechte eines Musikwerkes vertreten.

Diese Musikwerke werden aber i.d.R. doch von ausführenden Musikern erst dem Publikum/Hörer nahe gebracht.

Welchen anderen Sinn hätte sonst ein Musikwerk (das auch entsprechend Geld einbringen soll) wenn es niemand kennt?

Und eben diese musikalischen Ausführungen werden aber gerade durch ein Medium wie YouTube oft erst bekannt!

Welchen (kommerziellen) Wert hätte denn ein Musikwerk, dass niemand kennt?

So ist eine Internetplattform wie YouTube doch die beste (und zudem kostenlose) Werbung für das Musikstück!

Diese Musikstücke werden bei entsprechendem Bekanntheitsgrad dann u.a. über diverse Musikkanäle wie iTunes etc. vetrieben.

Die GEMA aber stellt es mehr oder weniger so dar, als würden die Konsumenten das entsprechende Musikwerk ausschließlich über YouTube hören und nie erwerben (wollen).

Dann wird angemerkt, dass YouTube schließlich Werbeeinahmen generieren würde.

Was spricht denn dagegen? Haben Sie eine Ahnung, welche Kosten alleine für den Datentransfer aufkommt?

Das YouTube hierfür Werbeeinblendungen zur Kostendeckung nutzt, finde ich durchaus legitim!

Ebenso, wenn man damit auch einen Gewinn erzielt, denn es handelt sich schliesslich um ein Unternehmen.

Insofern bleibe ich bei meiner Meinung, dass die GEMA die Zeichen der Zeit nicht erkannt hat (oder nicht erkennen will) und damit indirekt den Verfassern der Werke leider mehr schadet als nutzt, der YouTube (zumindest indirekt) als kostenlose Werbemöglichkeit nutzen kann.

Jörg schrieb am 24.06.2011 15:29 Uhr
Gravatar: Jörg

"vom ursprünglichen Autor wurde keine Stellungnahme gefordert"

Sehr geehrter Herr Hempel,

ich wollte auch nicht behaupten, dass der Beitragsschreiber eine Stellungnahme gefordert hat.

Nur habe ich - angesichts dessen, dass es sich ja hier wohl um eine öffentliche Diskussion handelt - eigentlich damit gerechnet, dass die GEMA zu den von ihm mit den Worten "Fakten" betilten Ausführungen ggf. (Gegen)argumente folgen lässt.

Eben um die Sichtweise der GEMA darzustellen.

So führt Simon G. beispielsweise an:

"Andere Vergütungsgesellschaften in anderen Ländern konnten sich übrigens mit Youtube auf einigen."

Mich (und vielleicht auch andere Leser) hätte insofern interessiert, weshalb es denn zwischen den anderen Vergütungsgesellschaften und YouTube zu einer Einigung gekommen ist und eben mit der GEMA immer noch nicht!

Vielleicht sollte die GEMA endlich mal "in sich kehren" um über das eigene Verhalten nachdenken!

Was ist das "Alleinstellungsmerkmal" der GEMA, die eine Einigung verhindert?




Hans Utech schrieb am 21.06.2011 22:00 Uhr
Gravatar: Hans Utech

Lächerlich...

... was die Gema derzeit veranstaltet. Sollen sie einfach so weiter machen und noch alle User gegen sich aufbringen.

tanzbaerundsimon_Youtubechannel schrieb am 21.06.2011 23:16 Uhr
Gravatar: tanzbaerundsimon_Youtubechannel

Täuschung der User?

Also ich habe einst ein kleines festival organierst und die Preise die die Gema verlangte für Musik die im Hintergrund zwischen den Bands läuft und für Lieder die Bands covern waren enorm hoch und das Festival war beinahe umsonst, so dass es einen Profit beinahe unmöglich gemacht hatte.
Außerdem hat die Gema mal Geld von Kindergärten eingesammelt, weil sie Kinderlieder singen...

Ich vermute deshalb, dass die gema einfach übertrieben hohe Preise verlangen muss.

Zusätzlich:
Ich finde nicht berechtigt, dass sich die Gema über den Sperrtext bei den Youtubevideos aufregt.
Es steht da ja ein Konjunktiv ("könnte").
Damit behauptet Youtube zum einen im Grunde garnichts.
Zum anderen handelt es sich zwar nicht um einen der 12 Stücke, aber ich denke nicht dass Youtube die Videos nicht einfach gesperrt hat, weil sie die Gema damit ärgern wollen, sondern weil ihr Trackingsystem ein Lied eines Künstlers, der Mitglied bei der Gema ist, erkannt hat und Youtube mehr Anklagen vermeiden will.
Damit will Youtube denke ich nur zukünftige Klagen vermeiden.
Natürlich hat Youtube die Rechte für diese Songs nicht erworben.
(Was soll das denn für ein Argument sein?)
Darum sperren sie die Videos ja auch, weil sie wohl davon ausgehen, dass wenn sie für die 12 Videos keine Rechte bekommen haben, dass sie für die anderen Lieder auch keine Rechte bekommen.

Fakt ist: Youtube sperrt die Videos, weil es die Gema gibt.

Bestimmt trägt Youtube auch ein wenig zu diesen Uneinigkeiten bei.

Aber wie schon tausend mal hier geschrieben:
Wie kann es sein, dass Youtube nur mit der Deutschen Gema zu keiner Einigung kommt?
Und Argumente wie: "Hey in den anderen Ländern sind die Bedingungen anders" lasse ich nicht gelten, weil es soviele Länder sind, dass einfach irgendein Land von diesen mindestens Ähnliche "Bedingungen" haben muss.

Ich kenne sehr viele Musiker, die nicht Mitglied bei der Gema werden wollen, weil sie einfach mit ihrem scheinbar Geldgeilen getue nicht einverstanden sind.
Auch die Musiker mit denen ich gesprochenen habe, die Mitglied bei der Gema sind mögen die Gema nicht, sind aber nur Mitglied weil es keine Alternative gibt.

VoodooPanz schrieb am 22.06.2011 02:55 Uhr
Gravatar: VoodooPanz

Meister

Ihr seid obsolet, seht es endlich ein.

asdf schrieb am 22.06.2011 05:34 Uhr
Gravatar: asdf

Herr

Also ich halte diese Diskussion überflüssig. Denn ich glaube nicht das irgendein Künstler der sich über Millionen E-Mail-Anfragen freut, wo er auch noch stundenlange Video´s ansehen muss ob auch nicht ein falsches Bild mit seiner Musik untermalt ist und wenn einer Ihrer Künstler das umbedingt machen will, naja dann kann er Tage damit verbringen.

In diesem Sinne

Ihr ASDF

Musikfan schrieb am 22.06.2011 09:49 Uhr
Gravatar: Musikfan

Kommentar Hempel

Lieber Herr Hempel - in diversen Artikeln (http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,768816,00.html) werden Sie mit der Aussage auf die Frage des Grundes für die Situation YouTube/Gema zitiert: "Es gibt in Deutschland ein starkes Urheberrecht." Was meinen Sie damit? Sagen Sie damit, dass die Gema deshalb keinen Vertrag mit YouTube hinbekommt, weil das Urheberrecht Ihnen Fesseln anlegt?

Peter Hempel schrieb am 22.06.2011 17:36 Uhr
Gravatar: Peter Hempel

Antwort von Hempel ;)

Hallo Musikfan,

natürlich sind wir bei all unseren Handlungen dem Gesetz verpflichtet, als erste wären da Urheberrechtsgesetz und Urheberrechtswahrnehmungsgesetz. Bestimmte Passagen dieser beiden Gesetze zwingen uns zum Beispiel zur Gleichbehandlung aller Lizenznehmer. Wir können also Anbieter A nicht anders lizenzieren als Anbieter B, wenn beide Musiknutzungen gleichartig sind. Da wir laufende Lizenzverträge mit Anbietern haben, können wir anderen Interessenten nur in sehr begrenztem Umfang in Verhandlungen entgegenkommen.

Beste Grüße, Peter Hempel

Marco schrieb am 26.06.2011 10:19 Uhr
Gravatar: Marco

...anders wählen

...wenn es mit der Gesetzgebung so ist, muss der moderne Wähler halt bei der nächsten Wahl 'anders' wählen, dann gibt es auch andere Gesetze. Sich hinter der Gesetzgebung zu verstecken ist schon recht interessant...

Peter Hempel schrieb am 22.06.2011 17:34 Uhr
Gravatar: Peter Hempel

AW: AW: AW: Schwarzer Peter

Zunächst vielen Dank für Ihr Lob. Wir versuchen, trotz des enormen Ansturms individuell auf alle Fragen einzugehen. Dies übersteigt nur leider viel zu oft unsere Kapazitäten. :-/

Nun zum Thema: das Urheberrecht ist in Deutschland nicht veräußerbar, es kann auch nicht übertragen werden. Urheber ist immer derjenige, der sozusagen „die Idee“ hatte. Labels sind äußerst selten Inhaber von Urheberrechten, sie nehmen eher das Leistungsschutzrecht in Anspruch. Darum zurück zum Urheber: Der kann nun Nutzungen seines Werks genehmigen – ein anderes Wort für lizenzieren. Er erlaubt bspw. einem Künstler, seinen Text zu singen oder seine Melodie zu spielen. Er erlaubt dann anschließend auch, dass beispielsweise ein Gastwirt seine Gäste mit seiner Komposition unterhält oder ein Radiosender sein Werk sendet. Diese Erlaubnis erteilen wir – stellvertretend für die Urheber, wenn sie uns damit beauftragt haben und sozusagen „am Künstler vorbei“. Bands, Künstler und Labels lassen übrigens von der GVL ihre Vergütungsansprüche wahrnehmen, die sich aus ihrem Leistungsschutzrecht ergeben. GVL, die Gesellschaft für Leistungsschutzrechte, ist eine von uns unabhängige deutsche Verwertungsgesellschaft.

Deshalb profitieren GEMA-Mitglieder als Urheber nicht von der „Gratiswerbung“ YouTube: bei keinem Textdichter werden häufiger Liedtexte in Auftrag gegeben, weil ein YouTube-Video mit seinem Werk 100.000 Klicks hat. Wie denn auch – keiner der User weiß, wer den Text geschrieben hat. Nur die Band wird dadurch populärer. Die Urheber im Hintergrund, die auf die Wahrnehmung ihrer Ansprüche durch uns angewiesen sind, gehen in der derzeitigen Situation leer aus.

Beste Grüße, Peter Hempel

Bernhard Faaß schrieb am 22.06.2011 18:17 Uhr
Gravatar: Bernhard Faaß

Regent des Planeten

unter vermeidung aller weiteren details in dieser sache, darf man einmal vermitteln, dass folgende aussage (zitat sieh oben):Deshalb profitieren GEMA-Mitglieder als Urheber nicht von der „Gratiswerbung“ YouTube: bei keinem Textdichter werden häufiger Liedtexte in Auftrag gegeben, weil ein YouTube-Video mit seinem Werk 100.000 Klicks hat. Wie denn auch – keiner der User weiß, wer den Text geschrieben hat. Nur die Band wird dadurch populärer. Die Urheber im Hintergrund, die auf die Wahrnehmung ihrer Ansprüche durch uns angewiesen sind, gehen in der derzeitigen Situation leer aus. (zitat ende) als typisches beispiel für die eklatante verkennung der medienrealität und der konsumentenwirkung bei vielen personen in der GEMA gelten kann. die formulierung als quasi tatsachenbeschreibung - es klingt nach: so ist das - überrascht angesichts des selbstverständnisses bei denselben, immer die einzigen zu sein,welche die dinge richtig einzuschätzen verstehen, nicht mehr. jeder denkende mensch wird verstehen welche breitenwirkung präsenz auf youtube bedeutet. der einwand , dass die autoren oft dem konsumenten nicht bekannt sind, besteht bei jeder fernsehsendung etc und hat ganz andere, verständliche hintergründe. die zitierte aussage geht an den tatsachen vorbei und ist ebenso so suggestiv wie falsch. danke, dass wir dafür aus unserem aufkommen bezahlen.

Peter Hempel schrieb am 22.06.2011 18:26 Uhr
Gravatar: Peter Hempel

AW: Regent des Planeten

Hallo Herr Faaß,

Sie haben recht, ich werde meine Aussage gerne korrigieren. Hier ist mir offensichtlich die Gratwanderung zwischen "komplexes Thema allgemein verständlich ausdrücken" und "inhaltlich richtig beschreiben" nicht gelungen.

Würden Sie mir recht geben mit der Aussage, dass "Autoren, die ihre Werke nicht selbst aufführen, nicht direkt von der zusätzlichen Popularität durch Youtube profitieren"?

Beste Grüße, Peter Hempel

Rudy Holzhauer schrieb am 23.06.2011 00:27 Uhr
Gravatar: Rudy Holzhauer

Empfehlenswerter Blog bei Spreeblick.de

bitte mal nachlesen:

es gibt einen sehr interessanten blog von johnny häussler (spreeblick.de).

johnny, hoch respektiert bei den internettlern, steht sicher nicht im dringenden verdacht mit der gema zu kungeln.

aber bei all den leuten, deren klugscheissern im krassen widerspruch zur sachkenntnis steht, ist das ein sehr empfehlenswerter blog.

http://bit.ly/kUiRyL

Durdyn Abbylan schrieb am 23.06.2011 17:34 Uhr
Gravatar: Durdyn Abbylan

Kann beide Seiten verstehen...

Klar hätten wir es alle gerne, wenn wir mit der Musik, die wir gerne hören machen könnten was wir wollen, aber mal ehrlich, ich kann die GEMA oder Künstler durchaus verstehen, wenn die ihre Stücke nicht einfach verschenken wollen.

Ich kenne durchaus das Problem, das viele sich die Sachen doch lieber als MP3 von Youtube herunterladen, um es dann zu hören statt sich das Album oder das Lied zu kaufen. Warum für etwas Geld zahlen, wenn man es auch umsonst haben kann?

Wahrscheinlich kommt jetzt ein Aufschrei, das dies selten wäre, aber so selten ist das gar nicht. Die meisten meiner Internet-Bekanntschaften machen es so und sehen nicht ein, das sie dem Künstler damit schaden, wenn sie sein Album nicht kaufen, sondern seine Lieder kostenlos im Internet runterladen.

Zugegeben, ich würde auch gerne Musik, die ich für ein Video perfekt finde, auch einfach verwenden können, ohne irgendwen um Erlaubnis bitten zu müssen. Aber mir als Künstler (wenn ich einer wäre) würde es auch stinken, wenn ich meine Musik, mit der ich meinen Unterhalt verdienen wollte durch den Verkauf von MP3s oder Alben und dann die meisten die Musik lieber kostenlos mit Hilfe von entsprechenden Tools runter laden.

Hier muss einfach ein Geschäftsmodell her, das sich wirklich JEDER es leisten kann, ein Musikstück für seine Videos zu nehmen ohne gleich irgendwie arm zu werden.

Vielleicht einfach - wie bei MyVideo - Werbung vor das Video schalten und der Erlös geht zur Gema/zum Künstler? So hätten doch alle was davon. Der User kann jede Musik nutzen, die er will und die Gema/der Künstler kriegt für das Abspielen Kohle. Oder würde es so extrem stören, wenn man 10-20 Sekunden warten müsste, ehe es los geht?

Für mich wäre das eine Alternative, wenn es hilft diesen Streit irgendwie beizulegen. Kann man dann nur hoffen, das sie dann nicht einfach was anderes zum Streiten nehmen (Erlös der Werbezeit, etc.).

Breadbaker schrieb am 23.06.2011 19:14 Uhr
Gravatar: Breadbaker

100% für Blockaden seitens YouTube

Willkommen im Internet, liebe GEMA.
Ich unterstütze die Haltung von YouTube/Google voll und ganz.
Dann wird eben geblockt und die GEMA ist mit diesem neuen globalen Netzdings nicht mehr überfordert und glücklich, dass keine Rechte mehr verletzt werden.

Es ist ja nicht so, als ob es keine VPN Provider gibt mit denen sich die Blockade locker umgehen lässt und auch, z.B. Hulu öffnen.

Ihr bleibt schön in eurer alten Welt und wir haben unsere Ruhe.

Viel Spaß noch, ich denke man sieht sich eher nicht!

John schrieb am 24.06.2011 14:03 Uhr
Gravatar: John

Der Preis

In einem Video, an Anonymous hat man gesagt und zwar Wort Wörtlich:
"Ich find's ne Anmassung das man das Urheberecht jetzt am Nutzer festmachen möchte"

Mhh der NUTZER bestimmt aber ob er einen Preis für eine Sache bezahlt. Und ohne den Nutzer, bekommt ihr GAR NICHTS! So wie im Übrigen jetzt gerade von YT dort bekommt ihr z.Z. eben auch GAR NICHTS, weil ihr ZUVIEL wollt. Also kurz:
Wer zuviel will bekommt am ende GAR NICHTS! Ja macht auch Sinn! Für euch! Für mich ergibt es keinen!

Herr Gesunder Menschenverstand schrieb am 25.06.2011 13:25 Uhr
Gravatar: Herr Gesunder Menschenverstand

Dipl Inf

Liebe Gema,

ich bin kein Fachmann wenn es um Verträge und Lizensrecht geht. Aber mein pers. Grundproblem ist glaub ich, dass ich nicht verstehen kann wieso es überhaupt notwendig ist dort Gebühren einzuverlagen.


Angenommen ich bin ein Künstler. Ich möchte primär Tonträger verkaufen physich oder Digial. Ich möchte bekannt werden und ggf. Konzerte geben.

Was ich nicht unbedingt will, ist das mir meine Vermakrungsoptionen kategorisch ver-komerzialisiert werden durch einen (subj) überhöhte Geld-Gier und Institutionalisierte Selbst-manifestation.


Frage:

Was ist besser "für den Künstler". Kein Video auf Youtube zu haben, oder "ein" video auf Youtube zu haben ?


Für mich ganz klar ...ich denke mal 99% aller Videos auf Youtube sind alleine Qualitativ nicht auch nur annähernd dafür ausgelegt, dass man sich uneigenützig dort eine Kopie zieht.

Ich kenne pers auch keinen Youtube Fall der tatsächlich irgendeinen nachvollziebaren Schaden durch das legitime nutzen von Musik (sei es als Hintergrundmusik im Urlaubsvideo oder wie auch immer) für einen Künstler in sich birgt.


Wenn ich Künstler wäre und Youtube Nutzer nutzen (legitim) meine Musik un machen mich dadurch bekannter, ist das tollste was ich mir als Künster in Form der Kostnelosen Promotion nur vorstellen kann.

Sogar die Musikkonzernbosse haben das verstanden. Aber in Zeiten in dem Klagen und Questellen wohl das einzige mittel ist kurzfristig nicht den Boden unter den Füssen zu verlieren, muss das wohl so sein.....

Leider ist das für mich eine nach hinten gewandte und sehr stupide Strategie.

TheEagle schrieb am 25.06.2011 17:58 Uhr
Gravatar: TheEagle

Was ich dazu sage:

Was ich dazu sage: Wem die Methoden der GEMA nicht gefallen, der sollte Klage einreichen. Ich stehe hinter der deutschen Verfassung welche die liberalste und besste ist, die die die Bevölkerung sich wünschen kann. Auch Internet gibt es Regeln an die man sich zu halten hat. Der Mensch braucht Regeln und Normen an die er sein Verhalten anpassen muss. Wo bitte währen wir nur ohne Regeln? Freie Meinungsäußerung gut und gerne dies wird in Deutschland tolleriert wie nirgends sonst. Politik ist nun mal ein Dilämmer, man kann es einfach nicht jedem recht machen so ist das halt. Aber es gibt genug Möglichkeiten seine Vorstellungen und Wünsche auf andere Art und Weise auch Effektiv geltent zu machen. Ich brauche keinen Robbin Hood im Web! Die Gemeinschaft lebt von Uns und Wir leben von der Gemeinschaft deshalb ist Selbstjustiz der falsche Weg. So sehr mir die Beweggründe der Anonymous zusagen bitte ich doch darum
das sie nicht gegen die Verfassung schießen sondern mit ihr die gesetzten Ziele umsetzt. Ich sage nicht das alle Aktionen daneben waren doch wer ein Staatsorgan attakiert der attakiert das Volk denn das Volk bildet das Staatsorgan und die Verfassung. Wer also etwas für die Bevölkerung tun möchte, der sollte diese nicht schädigen.

MfG

John schrieb am 26.06.2011 01:54 Uhr
Gravatar: John

Ahhh ja

Sehr schöner Text! Aber durch und durch daneben! Du hast weder verstanden worum es hier geht NOCH was die Gema ist.

Jörg schrieb am 27.06.2011 13:37 Uhr
Gravatar: Jörg

Regeln...?!

Den Beitrag von "TheEagle" finde ich wirklich zum Schmunzeln (damit meine ich keineswegs die nicht eingehaltenen Rechtschreibregeln)... :)

Ein völlig überzogener und sachfremder Beitrag!

Es geht darum, dass auf internationaler Ebene bereits seit langen Vereinbarungen mit YouTube bestehen, aber die GEMA für Deutschland seit Jahren blockiert!

Natürlich gibt es auch im Internet Regeln, die wichtig sind und an die man sich halten muss - aber hier geht es nicht um zu verachtende Kinderpornos im Internet!

Die Kritik gilt der Uneinsichtigkeit und Blockade der GEMA!

Ich hatte hier im Blog bereits nach einer Stellungnahme seitens der GEMA angefragt, wieso sie nicht in der Lage ist, eine Einigung zu finden, wie es in anderen Staaten bereits der Fall ist.

Aber auf eine Antwort warte ich nach wie vor!

Anscheinend kann man nicht nachvollziehbar (!) argumentieren und hüllt sich deswegen in Schweigen...

Nebenbei bemerkt ist die Sperre schon aus dem Grunde sinnlos, weil sie sich durch technische Möglichkeiten aushebeln lässt.

Auf so ziemlich jedem Medium (Websites, PC-Fachmagazine) wird erklärt, auf welche Weise dieses machbar ist.

Wer also gesperrte Inhalt auf YouTube sehen will, kann es auch!

Schon hier ist erkennbar, dass die GEMA nicht die geringste Ahnung vom Thema Internet hat und es eigentlich nur darum geht, stur und kompromisslos den eigenen Willen durchzusetzen - zum Nachteil deutsche Youtube-Nutzer!

Mit YouTube erreicht man eine riesige Zielgruppe. Bei Gefallen werben die User sogar für ein Musikwerk.

Eine kostengünstigere und bessere Werbung kann man überhaupt nicht erhalten!

Ein Werk, dass aber niemandem bekannt ist (auf Grund der Sperrung, die die GEMA zu verantworten hat!), wird nicht empfohlen und damit beworben.

Dagegen schmälert kostenintensive Werbung (TV, Radio, Printmedien etc.) die Einnahmen der Werkeverfasser!

Somit kann ich nicht erkennen, inwieweit die GEMA zum Vorteil der Rechteinhaber handelt!

Das Gegenteil ist der Fall!

Erhalte ich nun endlich eine Antwort der GEMA auf meine Einwände?

Franco Walther schrieb am 27.06.2011 14:36 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Jörg

Hallo Jörg,

gerne wiederhole ich wichtige Punkte, die in der ganzen Diskussion offensichtlich häufig untergehen.

Die GEMA hüllt sich keineswegs in Schweigen. Die Argumente wurden schon mehrfach öffentlich gemacht. Eine Stillschweigevereinbarung, die im Übrigen auf Wunsch von YouTube zustande kam, verhindert jedoch, dass weitere Vertragsinhalte und Verhandlungsdetails an die Öffentlichkeit kommuniziert werden können.

Wie bereits in diesem Blogbeitrag beschrieben, ist die GEMA für die Blockierung von Videos nicht verantwortlich. Die GEMA hat von YouTube nie verlangt, Videos zu sperren. Die Aufforderung an YouTube, den irreführenden Hinweistext („Leider ist dieses Video in Deutschland nicht verfügbar, da es Musik enthalten könnte, für die die GEMA die erforderlichen Musikrechte nicht eingeräumt hat.“) zu ändern, steht allerdings noch im Raum.

MfG

Franco Walther

Jörg schrieb am 28.06.2011 11:01 Uhr
Gravatar: Jörg

Argumente? Aber wo?

Hallo Franco Walther,

besten Dank für die Rückmeldung!

Entschuldigen Sie bitte, aber ich kann diese Argumente leider nicht finden.

Vielleicht liegt es auch daran, dass dieses Blog-System wenig anwenderfreundlich und übersichtlich ist...

(Stichwort "Verlinkung zum Beitrag/Kommentar bei E-Mail-Benachrichtigung", wozu man sich ebenso noch nicht geäußert hat.

Und offensichtlich hat das System auch einen Fehler, denn ich erhalte alle Benachrichtigungn regelmäßig in zweifacher Ausführung!)



Eventuell können Sie mir ja die Verweise nennen, wo ich die entsprechenden Argumente der GEMA finde?


Ich kann leider nichts dafür, dass man hier das falsche Blog-System einsetzt und scheinbar bin ich nicht der Einzige, der die Argumente nicht auffinden kann, auf die Sie hinwiesen...

Das, was ich bislang an Äußerungen der GEMA lesen konnte, war jedoch nicht aussagekräftig.

Und ständig wird auf eine Stillschweigevereinbarung hingewiesen.

Ich kann mich aber nicht daran erinnern, dass jemand nach Vertragsinhalten/ -details fragte.

Weshalb fällt es der GEMA so schwer, auf eine simple Frage eine Antwort zu geben?

Mit anderen Institutionen hat YouTube eine Einigung gefunden - wieso nicht mit der GEMA???

Für die Beantwortung muss man doch wohl kaum Vertragsinhalte freigeben...

"Wie bereits in diesem Blogbeitrag beschrieben, ist die GEMA für die Blockierung von Videos nicht verantwortlich."

Wer denn sonst? Wenn es keinen "Gegenwind" seitens der GEMA gäbe und es endlich zu einer Einigung käme, könnte YouTube die Inhalte auch in Deutschland ohne Einschränkungen zur Verfügung stellen!

Welchen Hinweistext YouTube derzeit einsetzt, ist doch vollkommen irrelevant!

Fakt ist, dass deutsche Internetnutzer wegen des Verhaltens der GEMA nach wie vor ausgeschlossen sind!

"Die GEMA hat von YouTube nie verlangt, Videos zu sperren."

Was würde die GEMA denn unternehmen, wenn YouTube die Videos in Deutschland bereitstellen würde?

Es muss ja wohl einen Grund geben, weswegen YouTube sich dazu entschlossen hat, die Videos nicht bereitszustellen.

Können Sie mir das bitte beantworten ohne wieder einfach auf das "Stillschweigeabkommen" zu verweisen???


MfG
Jörg

achim schrieb am 28.06.2011 11:48 Uhr
Gravatar: achim

durcheinander

@jörg

100%ige zustimmung dass dieses blog-System wenig anwenderfreundlich und übersichtlich ist.

man kann anscheinend leider auch nicht direkt auf einzelne kommentare antworten.

ziemliches durcheinander.

manche posts tauchen auch berhaupt nicht auf. so habe ich z.b. gestern auf ein posting von "jaja" geantwortet. dieses ist aber nicht veröffentlicht worden. aus was für gründen auch immer.




"Welchen Hinweistext YouTube derzeit einsetzt, ist doch vollkommen irrelevant!"

finde ich überhaupt nicht. hier wird absichtlich ein irreführender eindruck erweckt. die gema sollte dagegen vorgehen.

"Fakt ist, dass deutsche Internetnutzer wegen des Verhaltens der GEMA nach wie vor ausgeschlossen sind"

wegen des verhaltens der gema und/oder des verhaltens seitens youtube.

Franco Walther schrieb am 28.06.2011 12:01 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Jörg

Hallo Jörg,

gerne beantworte ich Ihre Fragen.

Leider können wir tatsächlich keine Details aus den Verhandlungen preisgeben. Nur so viel: Die GEMA und YouTube hatten bis 2009 einen Lizenzvertrag. Als dieser auslief hat YouTube die Neuverhandlungen abgebrochen. Das wir uns bislang nicht auf einen Neuvertrag einigen konnten ist für alle Beteiligten schwierig. Nichtsdestotrotz ist es unser Job dafür zu sorgen, dass die Musikautoren angemessen für die von YouTube genutzten Werke bezahlt werden - und zwar von YouTube.

Vielleicht hilft Ihnen die Recherche einer neutralen Stelle weiter, um einschätzen zu können, warum es bisher noch zu keiner Einigung kam. Der Blog "Information is Beautiful" hat für die USA (so viel zum Thema: in anderen Ländern konnte sich YouTube mit den dortigen Stellen einigen) errechnet: Um den US-Mindestlohn von 1.160 Dollar im Monat zu verdienen, müsste ein Solomusiker entweder 143 selbst gepresste CDs zum Preis von 9,99 Dollar oder 12.399 einzelne Stücke auf iTunes verkaufen. Erfolgt die Finanzierung pro Abruf, wie bei Diensten wie Spotify oder YouTube üblich, müsste er 4.053.110 Abrufe pro Monat verbuchen. Ist das eine gerechte Entlohnung geistigen Eigentums?

Ich kann es nur noch einmal wiederholen: Die GEMA ist für die Blockierung der YouTube-Videos nicht verantwortlich. Wenn Sie sich fragen, warum YouTube sich dazu entschlossen hat, die Videos nicht bereitzustellen, hilft vielleicht ein Stichwort weiter: PR-Kampagne. Und in diesem Zusammenhang ist es sehr wohl relevant, welchen Hinweistext YouTube veröffentlicht. Merken Sie was?

Es tut uns leid, dass Sie Meldungen des Blogsystems doppelt erhalten. Dem Fehler wird aktuell auf den Grund gegangen.

MfG

Franco Walther

Franco Walther schrieb am 28.06.2011 12:12 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@achim

Hallo Achim,

Ihr einziger gestriger Post wurde ordnungsgemäß freigegeben. Es war allerdings keine Antwort auf einen anderen User, sondern ein neuer Kommentar.

Ich hoffe, ich konnte helfen.

MfG

Franco Walther

Jörg schrieb am 28.06.2011 13:11 Uhr
Gravatar: Jörg

Vorteile eines Musikstreams

Hallo Franco Walther,

besten Dank für die erneute Antwort und für den Hinweis auf ""Information is Beautiful"!

Die Grafik unter http://www.informationisbeautiful.net/2010/how-much-do-music-artists-earn-online stellt die von Ihnen geäußerten Angaben bzgl. der Verdienste eines Musikautors dar.

Allerdings vermisse ich dort dennoch einige Punkte...

Als Beispiel ist angegeben, dass ein Solomusiker 143 selbst gepresste CDs zum VK i.H.v. 9,99 US$ verkaufen müsste.

Natürlich wäre hier noch der Zeitaufwand und der Materialeinsatz in Betracht gezogen werden, die der Künstler zur Erstellung der "Eigenpressung" vor dem Verkauf einsetzt.

Was die Bereitsstellung als Musikstream (z.B. bei YouTube) angeht, wird im Vergleich zur Eigenpressung und einem kommerziellen CD-Vetrieb aber der Bereich Marketing völlig vernachlässigt.

Werbung ist ein nicht zu unterschätzender Kostenanteil.

Gleichzeitig sind bei einer (kommerziellen) CD-Produktion noch die Kosten für Cover-Design, Booklet, CD-Case und Vertriebskanäle sowie Lagerkosten zu beachten.

Diese entfallen bei einem Musikstream über YouTube jedoch und der Solokünstler wird - im Gegensatz zu einer reinen "Eigenpressung" - eine weitaus größere Zielgruppe in viel kürzerer Zeit erreichen können.

Ein Musikstream über eine Plattform wie YouTube ist international abrufbar und es besteht keine Einschränkung, dass das Werk nur lokal einen Bekanntheitsgrad erreicht, wie es doch bei einer "Eigenpressung" in den meisten Fällen gegeben ist.

Das sind doch entscheidende Vorteile, die eine schnelle Einigung begrüßen lassen.

MfG
Jörg

Franco Walther schrieb am 28.06.2011 13:53 Uhr
Gravatar: Franco Walther

Einigung

Hallo Jörg,

eine schnelle Einigung würden wir ebenso mehr als begrüßen. So geht es vermutlich fast jedem.

In diesem Sinne,

beste Grüße

Franco Walther

Jörg schrieb am 28.06.2011 14:36 Uhr
Gravatar: Jörg

Einigung...

Hallo

es hätte mir auch gefallen, wenn Sie zu meinen Einwänden bzgl. der Berechnungen zu den notwendigen Verkaufszahlen über verschiedene Medien eingegangen wären... :)

Was ist die Meinung der GEMA dazu, dass die Berechnung doch ein wenig "hinkt"?

MfG
Jörg


P.S.:

Langsam nervt es wirklich, dass man nicht direkt auf einen konkreten Kommentar eingehen kann und stattdessen auf den ursprünglichen Kommentar/Beitrag antworten muss.

So stimmt ja die Angabe "Was ich dazu sage" jetzt überhaupt nicht, weil ich schliesslich hiermit nicht auf den Beitrag von User "TheEagle" antworten möchte sondern auf Ihren Kommentar.

Was hat die GEMA sich nur bei diesem Blog-System gedacht...? Ich verstehe es einfach nicht. :(

Komme selbst aus dem IT-Bereich und ich kann Ihnen versichern, dass ich dieses System sofort ausgeschlossen hätte, weil es einfach nicht zeitgemäß und zudem unpraktisch ist.

Hätte man nicht einen besseren Blog in das Typo3-CMS integrieren können?

Franco Walther schrieb am 28.06.2011 15:24 Uhr
Gravatar: Franco Walther

Einwände und Blog

Hallo Jörg,

Ihre Einwände in Ehren, aber das würde zu sehr in einer privaten Detaildiskussion ausarten. Man kann es so oder so sehen. Ich denke bspw. nicht, dass die Berechnungen hinken. Die Grafik erhebt sicherlich nicht den Anspruch, die Finanzierung auf den Cent genau berechnet zu haben. Sie zeigt allerdings deutlich auf, wie schlecht Musikautoren im Netz gestellt sind - zumindest mit den aktuellen Vereinbarungen zwischen Dienstbetreibern und Verwertungsgesellschaften.

Ihre Einwände bezüglich der Benutzerfreundlichkeit unseres Blogs wurden und werden intern besprochen und schnellstmöglich in sinnvoller Weise umgesetzt. Vielen Dank.

MfG

Franco Walther

John schrieb am 28.06.2011 16:02 Uhr
Gravatar: John

Letzentlich

Was feststeht ist ines und das sagt Jörg schon ungefähr Hundert Jahre:
Die einzigen, die ein Problem mit einer nichteinigung haben werden sind die Jungs von der GEMA.
Die Videos werden alle gesehen und das Problem ist, das ihr da gar nichts gegen tun könnt. Das Einzige was ihr machen könntet ist euren Hut vor die Clips zu stellen und noch etwas abgreifen. Anders dürft ihr das net sehen. Aber das wollt ihr nicht, weil die Entlohnung
nicht angemessen ist. ??? Ja genau! YT ist auf eine Einigung nicht angewiesen. IHR seid es! Kurz: Ihr schadet euch!

Jörg schrieb am 29.06.2011 01:11 Uhr
Gravatar: Jörg

"Man kann es so oder so sehen..."?

Hallo Franco Walther,

nehmen Sie es bitte nicht persönlich, aber ich habe den Eindruck, dass die GEMA keine wirklich nachvollziehbaren Argumente hat und man deshalb auf diese Weise reagiert, wie Sie es nun tun.

Ich denke nicht, dass es zu einer "privaten Detaildiskussion ausarten" würde, wenn Sie für die Allgemeinheit (!) auf die von mir genannten Einwände reagiert hätten.

Letztendlich lässt sich wohl kaum bestreiten, dass die "Eigenpressung" einer CD viel zu aufwendig ist und darüber hinaus auch das Marketing bei der von Ihnen erwähnten Website (http://www.informationisbeautiful.net/2010/how-much-do-music-artists-earn-online) bei der Berechnung außer Acht gelassen wurde.

Jemand, der eigens seine Musik auf Datenträger bringt, wird nicht - und schon garnicht in diesem Umfang und einer ungleich schnelleren Zeit - eine so große (zudem internationale) Zielgruppe erreichen, wie dieses z.B. durch das Veröffentlichen bei YouTube möglich wäre.

Hinzu kommt, dass die meisten Verbraucher mittlerweile ihre Musik als Datei (MP3) erwerben und auf entsprechenden Playern, am Computer oder auch auf dem Mobiltelefon abspielen.

CDs sind in dieser Hinsicht längst überholt.

Insofern erspart man sich auf diesem Wege (YouTube) wie bereits erwähnt neben den materiellen Kosten auch die für physikalischen Vertrieb, Lager sowie (zusätzliche) Werbekosten.

Das sind Fakten und die kann man schlicht und einfach nicht "so oder so" sehen...

Daher hat die Veröffentlichung auf Portalen wie YouTube mehr Vor- als Nachteile und zwar für Künstler als auch für die Konsumenten!

Eine Bekannte von mir pflegte immer zu sagen "Ich habe jetzt keine Lust zu diskutieren!" wenn sie nachweislich keine Argumente entgegensetzen konnte.

Leider fühle ich mich bei Ihrem letzten Kommentar in dieser Sache daran erinnert...


Mit freundlichen Grüßen
Jörg


P.S.:

Es freut mich, wenn das Blog-System verbessert oder ggf. sogar ausgetauscht wird, denn das käme allen Nutzern zugute!

Danke für Ihre Weiterleitung!

Franco Walther schrieb am 29.06.2011 09:34 Uhr
Gravatar: Franco Walther

Argumente

Hallo Jörg,

ich habe mir ungewöhnlich viel Zeit für Sie genommen . Der Vorwurf "Ich habe jetzt keine Lust zu diskutieren!" ist daher unverständlich. Wir haben Argument ausgetauscht und diskutiert. Wenn Sie immer noch der Meinung sind, dass die GEMA keine Argument hat, ist das Ihr gutes Recht. Wenn Sie sich unsere Konversation noch einmal durchlesen, kommen Sie vielleicht zu einem anderen Schluss. Überzeugen werde ich Sie aber offensichtlich nicht können - und umgekehrt. Aber darum geht es auch nicht in erster Linie, sondern um einen fruchtbaren Austausch.

MfG

Franco Walther

John schrieb am 29.06.2011 11:28 Uhr
Gravatar: John

Aussagen keine Antworten

Ich wollte eigendlich gar nichts mehr sagen, aber Jörg wurde ja nun auf ungebührliche Art und weise von Ihnen zurückgewiesen.
Dabei, möchte er (und er ist hier etwas wie das Sprachrohr der Gesellschaft, die Ihnen ja am A... vorbei geht!)
Was Sie, Herr Franco Walther noch nicht mitbekommen haben, ist, das der Jörg sie hier mit Argumenten bebomt. Und irgendwie keine Antwort kommt. SIe verweisen immer wieder auf Irgendwelche Argumente (wo zu finden??)
Und ich habe mir gerade die KOMPLETTE KONVERSATION DURCHGELESEN. Ich weiss net ob ein "Wir haben nichts damit zutun" als ein Argument ausgelegt werden könnte. Schön das sie sich (ihrer Meinung nach) viel Zeit für Jörg genommen haben aber es kommt ja leider NICHTS bei rum. Achso und das man Sie und die GEMA nicht überzeugen kann ist mittlerweile Klar und eben der genaue Kern dieser Duskussion. Ihr habt einfach nicht die Weitsicht um im Internet zu agieren. Und versteht einfach net das IHR damit nicht nur euch sondern eben auch die Nutzer eurer Kunst (and damit eben die Gesellschaft welche euch ja auch bezahlt) lächerlich macht.

Jörg schrieb am 30.06.2011 10:29 Uhr
Gravatar: Jörg

"Ich habe mir ungewöhnlich viel Zeit für Sie genommen..."

Hallo Franco Walther,

das ist korrekt, Sie haben oft kommentiert, aber es werden seitens der GEMA zum größten Teil nur Meinungen dargestellt. Daher trifft Ihre Aussage "Wir haben Argumente ausgetauscht und diskutiert" nicht so ganz...

Zuletzt hatte ich zur Berechnung auf der von Ihnen genannten Website nochmals Fakten genannt und dazu Beispiele angebracht.

Darauf reagierten Sie mit den Worten "Man kann es so oder so sehen. Ich denke bspw. nicht, dass die Berechnungen hinken...".

Warum hinken die Berechnungen nach Ihrer Meinung denn nicht?

Ein "Argument" ist eine Aussage, die zur Begründung oder auch zur Widerlegung einer Behauptung gebraucht wird.

Meine Beispiele aus der von Ihnen genannten Berechnung habe ich mit Praxisdarstellungen erörtert.

Das vermisse ich bei den Beiträgen/Kommentaren der GEMA.

Und mit Sicherheit ist eine Aussage wie "Man kann es so oder so sehen" und "ich denke..." kein Argument, denn Sie begründen ja garnicht, weshalb Sie die Berechnungen für richtig halten!

Es ist damit eben nicht mehr als eine reine Meinungsäußerung, quasi nach "Bauchgefühl"!

Weiter schreiben Sie, dass es hier ja nicht darum ginge, jemanden zu überzeugen sondern in erster Linie um "einen fruchtbaren Austausch".

Nein, hier geht es um eine öffentliche Kritik vieler Verbraucher an die GEMA - ansonsten könnten wir uns hier auch in einer geselligen Runde bei Kaffee und Kuchen über das Wetter unterhalten...

Weil aber eben bei den Antworten der GEMA nachvollziehbare Argumente für deren Verhalten fehlen, findet es in der breiten Öffentlichkeit auch keine Zustimmung!

Letztendlich wird die GEMA aber wohl bei ihrem Standpunkt bleiben und nicht einen Millimeter von den gesetzten Standpunkten abweichen.

Trotz des bisherigen Diskussionsverlaufys verstehe ich nach wie vor nicht, weshalb andere Institutionen eine Einigung zustande gebracht haben - nur die GEMA nicht...


MfG
Jörg

Franco Walther schrieb am 30.06.2011 18:47 Uhr
Gravatar: Franco Walther

Musikverbreitung im Netz

Hallo Jörg,

ja, ich halte die Berechnungen nach wie vor für plausibel. Die von Ihnen angegebenen Kosten für Zeitaufwand, Materialeinsatz, Cover-Design, Booklet, CD-Case, Vertriebskanäle sowie Lagerkosten stecken selbstverständlich im CD-Verkaufspreis von 9,99 Dollar. Über die größere Reichweite eines YouTube-Videos lässt sich diskutieren, sie ist jedoch in dem Fall untergeordnet, weil es dem Blogger vor allem darum ging, zu zeigen, welche Diskrepanz auf der Einnahmenseite zwischen den verschiedenen Verbreitungsformen für die Urheber bestehen. Genau das ist die Aussage der Grafik: Die Urheber profitieren viel zu wenig von der Verbreitung ihrer Musik im Netz.

Sie schreiben: "Trotz des bisherigen Diskussionsverlaufs verstehe ich nach wie vor nicht, weshalb andere Institutionen eine Einigung zustande gebracht haben - nur die GEMA nicht". Entschuldigen Sie meine Verwunderung, aber genau darauf bezieht sich doch die Grafik über die wir uns die ganze Zeit austauschen. Viele der bisherigen Vereinbarungen (bspw. mit Spotify in den USA; darauf basiert die Grafik) sind zum Nachteil der Urheber abgeschlossen worden. Das ist nicht in Ordnung, denn ohne bzw. zu wenige Einkünfte können die Musikschaffenden keine Musik mehr schaffen und das will sicher niemand. Die GEMA würde deshalb - im Interesse aller - sehr gerne baldmöglichst zu einer Einigung mit YouTube kommen.

Im Übrigen: Wenn Sie Argumente der Gegenseite nicht als Argumente anerkennen, weil Sie nicht Ihrer Meinung entsprechen, wird jede Diskussion von vornherein ad absurdum geführt.

MfG

Franco Walther

Jörg schrieb am 01.07.2011 09:23 Uhr
Gravatar: Jörg

Willkommen im digitalen Zeitalter!

Hallo Franco Walther,

schon in meinem vorherigen Beitrag hatte ich auf den Umstand hingewiesen, dass die Musik-CD längst überholt ist.

Schon aus diesem Grund hinkt der Vergleich in der Berechnung - zumindest, wenn man ihn als Grundlage für die Zukunft nimmt.

Und die von der GEMA probagierten Forderungen betreffen ja wohl die Zukunft und nicht die Vergangenheit - oder liege ich hier falsch?

Um nur ein paar Beispiele zu nennen:

"Atlantic Records" (Warner Music Group) konnte bereits in Q4 des Geschäftsjahrs 2007/2008 mehr Umsatz durch Downloads als durch den Absatz klassischer Musik-CDs verzeichnen.

(Quelle: http://www.boersenblatt.net/293957/)

Gemäß einer aktuellen Studie von "Strategy Analytics" werden die Einnahmen durch den Verkauf von Musik-MP3s (also Downloads) spätestens ab dem Jahr 2012 die Einnahmen durch den Verkauf von Musik-CDs übertrumpfen.

Weiter heißt es in der Studie:

"Neben dem "One-Song-Download" werden Einnahmen zukünftig vor allem über Abo-Modelle sowie Werbeflächen bei digitalen Musikverkäufen erwirtschaftet. Diese Bereiche werden in den kommenden fünf Jahren eine Schlüsselrolle einnehmen. Natürlich werden die einzelnen Downloads die gewohnten Einnahmen aus dem physischen Bereich nicht kompensieren können. Dies ist jedoch eine Tatsache, die schon länger bekannt sein dürfte."

(Quelle: http://www.gulli.com/news/15727-usa-einnahmen-durch-digital-verkaufte-musik-werden-cds-ueberholen-02-04-2011)



Aber die GEMA geht offensichtlich weiterhin von den bisherigen Vertriebswegen aus und erkennt nach wie vor den zukünftigen Weg nicht, der faktisch eine Selbstverwaltung des Vetriebs und des Marketings (per YouTube & Co.) durch den Künstler selbst weitaus einfacher möglich macht, wobei er praktisch mit einem Mausklick internationales Publikum erreichen kann.

Musikverlage, aber auch Institutionen wie die GEMA wären dann außen vor, was kommerzielle Musik angeht.

Damit also auch neben CD-Produktionskosten weitere Kostenfaktoren (Musikverlage, Werbekosten etc.). Stichwort: Selbstverwaltung!



Sie schrieben zuletzt:

"Im Übrigen: Wenn Sie Argumente der Gegenseite nicht als Argumente anerkennen, weil Sie nicht Ihrer Meinung entsprechen, wird jede Diskussion von vornherein ad absurdum geführt."

Veehrter Herr Walther: Wie bereits mehrfach erwähnt, hatten Sie Meinungen geäußert, aber keine Argumente genannt.

Das ist der Unterschied in dieser Diskussion.

Ihre Begründung "ja, ich halte die Berechnungen nach wie vor für plausibel. Die von Ihnen angegebenen Kosten für Zeitaufwand, Materialeinsatz, Cover-Design, Booklet, CD-Case, Vertriebskanäle sowie Lagerkosten stecken selbstverständlich im CD-Verkaufspreis von 9,99 Dollar." ist doch kein Argument, dass die etlichen Vorteile von Online-Streams und dem damit bereits beinhalteten Marketings für den Künstler widerlegt.

Die genannten Berichte zeigen doch deutlich, dass Sie an einer bereits veralteten Sichtweise (CD-Produktion) festhalten, die hier aber längst keine Grundlage mehr sein kann und damit auch nicht die Gegenüberstellung der Kosten- und Einnahmefaktoren, wie sie in der Grafik des Blogs aufgeführt ist!

Die GEMA versucht, das Rad der Zeit zurück zu drehen und kämpft gegen Windmühlen an...

Über kurz oder lang wird sie scheitern, denn die Globalisierung hat auch in diesem Segment keinen Halt gemacht!

Wenn überhaupt, ist es nur sinnvoll, eine international Institution einzurichten, die im Sinne der Künstler handelt - Musik kennt schließlich keine Grenzen!


Mit freundlichen Grüßen
Jörg



P.S.:

Die doppelte Zustellung der Benachrichtigungs-Mails ist immer noch nicht behoben...

Franco Walther schrieb am 01.07.2011 16:04 Uhr
Gravatar: Franco Walther

Ein letzter Versuch

Hallo Jörg,

es tut mir leid, aber ich fürchte, Sie übersehen den Kern des Problems. Sie schrieben: „Schon aus diesem Grund hinkt der Vergleich in der Berechnung - zumindest, wenn man ihn als Grundlage für die Zukunft nimmt.“ Welche Zukunft meinen Sie. In fünf Jahren, in zehn Jahren? Und in der Zwischenzeit? Dürfen Musikschaffende für Ihr geistiges Eigentum keine Einnahmen erhalten? Noch einmal: Die Urheber profitieren viel zu wenig von der Verbreitung ihrer Musik im Netz. Das ist nicht in Ordnung, denn ohne bzw. zu wenige Einkünfte können die Musikschaffenden keine Musik mehr schaffen und das will sicher niemand. Die Kostenlosmentalität im Internet mag ein Grund dafür sein. Sie wollen doch auch für Ihre Arbeit gerecht entlohnt werden? Oder etwa nicht?

Mit Ihrer Aussage, die Musik-CD wäre längst überholt liegen Sie leider daneben. Ja, der Tonträgermarkt ist rückläufig, aber nicht so stark wie noch vor Jahren erwartet. Die CD bleibt unangefochten wichtigster Umsatzträger. Experten erklären im Übrigen immer wieder, dass klassische Tonträger auch zukünftig eine durchaus wichtige Rolle spielen werden. (siehe u.a.: http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/die-cdlebt/4063492.html) Zu behaupten, die Grundlage der Grafik wäre falsch ist deshalb absurd. Aber das ist in Ihren Augen ja kein Argument.

Ich finde es sehr schade, dass Sie sich auf keine echte Diskussion einlassen wollen. Noch einmal: Wenn Sie Argumente der Gegenseite nicht als Argumente anerkennen, weil Sie nicht Ihrer Meinung entsprechen, wird jede Diskussion von vornherein ad absurdum geführt. So langsam müssten auch Sie merken, dass wir uns im Kreis drehen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen zukünftig mehr Verständnis für kreative Menschen wie bspw. Komponisten und Textdichter.

Auf bald

Franco Walther

John schrieb am 01.07.2011 19:17 Uhr
Gravatar: John

Verdienen oder nicht.

Sehr geehrter Herr Franco Walther,
sie schreiben selber:
ZITAT:
Und in der Zwischenzeit? Dürfen Musikschaffende für Ihr geistiges Eigentum keine Einnahmen erhalten? Noch einmal: Die Urheber profitieren viel zu wenig von der Verbreitung ihrer Musik im Netz. Das ist nicht in Ordnung, denn ohne bzw. zu wenige Einkünfte können die Musikschaffenden keine Musik mehr schaffen und das will sicher niemand.
ZITATENDE

Z.Z. verdient ihr nichts. Das ist richtig. Jedoch sind die VIdeos da und werden abgespielt auch von den deutschen.

Also wäre es doch ratsam, wenn sie Ihre erwartungen etwas zurückschrauben und eben noch das verdienen, was sie kriegen können.
Und in der Zwischenzeit, verwähren Sie ihrer Gesellschaft die Einnahmen. Ihr geht von etwas vollends Falschen aus:
Ihr habt die macht und dürft den Preis entscheiden.
Normalerweise ist dem ja auch so. Da das Internet aber anders funtioniert, sind sie auf das Wohlwollen von YT angewiesen. Nochmals:
Die Videos sind da und werden abgespielt, warum verweigert ihr euch selber daran Geld zu verdienen? Lieber nichts verdienen ist doch nicht okay, auch nicht für die von euch vertretenden Rechteinhaber. Ich verstehe es nicht.
Ich verstehe ja ihre ansicht, und ich finde es selber SCHRECKLICH, das Künstler nicht entlohnt werden, aber im Falle von YT sollten sie soviel Einsicht besitzen und wenigstens etwas für die Künstler heraus holen. Sollten sie dies nicht tun, ist das meiner Meinung nach, nicht fair den Künstlern gegenüber. SIE ermöglichen es nämlich gerade das die Videos KONSTENLOS verschärbelt werden. Auch wenn sie die Sache anders sehen.

Jörg schrieb am 01.07.2011 19:43 Uhr
Gravatar: Jörg

Entlohnung...

Hallo Franco Walther,

selbstverständlich sollen und müssen die Künstler/Verfasser ordentlich entlohnt werden!

Was CDs angeht, gibts es da anscheinend widersprüchliche Aussagen von diversen Stellen.

Das eine CD aber nicht in ein Smartphone passt und mobiles Internet immer präsenter wird, ist ein allseits bekannter Trend, was auch aus diesem Grund darauf schließen lässt, dass der Musikdownload die Zukunft ist.

Wir werden sehen, wohin dies noch führt und ob es dann eine internationale oder zumindest eine europäische Institution gibt, die für die Rechte der Künstler/Verfasser eintritt.


MfG
Jörg

Marco schrieb am 26.06.2011 10:16 Uhr
Gravatar: Marco

Vergütung für Auslandsabrufe von Künstlern aus DE?

Hallo, die von YT verhängten Nutzungssperren sind ja bekannterweise einfach zu umgehen. So bekommen die Künstler (inklusive der deutschen Künstler) dann ja aus dem "modernen" Ausland eine Vergütung - in welcher Höhe auch immer; wahrscheinlich nochmals geschmälert durch die Verrechnung der Verwertungsgesellschaften. Für mich ist die Vergütungsfrage damit geklärt. Der Künstler bekommt Geld, die Nutzung ist legal - alle sind zufrieden. Ich glaube, in der nicht so fernen Zukunft sind nationale/lokale Vergütungsgesellschaften, die sich auf ein bestimmtes Rechtssystem zurückziehen, eine stark gefährdete Spezies.

Anja schrieb am 26.06.2011 15:06 Uhr
Gravatar: Anja

Oh Gott!

... Gruselig was hier für Leute kommentiere. 'Der Mensch braucht Regeln und Normen auch im Internet!'.. really?
Den Schuss noch nicht gehört, und mitbekommen dass es hier nur um Geldschneiderei geht? Youtube wird wohl die 'aus vetragsgründen nicht nennbare Summe' pro gestreamte Minute erst zahlen wenn die Hölle einfriert. Zurecht.
Es geht wohl eher darum, dass die GEMA ihre Felle davonschwimmen sieht, durch neue Technologie und Möglichkeiten der Medienverbreitung. Und dass da nicht jeder brav 'Ja' und 'Amen' sagt dürfte klar sein.
Ich würde sagen dem Großteil ist es egal, mir sowieso, ich schau mir den kram via Proxy trotzdem an. Verbietet nur fleißig weiter, es wird immer Leute geben die Wege entwickeln das zu umgehen.

Jörg schrieb am 28.06.2011 11:11 Uhr
Gravatar: Jörg

Proxy-Server...

Schon aus diesem Grund sollte die GEMA einsehen, dass endlich eine Einigung mit YouTube zustande kommt!

Wer die Inhalte sehen will, findet auch eine Möglichkeit, wobei das aber wohl kaum dazu führen wird, dass die Werkeverfasser ihren verdienten "Lohn" erhalten.

Deswegen ist die Blockade der GEMA so sinnvoll wie ein Loch im Kopf.

Bernhard Faaß schrieb am 26.06.2011 18:08 Uhr
Gravatar: Bernhard Faaß

Regent des Planeten

Frage Herrn Hempels:"Würden Sie mir recht geben mit der Aussage, dass "Autoren, die ihre Werke nicht selbst aufführen, nicht direkt von der zusätzlichen Popularität durch Youtube profitieren"?

Nein, denn, wie erwähnt bleibt dem Publikum seit jeher auch in anderen Verwertungsbereichen der Autor unbekannt, da sein Identifikationswunsch auf den Interpreten fixiert ist, der diesen durch seine Präsenz (auf der Bühne, im Film, VDO etc) unterstützt und befriedigt. Für diese Interpreten schreibt der Autor. Der Erfolg des Interpreten hängt von seiner öffentlichen Wahrnehmung durch das Publikum ab. Je mehr Erfolg der Interpret hat , desto grösser sein Bedarf an weiterem Material, das er von den Autoren erhält bzw. an diese beauftragt. (Wenn man sich nun auf die Wendung "nicht direkt profitiert" zurückzieht, mag man damit aus der Verantwortung kommen. Allerdings ist die Kausalität Öffentlichkeit des Interpreten führt zu Bedarf an Autorenleistung unmittelbar genug.)- Besser ist einfach nicht zuerst Behauptungen in die Welt zu setzen, die auch besser überlegt sein könnten, um sie ggf. unwidersprochen als Wahrheit zu etablieren. Warum müssen solche simplen Zusammenhänge einem Mitarbeiter der GEMA überhaupt auseinandergesetzt werden ? Warum werden sie von unserem Aufkommen dafür bezahlt, damit wir das (unbezahlterweise) korrigieren müssen ? Glauben Sie selbst an Ihre Behauptungen ? Oder wird der Öffentlichkeit einfach immer neuer Sand in die Augen gestreut? Und den Mitgliedern dazu ? Was ist schlimmer ? Wieso kommt ein solcher Verdacht überhaupt auf oder ist bereits bei einem Grossteil der Bevölkerung vorgefasst ? Herrschen in den Aussagen seitens der GEMA einfach in zu vielen Bereichen, allzu lange zu deutlich offensichtliche Widersprüche, ohne dass diese auch nur ansatzweise eingeräumt oder gar geklärt würden ? Welchen Eindruck muss ein denkender Mensch darüber entwickeln ?

achim schrieb am 27.06.2011 10:16 Uhr
Gravatar: achim

kleiner tipp an den webmeister hier

in eine ordentliche benachrichtigungsmail gehört meiner ansicht nach auch ein link zum entsprechenden kommentar.

das sage ich, nachdem ich nun schon zum zweiten mal den einzigen link in der mail - den abmeldelink - versehentlich gedrückt habe.

=)

Jörg schrieb am 27.06.2011 13:43 Uhr
Gravatar: Jörg

Zustimmung!

Genauso sehe ich das auch!

Wenn man schon die Möglichkeit bietet, einen Thread zu abonnieren, gehört logischer Weise auch ein Weblink zum betreffenden Kommentar in die Benachrichtigung!

Der Übersicht halber wäre es auch sinnvoll, eine Option anzubieten, dass man eine Kopie seines eigenen Beitrags/Kommentars erhält.

Diese Funktion bieten sogar rein private Blogs/Websites.

Augenscheinlich hat man dies vor dem Einsatz des Blogs nicht bedacht, was leider sehr unprofessionell wirkt.

Franco Walther schrieb am 28.06.2011 15:27 Uhr
Gravatar: Franco Walther

Benutzerfreundlichkeit Blog

Ihre Einwände bezüglich der Benutzerfreundlichkeit unseres Blogs wurden und werden intern besprochen und schnellstmöglich in sinnvoller Weise umgesetzt. Vielen Dank.

MfG

Franco Walther

duscholux schrieb am 29.06.2011 18:34 Uhr
Gravatar: duscholux

Wie wahr!

"das sage ich [achim], nachdem ich nun schon zum zweiten mal den einzigen link in der mail - den abmeldelink - versehentlich gedrückt habe."
Und wenn man diesen einzigen drückt, geschieht keine Abmeldung, sondern man landet irgendwo auf einer GEMA-Seite.

Franco Walther schrieb am 30.06.2011 10:01 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@duscholux

Vielen Dank für den Hinweis. Wir werden uns darum kümmern.

MfG

Franco Walther

Jörg schrieb am 30.06.2011 20:18 Uhr
Gravatar: Jörg

"...man landet irgendwo auf einer GEMA-Seite"

Was diesen Blog angeht, ist auch in technischer Hinsicht leider noch einiges sehr unausgegoren...

Bleibt zu hoffen, dass zumindest die Administratoren nicht auch Argumente und Fakten ignorieren.

Jörg schrieb am 04.07.2011 19:59 Uhr
Gravatar: Jörg

Technisches Problem immer noch nicht behoben

Hallo,

nach wie vor erhalte ich die Benachrichtigungs-Mail doppelt. Geht es auch anderen Usern so?

Franco Walther schrieb am 06.07.2011 12:22 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Jörg

Verzeihung Jörg. Ist in Arbeit.

MfG

Franco Walther

achim schrieb am 18.07.2011 11:15 Uhr
Gravatar: achim

bisher hat sich noch nichts getan

laaaangsam mahlen die mühlen der gema

achim schrieb am 02.02.2012 13:24 Uhr
Gravatar: achim

öffentlichkeitsarbeit sechs, setzen!

"schnellstmöglich in sinnvoller Weise umgesetzt"

heißt im GEMA jargon wohl "auch nach 8 monaten unverändert".

leute so geht das nicht.

in einer ordentlich geführten firma würde die IT abteilung ein soches problem binnen eines tages lösen.

und die blog suchfunktion funktioniert übrigens auch nicht.

John schrieb am 27.06.2011 19:14 Uhr
Gravatar: John

Natürlich jetzt wo sie es sagen

Sie schrieben:
"gerne wiederhole ich wichtige Punkte, die in der ganzen Diskussion offensichtlich häufig untergehen."

Was für Punkte wurden wiederholt?
Richtig! NICHTS!
Ihr sagt gar nichts! Eine Gruppe fordert euch heraus und ihr wollt eine Stellungnahme abgeben, in der aber nichts rüberkommt ausser:
"Die haben nichts verstanden und sind obendrein auch noch DUMM"
Also eine Herausforderung ihrerseits (weiss net ob das klug ist so eine Gruppe zu beleidigen und herauszufordern!) und auf die Zahlreichen Fragen von der Gruppe wird gar nicht erst eingegangen.
Die öffentlichkeit wird nun aufmerksamer und die Meinung ist sehr schlecht.
Euer Argument: Die Künstler bekommen nicht genug.
Eure Jahresbilianz sagt estwas anderes aus. Das frage ich mich wieviele CD's wohl verkauft wurden weil die Sperre auf YT umgangen wurde? Mhh und ihr verdient dabei nur einmal obwohl man zweimal verdienen könnte. Naja aber das ist euer Problem!
Euer Argument:
Wir wollen geld und ihr versteht uns alle nicht!

Wss ein Argument! Erklären tut ihr nichts! Obwohl ihr doch ständig alles wiederholt!

Heinz Günther schrieb am 29.06.2011 09:39 Uhr
Gravatar: Heinz Günther

Deutschland als EU MItglied

Ich fühle mich als Deutscher in Europa ausgegrenzt. Wie kann es sein das Andere EU- Staaten (Frankreich,Italien,Spanien,Portugal,England... usw) das recht haben die bei uns in Deutschland als Urhebergeschütztes Medien anzusehen und wir nicht ? Wo bitte ist da die Gerechtigkeit ? Was ist mit dem Vorsatz Vereintes Europa, der gemeinsame Gedanke. Ich denke das die Verwaltung der Urheberrechte nicht von einer Landesinstitution (GEMA)geführt werden sollte, sondern von einer Europäischen Institution geleitet werden sollte. Damit wir auch alle das gleiche Recht bekommen. Ihr Leitsatz die Urheberrechte der Künstler zu schützen in dem You Tube und Co bezahlen sollen, sehe ich hier nicht gegeben, wenn der Rest von Europa auf dieses verzichtet.
Eine Petition habe ich schon bei dem Europäischen Petitionsausschuss eingereicht. Stichwort: Kollektive Wahrnehmung der Urheberrechte und der verwandten Schutzrechte in der EU.

Kelim schrieb am 01.07.2011 13:06 Uhr
Gravatar: Kelim

Um wen geht es eigentlich ?

In vielen Kommentaren wird der Künstler und der Nutzer in den Mittelpunkt der Betrachtung gesetzt.
Ist jemandem schon aufgefallen, das die GEMA keinen von beiden vertreten soll, sondern die Komponisten, Textdichter und Musikverlage ?

Ich denke in den vielen Beiträgen oben wird deutlich, dass der Kuchen schrumpft. Wo man sich früher einen Musikträger kaufte (LP,MC,CD etc.) ist nun der Download.
Der Nutzer (=Konsument) ist auf geringe Ausgaben fixiert und der Künster um einen möglichst hohen Bekanntheitsgrad bemüht....
Es steckt viel Arbeit hinter der Musik. Wird diese sich noch lohnen oder werden wir eines Tages aufwachen und nur noch Musik von jenen hören, die einen Sponsor haben ? Wenn die Komponisten und Textdichter sich mit jedem Interpreten ihrer Stücke persönlich einigen, werden diese sie im Voraus vergüten können, ihnen quasi das 'Stück' abkaufen und selber das Risiko von Erfolg und Mißerfolg in vollem Umfang tragen ? Was passiert, wenn ein zweiter Interpret ein gutes Stück covern will, muß er es dem ersten Interpreten wie ein gutes Bild abkaufen .. und der, der es 'gemalt' hat, geht leer aus ?

Die Welt ist leider nicht am Menschen hinter den Werken interessiert und konsumiert gerne und schnell. Was ich bei YT und GEMA sehe, ist ein klarer Verteilungsmachtkampf, fast wie ein Arbeitskampf. Auf den Streik folgte die Aussperrung... beide Partner klären offenbar gerade die Durchsetzbarkeit ihrer Forderungen und Vorstellungen. Man wird das Gerichtsurteil vermutlich abwarten und dann die Verhandlungen mit dem Willen eines Abschlusses wieder aufnehmen. Es wird interessant werden.

Wer in der Zwischenzeit einen ausländischen Proxy benutzen will, sollte sich klar sein, dass trotz allen Globalisierungsträumereien der Lebensstandard noch in vielen Ländern unterschiedlich ist und die Einkünfte, die in einigen Ländern über die Rechteverwertung erzielt werden in anderen Ländern nicht zum Überleben der Musik reichen würden.

In dem Sinne...
Der Kelim

Der Böse schrieb am 04.07.2011 14:16 Uhr
Gravatar: Der Böse

Frechheit

Ich habe in der Vergangenheit ebenfalls mit euren Mitarbeitern zutun gehabt, weil in meinem Laden ein Fernseher hängt und man ja, laut der Aussage des Mitarbeiters, in Fernsehsendungen Musik hören könne, solle ich doch bitte an euch abdrücken und zwar nicht zu knapp. Bei allem Verständnis was ich für die Notwendigkeit eurer Institution habe, finde ich allerdings, dass ihr euren Mund ein wenig zu voll nehmt. Youtube kann auf euch verzichten, faktisch bekommt ihr jetzt garnichts, genauso kann ich auf den Fernsher verzichten, wovon ihr jetzt auch NICHTS habt. Vielleicht solltet ihr mal ein wenig auf die Leute zugehen und nicht solch exorbitante und unrealistische Forderungen stellen, das Problem ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eure Preispolitik und nicht die, wie von euch dargestellte, Zahlungsunwilligkeit von irgendwelchen Unternehmen oder Privatleuten. Zudem erklärt ihr nicht, warum ich nicht einmal auf den eigenen Channels der Künstler Videos sehen darf. Es geht euch doch lediglich darum eure Kassen zu füllen und weniger darum die Rechte eurer Klienten zu stärken....... FAIL, liebe GEMA!

Josef Suckart schrieb am 04.07.2011 18:35 Uhr
Gravatar: Josef Suckart

youtube und gema

wäre es möglich den "Abmelde Link" endlich mal zu aktiveren. Habe die letzten Tage mehrfach versucht mich hier abzumelden. Da seitens GEMA eigentlich immer nur die gleichen Antworten kommen.... macht es wenig Sinn....

Franco Walther schrieb am 05.07.2011 11:12 Uhr
Gravatar: Franco Walther

Fehlerbehebung

Verzeihung, Herr Suckart. Ist in Arbeit.

MfG

Franco Walther

Jörg schrieb am 04.07.2011 21:03 Uhr
Gravatar: Jörg

Musik-CD wirklich "unangefochten" wichtigster Umsatzträger?

Hallo Franco Walther,

am 01.07.2011 schrieben Sie mir mit Verweis auf einen Bericht aus 04/2011 u.a., ich läge mit meiner Einschätzung, dass die Musik-CD mehr oder weniger überholt:

"Mit Ihrer Aussage, die Musik-CD wäre längst überholt liegen Sie leider daneben. Ja, der Tonträgermarkt ist rückläufig, aber nicht so stark wie noch vor Jahren erwartet. Die CD bleibt unangefochten wichtigster Umsatzträger. Experten erklären im Übrigen immer wieder, dass klassische Tonträger auch zukünftig eine durchaus wichtige Rolle spielen werden."

In diesem Zusammenhang verweise ich nachfolgend auf eine aktuelle, repräsentative Studie im Auftrag des BITKOM, die folgendes besagt:

"Fast jeder Dritte hört Musik mit dem PC, jeder Vierte mit dem Handy"

"Musik kommt künftig aus der Cloud"

"Die Zeiten, in denen die Musik primär aus der Stereoanlage oder dem Radioapparat kam, sind vorbei."

"Bei jungen Deutschen unter 30 Jahren nutzen sogar 80 Prozent dafür einen MP3-Player und knapp die Hälfte (46%) ihr Handy oder ihren Computer."

(Quelle: http://www.bitkom.org/de/presse/8477_68464.aspx)

Sie übersehen vollkommen, dass die Digitaltechnik aber weitaus größere technische Sprünge macht.

Bereits wenige Jahre nach der Markteinführung der Musik-CD im Jahre 1982 wurde das digitale Medium populärer als die Vinyl-Schallplatte.

Das war der Wechssel vom analogen ins digitale Musikzeitalter.

In Anbetracht dessen ist dann auch zu beachten, dass derzeit noch etwa 80% der Verbraucher Musik per CD-Player abspielen - aber diese ja auch einen zeitlichen Vorsprung hat.

Allerdings ist wohl unumstritten damit zu rechnen, dass schon die Vielfalt weiterer digitaler Abspielgeräte eine direkte Konkurrenz zur Musik-CD sind und deren Anteile schnell(er) steigen werden.

Schon jetzt hören lt. aktueller Studie Verbraucher Musik auf folgende Weise:

57% per Computer
33% per MP3-Player
25% per Mobiltelefone
10% per Tablet PC

Das nach Ihren Aussagen die Musik-CD "unangefochten" wichtigster Umsatzträger bleibt, wage ich deswegen erneut zu bezweifeln!

Das Sie meine damalige Aussage als "absurd" bezeichneten, zeigt einmal mehr, dass die GEMA in veralteten Strukturen denkt.


Mit freundlichen Grüßen
Jörg

Wolfgang schrieb am 06.07.2011 16:07 Uhr
Gravatar: Wolfgang

Schlimm

Wirklich schlimm, was die GEMA da tut. Mit den Augen eines deutschen YT-Nutzers ist dies, trotz teilweise fadenscheiniger Argumentationsweisen, nicht mehr nachvollziehbar.
Im Prinzip begrüße ich ja du Grundidee, die ursprünglich hinter der Institution GEMA steht.

Doch leider ist es so, ganz ähnlich wie bei der GEZ, dass augenscheinlich die Zeichen der Zeit etweder nicht erkannt oder wissentlich ignoriert werden. Ich frage mich warum?

Auch ein Blick auf die GEMA-Erträge der Jahre 2008-2010 zeigt eine jährliche Steigerung um 20 Mio. €. Im Jahr 2010 warwen es insgesamt 863 Millionen Euro.

Ich bin allerdings guter Hoffnung, dass in Zukunft das deustche Urheberrecht überarbeitet wird und somit realitätsfremde gesetzliche Grundlagen verschwinden werden.

Mfg

Jörg schrieb am 06.07.2011 22:01 Uhr
Gravatar: Jörg

Zeichen der Zeit nicht erkannt...

Das eine Institution sich für die Mitglieder einsetzt, dagegen spricht nichts.

Allerdings gilt doch wohl nach wie vor die Aussage, dass Musik keine Grenzen hat.

Und in dieser Hinsicht greift auch hier - nicht zuletzt in Sachen YouTube - die Globalisierung!

So würde ich eine internationale Organisation befürworten, die die Rechte Ihrer Mitglieder durchsetzt und keine mehr oder wenige regionale, wie sie die GEMA darstellt.

Hier muss daher weltweit ein einheitliche Lösung gefunden werden!

Im übrigen würde mich einmal interessieren, wie es sich überhaupt mit den Gebühren verhält, die ein Mitglied an die GEMA zu zahlen hat.

Um wieviel Prozent mindert diese denn (neben Steuern etc.) die Einkünfte der Künstler?

Lohnt es sich überhaupt, Mitglied bei der GEMA zu sein, wenn diese doch eher die Position des "David" gegen "Goliath" darstellt?

Wie schon erwähnt, kann man durch Einsatz eines Proxy-Servers die (von YouTube für deutsche Nutzer) gesperrten Inhalte abrufen.

Ich halte daher den "Kampf" der GEMA für aussichtslos, was Online-Portale wie YouTube angeht!

Insofern stellt sich die Frage, ob sich die Mitgliedschaft bei der GEMA überhaupt (noch) für die Künstler lohnt!

Der Großteil der Internetnutzer und Musikliebhaber zahlt für das Produkt, wenn es sein Gefallen findet.

So würde ich eventuell sogar dafür propagieren, dass die Künstler per Internet zur Selbstverwaltung ohne "Zwischenhändler" übergehen und Portale wie YouTube als für sie kostenfreien Marketingkanal nutzen.

Keine Produktionskosten (CD-"Pressung"), keine Kosten für Printwerbung etc., keine Lagerkosten usw. - und keine Mitgliedsbeiträge für irgendwelche Verwertungsgesellschaften, die immer noch der Meinung sind, gegen die Zeichen der Zeit ankämpfen zu können, aber kläglich scheitern werden (bzw. mehr oder weniger schon gescheitert sind).

Das die GEMA für die Zukunft gesehen chancenlos ist und die Betreuung der GEMA-Mitglieder schon seit geraum Zeit schlechter gestellt ist, zeigt dieser Bericht (aus dem Jahre 2009!):

http://www.nmz.de/online/kahlschlag-gema-plant-schliessung-von-zunaechst-drei-bezirksdirektionen


Die GEMA erwirtschaftete in den Jahren...

2000: 801 Millionen Euro
2001: 811 Millionen Euro
…
2005: 852 Millionen Euro
2006: 874 Millionen Euro

(Quelle: http://www.delamar.de/musikbusiness/das-schrumpfen-der-gema-einnahmen-und-der-rekordumsatz-der-videobranche-im-jahr-2007-1284/)

Hier kann man wohl von einem kontinuierlichen Umsatzrückgang sprechen, der wohl auch Gründe hat!

Auf selbiger Website ist folgender Beitrag zu lesen:

"Das Problem mit dem Raubkopieren von Musik existiert ja nicht erst seit gestern, aber zwischen den Aussagen dem Jammern der Musikindustrie und der GEMA und den tatsächlich in den letzten Jahren eingefahrenen Einnahmen und Gewinnen herrscht eine nachvollziehbare Diskrepanz. Die GEMA dürfte mit den aktuellen Einnahmen wohl auf das Niveau von 2004 zurückgefallen sein.

Mich würde ja mal interessieren wie sich der Verwaltungsaufwand der GEMA (Kosten) in der Bilanz macht und welchen Anteil genau die GEMA tatsächlich an die Bands und Künstler auszahlt..?"

Ja, das frage ich mich in der Tat auch!

Und es würde mich interessieren, auch hierzu einmal an dieser Stelle ein Statement der GEMA zu lesen!

Mein Eindruck ist, dass hier eine Verwertungsgesellschaft mit letzten/allen Mitteln versucht, ihren eigenen Status zu sichern, der aber wohl kaum in vollem Umfang den Künstlern/Mitgliedern zugute kommt, die sie nach eigenen Aussagen ja vertritt...

Sich also darzustellen, als wäre man ein "Robin Hood" der Künstler, ist wohl eher noch ein Grund zum Schmunzeln - aus der Sicht der Mitglieder wohl aber ein Ärgernis.

Franco Walther schrieb am 07.07.2011 14:25 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Jörg

Selbstverständlich müssen wir, wie jede andere Organisation auch, unseren Geschäftsbericht veröffentlichen. Schauen Sie doch mal zur Abwechslung auf unserer Website vorbei, Jörg.

MfG

Franco Walther

achim schrieb am 07.07.2011 14:53 Uhr
Gravatar: achim

zeichen der zeit....

@jörg

eine weltweit einheitliche lösung zu finden, dürfte wie bei andren wichtigen themen (umweltzerstörung, überbevölkerung, ect.) schwierig bis unmöglich sein.

in deutschland haben wir zum glück eines der urheberfreundlichsten rechte der welt. in den USA z.b. kann sich ein künstler wie madonna für wenige $ urheberrechte an werken kaufen und dann behaupten es wäre ihr eigenes werk. solche praktiken bleiben künstlern hierzulande glücklicherweise erspart.

gebühren:
der jahresbeitrag der GEMA für angeschlossene mitglieder ist etwa 50 euro.

die GEMA zieht von ihren einnahmen ca. 15% verwaltungskosten ab. das ist meiner meinung nach extrem viel. es wäre mal interessant, wie das im vergleich zu anderen verbänden in der freien wirtschaft aussieht.

für mich als urheber lohnt es sich sehr wohl gema mitglied zu sein, denn es ist leider die einzige institution, die sich für meine rechte als autor einsetzt.

der "kampf gegen youtube" ist keineswegs aussichtslos. schließlich benutzt youtube die werke der urheber momentan illegal. das kann auf dauer kein zustand bleiben. ich finde e sehr schade, daß so wenige kommentatoren hier sich mit uns urhebern solidarisieren. schließlich würde auch keiner von denen haben wollen, daß ich z.b. meine geschäftsidee auf dem vermieten ihrer wohnzimmercouch gründen würde - und nur weil ich ein milliardenschwerer konzern bin habt ihr ständig femde gäste im haus =)

bezahlung:

soweit ich das in den medien verfolgen konnte, ist kaum jemand bereit, freiwillig für musik zu bezahlen. meiner ansicht nach ein mythos. aber vielleicht hat hier ja mal jemand zahlen zu diesem thema.

Jörg schrieb am 11.07.2011 19:02 Uhr
Gravatar: Jörg

"Geschäftsbericht"

Hallo Franco Walther,

sie schreiben:

"Selbstverständlich müssen wir, wie jede andere Organisation auch, unseren Geschäftsbericht veröffentlichen. Schauen Sie doch mal zur Abwechslung auf unserer Website vorbei, Jörg."

Ihren Kommentar auf meinen Beitrag verstehe ich leider nicht.

Habe ich mit irgendeinem Wort in Zweifel gesetzt, dass auch die GEMA ihren Geschäftsbericht veröffentlicht?

Nein, habe ich nicht.

Also was soll ich nun mit Ihren Ausführungen anfangen?

Auf was bezieht er sich überhaupt?

MfG
Jörg


Franco Walther schrieb am 12.07.2011 17:26 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Jörg

Hallo Jörg,

hier eine kleine Gedächtnisstütze:

"Mich würde ja mal interessieren wie sich der Verwaltungsaufwand der GEMA (Kosten) in der Bilanz macht und welchen Anteil genau die GEMA tatsächlich an die Bands und Künstler auszahlt..?"

Ja, das frage ich mich in der Tat auch!

Und es würde mich interessieren, auch hierzu einmal an dieser Stelle ein Statement der GEMA zu lesen!"

MfG

Franco Walther

jacob schrieb am 07.07.2011 11:34 Uhr
Gravatar: jacob

Andere Alternativen zur GEMA

Also ich muss erstmal den meisten kommentaren recht geben. Außerdem würde z.B. YouTube nur als Werbung FÜR den Interpreten dienen.
Eine andere Möglichkeit (von der ich gehört, sehr warscheinlich auch tuen werde..) ... ist z.B. die aufgenommene CD ( Demo oder wie auch immer ), Text und Titel mit einem gewissem Betrag im Umschlag beim Notar zu hinterlegen. Man verdient zwar kein geld DADURCH ( was nicht heißen muss, das man unbekannt bleibt ), aber die Musik ist trotzdem geschützt. Vieleicht sagt euch Stephan Weidner etwas ( Deutschrock ), er ist z.B. auch nicht bei der GEMA angemeldet.

Gruß Jacob!!

Tomte Tolsen schrieb am 07.07.2011 13:55 Uhr
Gravatar: Tomte Tolsen

Andere Alternativen

Ein Blick in die Online-Datenbank der GEMA zeigt, dass auch der oben angeführte Urheber, entgegen der Aussage, Mitglied der GEMA ist...wie übrigens die meisten Urheber, deren Werke regelmässig genutzt werden. Denn wie schon oft betont, aber von den meisten hier völlig ignoriert, vertritt die GEMA die Urheber, die meist im Hintergrund agieren und nur selten bekannt sind. Reine Interpreten, die nicht am Schaffungsprozess eines Werkes beteiligt sind werden von der GEMA nicht vertreten. Viele Urheber haben durch Verwertungsgesellschaften wie die GEMA die einzige Möglichkeit Geld zu verdienen für Ware (Kompositionen / Text), die sie geliefert haben. Welcher der zahlreichen Nutzer hier würde denn seine Schaffenskraft unentgeldlich zur Verfügung stellen?
Hat sich einer der vielen Kritiker hier vielleicht mal die Frage gestellt, warum viele ausländische Urheber und Verlage lieber GEMA Mitglied sind, als bei der verwertungsgesellschaft ihres Heimatlandes? Fragt doch mal einen Engländer oder Amerikaner, wieviel er von seiner Heimatgesellschaft bekommt, das sind oftmals nur klägliche Beträge für Songs die sehr präsent sind.
Die GEMA agiert für Ihre Mitglieder und möchte eben das Beste für die Musikschaffenden erwirtschaften, was dann an die Urheber auch ausgeschüttet wird. Und glaubt hier tatsächlich jemand, dass Google Youtube für 1,65 Milliarden Dollar gekauft hat um nicht davon zu profitieren? Da ist es doch nur gerecht, dass die Leute, die diese Plattform am Leben erhalten auch anständig dafür entlohnt werden.
Hier wurde ständig von Gewinnen der GEMA gesprochen. Die GEMA macht keine Gewinne, das darf sie gar nicht! Die Verwaltungskosten betragen ca.14 % und der jährliche Mitgliedsbeitrag beträgt 25,56 Euro. Bei dieser Summe kann von Bereicherung und Abzocke der Mitglieder wohl kaum die Rede sein.

Fazit: wer die Leistung anderer in Anspruch nimmt, muss dafür auch bezahlen...das gilt für jedes Handwerk...und auch das Schaffen von Musik und Text ist ein Handwerk.

Wolfgang schrieb am 07.07.2011 15:30 Uhr
Gravatar: Wolfgang

Nicht ganz

Herr Tomte Tolsen,

Ihr Vergleich mit dem Handwerk ist faktisch nicht richtig.

Sie schrieben:
"Fazit: wer die Leistung anderer in Anspruch nimmt, muss dafür auch bezahlen...das gilt für jedes Handwerk...und auch das Schaffen von Musik und Text ist ein Handwerk."

Dies auf die YT-Problematik übertragen würde bedeuten, dass wenn ich beispeislweise in einem beliebigen Versanhauskatalog mir einen handegefertigetn Stuhl ansehe, dass dieser Akt des Ansehens bereits für mich Kosten verursachen würde.

Tomte Tolsen schrieb am 07.07.2011 16:52 Uhr
Gravatar: Tomte Tolsen

Re:nicht ganz

Dem kann ich nicht zustimmen Wolfgang, denn der Nutzer ist hier Youtube / Google, die als Betreiber sich natürlich einen monetären Vorteil versprechen. Werbung lässt sich eben auf einer Webseite nur verkaufen, wenn diese auch beliebt ist.
Die Beliebtheit von Youtube erschliesst sich dabei hauptsächlich aus der Verbreitung von Musik, die wir dort konsumieren können und das für uns ohne Kosten. Niemand hat auch vor, den Betrachter zur Kasse zu bitten.
Meinen Sie die Plattform hätte diesen Zuspruch ohne musikalische Inhalte und ein Witschaftunternehmen wie Google gibt 1,5 Milliarden aus Nächstenliebe für den Kauf von Google aus?

Wolfgang schrieb am 14.07.2011 16:59 Uhr
Gravatar: Wolfgang

Etwas kurzsichtig.

Bitte nehmen Sie es mir nicht übel Herr Tolsen, aber das wirkt doch reichlich weltfremd.

Sie schrieben:
"Niemand hat auch vor, den Betrachter zur Kasse zu bitten."

Wenn die GEMA sich mit Ihren Forderungen bei YT durchsetzen würde, dann würde vor jedem Clip auf Youtube eine Werbung vorgeschaltet werden, somit würde wiederum der Betrachter der dumme sein.

Dominik schrieb am 14.07.2011 01:44 Uhr
Gravatar: Dominik

Fragen

Hallo,

ich hätte mehrere Fragen, aber ich hatte ein Video dazu gefunden, dort wird alles gefragt und ich würde mich über eine Antwort von euch freuen.

http://www.youtube.com/watch?v=GN-MC1lHkDI

MfG
Dominik

Franco Walther schrieb am 15.07.2011 12:25 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Dominik

Hallo Dominik,

viele Fragen werden in diesem Blogbeitrag beantwortet. Andere hier: http://blog.gema.de/blog/beitrag/auslaendische-musikautoren-aergern-sich-ueber-videosperrungen-von-youtube/

Falls doch noch konkrete Fragen offen sein sollten, können Sie diese gern an feedback@gema.de stellen.

MfG

Franco Walther

Andreas schrieb am 14.07.2011 20:24 Uhr
Gravatar: Andreas

Spotify - in DE leider alles beim Alten

http://t3n.de/news/spotify-usa-endlich-gestartet-dienst-deutschland-321076/

Franco Walther schrieb am 15.07.2011 09:59 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Andreas

Hallo Andreas,

aber warum ist Spotify noch nicht in Deutschland? Ein wenig Recherchearbeit und die refelexartige Beschuldigung der GEMA wäre zu verhindern gewesen.

Aktuell ist es so, dass der GEMA keine Anfrage von Spotify vorliegt und es daher auch keine Verhandlungen gibt. Wie Sie wissen, erfolgen die Erstgespräche/Verhandlungen von Kundenseite aus. Sobald ein Kunde wie Spotify mit einem Geschäftsmodell (Musik) auf den dt. Markt möchte, wendet er sich an die GEMA für Lizenzgespräche.

Wann und ob Spotify mit seinem Dienst in D starten möchte, müssten Sie daher bei Spotify direkt erfragen.

MfG

Franco Walther

Frank Panzer schrieb am 22.07.2011 13:48 Uhr
Gravatar: Frank Panzer

Das ist nicht ihr ernst, oder?

Hier wird von zahlreichen GEMA Mitarbeitern immer wieder auf Google verwiesen und sind sie wahrlich so törricht zu glauben, dass die Macher von Spotify kein Google benutzen können? Wenn diese auch nur 1x googlen wie schwierig der Markt in Deutschland zu erschließen ist, dann würde ich mich auch erst mal anderen Nationen zuwenden.

In meinen Augen gibt es von GEMA und Simfy ein abgekatertes Spiel. Hier wird versucht für "ein erfolgreiches Modell" zu werben, das aber kein Nutzer will.

Simfy, Nein Danke! Dann greife ich doch lieber zum VPN und bin tagsüber Engländer.

McKane schrieb am 15.07.2011 20:17 Uhr
Gravatar: McKane

Können wir anderen das auch machen?

Wenn man so liest, wieviel man als erfolgreicher Urheber so verdienen kann und mit dem vergleicht was ein erfolgreicher Heizungsinstallateur so bekommt, dann fragt man sich doch warum der Heizungsinstallateur für jeden Stundenlohn eine Stunde arbeiten muss, während der Urheber mit einer einmal geleisteten Arbeit sein Leben lang Geld verdienen kann. Sogar seine Erben können sich noch 70 Jahre lang freuen. Warum bekommen die nicht einen
Vieleicht sollten die Heizungsinstallateure eine Gesellschaft gründen, die für jeden installierten Heizkörper eine Pauschalabgabe verlangt und für jeden öffentlichen oder geschäftlich genutzten beheizten Raum eine saftige monatliche Gebür kassiert.
Wenn ein Musikstück, das in einem nicht kommerziell vermarktetem Amateurfilm auf Youtube als Hintergrund läuft eine Urheberechts Verletzung darstellt, warum muss denn dann der Künstler nicht dafür bezahlen, wenn er die Performance und die Soundkulisse des Publikums in seiner Live DVD benutzt?
Kann ein Bäcker seinen Kunden verbieten, seine Brötchen ohne sein Einverständniss mit Wurst zu belegen und als "eigenes Werk" weiterzuverkaufen?

I.G.Thorn schrieb am 30.07.2011 14:44 Uhr
Gravatar: I.G.Thorn

Alle Daumen hoch!

finde ich super diese Idee, die aber vor allem die Verlogenheit offenbar werden laesst, die in dieser Debatte steckt, denn weder die ach so unschuldige GEMA noch YT/Google spielen ein wirklich aufrichtiges Spiel.
Was die GEMA nach wie vor und sehr sorgfaeltig argumentativ umgeht ist die Tatsache, dass in Wahrheit nur ein geringer Teil der Urheber, die sie vertritt, wirklich etwas verdient, aber dieser geringe Teil will immer mehr. Die GEMA stellt sich als Opfer dar, in Wahrheit ist sie genauso Taeter wie YT/Google. Die eigentlichen Opfer sind wir Verbraucher, die sich durch das digitale Internetzeitalter ein wenig befreit haben von ihrer Rolle der ewigen Melkkuh, was Damen und Herrschaften bei der GEMA natuerlich in Panik versetzt.

w00x schrieb am 26.07.2011 22:51 Uhr
Gravatar: w00x

Gema?

Die GEMA braucht keiner (ausser die unwichtigen Stadtmusikanten und *********** die sich "Künstler" und "die coolen" nennen), will keiner und geht jedem durchschnitts-YT-User auf den Sack! Entschuldigt meine Ausdrucksweise, aber so kann dass nicht weitergehen. Musik kann man heutzutage ÜBERALL PROBLEMLOS HÖREN/HERUNTERLADEN. Aber auf YT ist das natürlich ein Kriminelles Vergehen blablablabla die Gema mag keiner...

Rudy Holzhauer schrieb am 30.07.2011 21:33 Uhr
Gravatar: Rudy Holzhauer

lebensunterhalt...

lieber w00x,

naja, ich sehe das anders... ich bin weder stadtmusikant und schon gar nicht *********. aber ich lebe von der gema.

deiner meinung nach sollten alle komponisten und texter lieber was anständiges machen? taxi fahren z.b. (da kriegen sie sich dann mit den lehrern in die haare, die schon alle plätze besetzt haben).

also ich weiß nicht, ob du von hartz 4 lebst? falls nicht, gehe ich mal davon aus, dass du auch für deine arbeit bezahlt werden möchtest.

und du wirst es kaum glauben - bei uns wächst die musik nicht an bäumen, sondern wird erarbeitet und kostet sogar noch geld.es ist nämlich so, dass weder instrumente und studioeinrichtungen kostenlos vom staat zur verfügung gestellt. nur wenn alle so denken wie du, kriegen die musiker bald hartz 4.....

nix für ungut - aber sich ein bisschen vorher schlau machen kann helfen.

Kaeptn schrieb am 29.07.2011 16:59 Uhr
Gravatar: Kaeptn

Einigt Euch endlich!!!

Die Darstellung der GEMA das Youtube die Rechte bislang nicht erworben hat ist irreführend.

Youtube wollte die Rechte erwerben, aber im Gegensatz zu anderen Verwertungsgesellschaften mit denen eine Einigung erzielt werden konnte, verlangt die GEMA ein vielfaches an Geld, das die anderen Verwerter verlangen. Das ist der Grund, warum Youtube bislang keine Rechte erworben hat. Es wäre im Sinne der Fans und vor allem der Künstler, die auf Youtube (in Deutschland) nicht mehr zu sehen sind und ist längst überfällig. Wer den Hals nicht voll genug kriegen kann wird am Ende gar nichts bekommen. Schade für alle Beteiligten.

Es sollte zudem endlich eine Überarbeitung und Anpassung des Urheberrechts in Deutschland geben um eine Zeitgemäße Struktur, die den Bedürfnissen der heutigen Kultur angemessen ist zu Erreichen. 70 Jahre Urheberrechtsschutz ist zu lang. Auf ein Internationales Patent gibt es auch nur 20 Jahre Garantie und eine Möglichkeit, es noch um 5 Jahre zu verlängern. Das Urheberrecht in Deutschland ist noch aus dem letzten Jahrtausend, genauer von 1965. Die Zeiten haben sich seither gravierend verändert.

Bestens Kaeptn

Rudy Holzhauer schrieb am 30.07.2011 21:24 Uhr
Gravatar: Rudy Holzhauer

Bestens informiert???

moin käpt'n,

mit grossem interesse lese ich, dass du offenbar weißt, was die anderen verwerter von youtube bekommen und was die gema verlangt.

mich würde interessieren,

a) welche anderen verwerter,
b) die höhe der lizenzen,
c) was die gema verlangt und
d) was youtube bietet?

also mal butter bei die fische, käpt'n. sag an - ich bin neugierig...

ich warte auf deine antwort....

bis denne.

Kaeptn schrieb am 02.08.2011 10:23 Uhr
Gravatar: Kaeptn

Einigt Euch endlich!!!

Hallo Rudy,

Du selbst schriebst am 22.6.2011 hier im Blog:

Zitat: yt/google verhandelt - egal mit welchem partner - nur mit sog. nda's (non-disclosure agreements - geheimhaltungsabkommen). das ist eines der grundprinzipien von google. daran muss sich die gema während der verhandlungen halten.

Aus Gründen der Geheimhaltung kann ich Dir deshalb nur wie folgt auf Deine Fragen Antworten.

Frage a. welche anderen verwerter

Antwort: Alle die Verwerter, deren „Kundenvideos“ nicht gesperrt sind. Sowohl in D wie auch Weltweit

Frage b. die höhe der lizenzen

Antwort: Zu Hoch

Frage c. was die gema verlangt

Antwort: Zuviel

Frage d. was youtube bietet?

Antwort: Eine Gigantische Werbeplattform mit nahezu unschlagbarer Reichweite


Darf ich davon Ausgehen, das Du kein „Praktikant“ bei der GEMA bist, sondern einen Musikverlag in Hamburg betreibst, und Kunde der GEMA bist, der dieser Seine Verwertungsrechte bzw. die der von Dir produzierten Musiker anvertraut hat? Übrigens, Glückwunsch zum neuen ARD Sounddesign.


Wie sieht die Aktuelle Situation von der GEMA Vertretener Künstler aus?


Durch die Einreichung einer Musterklage von 12 Werken, versucht die GEMA die vermeintlichen Ansprüche Ihrer Klienten herbeizuklagen. Es ist natürlich seitens der GEMA hanebüchen, jetzt davon zu sprechen, es beträfe ja nur die 12 Werke und man könne gar nicht verstehen, warum jetzt plötzlich so viele Werke auf der Youtube Plattform gesperrt werden. Selbstverständlich will die GEMA, sofern Sie die Musterklage gewinnt, den erworbenen Anspruch auf alle von Ihr vertretenen Künstler und deren Werke ausweiten. Diesem Schaden versucht Youtube dadurch zu entgehen, dass Sie alle von der GEMA vertretenen Werke auf der Plattform vorsorglich sperrt, um eventuellen Schadenersatzforderungen auszuweichen. Ein natürlicher Vorgang. Wenn ich eine „Haftbarhaltung“ auf dem Tisch habe und nicht weiß wie das Gericht entscheiden wird, versuche ich auch den Schaden so gering wie möglich zu halten.

In der Folge erhalten die durch die GEMA vertretenen Künstler, deren Videos gesperrt sind auch keine Tantiemen aus der Verwertung von Youtube mehr. Den Schaden haben also zuallererst einmal die Künstler oder besser Urheber.


Was aber machen jetzt die Fans, die Ihre Idole sehen wollen?


An diesem Punkt beginnt das Spiel: Der Hase und der Igel

Da die Sperre nur deutsche IP Adressen umfasst, die Werke also in Spanien oder anderswo noch zu sehen sind, gehen die User einfach mit einem Proxy Server z. Bsp. „Hotspotshield“ oder „Hide My Ass“ auf die Plattform und sehen sich eben so Ihre Lieblingsmusiker an. Youtube verdient also nach wie vor weiter, nur die Urheber der Werke sind die gelackmeierten und gehen leer aus.


Deshalb kann, ja muß man der GEMA attestieren, das der „Schuß“ mit der Musterklage nach hinten losgegangen ist und Sie dadurch vor allem Ihre eigene Kundschaft geschädigt hat. Das kann nicht im Sinne des Erfinders sein und deshalb habe ich in meinem ersten Posting die Überschrift gewählt“ Einigt Euch endlich!!!“


Das haben wohl sehr viele, die hier im Blog schreiben ebenfalls erkannt und ich habe am So fast alle der über 160 Einträge hier gelesen. Mein Eindruck ist, das die GEMA hier offensichtlich in die Defensive geraten ist.


Damit wir uns nicht falsch verstehen Rudy,

ich habe nichts dagegen Geld zu verdienen und bin selbst Unternehmer und Inhaber mehrerer Markenrechte. Meine Familie besaß/besitzt mehr als 20 Patente. Mit Urheberrechten und deren Schutz kenne ich mich also ein wenig aus. Darum ging es mir, als ich die Überarbeitung des Urheberschutzgesetzes aus dem Jahr 1965 angeregt habe. 70 Jahre Verwertungsschutz sind eindeutig zu lang. Dazu habe ich allerdings von Dir nichts gelesen. Wie stehst Du denn dazu?


Bestens Käptn

achim schrieb am 03.08.2011 11:48 Uhr
Gravatar: achim

70 jahre

hallo käpt'n.

ich würde gerne was zu den 70 jahren verwertungsrechten sagen:

wir haben hier in deutschland die einmalige und meiner ansicht nach herausragend gerechte situation, daß das urheberrecht auch an den tatsächlichen urheber gebunden ist.

d.h.
niemand kann eines anderen urheberrecht kaufen und es für sich beanspruchen. und das ist gut und richtig so.

allerdings sollte man diesen ansatz auch auf die dauer des verwertungsrechtes anwenden.

das haeißt für mich, die verwertungsrechte gehen mit dem tod des urhebers in die public domain über.

auch ethisch finde ich das richtig, schließlich wird unsere kultur und unsere gesellschaft über die urheber geprägt und befindet sich im ständigen wandel. nachfolgenden autoren muss die möglichkeit gegeben werden ausgehend von dem material verstorbener urheber eigene werke zu erschaffen, da diese werke längst in unserer wahrnehmung verankert sind.


nachfolgend nochmals ein hallo an die administratoren dieses blogs: es wurde ja schon mehrfach das miserable interface und die fehler in den benachrichtigungsmails angesprochen. es hieß "ist in arbeit". das wiederum ist nun schon einige wochen her, da fragt man sich mal wieder wie effektiv die gema eigentlich arbeitet. in der freien wirtschaft behebt man derlei probleme innerhalb eines oder weniger werktage.

Rudy Holzhauer schrieb am 03.08.2011 12:05 Uhr
Gravatar: Rudy Holzhauer

Fachwissen

hallo käpt'n,

ich hatte dir ja schon auf deine mail geantwortet. auch wenn du über einige patente verfügst und damit vielleicht um den wert "geistigen eigentums" weißt, werde ich doch darauf verzichten, hier weiter zu antworten. sei mir nicht böse, aber ich bin u.a. gast-dozent an diversen akademien und hochschulen. was man den studenten dort im bachelor-studium in drei jahren beibringt, kann man nicht hier in drei sätzen abhandeln. z.b. ein individualrecht wie dein patente oder auch das recht eines fotografen an seinen fotos ist nicht mit der kollektiven rechte-wahrnehmung einer verwertungsgesellschaft zu vergleichen. und ich maße mir auch nicht an in deinem gewerbe der kurierfahrer mitreden zu wollen. ich verstehe davon nichts – und umgekehrt ist es auch so.


über leistungsschutz-, urheberrechte, urheberwahrnehmungs-, urheber-, verlags- und diverse andere gesetze, die damit einhergehen, über unterschiede zwischen verwertungs- und inkasso-gesellschaften, unterschiede zwischen unserem urheber- und dem anglo-amerikanischen recht zu referieren, macht keinen sinn. das überfordert jeden leser hier, der nicht tief in der materie steckt.

wenn es nach mir ginge, würde ich die gesamte gema-musik auf youtube sperren. rein rechtlich geht das leider nicht. das würde allerdings yt an den verhandlungstisch zwingen und solche idiotischen aussagen wie „die verlagsrechte wurden von der gema nicht übertragen“ verhindern (jeder, der auch nur ein bisschen ahnung von der materie hat, weiß, dass die gema überhaupt keine verlagsrechte hat, geschweige denn übertragen kann). eine komplette sperrung hätte den gleichen effekt wie ein lokomotivführer- oder fluglotsenstreik – alle ärgern sich, aber es herrscht waffengleichheit und zwingt beide seiten eine lösung zu finden.

nix für ungut. aber leider ist das sinnlos und man wird die entscheidungen den fachgerichten überlassen müssen. wir betroffenen werden noch einige jahre durch ein tal der tränen gehen. aber irgendwann wird es lösungen geben, die für alle seiten befriedigend sind. für die urheber und user, aber auch für yt, spotify & co.

Exquisitor schrieb am 03.08.2011 08:19 Uhr
Gravatar: Exquisitor

Herr

Der Hinweis, dass die GEMA "selbst kein einziges Video gesperrt hat", mag ja richtig sein...wenn ich jedoch jemandem drohe, ihn/sie zu verklagen (die Drohung ist ja inzwischen schon zur traurigen Tatsache geworden), falls gewisse Werke weiter öffentlich zugänglich sind, ohne, dass eine Lizenz dafür erworben wird, dann ist Druck da...und zu diesem Druck möge man sich seitens der GEMA hier bitte auch etwas klarer bekennen, denn ganz unschuldig ist die GEMA hier nicht, Frau Müller, Herr Walther etc. ;-)
Eines dürfte ja zweifelsfrei feststehen: youtube wird sicherlich nur dann aktiv, wenn es aktiv werden muss. Man wird sich sicherlich nicht selbst schaden, indem man Videos "mal eben so" sperrt...wobei es natürlich schon ein Motiv gäbe, dies zu tun: um den Druck auf die GEMA zu erhöhen.
Durch die Einblendung des Infotextes wird ja genau dies gerade probiert, aber es wird sicherlich nicht zu einer schnelleren Einigung führen...eher im Gegenteil: ich befürchte, dass das Ende der Fahnenstange schon erreicht ist.
Was den "nda" angeht, so wundert es mich ehrlich gesagt nicht, das man sich auf sowas beruft...den hat man oft schon als Arbeitnehmer im Vertrag. Mich würde allerdings interessieren, ob dieser nda wirklich nur auf das Drängen von youtube hin aufgenommen wurde und inwieweit er noch immer bindend ist (es gibt ja z.Zt. keinen Vertrag, ergo bezieht man sich ja wohl noch auf den aus dem letzten von 2008/2009).
Ferner würde mich interessieren, ob man zumindest eine allgemeine Aussage tätigen und von Seiten der GEMA aus bestätigen kann, dass man es zumindest versucht hat, youtube in wesentlichen Dingen entgegen zu kommen...Details dazu dürfen ja nicht verraten werden, aber ich denke, dass eine Aussage in dieser Richtung vielleicht etwas zur Beruhigung beitragen könnte.
Viele der hier postenden Leute vergessen, dass mit Google ein Konzern hinter youtube steckt, der (leider wie die meisten Großkonzerne) vor allem an einem interessiert ist: an Geld. Wenn man also der GEMA schon Raffsucht unterstellt, dann muss man es bei Google und Co erst recht tun oder nicht?

Das Einzige, wofür ich youtube dankbar bin ist, dass viele Leute mittlerweile dazu gezwungen werden, umzudenken. Der digitale Handel nimmt immer mehr zu, das Internet ist die Zukunft. Ich kann nur hoffen, dass man auch auf Seiten der GEMA begonnen hat, in einigen Dingen umzudenken und sich bereits mit zukünftigen Modellen beschäftigt...youtube, Myvideo, lastfm und Co sind erst der Anfang, aber sie werden nicht das Ende sein.

Franco Walther schrieb am 03.08.2011 09:58 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Exquisitor

Hallo Exquisitor,

gerne antworte ich auf Ihre Fragen.

Wir können es nur immer wieder wiederholen: Die Klage umfasst lediglich zwölf Musikwerke. Das YT alle möglichen Videos sperrt, hängt mit Musiklabels und anderen Rechteinhabern zusammen, die sich auch mit YT nicht einigen können. Wir haben demnach keinen Einfluss auf die von YT gesperrten Videos. Das können Sie leicht daran erkennen, dass YT teilweise sogar auf die GEMA verweist, obwohl die Urheber überhaupt keine GEMA-Mitglieder sind.

Ja, mit dem GEMA-Verweis möchte YT Druck ausüben. Das haben Sie richtig erkannt. Diese PR-Kampagne begann übrigens wenige Tage vor unserer Mitgliederversammlung, bewirkte bei unseren Mitgliedern allerdings das Gegenteil des von YT Gewünschten.

Ja, der NDA wurde auf Drängen YTs unterschrieben. Sollte es zu einem neuen Abschluss zwischen uns und YT kommen, werden wir ihn diesmal nicht akzeptieren.

Natürlich ist die GEMA in Verhandlungen beweglich. Nur so viel: Erstens schließen wir mit großen Playern wie YT immer individuelle Verträge ab und zweitens wären wir mit einem Abschluss, wie ihn die Majorlabels mit YT bereits abgeschlossen haben, sehr glücklich.

MfG

Franco Walther

Kaeptn schrieb am 04.08.2011 09:49 Uhr
Gravatar: Kaeptn

Einigt Euch endlich!!!

Zitat von Rudy Holzhauer:

hallo käpt'n,

ich hatte dir ja schon auf deine mail geantwortet. auch wenn du über einige patente verfügst und damit vielleicht um den wert "geistigen eigentums" weißt, werde ich doch darauf verzichten, hier weiter zu antworten. sei mir nicht böse, aber ich bin u.a. gast-dozent an diversen akademien und hochschulen. was man den studenten dort im bachelor-studium in drei jahren beibringt, kann man nicht hier in drei sätzen abhandeln. z.b. ein individualrecht wie dein patente oder auch das recht eines fotografen an seinen fotos ist nicht mit der kollektiven rechte-wahrnehmung einer verwertungsgesellschaft zu vergleichen. und ich maße mir auch nicht an in deinem gewerbe der kurierfahrer mitreden zu wollen. ich verstehe davon nichts – und umgekehrt ist es auch so.


Hallo Rudy,

ich Denke, es ist wenig fruchtbar sich irgendwelche Kompetenzen zu welchen Themen auch immer, absprechen zu wollen und sich in die Schmollecke zu verziehen, wenn eine Diskussion erst beginnt.


Am Ende steht immer der Gesunde Menschenverstand


Zitat von Rudy Holzhauer:

(:...) eine komplette sperrung hätte den gleichen effekt wie ein lokomotivführer- oder fluglotsenstreik – alle ärgern sich, aber es herrscht waffengleichheit und zwingt beide seiten eine lösung zu finden.



Von Waffengleichheit kann keine Rede sein, wenn eine vergleichsweise „kleine Gruppe“ wie die Fluglotsen oder Lokomotivführer die die „Schalter“ in der Hand haben eine „Große Gruppe“, nämlich die Flug- und Fahrgäste, die Termine haben, Verwandte besuchen wollen oder in den Urlaub fliegen möchten, wegen Ihren Forderungen in Geiselhaft nehmen. Einmal geht so etwas vielleicht, aber spätestens beim zweiten mal hat die Bevölkerung begriffen und wird wütend. Dies kann man an dem Fluglotsenstreik in Spanien letztes Jahr sehen, der im Nachhinein eine Verschlechterung der Verdienstbedingungen der Lotsen zur Folge hatte.

Den Abbruch der Verhandlungen durch die GEMA und Youtube können wir hier nur fiktiv in eine Beziehung zu den Fluglotsen setzen, aber ein ähnliches Ergebnis ist zumindest... Denkbar.


Zitat von Rudy Holzhauer:

nix für ungut. aber leider ist das sinnlos und man wird die entscheidungen den fachgerichten überlassen müssen. wir betroffenen werden noch einige jahre durch ein tal der tränen gehen. aber irgendwann wird es lösungen geben, die für alle seiten befriedigend sind. für die urheber und user, aber auch für yt, spotify & co.



Das könnte vor allem die Inhaber der Urheberrechte gegen die GEMA auf die Barrikaden bringen, denn für die (Be)Werbung Ihre Werke auf Youtube erhalten Sie noch Geld. Früher musste man für Werbung immer bezahlen. Mehr als Werbung ist Youtube nicht, solange die meisten Videos mit einer miserabler Auflösung von 240, 360 oder 480 zum Abruf bereitstehen, wird niemand dafür Geld ausgeben wollen. Deshalb lebt Youtube auch von den vorgeschalteten oder eingeblendeten Werbungen. Allerdings steht einem nachfolgenden Qualitativ hochwertigem und selbstverständlich Kostenpflichtigen Download, oder für die eher haptisch veranlagten Typen wie mich, die auch ein Artwork rund um die Scheibe schätzen, bei gefallen auch dem Kauf einer CD nichts entgegen.

Die GEMA sollte umgehend die Verhandlungen mit Youtube wieder aufnehmen. Im Sinne Ihrer Klienten und vor allem denjenigen gegenüber, die Ihre Kunden zu dem gemacht haben was Sie sind,

Die Fans

Bestens Käptn


@Achim

Antwort dauert noch etwas. Ich bin geschäftlich sehr eingespannt und kann evtl. erst morgen oder am Wochenende etwas dazu schreiben

Exquisitor schrieb am 05.08.2011 06:25 Uhr
Gravatar: Exquisitor

Danke :-)

Vielen Dank für die Antworten, Herr Walther. Die helfen mir schon um einiges weiter. :-)

Zu dem Hinweis auf die gesperrten Werke: das ist mir schon bewusst. Es ging mir aber mehr darum, dass ja gerade ein Musterverfahren angestrebt wird, also Druck seitens der GEMA ausgeübt wurde (nicht auf eine Sperre bezogen, das ist mir klar). Die Menge der Stücke ist irrelevant, da ein Urteil richtungsweisend für alle anderen sein wird. Wie gesagt: ein Druck war da. Dass er von youtube nun für eigene Zwecke missbraucht wird, ist natürlich bedauerlich. Leider nehmen viele die Aussagen von youtube eher für bare Münze und sehen sich die andere Seite nicht an.
Ich hoffe natürlich, dass dieser Konflikt beigelegt werden kann...ich werde mich auf jeden Fall über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden halten.

Rudy Holzhauer schrieb am 04.08.2011 12:36 Uhr
Gravatar: Rudy Holzhauer

Werbung? welche Werbung?

Moin Käpt'n,

da ich nicht endlos Zeit habe auf Fragen zu antworten, nur zu deinem letzten Punkt:
Werbung? Werbung für was? Wenn ich eine Band habe oder DJ bin, mag das noch für meine Gigs Werbung sein. Oder wenn ich meine Popularität als Künstler steigern möchte, um T-Shirts und Merchandise zu verkaufen – o.k. Aber hast du schon einmal ein T-Shirt von Max Martin gesehen? Falls du ihn nicht kennst, google einfach.
Abgesehen von der „angemessenen Vergütung“, die ja gesetzlich verankert ist, hat ein Komponist oder Textdichter nichts davon.
Du erwähnst Downloads. O.k. da ich einige Masterrechte verwalte, weiß ich, dass das Einkommen durchaus o.k. ist – zumindest für kleine Labels, die kein Geld für Werbung haben. Wenn ich aber als Masterowner bei einem voll bezahlten Download ca. 50 Cent bekomme (99Cent minus MWSt. minus Apple & Co. Anteil), dann ist das für den Autoren derzeit weniger als 1Cent!!! Wo ist das also Werbung? Selbst MTV und VIVA haben GEMA-Gebühren gezahlt (der Ordnung halber für Fachleute – ich weiß, über die PRS). Und da man zu der Zeit nur CDs kaufen konnte, war das echte Werbung. Heute ist das in den meisten Fällen Werbung für einen illegalen Download (andere Baustelle – ist klar). Ich hab mir übrigens auch einige CDs gekauft, nachdem ich Youtube-Videos gesehen hatte. Wenn das alle täten, würden wir hier nicht diskutieren! Aber „truth of the matter“ ist – dass die meisten sich das illegal herunterladen und wir statt sieben großen Plattenfirmen nur noch 4 und bald nur noch 3 haben werden. Und die viel gescholtenen „Blutsauger“ der Majorfirmen harmlos sind gegen die Männer in den grauen Anzügen der Youtubes & Co. sind. Deren Interesse an Musik tendiert gen null.
Das Prinzip ist, dass Urheber an ALLEN Nutzungen ANGEMESSEN beteiligt werden müssen, weil ihre Musik nicht Werbung für ein Produkt ist – die Komposition IST das Produkt!
Und wenn die GEMA bei Youtube oder anderen Plattformen nachgeben würde, würde sie a) ihre Sorgfaltspflicht verletzen, und b) was würden die CD-Hersteller, Live-Veranstalter und sonstigen Verwerter sagen? Wollen die dann auch die Musik umsonst haben? Also nö – das geht nicht.
Und um das Thema hier für mich abzuschließen – selbst wenn die GEMA auf der Seite der kollektiven Rechtewahrnehmung zu einer Einigung mit Youtube gekommen sein sollte, dann stehen noch die individuellen Rechte der Urheber und Verlage im Raum. Aber du kennst dich sicher mit Herstellungs-, Verwendungs-, Urheberpersönlichkeitsrecht usw. aus, so dass ich das nicht weiter erläutern muss. Nur soviel – ich hab in meinem Leben nie jemanden verklagt. Jetzt ja – und die ersten beiden Prozesse - gegen gewerbliche Nutzer - gewonnen.

Und eine letzte kleine Anmerkung – ich finde es ziemlich uncool, sich hinter Pseudonymen zu verstecken. Wenn man diskutiert mit offenem Visier! Danke für die Aufmerksamkeit.

John schrieb am 04.08.2011 18:47 Uhr
Gravatar: John

Nichts verstanden.

Die Tatsache, das man Youtube nicht als Werbung ansieht spricht Bände. Wer das so denkt, weiss nicht, das man von einem Video aufs nächste verlinkt wird und das Genre gerecht (Für die Gema: Höre mir nen Rocktitel an und komme zu einem anderen Rocktitel)
So etwas führt dazu das man früher oder später zu einem (für einen persönlich) neuen Titel kommt. Das wiederum führt dazu das man einen neuen Interpreten kennen lernt und bei gefallen von veröffentlichten VIDEOS sich ganze ALBEN kauft. (Für die Gema: Bei YT gesehen und im Laden gekauft!)
Ihr rafft es nicht.
Ihr redet davon das die Künstler vergütet werden sollen. Das werden sie aber ganz und gar nicht. Und CD's verkaufen sich durch YT einfach besser! Künstler laden ihre Lieder selber hoch. Ganze Künstler werden sogar erst durch YT berühmt. Ne das machen die natürlich weil die Vergütung durch YT so hoch ist?? ODER machen die das weil es doch noch andere Aspekte gibt? Um so etwas klar zu stellen, bedarf es mehr als abgestellte Blogschreiber die vorgefertigte Texte abschreiben und keine Antworten eben außer: Wir haben alles 100 mal gesagt.

Kein Mensch behauptet hier das es kostenlos sein soll! Es wird behauptet (behauptet!!!!!!) das eure Forderungen zu hoch sind. Und ihr zieht es nicht mal in Betracht, das daran etwas sein könnte! Der Künstler mag den Preis bestimmen, aber ob der Preis angemessen ist entscheidet das Publikum! Und das will eure Forderungen nicht bezahlen! (Für die Gema: Ihr sagt X,XX€ Und YT sagt. NÖ!) Wobei YT auf euch echt nicht angewiesen ist die feixen sich eins! Das jetzt offiziell Liedergesperrt sind oder nicht, interessiert nicht, da es mit LEGALEN MITTELN leicht zu umgehen ist das Merkt YT nicht. Die frage ist ob die Gema ihren Künstlern gestattet etwas daran zu verdienen oder nich! Kommt die GEMA YT entgegen oder eben nicht!

Rudy Holzhauer schrieb am 04.08.2011 21:48 Uhr
Gravatar: Rudy Holzhauer

Nichts verstanden....

Lieber John,

du raffst es nicht... du kennst eben nicht den Unterschied zwischen einem aufführenden Künstler und einem Urheber, der nur schreibt und nicht auftritt, keine eigenen CDs, Downloads oder Merchandise verkauft. Solltest du noch CDs besitzen, dann schau mal in das Kleingedruckte. Da stehen dann die Namen. Und du wirst dich wundern, dass die Namen sehr oft nichts mit dem Namen zu tun hat, der ganz gross vorn auf dem Cover prangt. Aber wie hat schon Brecht gesagt: "Die im Dunkeln sieht man nicht."

Für eine erfolgreiche Gruppe, nehmen wir mal die Hosen, die Ärzte, Fanta 4 usw. bedeuten die GEMA-Einnahmen zwischen 10-15% der Gesamteinnahmen, für einen reinen Komponisten/Textdichter, deren Namen du im Leben sicher noch nie gehört hast, bedeuten die GEMA-Einnahmen 100% seines Einkommens. Während YT für die Künstler eine Werbung bedeuten kann, bedeutet es für einen reinen Komponisten, der keine Gage für Live-Auftritte, keine Merchandise-Verkäufe und nur einen Bruchteil der Lizenzen eine Künstlers aus den Verkäufen von CDs oder Downloads. erhält, ist es keine Werbung, weil er weder Auftrittsangebote bekommt, weil er nie im Fernsehen auftritt, weil er nie öffentlich in Erscheinung tritt. "Die im Dunkeln sieht man nicht."

Das scheint extrem schwer zu verstehen zu sein. Mit den Künstlern, wie du sie verstehst, hat die GEMA nix zu tun. Ausser die schreiben ihre eigenen Lieder.

Für die Künstler, die CDs und Downloads veröffentlichen, ist die GVL zuständig. Und kennst du die? Weißt du, was die machen?

Und die GEMA kämpft für die im Dunkeln.

Aber das raffst du leider nicht....

Rudy Holzhauer schrieb am 04.08.2011 21:58 Uhr
Gravatar: Rudy Holzhauer

Nichts verstanden... Ergänzung...

Kabarettist Horst Evers nennt das, was hier von den meisten vorgetragen wird "Gefühltes Wissen"...

Aber einfach mal mit echten Zahlen arbeiten würde helfen. Diese Woche ist zum Thema Streaming eine Studie aus Spanien erschienen. Einfach mal Zahlen auf sich wirken lassen:

http://bit.ly/owDe57

Und noch eine kleine Anmerkung an John: wenn es so wäre, dass YT Werbung wäre und zu Albumverkäufen führen würde, würde die Plattenfirmen blühen und gedeihen... aber auch du wirst gemerkt haben, dass das nicht der Fall ist...

Exquisitor schrieb am 05.08.2011 06:46 Uhr
Gravatar: Exquisitor

Zu einfach gerechnet?

Mal eine Frage:
Angenommen, die Urheber würden namentlich in den Videos bzw. der Beschreibung genannt, wie würde es dann aussehen?

Ansonsten muss ich sagen, dass die Argumentation schon logisch, aber auch nicht völlig korrekt ist. Klar: eine unmittelbare Werbung für den Urheber ist es nicht...aber wenn ein Künstler dank, ich nenne es mal, "öffentlicher Werbung", mehr Alben verkauft, dann ist er sicherlich auch eher wieder dazu bereit, mit den gleichen Urhebern zusammenzuarbeiten. Es kann sogar sein, dass andere Künstler auf den Urheber aufmerksam werden. Im Endeffekt kann also sehr wohl ein Nutzen entstehen...ich sage "kann" und nicht "muss".

Was die stagnierenden Plattenverkäufe angeht, so liegt dort die Verantwortung nicht nur bei Nutzern von youtube und Co, sondern auch an schlichtem Missmanagement und mangelndem Weitblick der Plattenfirmen, die das Internet und seine Möglichkeiten schlicht und ergreifend lange Zeit unterschätzt haben...aber das ist wieder ein anderes Thema.

Der Link funktioniert übrigens nicht, da er auf Inhalte verweist, für die ein Premiumzugang oder ein Abo vonnöten sind...ich würde ihn deshalb auch ganz fix wieder entfernen lassen, da man ihn als Werbung auslegen könnte, was den Nutzungsbedingungen hier widerspricht. ;-)

Rudy Holzhauer schrieb am 05.08.2011 19:00 Uhr
Gravatar: Rudy Holzhauer

zu einfach gerechnet...

hallo exquisitor,

Vielen dank für die sachliche Argumentation.

Es ist theoretisch richtig. in der Praxis kommt das oftmals nur bei festen Produzent/Künstler Teams vor (hauptsächlich im Schlagerbereich).

Oftmals ist es eben so, dass speziell die großen Plattenfirmen sich für die ihrer Meinung nach kommerziellsten Titel entscheiden - unabhängig vom Urheber. Das ist verständlich. es wird zwar einem Erfolgsautoren größere Aufmerksamkeit geschenkt, aber garantiert ist hier nichts.

Lediglich in der Kombination Produzent=Urheber hat jemand Chancen auch schwächere Titel auf ein Album zu bekommen. Die Praxis ist so, dass ein Produzent u.u. ein kleineres Produktionsbudget bekommt, dafür aber die Möglichkeit hat, seine eigenen Werke mit auf ein Album zu bringen. In der schlechtesten aller varianten "verhunzt" er bewusst den vermeintlichen Single-Titel um sein eigenes Copyright zu pushen. Das ist zwar extrem kurzsichtig... aber so sind sie halt.... die Menschen.

Es sicher richtig, dass die alten Plattenfirmen versäumt haben, rechtzeitig die digitale Welt zu erobern. Aber wer ein bisschen hinter die Kulissen schauen kann, wird sehr schnell feststellen, dass eines der Probleme darin bestand (und teilweise noch besteht), dass sog. "neue Nutzungsarten" durch die alten Verträge nicht abgedeckt waren. Und manche Künstler, insbesondere die erfolgreichen, nicht so ohne weiteres bereit waren, diese neue Rechte ohne Zugeständnisse auf die Plattenfirmen zu übertragen. Wenn es ganz schlimm kam, hatten sich Bands getrennt, haben nicht mehr miteinander geredet und sich bewusst gegenseitig blockiert. Noch heute ist vielfach unklar, ob die Plattenfirmen oder Musikverlage, aber auch die GEMA bestimmte Rechte überhaupt hat. U.a. musste deswegen Anfang des Jahres extra eine außerordentliche Mitgliederversammlung der GEMA einberufen werden.

Hier noch ein interessanter Artikel aus der TAZ, der zu deinen Anmerkungen passt, aber im GEMA-Blog ein bisschen off-topic ist. Nur hat den jemand geschrieben, der wirklich einen guten und realistischen Durchblick hat, und den Leuten hier mit dem „gefühlten Wissen einmal von neutraler Seite etwas den Horizont erweitert.
http://www.taz.de/Musikmarkt-im-Netz/!75758/

Vielen Dank noch für den Hinweis zu meinem Link. Vielleicht gelingt es mir ja die Kollegen von der Musikwoche dazu zu überreden, den Artikel freizuschalten... Falls sie die entsprechenden Rechte haben.... ;-)))

Exquisitor schrieb am 06.08.2011 06:09 Uhr
Gravatar: Exquisitor

Danke, für die Details :-)

Interessant, das mal zu erfahren. Ich muss ja gestehen, dass ich mein Zuhause eher abseits des Mainstreams habe, sprich Rock, Hardrock und Heavy Metal, wo die Künstler auch in den meisten Fällen die Urheber sind. Keine Ahnung, wieviele davon bei der GEMA registriert sind, aber es werden schon ein paar sein. Das mit dem Offtopic stimmt leider...ich würde dennoch gerne mit dir drüber reden/diskutieren...die Frage ist nur, wo und wie.

Zurück zum Thema. Ich nehme mal an, dass das Thema Verbreitungsrechte durch's Internet mittlerweile von den Plattenfirmen gelöst ist...zumindest, was neuere Verträge angeht. Was die getrennten Bands angeht, kann ich nur sagen: da sieht man wohl das wahre Gesicht. Ich weiß, dass ich da sehr hart bin, aber ich bin halt irgendwo ein Romantiker und kann mit der Gier nach Geld wenig anfangen. Musik ist für mich ein Träger von Emotionen, von Botschaften, Aussagen und ja, auch von Unterhaltung. Wenn ich das Gefühl habe, dass es da "nur" ums Geld geht, wende ich mich meistens ab. Natürlich dürfen Künstler aber auch Geld mit ihrer Kunst verdienen...nicht missverstehen. Nur wenn's die treibende Kraft wird, dann kommt mir das Grausen.
So halt auch im Streit youtube VS GEMA. Da geht's halt auch mehr ums Geld und weniger um die Rechte der Urheber...denn letztlich wird es der GEMA wohl egal sein, wie ein Video gestaltet wurde, solange dafür bezahlt wird.
Interessanterweise habe ich bis dato keine einzige Quelle oder direkte Stellungnahme von youtube selbst zu dem Thema gefunden. Darüber bin ich schon etwas verwundert. Allerdings haben sich wohl Verantwortliche von mindestens zwei großen Plattenfirmen zu dem Thema geäussert und die GEMA direkt kritisiert, was aber eigentlich wenig überraschend ist, da es denen tatsächlich auch nur ums Geld geht...und wie oft haben gerade die Major-Labels schon die Möglichkeit, auf der selben Seite zu stehen, wie der unbedarfte Kunde und sich damit ein wenig des verspielten Wohlwollens zurück zu holen.
Ich kann nur hoffen, dass es irgendwann eine faire Lösung des Problems geben wird...aber ich befürchte ja, dass dieser Boykott seitens youtubes noch sehr lange andauern wird. Selbst das Musterverfahren wird, ganz gleich wie es auch ausgeht, im Endeffekt kaum etwas bringen. Selbst wenn die GEMA dieses "gewinnen" sollte, werden sie letztlich keinen roten Heller sehen...auch die Videos werden kaum alle gelöscht werden können. Recht stößt dort an seine Grenzen, wo "machbar" zu "unmöglich" wird...und eine ausreichende Kontrolle des hochgeladenen Materials ist weder technisch noch manuell möglich. Die einzige Möglichkeit wäre, die Seite gänzlich vom Netz zu nehmen...und ich wage zu bezweifeln, dass die GEMA eine komplette Abschaltung bzw. Blockierung verlangen würde, geschweige denn damit durch käme.
Es wird letztlich wohl nur eine gütliche Einigung möglich sein...und "weniger" ist immer noch mehr als "gar nichts".
Ich bin gespannt, wie es weitergehen wird.

Kaeptn schrieb am 07.08.2011 19:24 Uhr
Gravatar: Kaeptn

Einigt Euch endlich!!!

Achim Schrieb:

das heißt für mich, die verwertungsrechte gehen mit dem tod des urhebers in die public domain über.

auch ethisch finde ich das richtig, schließlich wird unsere kultur und unsere gesellschaft über die urheber geprägt und befindet sich im ständigen wandel. nachfolgenden autoren muss die möglichkeit gegeben werden ausgehend von dem material verstorbener urheber eigene werke zu erschaffen, da diese werke längst in unserer wahrnehmung verankert sind.


Hallo Achim,

Das ist vermutlich zu kurz gegriffen, denn eine gewisse „Rechtssicherheit“ muß den Auftraggebern, die bei Urhebern ein Werk in Auftrag gegeben haben und den Erben eingeräumt werden. Stelle Dir vor ein Auftraggeber gibt ein Werk in Auftrag und eine Woche nach Veröffentlichung stirbt der Urheber und das Werk wäre nun sofort gemeinfrei. Das vom Auftraggeber investierte Geld für Erstellung, Produktion, Marketing wäre somit also futsch.

Ich Denke, das die Möglichkeit, 70 Jahre nach dem Tot des Urhebers, bzw. bei anonymen Urhebern oder denen, die unter Pseudonym veröffentlichen, 70 Jahre nach Veröffentlichung des Werkes auf 30 Jahre begrenzt werden sollte, mit der Möglichkeit, die Laufzeit noch einmal um 5 Jahre zu Verlängern. Danach wird das Werk gemeinfrei. Zudem sollte eine Veränderung des Werkes durch andere Künstler im Sinne, das etwas ganz neues dabei entsteht grundsätzlich nach dem Tot des Urhebers erlaubt sein. Non Profit Veranstaltungen wie Schulen, Kindergärten, Vereine und private Veranstaltungen sollten von der Verwertung ausgenommen sein. Das würde unter anderem Verhindern, das noch Generationen von Erben von der Verwertung der Werke Ihrer Vorfahren ohne eigenes Zutun profitieren und alles und jeden abmahnen bzw. verklagen, was nicht bei drei auf den Bäumen ist.

Beispiel gefällig? hier ist eines: http://www.martinschlu.de/editorials/editorial24.htm



Im übrigen stimme ich der Meinung Exquisitor`s zum Thema Youtube und Werbung für Urheber in dem von Rudy Holzhauer angeführten speziellen Fall zu (Urheber ist nicht gleich Performer oder gar anonym)wenn er schreibt:

Klar: eine unmittelbare Werbung für den Urheber ist es nicht...aber wenn ein Künstler dank, ich nenne es mal, "öffentlicher Werbung", mehr Alben verkauft, dann ist er sicherlich auch eher wieder dazu bereit, mit den gleichen Urhebern zusammenzuarbeiten. Es kann sogar sein, dass andere Künstler auf den Urheber aufmerksam werden. Im Endeffekt kann also sehr wohl ein Nutzen entstehen...ich sage "kann" und nicht "muss".
@Rudy,

das gerade Du, der als Musikverleger mit vielen Künstlern und der Künstlernamen zu tun hast, Probleme mit einem Nicknamen hast wundert mich. Aber immerhin ist Dir ja meine Identität bekannt und die GEMA kennt sie durch die Kenntnis meiner Emailadresse auch, sollte also kein Problem sein.

Bis bald Käptn

Sunshine schrieb am 10.08.2011 18:31 Uhr
Gravatar: Sunshine

GELD GIERIG FÜR EIN PAAR KRÖTEN ?-- Doch lieber mehr Pulbilizität -- das bring mehr !!!!

Wann wird man endlich merken das die Musik für Menschheit viel besser ist als Geld. Wenn dieser Legale Quatsch nicht wäre, dann wären die Autoren viel besser dran. Anstatt Videos zu sperren lieber die Namen der Autoren mitliefern. das wäre für sie mehr Publizität und damit viel mehr Einkommen als die Paar Kröten worum man sich streitet.

klaus schrieb am 10.08.2011 20:10 Uhr
Gravatar: klaus

titel

schön, daß sich jetzt auch schon 10-jährige an der diskussion beteiligen.

Rudy Holzhauer schrieb am 10.08.2011 20:38 Uhr
Gravatar: Rudy Holzhauer

was ist ein komponist? was ist ein textdichter?

hallo sunshine,

es ist offenbar extrem schwer zu begreifen:

ein komponist ist ein mensch, der zu haus in seinem stillen kämmerlein komponiert.
ein textdichter ist einer, der zu haus an seinem schreibtisch sich texte zu der melodie ausdenkt.

und auf der bühne, im tv oder im radio, das sind die leute, die singen, die gitarre, klavier, bass oder schlagzeug spielen. das sind die leute, die du siehst und hörst.

eine komposition oder ein text ist das, was du lesen kannst (sofern du noten lesen kannst). und nur wenige, ganz, ganz wenige von denen die du auf der bühne, im tv oder im radio siehst oder hörst sind komponisten oder textdichter. und die sind (fast) nie berühmt - ausser die sind lange, lange tot. wie mozart, bach, beethoven usw. das sind dann komponisten. und die hast du bestimmt noch nie irgendwo auf der bühne oder im tv gesehen. falls doch nennt man das geister-erscheinung.

Rudy Holzhauer schrieb am 10.08.2011 21:54 Uhr
Gravatar: Rudy Holzhauer

Komponisten & Textdichter, Teil 2

komponisten sind musiker... so weit klar... aber nicht jeder musiker ist ein komponist.

ein komponist (und alles nachfolgende gilt auch für textdichter) muss nicht berühmt sein, braucht keine publizität. für einen normalen pop-komponisten in deutschland reicht es vollkommen aus, dass ihn ca. 50 a+r-leute bei schallplattenfirmen und vielleicht 100-200 produzenten kennen. die entscheiden nämlich zusammen mit ihren künstlern, welche lieder aufgenommen und veröffentlicht werden (a+r= artist + repertoire manager, das sind die leute, die entscheiden welche künstler vom label unter vertrag genommen werden und welche lieder sie herausbringen).

und wenn diese ca. 300 leute in deutschland entschieden haben, welche lieder veröffentlicht und vermarktet werden, dann steckt das label viel geld in die promotion und in das marketing. bemustert die tv- und radiostationen, schaltet anzeigen im tv, radio und zeitungen.

dann, wenn diese stücke - und auch ihre interpreten - dann anschließend bekannt sind, dann klicken unheimlich viele leute auf die videos bei youtube. ob das nun die offiziellen sind, tv- oder eigene konzert-mitschnitte sind. und damit, mit diesen klicks, verdient youtube mit ihrer werbung unheimlich viel geld. von diesem geld kriegen die komponisten derzeit nichts!!!

o.k. - für einen künstler, der live auftritt werden die gagen höher, wenn er bekannt ist, es werden mehr t-shirts verkauft. aber was hat der komponist davon? nichts... (mit der kleinen einschränkung, dass er mit einem extrem geringen prozentsatz an den konzerteinnahmen und cd-verkäufen/downloads beteiligt ist). aber das zahlt ja das label oder der konzertveranstalter an die gema.

also, wenn der komponist nichts an den werbe-millarden bei youtube hat, wenn er nicht an den höheren gagen der bands und sänger beteiligt ist - was nützt ihm also ein höherer bekanntheitsgrad?

wenn mir jemand hier 10 künstler nennt, die es nachweislich(!!!) durch youtube-werbung - ohne plattenfirmen und entsprechende marketingetats - geschafft haben, in die deutschen verkaufs-top 20 (media-control) zu gelangen, dem biete ich 100 eur bar auf die hand. einfach bei den administratoren melden. die haben meine e-mail-adresse.

und nun sunshine... erklär mir mal schlüssig, was die gema-mitglieder, also die komponisten und textdichter, davon haben, wenn sie mehr publizität haben... ich würde mit dir wetten, dass ich dir 10 internationale autoren, keine künstler-autoren, mit vielen hits nenne, und du kennst nicht mehr als höchstens zwei! und wenn du mir dann noch eine website nennst auf der t-shirts von den komponisten verkauft werden, verdoppel ich den betrag.

wette läuft... dein wetteinsatz... ;-)))

Exquisitor schrieb am 11.08.2011 21:03 Uhr
Gravatar: Exquisitor

Ich bin zwar nicht Sunshine...

...aber ich antworte trotzdem mal. ;-)
Rudy...anders herum gefragt: Was tun denn Komponisten und Urheber dafür, um öffentlich bekannter zu werden?
Wie ich bereits schonmal schrieb, könnte ein höherer Bekanntheitsgrad dafür sorgen, dass sich die Auftragslage allgemein bessert.
Öffentliche Aufmerksamkeit ist eigentlich immer ein Vorteil, wenn ich etwas verkaufen möchte. Du sagst, es reicht aus, wenn man ein paar Leute kennt...und genau das ist doch das Denken, das heute absolut nicht mehr zeitgemäß ist.
Es gibt Künstler, die durch's Internet bekannt wurden und erst DANACH unter Vertrag genommen wurden...z.B. Justin Bieber.
Und bitte vergesse z.B. die 80er Jahre nicht, als Kassetten-Tapes die Runde machten und Bands durch Mund-zu-Mund-Propaganda bekannter wurden. Auch hier kann ich dir ein Beispiel nennen: Metallica.
Mit etwas Recherche könnte ich dir sicherlich noch mehr Beispiele nennen...meine Prognose ist jedenfalls, dass du diese Wette (sofern sie zeitlich unbefristet ist) auf Dauer verlieren wirst, denn die Plattenfirmen erkennen die Wichtigkeit von Internetplattformen immer mehr, denn dort werden die Trends von morgen gesetzt...

Aber zurück zu den Komponisten und Autoren. Mal ganz ehrlich: Wo fließt denn das meiste Geld der ganzen CD-Verkäufe hin? Zu den Künstlern nicht, es sei denn, sie vermarkten sich selbst oder haben entsprechende Deals...

Richtig: das Meiste geht an die Plattenfirmen und den Vertrieb. Das ganze System wirkt doch grundsätzlich unfair. Du hast ja schon selbst geschrieben, dass Komponisten relativ wenig zu sagen haben.

Die Frage ist doch nun, ob die GEMA die vorhandene Entwicklung nicht im Endeffekt sogar indirekt noch gefördert hat. Wieso? Weil die Autoren durch die GEMA-Einnahmen zumindest mehr in der Tasche haben, als sie's ohne sie hätten...höherer Lebensstandard = weniger Aufregung über die unfaire Verteilung.
Ich wage zu behaupten, dass sich an der Verteilung auch nichts ändern wird, solange es die GEMA gibt...dafür ist der gemeine Mensch zu bequem. Er ist zwar groß im Meckern, aber meist sehr schweigsam, sobald der Chef in Hörweite kommt.
Du beschwerst dich zurecht darüber, zu kurz zu kommen. Keine Frage! Aber aus meiner Sicht liegt der "Fehler" weniger bei Internetplattformen, als im System ansich. Anstatt drauf zu warten, dass die Titel im Radio oder sonstwo laufen, sollten Komponisten und Autoren schon beim Verkauf besser beteiligt werden...dann bräuchte man auch keine GEMA...nix für ungut@die Beschäftigten hier :-)

P.S.: Ich kann dir ne Seite nennen, wo Mozart-Shirts verkauft werden ^^
Aber falls du zeitgenössische Komponisten meinst, auch kein Problem: es gibt Shirts von Timothy Zachary Mosley alias "Timbaland" zu kaufen ^^

Rudy Holzhauer schrieb am 12.08.2011 12:17 Uhr
Gravatar: Rudy Holzhauer

Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich....

Hallo Exquisitor,
leider ist nach wie vor der Unterschied zwischen den Geschäftsmodellen nicht klar. Auch du schreibst wieder von Bands, Sängern und Interpreten. Ich versuche es jetzt einmal anders:
Interpreten sind B2C-Modelle (Business to Consumer). D.h. sie müssen wie jeder andere Markenartikel breit gestreut und beworben werden, damit das breite Publikum es kennenlernt und dann hoffentlich auch kauft.
Komponisten und Textdichter sind B2B-Modelle (Business to business). Soll heißen, ihre Kunden müssen sie kennen, Labels und Künstler - nicht das breite Publikum.
Ich versuche es mal an einem vielleicht einfacheren Beispiel klar zu machen: du kennst BMW und Mercedes. Das sind in unserem Beispiel die Künstler. Da hauen BMW und Mercedes Millionen und Aber-Millionen an Werbung raus. Aber weißt du, wer das Getriebe für die beiden Firmen herstellt? Wenn das die Firma XY wäre und die würde Millionen für Werbung raushauen, um ihre Getriebe bekannt zu machen, glaubst du, dass die Leute dann BMW, Mercedes oder andere Autos nur deswegen kaufen, weil sie das Getriebe von XY verbaut haben? Wohl kaum, oder?
Und BMW oder Mercedes verkaufen auch T-Shirts usw. T-Shirts vom Getriebehersteller XY kennen höchstens die Leute aus den Autowerkstätten. Und kriegt XY Geld aus den Merchandiseverkäufen von BMW? Wohl kaum.
Nun sind der Komponist oder Textdichter nicht das Getriebe sondern der Motor. Das Getriebe ist der Produzent, die Bremsen sind die Studiomusiker, usw. Also alles das, was unter der Motorhaube ist. Aber die Karosserie und die Inneneinrichtung, alles, was sichtbar ist, das lassen BMW und Mercedes nach eigenen Wünschen und auch mit viel Geld designen und dem Publikumsgeschmack anpassen. Das gelingt mal mehr, mal weniger.
Jetzt nehmen wir PINK. Die Leute kaufen ihre CDs und Downloads, weil sie sie mögen. Doch nicht weil sie Lieder von Max Martin, Butch Walker, Shellback und den anderen Autoren aufgenommen hat, oder? (Max Martin hat „So what?“, Butch Walker „Dear Mr.President“ geschrieben)
Um bei dem Beispiel PINK zu bleiben. Die fährt quasi mit einem Fremdmotor. Jetzt nehmen wir U2 oder BRUCE SPRINGSTEEN. Die sind wie BMW oder Mercedes. Die bauen ihre Motoren selber. Und sie bauen nur fremde Getriebe ein (Produzenten wie Jon Landau oder Brian Eno).
Ich nehme mal die Plattenfirmen in Schutz, auch wenn ich sehr häufig mit ihnen streite, streiten muss. Ich mach den Job schon seit den 70ger Jahren. Damals war es üblich, dass man gesagt hat: 50% für die Produktionskosten und 50% für Werbung und Promotion. Und damit sind alle gut gefahren. Heute kann (fast) jeder Depp in seinem Schlafzimmer mit einem Computer eine Produktion machen, d.h. Produktionskosten sind relativ gering. Während man früher, vor dem Videozeitalter, vielleicht (umgerechnet) EUR 25.000 ausgegeben hat, erlebe ich gerade, dass für eine Marketingkampagne mehr als. € 750.000 ausgegeben werden. Das bedeutet, die Kosten haben sich extrem zu Ungunsten der Labels verschoben.
Und du schreibst: „Weil die Autoren durch die GEMA-Einnahmen zumindest mehr in der Tasche haben, als sie's ohne sie hätten...“ – falsch – denn die GEMA-Einnahmen sind in 99% aller Fälle die EINZIGEN EINNAHMEN. D.h. ohne GEMA gäbe es diesen Berufsstand gar nicht. Oder es gäbe nur Kompositionen, die wie im 17./18. Jahrhundert von Mäzenen und großen Industrieunternehmen in Auftrag gegeben werden würden. Das kennen wir alle aus der Zeit von Mozart & Co. (von denen es sogar T-Shirts gibt... *ggg).
Wen betrifft es also z.B. in Deutschland? Das sind Alfred Weindorf, Eugen Römer oder Jean Frankfurter. Die kennst du nicht? Ja, das sind super-erfolgreiche Komponisten und/oder Produzenten der Millionseller von.... ach, jetzt googel doch einfach ein bisschen... ;-)))
Apropos: nicht alles, was hinkt ist ein Vergleich. TIMBALAND ist nicht nur Komponist und Produzent, sondern auch Künstler.... Wenn du mir ein kommerzielles T-Shirt von Matthew Gerrard bringst, geb ich einen aus.... Wer ist Matthew Gerrard? Ein Komponist, den ich vertrete, und der allein 2008/2009 mehr als 6 Millionen Alben weltweit verkauft hat und sein Geld AUSSCHLIESSLICH über die GEMA und andere Verwertungsgesellschaften bekommen hat. Ohne GEMA & Co. hätte er trotz der Millionen Alben keinen Cent verdient... Nochmals viel Spaß beim Googeln. Und wenn du jetzt immer noch behauptest, der hat sein Geld bei Live-Auftritten und mit dem Verkauf von T-Shirts verdient hat, dann ist niemand mehr zu helfen.
Ich hoffe, jetzt ist es endgültig klar. Wenn jetzt noch jemand um die Ecke kommt und mir als Beispiel Leute nennt, die fett vorn auf dem Cover stehen und die dann in Zusammenhang mit der GEMA bringt.....

Exquisitor schrieb am 12.08.2011 17:25 Uhr
Gravatar: Exquisitor

Der Ton macht die Musik

Dass hinter den großen Marken viele kleine Zulieferer stehen, ist mir bestens bekannt, denn ich habe schon für Zulieferer gearbeitet...aber das Beispiel ist durchaus gut gewählt.

Du hast mich scheinbar nicht verstanden: Dass Autoren und Komponisten business to business arbeiten, ist mir klar...doch irgendwie muss ein Autor ja erstmal an diese Kontakte kommen. Ich rede jetzt nicht von Etablierten (von denen du so viele aufzuzählen weißt), sondern von Unbekannten und Neueinsteigern.
Denen würde eine höhere Bekanntheit auch helfen...und sei es nur, dass Plattenfirmen auf sie aufmerksam werden. Mag sein, dass ich das falsch sehe?

Ich hab' überlegt, ob ich was zu den gestiegenen Marketingkosten schreiben soll oder nicht, aber mich dann doch dazu entschieden, es sein zu lassen. Nur soviel: man könnte sicherlich darüber streiten, warum sie so gestiegen sind.

Aber darum geht es hier ja nicht...hier geht's um die durch die GEMA vertretenen Personen.

Du sagst, dass die Einnahmen durch die GEMA-Lizenzen zu 99%, bzw. ausschließlich, die einzigen Einnahmen bilden. Autoren sind aber doch prozentual an jeder verkauften CD und jedem verkauften Download beteiligt? Zumindest behauptet das der Bundesverband Musikindustrie (http://www.musikindustrie.de/jwb_umsatz09/?no_cache=1&type=1)
Würde mich interessieren, wie du auf die 99% bzw. das "ausschließlich" kommst. Bitte um Auf- bzw. Erklärung.

Was das mit der Aufzählung angeht: Bei deiner Wette hast du nicht nach reinrassigen Komponisten und Autoren gefragt...aber die Aufzählung war eh nicht so ernst gemeint. Das hab' ich auch durch Smilies gekennzeichnet...falls du die Ironie nicht verstanden hast, tut's mir leid. Warum ich sie angewendet habe, folgt weiter unten.
Dass Timbaland sein Geld hauptsächlich mit dem Verkauf von Shirts verdient, habe ich nie behauptet...also bitte keine Worte in den Mund legen!

Ein paar persönliche Worte an dich:
Du redest ständig darüber, dass niemand die Autoren und Komponisten kennt. Das liegt nicht zuletzt daran, dass diese Leute, wie mir scheint, ein sehr bescheidener Menschenschlag zu sein scheinen. Sie rennen nicht herum und protzen mit ihren "Hits" und überlassen das Rampenlicht den Künstlern. Dafür zolle ich diesen Menschen höchsten Respekt, denn das, was sie tun, ist nicht selbstverständlich. Meiner Meinung nach sollten sie mehr Anerkennung für ihre Arbeit bekommen, sowohl menschlich als auch finanziell.

Dass dieses Thema dich auch emotional bewegt, kann ich ebenfalls sehr gut verstehen! Aber ich bitte dich trotzdem, fair zu bleiben. Ich hab' auf deinen Kommentar zu Sunshine geantwortet, weil ich fand, dass deine "Wette" einfach zu provokant und arrogant wirkte.
Ich könnte dir auch 10 Komponisten und Autoren aus dem Hard'n'Heavy Bereich nennen und du würdest nicht wissen, wer das ist. Was würde das hier bringen? Es geht hier doch nicht darum, mit Wissen anzugeben, sondern darum, sachlich zu diskutieren...die eigenen Kenntnisse zu erweitern und seine Meinung fortzubilden. Die Diskussion hier soll schließlich deeskalierend wirken...aber leider gießt du oft nur noch mehr Öl ins Feuer. Das ist kein guter Weg. Deshalb habe ich auch auf deine Wette mit Ironie geantwortet, was ich besser hätte bleiben lassen sollen.
Wie gesagt: ich versteh' deine Intention, aber bitte versuche auch, fair zu bleiben...auch mir gegenüber, und leg' mir keine Worte in den Mund, die ich nicht gesagt habe.
Letzten Endes liegt's aber an dir, wie du hier weiter auftreten möchtest.

P.S.: Ich hab' sogar recht viel gegoogelt! Ich setze mich durchaus ernsthaft mit diesem Thema auseinander. :-)

Kaeptn schrieb am 14.08.2011 13:40 Uhr
Gravatar: Kaeptn

Einigt Euch endlich!!!

Rudy Holzhauer schrieb

Nun sind der Komponist oder Textdichter nicht das Getriebe sondern der Motor. Das Getriebe ist der Produzent, die Bremsen sind die Studiomusiker, usw. Also alles das, was unter der Motorhaube ist. Aber die Karosserie und die Inneneinrichtung, alles, was sichtbar ist, das lassen BMW und Mercedes nach eigenen Wünschen und auch mit viel Geld designen und dem Publikumsgeschmack anpassen.


Auch der Vergleich hinkt.

Anders als bei Urhebern, gebe ich Geld für ein Fahrzeug mit all den Teilen wie Getriebe und Motor nur einmal aus. Wenn ich das Fahrzeug für gewerbliche Zwecke wie ein Taxi oder einen Transporter einsetze, werden keine weiteren „Verwertungskosten“ an den Hersteller des Motors fällig. Alles wie z. Bsp. Patente oder Lizenzgebühren für Anbauteile externer Zulieferer ist mit dem Kauf des Fahrzeugs abgegolten, anders wie bei Urhebern geistiger Werke.


Stellen wir uns die Urheber als „Straße“ vor, auf der die Nutzer (Autofahrer) mit den von Firmen entwickelten Produkten (Autos) fahren. Dann ist die GEMA derjenige, der für die Besitzer der Straße (Urheber) die Maut erhebt. Momentan gibt es einen Streit über die Höhe der Maut, der sich bisher nicht beilegen ließ. Das hat nun zu Teilsperrungen der Straße geführt, was wiederum die Nutzer ärgert, weil Sie es ja sind, die mit Ihrer Maut helfen, die Straße in Ordnung zu halten. Mittlerweile haben sich auch zwei große Hersteller in den Streit eingeschaltet und bemängeln ebenfalls den schlechten Zustand der Straße.

Bestens Käptn

Nöö schrieb am 22.08.2011 23:27 Uhr
Gravatar: Nöö

Selbstschuld

Das die GEMA von vielen Deutschen (nicht nur den YouTube Besuchern) nicht gemocht wird, liegt doch an euch selber!

Es geht euch doch gar nicht nur darum, dass die Werke der Künstler geschützt werden. Legt doch mal bitte offen dar, wie viel die Künstler von den Gebühren die Veranstalter und Co Zahlen zu sehen bekommen.
Und seid ehrlich. Scheinbar wirft es genug Geld ab um sehr viele Arbeiter zu beschäftigen, ne aufwendige Webseite zu betreiben und Gerichtsprozesse an zu zetteln.

Franco Walther schrieb am 23.08.2011 09:31 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Nöö

Hallo,

unser Geschäftsbericht ist wie bei jeder anderen Organisation öffentlich einsehbar. Bitte erst informieren, bevor Sie haltlose Behauptungen aufstellen. Vielen Dank.

MfG

Franco Walther

joar schrieb am 29.08.2011 01:14 Uhr
Gravatar: joar

youtube nutzer und nicht youtube schuld

warum soll youtube oft schuld sein. es sind ja so viele kopien illegal auf youtube von nutzern hochgeladen. da sollte die gema sich mal ranmachen und nicht an so n scheiß was die mit youtube abziehen. bei myvideo oder clipfish und wie sie alle heißen klappt das ja auch viel besser. warum schafft die gema das denn da nicht auch?

Shep schrieb am 20.09.2011 17:04 Uhr
Gravatar: Shep

Erschreckend

Wirklich erschreckend an der ganzen Sache finde ich persönlich, dass es unzählige Videos von so genannten YouTube-Künstlern, also Musikern, die sich fast ausschließlich über diese Plattform vermarkten, gibt, die gesperrt sind (von wem auch immer), obwohl man sich als Nutzer das Video auf dem Kanal des entsprechenden Künstlers anschauen möchte. Dies betrifft im Übrigen nicht nur ausländische YouTube-Künstler sondern auch solche aus Deutschland.

Ich gehe stark davon aus, dass wenn ein Künstler seine Musik selbst im eigenen Kanal auf YT präsentiert, es auch in seinem Interesse liegt, dass diese Videos gesehen werden.
Ich glaube allerdings nicht, dass es im Interesse des Künstlers ist, wenn die GEMA seine Marketingbemühungen mit Blockaden torpediert bzw. YT sich weigert bestimmte Videos zu spielen, weil die GEMA dafür erst Bares sehen will.

Wenn die GEMA, wie sie immer behauptet, die Rechte der Künstler wahren möchte, sollte sie sich aber im Umkehrschluss auch dem Willen des Künstlers unterordnen. Alles andere ist nämlich keine Dienstleistung sondern eine Bevormundung...

Mayll schrieb am 05.10.2011 11:01 Uhr
Gravatar: Mayll

Wer denkt an die Künstler?

Klar: Die GEMA!
Wenn man selbst etwas im Job erarbeitet möchte man doch auch nicht, dass jemand es verbreitet oder für sich nutzt ohne dafür zu zahlen, oder?
Das hat nichts mit Verbraucherschutz zutun, wenn jemand einfach Videos auf Youtube hochlädt, an dessen Autotrack er keinen Anspruch hat. Wenn der Künstler etwas verbreitet, ist okay, aber nicht wenn es irgendein Verbraucher tut. Man kann die Musik kaufen, auf legalem Wege, man braucht dafür keine illegalen Downloads! Was würdet ihr denn alle machen, wenn ihr für eure Arbeit keinen Cent sehen würdet?! Seht es doch endlich ein!

Ingeborg Uhlig schrieb am 06.10.2011 20:30 Uhr
Gravatar: Ingeborg Uhlig

Richtig was los!

Wie schön, wenn es Themen gibt, welche die Gemüter erhitzen! Ich persönlich finde ja, dass es schon komisch ist, dass derjenige, der mit dem Besitz anderer (geistiges Eigentum) Geld verdient und nichts dafür zahlen will bzw nur soviel, wie er möchte, auch noch Zustimmung der Geschröpften bekommen. Tsts. Aber wie auch immer, ist doch schön, wenn man ins Gespräch kommt, gute Gelegenheit, Licht in den Mythendschungel zu bringen.

Stefan schrieb am 09.10.2011 19:37 Uhr
Gravatar: Stefan

Ich verstehe das nicht...

...da sah man früher die lustige Hugh-Grant-Tanzszene aus "Tatsächlich Liebe", recherchierte das Lied (Jump, Pointer Sisters) und dann kauft mans als MP3 und schaut den Film auch mal wieder. Und dann überlegt man, ob da die Unterhaltungsindustrie nicht mehr davon hatte als nun, wo das Video gesperrt ist, die Künstler und Rechtinhaber, die also definitiv überhaupt nichts bekommen. Und dann überlegt man, welche Interessen die Gema also vertritt und ist sich nicht sicher, ob es die sind, die sie angibt, denn dann hätte sie ihrer Klientel gerade ein Geschäft verhagelt, weil das Video nicht mehr da ist...

Karsten Kasparek schrieb am 10.10.2011 11:31 Uhr
Gravatar: Karsten Kasparek

Zwangsmitgliedschaft

#Ingeburg Uhlig

Kann ich nur beipflichten! Und ich frage mich, was die Musikerseite anbelangt: es besteht doch gar keine Zwangsmitgliedschaft bei der GEMA. Wer mit dem Vorgehen nicht einverstanden ist, muss doch kein Mitglied werden, kann die Mitgliedschaft kündigen oder - besonders unbeliebt - könnte ich in den Gremien der GEMA engagieren?!

benjamin schrieb am 18.10.2011 21:29 Uhr
Gravatar: benjamin

laber laber

Künstler sollten eine Benachrichtigung von YT bekommen, wenn ihr Lied genutzt wird und dann approven oder disapproven

All dieses Hickjack bringt Anwälten und dem Verwaltungsapparat Geld, aber den Nutzern nur Missmut.

achim schrieb am 19.10.2011 12:36 Uhr
Gravatar: achim

verdrehte welt

gehts noch?

welcher künstler hat schon zeit für so einen unsinn.

wenn youtube werke benutzt, dann sollen sie auch dafür zahlen, punkt.

Kevin Gelking schrieb am 26.10.2011 14:04 Uhr
Gravatar: Kevin Gelking

Bullshit

Was genau es bringen soll Videos für Deutsche IPs zu sperren ist mir nicht wirklich einleuchtend. Lästig ist es, wenn es in einem Video überhaupt nicht um ein bestimmtes Lied geht - dieses jedoch an einer Stelle im Hintergrund läuft und daher wieder das wunderbare, statische GEMA Suckt Video zu sehen ist, welches ich bei gut jedem 3. Link sehe der mir von Freunden aus anderen Ländern geschickt wird.

Leider will uns Deutschland mit seinen Kontrollfreakgesetzen immer gern an die Wäsche - sexuelle Paragraphenbelästigung eben. Das Problem ist NICHT dadurch behoben dass das Video lediglich für Deutsche IPs "gesperrt" wird.

Der Nachteil ist, im Jahre 2011, dass "illegale Downloads" schon sehr gängig geworden sind. Kann man also ein Lied nicht legal und kostenfrei eben auf Youtube anhören oder jemandem zeigen , dann läd man sich's halt illegal herunter.
Ob das der Musikindustrie gut tut sei mal so dahingestellt.

In kurz will ich nur sagen dass ich das GEMA-Treiben beschissen finde und es der GEMA auch wenig darum geht Künstler zu schützen, sondern eher darum geht, eine GEZ-ähnliche Einnahmequelle für moderne Medien zu schaffen. BULLSHIT!

GEMAHASSER schrieb am 29.10.2011 13:41 Uhr
Gravatar: GEMAHASSER

GEMA gehört abgeschafft

Das in der heutigen Zeit jemand so seine Macht missbrauchen darf ist unglaublich.

Wieso wurde diese GEMA noch nicht abgeschafft/verboten?

Man wo leben wir hier, was ist mit informationeller Selbstbestimmung? Genau genommen verstößt die GEMA genau gegen diese und damit auch gegen das Grund-Gesetz der Bundesrepublik Deutschland!

Aber solange die GEMA genug Geld in Lobbyismus steckt wird wohl die nächsten 30 Jahre nichts passieren!

Ich eben schrieb am 08.11.2011 10:20 Uhr
Gravatar: Ich eben

Mhh...

Gerade eben erst mal in die Materie eingearbetet..
Ja, die "Verwirrungstaktik" von youtueb war vll nicht angebracht... aber ich persönlich finde dass durch die schiere darstellung eines videos man doch nicht so einen terz machen sollte.. überhaupt finde ichd ei ganze copyrightgeschichte ziemlich überflüssig.. man weiß ja von wem das Lied/video ist.. udn selbst wenn einer behauptet, dass es sein werk wäre ist das im internet bestimmt überstimmend widerlegt!
Und keine sorge, wenn ich die musik aus dem video wirklich haben WOLLTE, gäbe es für mich auch andere, viele bessere Wege...
Meiner Meinung nach kann man hier ein sehr gutes Beispiel einer Sandkastenstreiterrei beobachten.. Mütter nehmt youtube und gema zu euch, versohlt ihnen den hintern und bringt ihnen benehmen bei.. steigert euch da bitte nicht so rein menschm, seit froh mit dem, was ihr habt... -.-

M.V. schrieb am 10.11.2011 23:19 Uhr
Gravatar: M.V.

M.V.

Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, hatte die GEMA anfangs tatsächlich 12ct pro Videoaufruf verlangt. Für mich hört sich das eher nach einem Scherz an, als nach selbigem Verhandlungswillen, dessen Absenz die Gema YouTube ankreidet.

Außerdem tut man hier so, als sei dies alles im Interesse der Künstler, dabei "vergisst" die Gema allerdings oft genug zu erwähnen, dass auch sie selbst ein monetäres Interesse an der Sache hat - die verdient schließlich nicht schlecht mit. Hier scheinheilig von den Interessen der Künstler zu sprechen, befindet sich in einer Grauzone zwischen Heuchelei und Irrsinn.

Geht es schließlich darum, die Künstler zu bezahlen, wird die Gema dann aber schnell knauserig, obwohl hier doch mit so großen Worten um sich geworfen wurde - so habe ich persönlich mitbekommen, wie Anfragen über Monate hinweg überhaupt nicht beantwortet wurden, danach Baukastenantworten kamen, und schließlich das Statement, die Ansprüche seien nicht gerechtfertigt, da keine Beweise vorliegen - man würde so lange Beweise einfordern bis jeder erdenkliche Zweifel getilgt sei. Sich für die Künstler einzusetzen ist etwas anderes.

Ein grammatikalisch und orthographisch etwas lockerer Vorredner hat stets auf's Neue konstatiert, YouTube "verwerte seine Musik illegal". Was denn, machen wir jetzt aus Youtube ein skrupelloses Verbrecherkartell, das arglose Musiker abzockt? Jeder YT-User, der nicht gesperrt werden will, schreibt unter sein Video einen - teils sogar zweisprachigen - Disclaimer, er sei nicht Inhaber der Musik oder des Bildmaterials. Würde die Gema übrigens von ihren astronomischen Forderungen abrücken und zu einem Kompromiss kommen, würde eben erwähnter Vorredner auch bezahlt werden, auch wenn die Formulierung "Inkasso machen" bei einem Unternehmen, dessen Umsatz dem BIP so mancher mittelgroßer Länder entspricht, sichtlich unangebracht ist.

Schließlich sind die Sperren herzlich nutzlos. Jeder 12-jährige mit Laptop weiß, wie man sich über einen Proxy-Server alles anhören kann, was man will, Seiten wie clip.dj bieten ohnehin einen Sofortdownload an, und eine Zeit lang konnte man die Youtube-Sperre sogar mithilfe des Google Übersetzers umgehen - dessen Anfrage-IP stammte aus dem Land, in dessen Sprache übersetzt werden sollte. Ebenso wie bei der Sperrung von KP-Seiten sind die Verantwortlichen ignorant wie eh und je den heutigen technischen Möglichkeiten gegenüber.

Franco Walther schrieb am 11.11.2011 14:47 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@M.V.

Hallo,

12 Cent wurden von uns nie gefordert. Die in der Öffentlichkeit kolportierten Zahlen sind reine Spekulation. Die Verhandlungen sind geheim.

Da die GEMA keinen Gewinn macht, stimmt die Aussage, dass die GEMA zum Wohle ihrer Mitglieder zu einem Abschluss mit YT kommen möchte. Genau deshalb machen wir das Ganze. Heuchelei oder Irrsinn sind abwegige Vorwürfe.

Ich kenne den Fall nicht, den Sie erwähnen, aber die Ausschüttung unterliegt einem bestimmten Procedere. Wenn keine Beweise erbracht wurden, kann auch keine Auszahlung erfolgen.

Beim Vergleich mit dem BIP mittelgroßer Länder haben Sie sich "leicht" vertan. Schweden hat bspw. ein BIP von 458 Mrd. US-Dollar.

MfG

Franco Walther

xy schrieb am 12.11.2011 08:43 Uhr
Gravatar: xy

Urheberrechte zu verteidigen ist gut aber so?!

Dass die GEMA die Urheberrechte der Künstler verteidigt ist eigentlich gut. Jedoch geht es der GEMA nicht um die Künstler und ihrer kostenlosen Promotion via Youtube, sondern es geht ihnen nur ums Geld...
Wie man an den immer angesprochenen 13 ct pro Aufruf sieht....
Meiner Meinung nach ist die GEMA ein nur im Weg stehender Verein, da große Plattenfirmen, wie z.B. Sony oder Universal sich selbst doch immer noch am besten um ihre Rechte kümmern können...

thomas schrieb am 13.11.2011 22:07 Uhr
Gravatar: thomas

Pro View Vergütung

Vermutlich weigert sich die liebe GEMA, hier eine Pauschale á la Öffentlich-rechtliche zu verhandeln, sondern besteht auf einer per-view Vergütung, ohne die geringste Ahnung zu haben, wer das wie kontrollieren soll. Dann versuchen sie vielleicht noch, Google solche Hirnies wie die IVW auf den Hals zu hetzen, die alles mit kryptischen Zählpixeln vollballern wollen und Monate damit verschwenden, irgendwelche Parameter von einen an den anderen Mitarbeiter weiter zu leiten. Dann wundern sich alle, wenn Google sich an den sprichwörtlichen Kopf fasst und die Verhandlungen abbricht. So wichtig seit ihr nicht, liebe GEMA! Bitte aufwachen und Deutschland aus den 80ern entlassen. Danke!

Kathrin schrieb am 27.11.2011 10:39 Uhr
Gravatar: Kathrin

GEMA handelt GEGEN die Künstler!

Ursprünglich soll die GEMA doch FÜR die Künstler sein. Doch bei YouTube handelt die GEMA GEGEN die Interessen der Musiker. Wenn von Fans bzw.gewöhnlichen Nutzern Musikvideos dort eingestellt werden, kann ich die Forderungen der GEMA ja akzeptieren. Doch wie kann es sein, dass Videos gesperrt werden, die von den Künstlern selbst stammen??? Die Sänger und Bands laden diese selbst in ihren Channels hoch, stellen sie kostenlos zur Verfügung, wollen also, dass ihre Fans diese Videos sehen können - ohne dass dafür eine Gegenleistung seitens der Künstler verlangt wird.Doch die GEMA nimmt sich hier einfach das Recht heraus, dafür dennoch Geld zu kassieren,was den Interessen der Musiker widerspricht. Auch tut sie den Musikern nichts Gutes: Werden die Videos in keinster Weise zugänglich gemacht, werden sie auch nicht so publik, sprich den Künstlern kommt weniger Aufmerksamkeit zu und es wird erschwert, ihr Publikum zu erreichen. Das widerspricht damit auch dem Grundgedanken der GEMA, Künstler zu unterstützen.

Es wird Zeit, dass die Verwertungsrechte auf die moderne, digitale Welt zugeschnitten werden und den Künstlern durch solch unsinnige Beschränkungen keine Steine mehr in den Weg gelegt werden. Wann wird die GEMA endlich verstehen, dass sie mit dem, was sie tut, der Musikindustrie keinen Gefallen tut?...

Ronny schrieb am 01.12.2011 03:47 Uhr
Gravatar: Ronny

irgendwann geht es ohne Gema

Wenn alle deutschen Bürger die sich über die die Gema und ihre seltsamen Geschäftsmodelle ärgern, die deutsche Musikindustrie mal aktiv boykottieren würden, dann wäre diese Industrie sehr schnell am Boden.
Ich ärgere mich schon ewig lange über Gemagebühren für Speichermedien auf denen ich große Mengen Fotomaterial usw. verarbeite. Wofür zahle ich Gemagebühren auf ein Handy mit dem ich nur telefoniere.. und und und..
Ich denke die Gema kassiert eh schon viel zu viel für Dinge für die sie, sicher nicht nur meiner Meinung nach, gar nichts kassieren dürfte.
Zu dem Thema Youtube kann ich nur sagen, was auf deutschen Seiten nicht gehört werden kann, dafür kann auch nichts kassiert werden. Wer doch noch etwas hören möchte, der verreist einfach virtuell ins Ausland. Möglichkeiten gibt es doch genug und sicher findet der des noch nicht weiß ein passendes Tutorial bei Youtube.
So entgehen mittlerweile der deutschen Musikindustrie und der Gema nicht unerhebliche Beträge, über die sich zum Teil auch Rechteverwerter anderer Länder freuen.

Mir ist recht egal ob Youtube Deutschland überhaupt irgendwann noch einmal deutsche Musik hören läßt.
Schaden haben nur die Gema, die deutsche Musikundustrie und die Künstler.
Vielleicht denken ja irgendwann die Kunden der Gema mal ein wenig nach und vermarkten sich irgendwann ohne die Gema.

Oskar schrieb am 01.12.2011 13:02 Uhr
Gravatar: Oskar

Gema plöt

Also ich finde die Gema auch einfach nur abstoßend. Wenn ich höre das die Gema sich in Musikschulenvorspiele reinsetzt und dann die Lehrer tausende von Euro zahlen lässt weil das Orchester beispielsweise nicht die Originalnoten hatte.Neuerdings ist es nicht nur verpflichtend die Originalnoten zu besitzen sondern es muss auch immer aus diesen gespielt werden.Und sie setzen sich sogar bei Musikschuleninternen Vorspielen mit rein.Und das wo die Musikschulen doch eh kein Geld haben und sie doch das Musikgut schützen wollen.Einfach abartig.

Franco Walther schrieb am 06.12.2011 16:46 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Oskar

Hallo Oskar,

Ihre Behauptung ist dermaßen hanebüchen, dass mir fast die Worte fehlen. Selbstverständlich kommt so etwas nicht vor.

Leider hält sich das Gerücht, die GEMA würde ein Heer von Spitzeln beschäftigen hartnäckig, hat mit der Realität allerdings rein gar nichts zu tun.

MfG

Franco Walther

Oskar schrieb am 01.12.2011 13:06 Uhr
Gravatar: Oskar

Auch nach dem Tod sorgt Gema weiterhin für die toten Künstler

Und dazu verstehe ich auch nicht wie die Gema für die schon längst toten Künstler sorgt?Warum sind denn auch diese Videos gespert?

Franco Walther schrieb am 01.12.2011 16:19 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Oskar

Hallo Oskar,

wie Sie dem Blog-Artikel entnehmen können, hat die GEMA die Sperrungen nicht veranlasst. YT blendet den Hinweis auf die GEMA nach eigenem Gutdünken ein. Oft verschwindet die Sperrung sogar nach wenigen Tagen. Reine Willkür also.

MfG

Franco Walther

svm schrieb am 01.12.2011 16:31 Uhr
Gravatar: svm

Mehrfacher Zwang zu Gebühren: gesetzlich verankert oder durch finanzielle Mittel durchgesetzt?

Ich finde sowohl die Gema wie auch die GEZ spannend vom Geschäftsmodell spannend, dass mehrfach Gebühren für potentiell mögliche Dinge gefordert werden die oftmals völlig überflüssig sind bzw. garnicht erst eintreten.

Sei es die generelle Gema-Gebühr auf Speichermedien und eine Gebühr für werke Dritter bei öffentlichen Veranstaltungen die man nur mit etwas Aufwand und Nachfragen loswerden kann oder das Zahlen von Gebühren weil man Endgeräte besitzt mit denen man alles mögliche machen könnte, ungefragt dessen wozu man was nutzt.

Jeder Mensch hat mehrere Messer und sonstige gefährliche Dinge zuhause, muss nun jeder gleich mal Schadensersatz dafür bezahlen dass er potentiell jemanden böse verletzen könnte? Wäre das nicht eine logische Schlussfolgerung?
Muss ich nun jeden Tag mit einer Sammelklage von Seiten der Verwertungsgesellschaften und Rundfunkgesellschaften rechnen weil ich potentiell die Möglichkeit hab alles was man sich an bösen Dingen vorstellen kann jemandem anzutun? Wär das vielleicht ein neues Projekt von GEZ und Gema Vorsitzenden in Zusammenarbeit?
Ich bin gespannt.

Sandy schrieb am 08.12.2011 01:37 Uhr
Gravatar: Sandy

Farce zur Geldbeschaffung

GEMA & GEZ = die beiden entbehrlichsten deutschen Organisationen ohne jegliche Existenzberechtigung!!

Im Falle der GEMA: Wieso kümmern sich nicht die Plattenfirmen und Verlage der Künstler selbst um die Urheberrechte? Aber wieso einfach, wenns auch kompliziert geht? Das scheint ein typisch deutsches Phänomen zu sein. Solche Organisationen haben augenscheinlich nur noch eine einzige Aufgabe: Selbstverwaltung und Geldabschöpfung in ganz grossem Stil ohne jegliche Leistung oder Produktion. Eine komplette Farce!!! Im Zeitalter des Internets und digitaler Medien (im Falle des Musikgeschäfts) und des privaten, durch Werbung finanzierten Fernsehens ist der Sinn solcher Organisationen absolut und völlig überholt. Time to say goodbye!!!!!!!! (Aber wieso sollten die Profiteure dieser unglaublichen "Geldbeschaffungsmaschinerie" selbige freiwillig aufgeben?)

Franco Walther schrieb am 08.12.2011 12:52 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Sandy

Hallo Sandy,

entschuldigen Sie meine Ehrlichkeit, aber hier scheinen eklatante Wissenslücken im Bereich des Urheberrechts und des Musikbusiness zu herrschen. Deshalb ist es wenig hilfreich Forderungen aufzustellen, die mit der Realität nichts zu tun haben.

Da ich nicht weiß wo ich anfangen soll, biete ich Ihnen ein paar hilfreiche Links an, die möglicherweise einen ersten Einblick in die Thematik verschaffen.

http://blog.gema.de/blog/beitrag/die-musikindustrie-in-fuenf-minuten/
http://blog.gema.de/blog/beitrag/gutzuwissen-teil-1-urheber-vs-interpreten/
https://www.gema.de/presse/publikationen/informations-broschueren.html

Für Nachfragen stehen wir gern zur Verfügung.

MfG

Franco Walther

Jurij Burkanov schrieb am 21.02.2012 22:06 Uhr
Gravatar: Jurij Burkanov

+1

Hallo Sandy,

bin völlig deiner Meinung. Ich habe seit 17 Jahren kein Fernseher und mag überhaupt keine einzige deutsches Radio. Wieso soll ich GEZ zahlen ist mir unklar. Und GEMA ist überhaupt ein Dinosaurier der Industriealter, der am besten so schnell wie möglich sterben soll.

Charan schrieb am 07.01.2012 18:43 Uhr
Gravatar: Charan

Nicht irreführend

Zitat: "Der Text, der seit kurzem beim Aufruf von einigen gesperrten Musikvideos erscheint ist irreführend: Er suggeriert, dass die GEMA die Rechte nicht eingeräumt hätte. Fakt ist jedoch, dass YouTube diese Rechte bislang einfach nicht erworben hat."

Dieser Text ist nicht irreführend. Die Behauptung, dass die GEMA die Verlagsrechte nicht eingeräumt hat, entspricht der Wahrheit. Dass das daran liegt, dass bislang keine Einigung mit YouTube erreicht wurde, oder, um ihre Formulierung zu benutzen, weil "YouTube diese Rechte bislang einfach nicht erworben hat", ist irrelevant.

Die GEMA muss die Rechte einräumen, aber nur, wenn die von ihr gestellten Bedingungen erfüllt werden (sprich: GEMA-Gebühren gezahlt werden) oder eine anderweitige Einigung mit der GEMA erzielt wird.

Wäre das nicht so, könnte ich einfach ein Musikstück eines GEMA-Künstlers auf einer eigenen Website zum Streamen anbieten und, ohne Geld zu bezahlen, mit Hinweis auf den Kontrahierungszwang dafür die Erlaubnis von der GEMA verlangen.

Lucky schrieb am 22.01.2012 10:57 Uhr
Gravatar: Lucky

Ein Danke an die Gema..

Hallo,
irgendwie bekomme ich das gefühl dass hier nur Leute diskutieren die sauer sind dass sie Musik nicht wie ( leider) gewohnt kostenlos konsumieren können..
Ich bin Musiker und Komponist, ebenso Mitglied der Gema, und ich stehe absolut hinter dem Verhalten der Gema in dieser Angelegenheit.
Das verkaufen von Cds ist sicher nicht das Geschäftsmodell der Zukunft, der konsument hat das in den letzten Jahren eindrucksvoll bewiesen.
Musik wird online gekauft, illegal heruntergeladen oder eben von Anbietern wie Youtube, Spotify usw. gestreamt, kann da auch mit wenig Aufwand runtergeladen werden.
Was nützen mir 1 000 000 Klicks, diese angeblich unglaublich tolle internationale Werbemöglichkeit wenn es letztlich keinen Musikkauf generiert?
Jeder schreibt dass er sich im Internet Informiert und dann bei Gefallen die Cd kauft.
Tatsächlich gehen Cd-Verkäufe zurück und die Anzahl der Klicks steigt, und zwar bei allen Künstlern.
Ich habe viele Musikerkollegen in England, die sind völlig sauer dass ihre MCPS so vor Youtube eingeknickt ist!!
Die drücken uns und der Gema die Daumen dass sie es besser hinbekommt, das würde ein Zeichen setzen.
Grüße, Lucky

Bernard schrieb am 01.02.2012 21:26 Uhr
Gravatar: Bernard

Doktor

Zensur ist eine Schäme. In Frankreich und in England kann man Youtube bequem benutzen und Musikvideos gucken. In Deutschland aber nicht. So eine lächerliche Situation, die ich nicht verstehen kann.

achim schrieb am 02.02.2012 13:25 Uhr
Gravatar: achim

erst informieren, dann reden

mit zensur hat das schon mal gar nichts zu tun.

machen sie sich doch erst mal schlau, bevor sie hier so einen blödsinn absondern.

links zum thema gibts hier ja genug.

achim schrieb am 05.02.2012 12:20 Uhr
Gravatar: achim

verklagen

hallo,

wir haben jetzt februar 2012 und es wurde ja mittlerweile eine einigung mit youtube erzielt.

meine frage:

warum werden immer noch viele titel von youtube mit dem verweis auf die GEMA gesperrt?

und warum geht die GEMA nicht gerichtlich gegen eine solche üble nachrede vor? schließlich leidet das image der GEMA nicht unerheblich darunter. eine gerichtlich erzielte abfindung könnte ja z.b. in die pressearbeit gesteckt werden. ;)

Franco Walther schrieb am 06.02.2012 18:28 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@achim

Hallo Achim,

leider gibt es noch keine Einigung mit YT. Das muss eine Fehlinformation sein.

Gegen die Formulierungen lässt sich juristisch leider nichts machen. Die Gründe für die Sperren zeigen folgende Artikel zumindest zum Teil:
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,804186,00.html
http://fastvoice.net/2011/12/07/sonnenallee-auf-youtube-das-sperrungs-marchen/
http://blog.zdf.de/hyperland/2011/12/stoerfall-sonnenallee-die-unendliche-gema-youtube-geschichte/

YTs Vorgehen ist übrigens nicht neu. Das gab es 2009 in England schon einmal:
https://apps.facebook.com/theguardian/media/pda/2009/mar/09/digital-music-and-audio-youtube

MfG

Franco Walther

Marco schrieb am 08.02.2012 23:14 Uhr
Gravatar: Marco

Lächerlich mehr sag ich nich!

Also ich finde das ganze schon ein wenig Lächerlich - klar ist das ärgerlich für die Künstler usw. Doch an allem ist doch nur einzig und allein der Kopierschutz schuld!!! Seit es den Kopierschutz gibt, gibt es DEUTLICH mehr(!) Illegale Raubkopien klar auch damals gab es schwarze Schafe - aber der Kopierschutz hat die Sache doch erst richtig Interessant gemacht, es gibt derweil so viele Programme die KOSTENLOS (!) sind mit jenen man jede CD egal welch ein Schutz besteht - CRACKEN kann!!! So und was ist besser ? 30 Mio Ehrliche Käufer und 3000 schwarze Schafe ODER 10 Mio Ehrliche Käufer und 20 Mio Schwarze Schafe ?!

Zum Thema YT sag ich nur eins - Ob ich mir nen YT Musik Video anschaue oder mir im TV die Musik ansehe, es bleibt sich gleich, außerdem lernt man Dank YT neue Lieder kennen man kann reinhören und sich die CD kaufen bei der es sehr wohl einen Kaufgrund gibt: Richtig die Qualität!!! So und jetzt frage ich - Wieso kann ich mir einige Videos in denen User z.B. ihre Autos vorstellen (Tuning) und mit bestimmter Musik untermalen nicht ansehen ?! RICHTIG weil es die GEMA nicht zulässt !!! Woher will die GEMA wissen das ich die CD nicht Original zuhause liegen habe ? (WAS VERDAMMT IST LOS MIT EUCH?!) WARUM ZAHL ICH IN DEUTSCHLAND GEZ ?! Ich gucke nicht einmal ARD ZDF oder NDR - RICHTIG ICH ZAHLE NICHT NUR WEIL ICH EINEN FERNSEHER HABE SONDERN AUCH WEIL ICH EINEN PC BESITZE ?! DAS IST DOCH DER GRÖßTE WIDERSPRUCH DEN ES GIBT! ES GEHT DOCH NUR UMS GELD, LEUTE WERDET WACH! Nehmt den Kopierschutz weg und zwingt die Leute nicht zum Kauf von etwas was Sie im Nachhinein bereuen ! Zwang ist der größte Feind der Menschheit. Ich hätte mir bei der Idee Kopierschutz - damals war ich noch klein und wusste nix davon - hätte ich mir auch gedacht, OK ihr zwingt die Menschen zum kauf, klar die Ehrlichen Käufer bleiben, es gibt aber auch eine Gruppe die sagen: HEY COOL UND DAS IST GANZ UMSONST ?! HAHA wie geil ist das denn ? Dann kann ich mir das Geld auch sparen und für was anderes Ausgeben (wobei hier auch vergessen wird das auf dauer auch kein Künstler mehr mitmacht).

So viel dazu :)

Jurij Burkanov schrieb am 20.02.2012 23:35 Uhr
Gravatar: Jurij Burkanov

ist GEMA gesprächsbereit?

Es sind viele schöne, politisch korrekte und fein formulierte Wörter von GEMA hier zu lesen - Erklärungen wie das Musikindustrie in Deutschland funktioniert, wieso GEMAs Anforderungen so gerecht sind und wie der böse, dumme YouTube einfach so Videos sperrt. Ich frage mich aber, wie kommt es dazu, dass wir haben viel mehr erfolgreiche Bands und welt-berühmte Künstler in den USA? UK? France? Skandinavien? In allen diesen Länder - Überraschung! - gibt kein GEZ und kein GEMA sperrt YouTube Videos.
Diese ganze deutsche System ist krank. GEMA-Behörden müssen sich ständig bemühen um allen (und sich selbst) zu erklären, wie so die ah so wichtig und nützlich sind. GEMA und GEZ sollen abgeschafft werden. Es gibt viel effizientere Modellen - in fast alle andere westliche Länder.

Carlos Medina schrieb am 23.02.2012 00:47 Uhr
Gravatar: Carlos Medina

Mensch wie im Kindergarten

Mensch wie im Kindergarten hier. Ich bin auch Musiker (nicht hauptberuflich) und würde mich freuen auf YT MEIN Song spielen zu können. Glaubt ihr nicht, dass dies Sache der Musiker selbst ist?

Jan P. schrieb am 05.04.2012 16:17 Uhr
Gravatar: Jan P.

Nase voll von der GEMA

Seit nunmehr vielen Jahren haben sich Verwertungsgesellschaften in anderen Staaten mit Google geeinigt. Ihr verklagt Google und wundert Euch, dass Google nicht mehr gesprächsbereit ist? Ich habe langsam die Nase voll davon, als deutscher Nutzer auf YouTube ausgesperrt zu werden. Zum Glück gibt es andere Wegem, die gewünschten Musikvideos auf YouTube auch als deutscher Nutzer zu schauen. Uns was haben Sie jetzt erreicht außer Millionen von Nutzern zu verärgern?

Franco Walther schrieb am 05.04.2012 16:57 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Jan P.

Hallo Jan,

auf unserer Facebook-Seite finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zum Konflikt mit YT.
https://www.facebook.com/GEMAdialog

Sollten noch Fragen offen bleiben, bin ich gern bereit, diese zu klären.

MfG

Franco Walther

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Über mich

Studium der Kommunikationsinformatik, Mac-User, Volontariat bei einem IT-Magazin, leidenschaftlicher Festival-Gänger, Musiksammler, Douglas-Adams-Fan… und absolut Online-Addicted: Admin in einem (Car-Hifi-)Forum mit >500 Stammusern, in weiteren Foren regelmäßig aktiv, Zeitung und Magazine werden fast ausschließlich online konsumiert, ständiger Kontakt zu Freunden und Familie per ICQ, Skype und Facebook.

Bettina Müller

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Bettina Müller

Bettina Müller
Bettina Müller

Funktion bei der GEMA

Leitung Kommunikation & Public Relations

Themengebiete (Schwerpunkte)

Unternehmenspolitisches, Urheberrecht, internationale und nationale Themen.

Kontaktdaten

  • Telefon: + 49 89 48003 426

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Hobbys

Sport, Literatur, moderne Kunst und Musik in allen Lebenslagen.

Über mich

Social Media und Medien- begeisterte  Politikwissenschaftlerin mit Vorliebe für Online-Gadgets. Mittlerweile langjährige Berufserfahrung in Marketing & Kommunikation im Medien- und Agenturbereich (Hubert Burda Media / Stiftung, international Agenturnetworks, freie Journalistin u.a.). 

 

Benedikt Dorn

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Benedikt Dorn

Benedikt Dorn
Benedikt Dorn

Name, Vorname

Dorn, Benedikt

Funktion bei der GEMA

Veranstaltungskaufmann

Themengebiete (Schwerpunkte)

Events, GEMA-Newsletter

Kontaktdaten

Telefon: + 49 89 48003 435

Netzprofile

Homepage

Hobbys

Musik (Gitarre, Drums, Bass, Vocals), mein Studio, Mac/Apple, (Live-)Tontechnik und nebenher zur Entspannung die ein oder andere Runde mit dem Fahrrad fahren

Über mich

Junger Musiker, begeisterter Mac-User, Tontechniker mit Hang zum Perfektionismus, Duales Studium: Kommunikationswirtschaft, Sound&Recording Abonnent, liebt gute Musik in Richtung Queens of the Stone Age, Them Crooked Vultures, Incubus uvm.

Ann-Katrin Haberkorn

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Franco Walther

Franco Walther
Franco Walther

Funktion bei der GEMA

Redakteur / Content Manager Abteilung Kommunikation & PR

Themengebiete (Schwerpunkte)

Online-Themen, Community 

Kontaktdaten

  • Telefon: + 49 89 48003 429

Netzprofile

Hobbys

Moderne Kunst, Kino, Frisbee, Fußball und Musik, Musik, Musik

Über mich

Schreibwütiger PR-Profi und großer Freund des reinen Journalismus. Nicht nur hierbei ambivalent. Außerdem leidenschaftlicher Konzertgänger und Hobbyphilosoph mit Hang zum Zitieren. Um es mit Kraftwerk zu sagen: „Es wird immer weiter gehn – Musik als Träger von Ideen“.