
Anlässlich des diesjährigen Sankt-Martinstages berichteten zahlreiche Medien über Gebühren, die in Kindergärten auf Fotokopien von Musikwerken erhoben werden. Auch die GEMA und die Verwertungsgesellschaft (VG) Musikedition fanden in diesem Zusammenhang regelmäßig Erwähnung. Leider war die Berichterstattung in vielen Fällen von Fehlinformationen geprägt, offenbarte ein gewisses Unverständnis dafür, warum Kindergärten überhaupt für Notenkopien zahlen sollten und ließ somit ein grundsätzliches Bewusstsein für die Leistungen musikalischer Urheber vermissen.
Nicht nur von traditionellen Bräuchen wie dem Martinssingen oder Laternenumzügen wurde der diesjährige Sankt-Martinstag begleitet, sondern auch von einem heftigen Rauschen im Blätterwald. Tageszeitungen, Blogs und Internetdienste berichteten über die bevorstehenden Martinsfeiern und griffen in diesem Zusammenhang auch die Vergütiungspflicht für Notenkopien in Kindergärten auf – zwei Themen, die doch eigentlich nicht ursächlich zusammenhängen. Gegenüber der GEMA, die vielerorts als Verantwortliche für die Forderungen ausgemacht wurde, bezog man deutlich Stellung: So hieß es beispielsweise, die GEMA „kassiere bei Martinsumzügen ab“ (taz.de), und an mancher Stelle war gar von „Abzocke“ (rp-online.de) die Rede. Die GEMA, so der allgemeine Konsens, versuche sich auf Kosten des Nachwuchses und dessen musikalischer Erziehung zu bereichern.
Lesen Sie hierzu auch einen Artikel auf dem MTMediaportal
Eine Einschätzung, die so nicht stehen bleiben darf – und die sich rasch entkräften lässt. Denn tatsächlich handelt es sich bei den Themen „Martinsumzüge“ und „Notenkopien in Kindergärten“ um zwei voneinander vollkommen unabhängige Sachverhalte. Richtig ist, dass die GEMA für Lizenzierungen immer dann zuständig ist, wenn eine öffentliche Musiknutzung stattfindet. Ob nun im Rahmen eines Konzerts, beim Karneval, einer Betriebsfeier oder bei einer anderen Aufführung, spielt erst einmal keine Rolle.
Nun kann zwar nicht ausgeschlossen werden, dass im Vorfeld eines Martinsumzuges geschützte Noten oder Liedtexte kopiert wurden, doch selbst in diesem Fall hat die GEMA nur bedingt etwas mit den fälligen Vergütungen zu tun. Denn die Rechte für das Kopieren von Noten und Liedtexten liegen bei der von den jeweiligen Verlagen beauftragten VG Musikedition. Da die vergleichsweise kleine Verwertungsgesellschaft den administrativen Aufwand der Lizenzierung jedoch nur schwer alleine bewältigen könnte, wird sie seit 1. Januar 2010 von der GEMA als Dienstleister unterstützt.
Dass das Kopieren von Noten und Liedtexten kostenpflichtig ist, hat wiederum weder die VG Musikedition noch die GEMA entschieden, sondern der Gesetzgeber: Grundsätzlich besteht in Deutschland nach dem Urheberrechtsgesetz ein Kopierverbot für Werke der Musik – und das nicht erst seit wenigen Monaten, sondern schon seit Jahrzehnten. „Musikwerke einfach zu kopieren ist schon seit der Urheberrechtsnovelle des Jahres 1985 nicht mehr zulässig“, so Christian Krauß, Geschäftsführer der VG Musikedition. Theoretisch hätten Kindergärten also seit langer Zeit jeden Komponisten bzw. Verlag einzeln um Erlaubnis für die Vervielfältigung seiner Werke bitten müssen. Im Grunde erleichtern VG Musikedition und GEMA den Kindergärten also nicht nur die musikalische Erziehung, sondern bieten auch eine signifikante Kostenersparnis: Denn da Noten aufgrund der Gesetzeslage nicht kopiert werden dürfen, müssten die vorschulischen Bildungseinrichtungen eigentlich auf die Anschaffung kompletter Liederbücher ausweichen.
Auch die Tarifgestaltung wägt sorgsam zwischen den Interessen der Urheber und dem Bildungsauftrag der Kindergärten ab. So beträgt der Vergütungssatz für bis zu 500 Kopien 56 Euro im Jahr, für kirchliche oder kommunale Kindergärten gilt mit 44,80 Euro sogar noch ein Gesamtvertragsrabatt. Weitere Lizenzen zum Selbstkopieren können in verschiedenem Umfang erworben werden. Eine Übersicht über das vollständige Angebot gibt es auf www.vg-musikedition.de. „Tatsächlich nehmen wir den Kindergärten in Zusammenarbeit mit der GEMA einen Großteil des Beschaffungsaufwandes von Unterrichtsmaterialien ab“, fasst Christian Krauß zusammen. „Und natürlich zwingen wir niemanden zum Abschluss eines Vertrages. Wer auf die Herstellung lizenzpflichtiger Kopien verzichtet, muss selbstverständlich auch nichts zahlen.“
Was nun die vermeintlich kostenpflichtigen Martinsumzüge angeht, so hätte auch hier ein kurzer Blick in entsprechende Regelwerke nicht nur für Klarheit, sondern wohl auch für Beschwichtigung gesorgt: Für das Singen traditioneller Lieder bei Martinsumzügen fallen nämlich im Regelfall ebenso wenig Vergütungen an wie für das Kopieren der entsprechenden Noten- und Textblätter. Da das Urheberrecht 70 Jahre nach dem Tod der Komponisten, Textdichter oder Bearbeiter erlischt, sind Volkslieder wie etwa das beliebte „Laterne, Laterne“ nicht mehr geschützt; Nutzung und Kopie ist damit frei – sofern es sich um keine bearbeitete Fassung handelt. Das Gleiche gilt übrigens auch für die meisten Weihnachtslieder.
Lediglich Werke jüngerer Urheber, die ihre Rechte an eine Verwertungsgesellschaft übertragen haben, dürfen nur mit Lizenz öffentlich aufgeführt oder kopiert werden. Für die Veranstalter ist es also wichtig, sich vorab zu informieren, ob die betreffenden Stücke geschützt sind oder nicht.
Im Zweifelsfall gilt, sich einfach bei der zuständigen GEMA-Bezirksdirektion über die Bedingungen der Nutzung zu erkundigen.
Artikel aus dem GEMA-Newsletter 11/2010
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
Fünf Fragen an Christian Krauß, Geschäftsführer der VG Musikedition
Blogbeitrag von Stefan Niggemeier: http://www.stefan-niggemeier.de/blog/der-kindergarten-als-rechtsfreier-raum
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Wofür sind denn die Pauschalabgaben
Mir stellt sich nun trotzdem die Frage, wofür diese Abgaben sind?
Pauschalabgaben
Hallo Frank, die Pauschalabgaben legalisieren selbst angefertigte Notenkopien. Laut Urheberrecht dürfen Notenblätter eigentlich gar nicht kopiert werden - das ist eine Sonderregelung für so genannte "Werke der Musik".
Ein Kindergarten musste vor dieser Möglichkeit mehrere Ausgaben eines Liederbuchs kaufen, um legal zu handeln oder jede einzelne Kopie mit dem jeweiligen Rechteinhaber abklären.
Monheim
War euch die Abmahnung des St.-Martin-Kommitees Monheim die paar Kröten wert?
Könnt ihr noch ruhig schlafen?
Monheim - Antwort
Sehr geehrter Herr Schmied,
nicht wir haben abgemahnt, sondern - wie in entsprechenden Medienberichten eindeutig erwähnt - die Anwälte der Urheberin selbst.
Mit freundlichen Grüßen
Peter Hempel
Musste das sein?
Muss man so kleinlich sein, mit Kanonen auf Spatzen schießen und den Vorurteilen, die von der GEMA kursieren, soviel Nahrung geben?
"nicht wir haben abgemahnt, sondern - wie in entsprechenden Medienberichten eindeutig erwähnt - die Anwälte der Urheberin selbst."
Nun ja, so kann man auch Geld verdienen, mit Musik die Gemeingut ist. Ich ändere in jedem Song 2 Harmonien, veröffentliche ein Songbook und schicke dann meinen Anwalt los, wenn ich etwas Weihnachtsgeld brauche.
Fleissig fleissig!
Ach wäre die GEMA beim Verteilen der Gebühren doch nur genauso fleissig, wie beim Eintreiben.
Dann würden auch kleinere Künstler wieder mal ein paar Euro sehen und nicht nur die Top 5%.
AW: Fleissig fleissig!
Hallo Kirsten,
die GEMA darf keine Gebühren erheben, da sie keine Behörde ist.
Zudem handelt es sich bei dem Inkasso, das wir als Dienstleister für die VG Musikedition übernommen haben, nicht um GEMA-Einnahmen.
Sie werden also auch nicht an die GEMA-Mitglieder ausgeschüttet, sondern an die Mitglieder der VG Musikedition.
Fleissig fleissig! V.2
Lieber Peter,
bezogen auf diesen Fall mag es sich nicht um GEMA-Einnahmen handeln.
Ganz allgemein ist es aber doch so, dass die GEMA-Einnahmen aus "Vereinfachungsgründen" nur noch an die ganz Großen ausgeschüttet werden.
Würde die GEMA nur halb so viel Zeit darin investieren, die Gelder gerecht zu verteilen, wie sie darin investiert, Gelder einzutreiben, wäre vielen geholfen.
Und wenn sie dann noch ab und an gesunden Menschenverstand einschaltet würde und nicht alles nach dem Motto "ist ja nicht mein Geld" versucht mit der großen Rechtsanwaltsklatsche totzuschlagen, wäre noch viel mehr Leuten geholfen.
AW: Fleissig fleissig! V.2
Hallo Kirsten, Dazu läuft gerade in den Kommentaren eines anderen Blogbeitrags (http://blog.gema.de/blog/beitrag/der-unterschied-zwischen-einer-notenkopie-und-einer-auffuehrung/#commentList) eine interessante Diskussion zwischen GEMA-Mitgliedern. Lesenswert! :)
Beste Grüße, Peter Hempel
Die Armen und Kleinsten Abzocken!
Sorry aber das alles stinkt zum Himmel. Die Kitas wurden das erstemal bundesweit angeschrieben.
Schulen müssen keine Gebühren zahlen, warum das gleiche nicht für Kitas gilt ist mal wieder reine Bürokratie-kram-geschichte. Das ist mehr als traurig. Soll man nun auf das Singen in Kindergärten verzichten, wenn man keine Gebühr dafür bezahlen will?
Muss man nun tierisch aufpassen welche Lieder man dort singt und kopiert? Eine ungeheure Frechheit, egal wie schön sie das reden oder schreiben.
Diese Korinthenkakerei sollte die Gema beschämen!!!!
Richtigstellung
Hallo Katharina,
das ist faktisch falsch - alle diejenigen, die Noten kopieren, bezahlen auch die Lizenzierung. Bei Schulen übernimmt diese Kosten nur der Träger. Den vielen verschiedenen Trägergesellschaften von vorschulischen Einrichtungen wurden ähnliche Rahmenverträge angeboten, die jedoch nicht auf Interesse stießen.
Herr
Sehr geehrter Herr Hempel,
Sie schrieben, dass nicht alle Noten bzw. Lieder gebührenpflichtig wären. Sie könnten die Kitas doch dahingehend unterstützen, indem Sie eine jeweils akutalisierte Aufstellung der Lieder bereitstellen, die nicht gebührenpflichtig sind (sie erwähnten Laterne, Laterne, welche noch?). Das könnten Sie auch gut als PDF bereitstellen. Durch diese aktive Unterstützung könnten Sie den Kitas und der Gesellschaft einen Dienst erweisen.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas
Antwort zum Thema "welches Lied ist gemeinfrei?"
Sehr geehrter Herr Andreas,
wir bieten auf unserer Webseite die Möglichkeit, per Datenbankabfrage herauszufinden, ob ein Werk geschützt oder bereits frei ist. Diese Möglichkeit gibt es schon länger...
MFG Peter Hempel
Ein paar Kommentare
1. auf Herrn Hempels Antwort zum Thema "welches Lied ist gemeinfrei?" vom 28.12.: Ich kann in der Datenbank nicht viel herausfinden: a) Wie soll ich wissen, ob die Strophen, die ich kopieren möchte, gerade zu "DP" gehören, also frei sind, oder zu einem Autor, also nicht frei sind? b) Die VG Musikedition wollte mir nichtmal O Tannenbaum und Schneeflöckchen Weißröckchen freigeben! Selber recherchieren ging nicht, weil bei den bekannten Weihnachtsliedern so viele Treffer erscheinen, dass sie von der Datenbank gar nicht mehr angezeigt werden. So kann ich sie nichtmal durch Fleiß durchsuchen. 2. Herr Hempel am 27.12.: "Den vielen verschiedenen Trägergesellschaften von vorschulischen Einrichtungen wurden ähnliche Rahmenverträge angeboten, die jedoch nicht auf Interesse stießen." Jeder weiß seit den letzten Erzieherinnen-Streiks, dass die Kommunen viel Geld für sowas übrig haben. Übrigens - nach Recherche unseres Kindergartens gilt die Zählung nicht pro Kopie (also Blatt), sondern pro Lied. Das kann bei einem dreigruppigen Kindergartenm mit 75 Kindern sehr teuer werden, wenn man 5 Lieder singen möchte. Oder die Eltern können eben nicht mitsingen. Dann wirds ein trauriges Fest. 3. Herrn Hempels zweite Antwort am 28.12.: "Wir sind hier lediglich als Dienstleister für eine völlig andere Verwertungsgesellschaft tätig." Dann lassen Sie´s! Das Kopieren ist nämlich wirklich nicht für die Kinder (die ja noch nicht lesen können), sondern für die Eltern, die daheim vom Kind gefragt werden, wie das Lied nochmal geht, und die die Kinder in der Gesangs-empfänglichsten Entwicklungsphase unterstützen könnten. (Es gibt zur Zeit große Projekte, die gerade das Singen von Kindern mit ihren Eltern fördern wollen - mit tatkräftiger und gebührenfreier (!) Mithilfe namhafter deutscher Sänger! - Zusammenarbeit mit Zeit-online) 4. im Ursprungsartikel: "Denn da Noten aufgrund der Gesetzeslage nicht kopiert werden dürfen, müssten die vorschulischen Bildungseinrichtungen eigentlich auf die Anschaffung kompletter Liederbücher ausweichen." Das müssen sie sowieso, weil sie sonst nicht an die erforderlichen Daten wie Autoren und Verleger kommen würden. 5. im Ursprungsartikel: „Tatsächlich nehmen wir den Kindergärten in Zusammenarbeit mit der GEMA einen Großteil des Beschaffungsaufwandes von Unterrichtsmaterialien ab“ Was nehmen sie den Kindergärten denn ab? Sie haben bestimmt noch nicht selbst versucht, von einem Lied, was Kindergärtnerinnen in ihrer Ausbildung gelernt haben, Autoren und die ganzen erforderlichen Daten herauszufinden! Das IST ein Aufwand! 6. im Ursprungsartikel: "Was nun die vermeintlich kostenpflichtigen Martinsumzüge angeht, so hätte auch hier ein kurzer Blick in entsprechende Regelwerke nicht nur für Klarheit, sondern wohl auch für Beschwichtigung gesorgt: Für das Singen traditioneller Lieder bei Martinsumzügen fallen nämlich im Regelfall ebenso wenig Vergütungen an wie für das Kopieren der entsprechenden Noten- und Textblätter. Da das Urheberrecht 70 Jahre nach dem Tod der Komponisten, Textdichter oder Bearbeiter erlischt, sind Volkslieder wie etwa das beliebte „Laterne, Laterne“ nicht mehr geschützt; Nutzung und Kopie ist damit frei – sofern es sich um keine bearbeitete Fassung handelt." 1. Wie schon unter Punkt 1 erwähnt: Wie soll ich denn herausfinden, ob jede der seit Jahren in dem Kindergarten von den Erzieherinnen gelernten Strophen (bei "Laterne, Laterne" kennt unsere Krippe mehr als 10!) schon 70 Jahre alt sind oder neuer? 2. "ein KURZER Blick in entsprechende Regelwerke"? Ja, DASS das Urheberrecht nach 70 Jahren erlischt, weiß ich selber. Aber ich weiß es eben nicht für das konkrete Lied, das die Kinder gerne singen. Und die Recherche für den Martinsumzug dauert lang! Eine Bemerkung zum Schluss: Zahlen ist ja eine Sache. Ich zahle auch als "Elter" für Kopien, wenn es sein muss. Das nützt nur nichts, weil die Kindergärten damit überfordert sind, die erforderlichen Daten beizubringen! Und diese Zeit fehlt ihnen, sich mit unseren Kindern zu beschäftigen!
O DU UNGEBÜHRLICHE GEMA
Das wird vielleicht dazu führen das unsere Kinder Noten bzw. Lieder lernen von Liedschreibern die schon 70 Jahre tot sind. Da muss man nix zahlen. Das trägt sicher nicht dazu bei unsere Kindern etwas zeitgemäßes beizubringen. Insgesamt kleingeistige Aktion... Sollen die GEMA doch mal Youtube anzapfen... was da alles ohne GEMA ausgestrahlt wird weiß doch kein Mensch mehr. Oder wie wäre es mit Google. Auch hier gibts Noten ohne Ende. Siehe hier: http://www.google.de/images?hl=de&q=Kinderlied&um=1&ie=UTF-8&source=og&sa=N&tab=wi Zahlen die dafür?
Antwort - Oh du ungebührliche
Sehr geehrter Herr Bischof,
wie Sie sicherlich den Artikeln, die Sie hier kommentieren, entnommen haben, handelt es sich bei dem derzeit medienpräsenten Thema NICHT um GEMA-Einnahmen. Wir sind hier lediglich als Dienstleister für eine völlig andere Verwertungsgesellschaft tätig. Zu unserer Auseinandersetzung mit YouTube bzw. dem Mutterkonzern der Videoplattform Google finden Sie einige interessante Beiträge hier auf unserem Blog.
MfG Peter Hempel
Veralterte Buerokratenburg
Also die GEMA ist schon was ganz eigenes und sehr Alt-Deutsch. Nicht sehr gebrauchs-einfach, ein Klotz fuer jeden Musiker und fuer diejenigen, die Musik nutzen wollen. Die GEMA ist ein kuenstlich, aufrechtgehaltener Buerokraten Ministaat innerhalb Deutschlands und sollte bitte bald renoviert werden, und zwar gruendlich. Sonst rennen alle ins Ausland.
Richtig....
Da für Komponisten das Geld vom Himmel fällt und alle reich sind und Mercedes fahren (ausser natürlich Dieter Bohlen und Ralph Siegel - die fahren Rolls Royce), brauchen wir auch niemanden wie die GEMA, die das Geld kassiert...
Mmmmmhhhhhh
Mmmmmhhhhh....da scheint sich jemand auszukennen! Klasse !
Pennies from heaven
Zu "Da für Komponisten das Geld vom Himmel fällt und alle reich sind und Mercedes fahren (ausser natürlich Dieter Bohlen und Ralph Siegel - die fahren Rolls Royce), brauchen wir auch niemanden wie die GEMA, die das Geld kassiert..." Ach und ich dachte immer, dass die GEMA dafür sorgt, dass für manche Komponisten das Geld quasi vom Himmel fällt... Immer wieder traurig zu sehen, wie das Urheberrecht Kultur behindert...
Jawohl ! Da beisst die Maus keinen Faden ab
XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
Tut mir leid aber das ist so "anständig" wie im Altersheim Gebisse klauen. Ich hoffe das die Sittenwidrigkeit dieser Initiative von den Richtern erkannt wird und Leuten wie Ihnen zurecht die Grenzen dessen gezeigt wird was noch sittlich ist. Ich sage nur soviel für jedes XXXXXX gibt es auch einen Verteidiger. Aber was red ich da, sie werden ja entweder für Ihre Meinung bezhahlt oder sind nicht in der Lage das soziale Unrecht zu erkennen noch in der Lage sein zu merken das dies nur ein weiter Grabstein für die Versorgung unserer Kinder ist. Wenn sie sabberd im Bett liegen und es keinen Arzt und keinen Pfleger gibt der noch ihre Sprache spricht, dann werden sie das nicht nur verstehen, sonden es wird auch zu fühlen sein. Hoffnungslos ist es jededenfalls immer dann mit Menschen zu reden die sich auf ihr vermeintliches Recht berufen ohne dies im Kontext der Menschlichkeit zu sehen. Die betreffenden Musiker sollten einfach selbst mal klagen und direkt sich mit der Bevölkerung anlegen- dann wäre das schnell vorbei mit dem Erfolg. Da bin ich sicher. Sie würden glühend gehasst werden und zwar zu recht. Ich nehme damit aber nicht Raubkopien in Schutz- das ist ganz etwas Anderes, da geht es nicht um singende Kinder sondern um Geiz und Diebstahl. Diesen Unterschied zu erkennen trau ich der Gema nicht zu. Ach übrigens sie lassen das alles durch einen Administrator prüfen, das wird also so was wie Zensur? super- das habt ihr ja mit dem Chinesen gemeinsam.
//Anm. d. Red.: Der Post wird freigeschaltet, obwohl er teilweise nicht den Nutzungsbedingungen entspricht. Diesen Teil haben wir unkenntlich gemacht. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Es geht um Geld, nicht um Musik
Vermutlich ist die Sache juristisch absolut wasserdicht - es geht der GEMA um Recht und Geld, nicht um Musik. Und da ist es ohne Belang, dass man zukünftig in vielen Kitas aus Sorge um rechtliche Konsequenzen einfach nicht mehr mit den Kindern singen wird. Das Recht der Komponisten auf Entgelt steht ausser Frage. Störend ist der fast krankhafte Reflex der GEMA, jedes musikalische Geschehen auf irgendeine mögliche Rechteverletzung zu untersuchen - da wird selbst der Kita-Liedvortrag vor einer Handvoll stolzen Mamas und Papas schnell zur öffentlichen Aufführung erklärt, um Kleinstbeiträge abkassieren zu können. Was unterscheidet die GEMA da von Abmahn-Abzockern? Natürlich wäre es unlogisch, wenn die GEMA versuchen würde, pragmatische Auswege zu finden, um Kindergesang zu fördern. Das würde nämlich in erster Linie etwas weniger Erträge für die GEMA-Administration bedeuten. Oder darf man etwa hoffen, dass die GEMA die langfristig negativen Folgen sieht? Dann könnten im Gespräch mit den Komponisten sicher Lösungen gefunden werden, die alle Seiten zufriedenstellen.
Tallis
was ist denn das für ein Irrsinn?
Hat mal jemand darüber nachgedacht, wie viele Kinder in bundesdeutschen Kindergärten überhaupt lesen können? Und wie viele davon können Noten lesen?
Also reicht es doch, wenn ein Exemplar angeschafft wird bzw. vorhanden ist nämlich für diejenige, die das Lied per Vorsingen / Nachsingen beibringt.
Ja
"Hat mal jemand darüber nachgedacht, wie viele Kinder in bundesdeutschen Kindergärten überhaupt lesen können? Und wie viele davon können Noten lesen?" - Ja, z. B. der, welcher meinte, dass die Eltern mit den Kindern die im Kindergarten gelernten Lieder weiter singen.
Ladendiebstahl = Raubkopie?
"Ist das nicht ähnlich wie einfach ins Kaufhaus gehen um sich in den Regalen zu bedienen und die Kasse dann einfach zu vergessen, zu übersehen, zu umgehen?"
Nicht ganz, sondern eher so, wie wenn ich jemandem einen Witz erzähle und wenn der den weiter erzählt, meinen Anwalt auf ihn hetze und der Richter mir Recht gäbe.
Als Musiker könnte ich ja auch auf mein Recht am eigenen Bild und Leistungsschutzrecht beharren und allen das Filmen und Fotografieren bei der Hochzeitsfeier verbieten - und wenn alle Musiker das machen würden, müssten die Kunden das schlucken.
Schande über euch !
"Wer Geld liebt, wird des Geldes nicht satt, und wer den Reichtum liebt, nicht des Ertrages" das steht in der Bibel geschrieben zum Thema Gier. Gier ist die ekelhafteste Eigenschaft eines Menschen und wenn es darum geht kleine Kinder ab zu kassieren dann ist das einfach nur widerlich, egal welche Rechtfertigung sie dafür haben.Sie vergehen sich schamlos an denen die sich am wenigsten wehren können um dann das geraubte Geld denen in den Rachen zu schmeißen die sich dicke Villen und teure Autos kaufen und Hunde mit brillanten berghängen zu geben. Wer kleinen Kindern das Singen erlauben will aber erst wenn sie bezahlt haben ist auch eine Art von Kinderschänder. Können sie überhaupt noch in den Spiegel schauen?. Viele Menschen stellen ihr geistiges Eigentum kostenlos ins Internet zum Nutzen anderer, auch sie benutzen es ohne dafür zu bezahlen !. Kinder sind das höchste Gut dass eine Gesellschaft hat und das was sie wollen ist im höchsten Maße asozial. Wenn den armen Künstlern ihr geistiges Eigentum so wertvoll ist dann sollen sie es da lassen wo es herkommt, in ihrem Kopf.Dadurch dass die Kinder ein paar Lieder singen werden die Künstler nicht verhungern. Man muss sich schämen das es solche Leute in unserer Gesellschaft gibt.Abschließen möchte ich mit einem Zitat aus Matthaeus 18:6 "Wer aber ärgert dieser Geringsten einen (Kinder), die an mich glauben, dem wäre es besser, daß ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er ersäuft werde im Meer, da es am tiefsten ist". Mögen sie für ihr tun die richtige Belohnung erhalten.
Frage...
wieviele Komponisten kennen sie persönlich, die das als Beruf und nicht als Hobby ausüben?
Und ich finde es auch tragisch, dass am Eingang der Kita ein GEMA-Mann steht, der den Kleinen ihr Taschengeld wegnimmt....
An die Verantwortlichen der GEMA
Werte Verantwortliche der GEMA,
im Kindesalter hatte ich eine Phase, in der ich gern als Rechtfertigung von mir in Gemeinschaft mit anderen begangenen Blödsinns zu meinen Eltern sagte: „Aber der … hat auch gesagt, dass ich das machen soll!“ Als Antwort bekam ich dann die rhetorische Frage: „Und wenn der … sagt, Du sollst mit all Deinen Sachen in´s Wasser springen, machst Du das dann auch?“ Das brachte mich zum Nachdenken und bewahrte mich zum Glück vor der Teilnahme an noch mehr Unsinn…
Ihr Auftrag zum Gebühreneinzug (oder wie auch immer dies formalrechtlich korrekt genannt wird) in diesem Fall mag – ebenso wie der Sprung in´s Wasser -juristisch einwandfrei sein – moralisch ist er dies sicher nicht. Die meisten Ihrer Richtigstellungen in diesem Blog hören sich für mich genau wie meine Rechtfertigungen an. Auf die entsprechende Antwort kommen Sie sicher selbst und für zukünftige derartige (Dienstleistungs-)Projekte kann ich Ihnen die richtige Schlussfolgerung nur wünschen…
Legel, illegal, scheißegal?
Natürlich mag es legal sein, was die GEMA da macht. Aber es ist kulturpolitisch absolut kontraproduktiv. Die Erzieher(innen) sollten sich besser um ihren Bildungsauftrag kümmern, anstatt über Urheberrechte zu recherchieren und hyperbürokratisch Liederlisten zu führen.
Mein Vorschlag: für die Kitas eine zentrale Website einrichten, auf der alle gemeinfreien Lieder von vor Urzeiten verstorbenen Urhebern zu finden sind. Und wenn es gar nicht anders geht und unbedingt ein moderneres Lied gesungen werden soll, dann würde ich den Liedtext (für alle Eltern lesbar) an eine Tafel schreiben oder auf einen Overhead packen = eine Kopie, mehr nicht.
Gebühren für Kindergartenlieder?!?
Hier geht die Wahrung der Urheberrechte eindeutig zu weit! Gemeinden bemühen sich mit Aktionen wie "Jedem Kind sein Instrument" um die musikalische Früherziehung und von der GEMA kommt SO ETWAS... Wenn es nicht so traurig wäre, sollte man sich wünschen, dass die zukünftige Bevölkerung völlig unmusikalisch wird, damit die GEMA nichts mehr zu verwalten hat. Leider würden sich die Verantwortlichen für diesen Blödsinn dann bereits mit fetten Pensionen im Ruhestand befinden. Ihr solltet euch was schämen! Pfui!
Alles für Alle !
Ähhhh.....Frage!
Waren es die Kinder, die die Noten kopiert haben?
Dann kann ich verstehen, wenn ihr alle auf die böse böse Verwertungsgesellschaft losgeht. Das wäre echt obergemein.
Sollten es aber die Erwachsenen gewesen sein, verstehe ich die ganze Diskussion nicht so recht.
Hat nicht doch irgendwo jeder "Große" in seinem Bewusstsein, dass dies nicht ganz Rechtens ist einfach Noten zu kopieren?
Ist das nicht ähnlich wie einfach ins Kaufhaus gehen um sich in den Regalen zu bedienen und die Kasse dann einfach zu vergessen, zu übersehen, zu umgehen?
Hat doch auch jeder in seinem Besusstsein, das dies Diebstahl ist. Und die Aldibrüder wurden auch sehr, sehr reich, weil viele, vieles bezahlt haben.
Wer ist nun gierig die GEMA, der Komponist oder die Kopierer, die ja doch ein paar Cent sparen können? Oder doch die Aldibrüder? Ist doch alles etwas verwirrend hier.
Dunkel wars der Mond schien helle, als ein Auto blitzeschnelle langsam um die Ecke fuhr. Drinnen saßen stehend Leute, schweigend ins Gespräch vertieft.....dann doch eine neue Welt......
Alles für Alle kostenlos. Dann geht es wieder auf, wenn wir aus Liebe und Freundschaft für den anderen arbeiten. Ohne Gier, Neid und Hass und so...na dann hängt euch mal weiterhin an dem Thema auf, so wird die gewünschte Veränderung wohl noch auf sich warten lassen.
Einiges kostet nix, einiges schon
Ihr Vergleich mit dem Kaufhaus hinkt leider etwas. Denn da es ja auch "Waren" gibt, die so alt sind, dass die Erben des Urhebers nichts mehr fordern können oder da es "Waren" gibt, die dem Volk gehören (oder wem gehört ein Volkslied denn wohl sonst?) stimmt Ihr Vergleich nur, wenn es um ein Kaufhaus geht, in dem es Waren gibt, die etwas kosten, und in dem es auch Waren gibt, die sich jeder einfach so nehmen kann. Dummerweise muss man in diesem Kaufhaus bei jedem Artikel, den man in den Warenkorb legt, erst einmal genau recherchieren, ob der "Hersteller" der "Ware" eine "Lizenzgebühr" will oder nicht - es gibt ja auch Urheber, die ihr "Werk" lizenzfrei stellen. So und jetzt stellen Sie sich vor, dass eine Erzieherin, deren Auftrag eigentlich lautet, sich sinnvoll mit Kindern zu beschäftigen und ihnen etwas beizubringen, fortan durch das Warenhaus irrt und sich genau überlegen muss, ob die "Ware" lizenfrei oder lizenzpflichtig ist. Und wenn sie lizenzpflichtig ist, muss genau mitgezählt werden, ob man unterhalb der 500-Kopien-sind-abgegolten-Anzahl bleibt oder ob es womöglich bereits die 503. Kopie des Kindergartens in diesem Haushaltsjahr ist. Die Quote Erzieher/in pro Kind ist sowieso alles andere als optimal, in vielen Kindergärten sind oft nur zwei Erzieherinnen für mehr als ein Dutzend Kinder zuständig, wo auch noch abwechselnd irgendeins Hilfe beim Zur-Toilette-Gehen braucht, wo oft genug nur eine Erzieherin im Gruppenraum ist - und dann soll die, statt für die Kinder da zu sein, über Urheberrechte recherchieren und bereits verteilte Kopien abzählen? Sorry, aber das ist etwas, was zwar juristisch korrekt ist, aber vom gesunden Menschenverstand an die Schildbürgergeschichten erinnert - man müsste diese tatsächlich mal hervorholen und schauen, ob sich eine Geschichte findet, die den Mangel an - wie es im Angelsächsischen so schön heißt - "common sense" in vergleichbarer Weise auf die Schippe nimmt. Und noch ein Punkt: es gibt ja nicht nur Urheber im Musikbereich, es gibt ja auch Urheber für Texte und Bilder und Kunstwerke usw. Ich bin gespannt, wann sich deren Verwertungsgesellschaften auf den Weg machen, um zu prüfen, ob man den Erzieherinnen das Leben nicht schwer machen kann, indem sie jedes Gedicht und jedes Bild auf seine Urheberschaft prüfen. Womöglich dürfen ja auch die Bilder der Kinder nur noch dann öffentlich sichtbar ans Fenster gehängt werden, wenn die Eltern als Vertreter der Kinder in die Bildverwertungsgesellschaft eingetreten sind und darüber Lizenzgebühren in Anspruch nehmen können. Man kann schließlich alles irgendwo auf die Spitze treiben ...
Nomen est omen
Man schaue sich hier auf der GEMA-Webseite das Autorenprofil von Herrn Peter Hempel an. (Hier oben rechts anklicken.) Seine Skypeadresse erläutert treffend, mit wem wir es zu tun haben.
Hirn ist aus?
Wenn ich hier den einen oder anderen Kommentar lese, so muss ich mich doch fragen, ob sich die jeweiligen Kommentatoren nicht ausreichend informiert haben oder aber schlicht ihr Hirn abschalten, sobald sie "GEMA" hören?
Oder ist das alles schlicht das Ergebnis diser tendenziösen Berichterstattung in den Medien, bei der auch ansonsten seriöse Medien, wie etwa "Welt online" nicht davor zurückschrecken, Falschmeldungen zu verbreiten und mit "Kitas sollen fürs Singen Gema-Gebühren zahlen"(http://www.welt.de/wirtschaft/article11846787/Kitas-sollen-fuers-Singen-Gema-Gebuehren-zahlen.html) zu schlagzeilen. Das grenzt ja schon fast an Rufmord, was sich die Journaille da leistet. Selbst ein Volontär mit Brett vorm Kopf sollte dazu in der Lage sein, innerhalb weniger Minuten die Fakten zu recherchieren.
Würde das stimmen, was die "Welt online" da in die Welt posaunt, würde ich natürlich postwendend aus der GEMA austreten, keine Frage! Aber es stimmt so schlicht nicht und es werden bewusst die Zahlen nicht genannt. Klar, wenn die Leser wüssten, dass es sich um 56.- bzw. 44,80.- Euro im Jahr handelt und es eben nicht um das Singen, sondern um das Kopieren urheberrechtlich geschützten Notenmaterials geht, dann wäre es wohl kaum noch ein Aufreger, sondern nachvollziehbar und angemessen.
Die Erzieherin einer Kita meinte zu mir in einer Diskussion, dass man ob dieser Forderung jetzt die Gebühren für die Kita pro Kind um 2.- pro Monat erhöhen müsste, um diese Kosten zu decken.
Rein rechnernisch bedeutet dass, dass diese Kita mehr als 32.000 Kopien urheberrechtlich geschützter Werke macht. Das kann man kaum glauben. Da ist es schon eher wahrscheinlich, dass man hier die Uninformiertheit der Eltern ausnutzt, um selber noch ein wenig Kasse zu machen. Aber es ist ja für die Kinder, gell?
Diejenigen, die hier immer mit dem "es ist ja für die Kinder"-Argument kommen, sollten mal versuchen, mit diesem Argument die Klamotten für ihre Kinder kostenlos zu bekommen oder den Installateur dazu zu bwegen, die Armaturen im Kindergarten für lau zu reparieren.
Alle schreien danach, dass Arbeit gerecht entlohnt werden muss, nur für Musikurjeber scheint das so nicht zu gelten. Sehr bedenklich.
Rufmord bei der GEMA?
Vorab meinen Glückwunsch, dass Sie bisher anscheinend keine schlechten Erfahrungen mit der GEMA gemacht haben. Ich und viele Künstler aus meinem Freundeskreis indess schon (was inzwischen dazu geführt hat, dass die alle aus der GEMA ausgetreten sind). Ohne jetzt auf diesen Notenblätter-Fall einzugehen (ich weiß, die GEMA handelt da nur im Auftrage etc. pp.) ist es doch wohl Fakt, dass die in Ihrem letzten Absatz getätigten Äußerungen nach gerechtem Lohn durch die GEMA ganz sicher nicht erreicht wird. Viel ungerechter als die Verteilungsmethode der GEMA geht doch kaum. Musiker aus dem Independentbereich, die in den einschlägigen Discos rauf und runter gespielt werden, erhalten dafür nichts von der GEMA ... außer die jährliche Rechnung über den Mitgliedsbeitrag. Wo ist da die Gerechtigkeit? zur Strafe für ihre Mitgliedschaft dürfen die dann auch noch für eigene Songs auf der eigenen Homepage an die GEMA zahlen. Von daher kann hier von Rufmord wohl keine Rede sein. da gibt es ein schönes Sprichwort: "Ist der Ruf erst ruiniert ..." In diesem Sinne Frohes Neues Jahr.
Rechnen können?
Mag ja sein, dass ich nicht rechnen kann, aber können Sie mir nochmal das Beispiel vorrechnen, wo bei einem Kind pro Monat 2 Euro mehr, d.h. pro Jahr 24 Euro mehr gezahlt werden und das dann 32.000 Kopien für diesen Kindergarten ergeben soll? Liege ich falsch, dass bei 32.000 Kopien und 24 Euro pro Jahr dann mehr als 1.600 Kinder in diesem Kindergarten sein müssten? Da frage ich mich schon, ob da nun die KiGa-Größe oder Ihre Rechnung völlig daneben ist ... In einem früheren Posting hieß es, für die 56 Euro sind 500 Kopien möglich - und zwar als Kopie eines Liedes und nicht als ein Zettel mit fünf Liedern. Im KiGa meines Sohnes sind rund 70 Kinder (und keine 1.600!), bei 500 erlaubten Kopien und 70 Mit-Sing-Zetteln (z.b. für die Eltern) mit 3,5 Liedern reicht es fürs Ostersingen und das Singen beim Sommerfest. Das Singen zum Erntedankfest und das Weihnachtssingen muss leider ausfallen, weil dann die 500 Kopien überschritten sind. Wie ich oben schon sagte: nur noch eine Kopie machen und die per Beamer an die Wand und gut isses. Oder nur die ganz alten Lieder von den toten Urhebern ins Programm nehmen. Das spart nicht nur Geld, sondern vor allem den Erzieherinnen sehr viel Zeit für Bürokratie und Recherche und Buchführung über Lieder und Kopien und so.
An die Vorposter
@Kirsten Dass bei den Abrechnungen nocheiniges im Argen liegt und kritikwürdig ist, steht ausser Frage. Aber das ist eine andere Baustelle und nicht Thema dieser Diskussion. @PeWi Sie haben wohl meine Ausführungen nicht richtig gelesen oder Verstanden. Ich schrieb: "Die Erzieherin einer Kita meinte zu mir in einer Diskussion, dass man ob dieser Forderung jetzt die Gebühren für die Kita pro Kind um 2.- pro Monat erhöhen müsste, um diese Kosten zu decken. Rein rechnernisch bedeutet dass, dass diese Kita mehr als 32.000 Kopien urheberrechtlich geschützter Werke macht. Das kann man kaum glauben." Bei der Zahl von 150 Kindern, die diese Dame damals nannte, bedeuten 2 Euro pro Kind und Monat nunmal einer Summe, die über 32.000 Kopien entspricht. Rechnen Sie doch einfach mal selber: 2.-/Monat bedeutet, dass ca. 20 Kopien pro Kind im Monat angefertigt werden, also 240 Kopien pro Kind im Jahr. Ich glaube ja ziemlich viel, aber dass eine Kita wirklich soviele Kopien urheberrechtlich geschützter Noten im Jahr machen muss, halte ich für Unfug.
Nicht ganz
1. Es geht ja nicht um das Geld, sondern um die Recherche- und vierteljährliche Dokumentations-Arbeit, die nötig sind. (die VG Musikedition und die GEMA erwähnen natürlich gerne nur das Geld, das ja wirklich wenig scheint). Ich habe die notwendige Arbeit für Laternen- und Weihnachtsfest versucht zu leisten, und es ist mir trotz mehrerer Stunden Arbeit nicht zufriedenstellend gelungen.
2. Zu den Musikurhebern: z.B. in der Sendung "quer" im Bayerischen Fernsehen hat ein bekannter Kinderlieder-Urheber gesagt, dass seine Lieder für die Kinder frei sein sollen. (Und oben wurde ja schon erwähnt, dass nur die "obersten" Urheber überhaupt Geld sehen.)
3. Was mich nur wundert: Viele Projekte in Deutschland setzen sich dafür ein, das Singen bei Kindern zu fördern, und mit dieser VG Musikedition/GEMA-"Drohkulisse" trauen sich die Erzieher/innen jetzt kaum mehr (weil sie sich vor Schadenersatzansprüchen oder dem Zeitaufwand für die Bürokratie fürchten).
Regent des Planeten
Hallo Anita, zu deinem Kommentar "Nicht ganz" (welcher seltsamerweise zu meinem K. auf der "Fünf Fragen.."Seite an mich gemeldet wird) zu 1. Genau so wie du schreibst, ist es. Die Gema lässt gerne andere die Arbeit machen. Auch die, die sie verpflichtet wäre zu tun.
2. Ja die GEMA rechnet gerne "jedes einzelne Wurschtradel" gegenüber den Nutzern ab. Gegenüber den Urhebern werden aber nur "ganze Schweine" ausgeschüttet, weil detailiertere Abrechungen zu aufwendig seien: (wörtlich) "zuviel Arbeit" (sic?) und daher "unwirtschaftlich" (sic?). Dass sich dies den KitAs etc. bezüglich der Forderungen der GEMA ähnlich darstellen könnte, kommt ihnen nicht in den Sinn (bedeutet: ist ihnen egal) Zweierlei Mass.
3.Natürlich sind Erzieherinnen eingeschüchtert. Sie wollten ja keine Juristen werden.
Ansonsten wird auf meine Ausführungen unter dem "Fünf Fragen..."Blog verwiesen.
Liebe Anita, weiter so.
Warum?
Hallo, ich hab eigentlich wenig Probleme mit der GEMA, aber eins nervt mich ganz gewaltig. Stichwort: YouTube. Ich weiß nicht genau was zwischen der GEMA und Youtube gelaufen ist, aber irgentwas von wegen Verträgen die nicht verlängert wurden weil die GEMA mehr Geld wollte hab ich gehört. Darum gehts mir aber garnicht. Mir gehts um die Tatsache das Deutschland als einziges wirklich freies Land auf Youtube komplett von den Mainstreammedien abgeschnitte wird. Kleines Bild als einstieg: http://img64.imageshack.us/img64/1157/gemas.jpg Dieses Bild zeigt die Aufrufe aus den verschiedenen Ländern an(je grüner umso mehr Aufrufe). Der weiße Fleck in Europa ist Deutschland. Dieses Bild steht stellvertrettend für JEDES aktuelle Mainstream Lied. Ich versteh es einfach nicht wieso alle Welt diese Musik anhören darf, nur aus Deutschland darf man es nicht. Ich muss jedes mal einen scheiß langsamen Proxyserver starten wenn ich mir die Musik anhören will. Es ist ja nicht so das die Musik gegen den Willen der Künstler auf Youtube steht, sie wird VON DEN KÜNSTLERN SELBST dort hochgeladen. Mir geht das einfach nicht in Kopf warum Deutschland als einziges Land vom Konsum von Musik auf Youtube ausgeschlossen wird.(Ich sag das mal so weil 99% der User nicht wissen wie sie sich eine Verbindung über Proxyserver einrichten und deswegen keinen Zugriff auf die meiste Musik haben) Darauf hätte ich gerne eine Antwort. Ein zweites Thema möchte ich noch ansprechen. Es ist unmöglich, ohne erheblich gegen das Grundgesetz zu verstoßen, effektiv gegen Raubkopieren vorzugehen. Jedes Kind kennt heutzutage Dinge wie den Youtube2Mp3Converter, kino punkt to, drei punkt to, iload punkt to etc.! Bald werden auch die letzten kapiert haben, dass p2p Netzwerke nicht sicher sind und dann könnt ihr niemanden mehr Verklagen wegen Raubkopieren weil ihr nichtmehr an die IPs kommt. Der verkauf von CDs/DVDs/BluRays in Plastikschachteln ist Geschichte, an eurer Stelle würde ich mir langsam mal was einfallen lassen wie ihr in Zukunft wenigstens noch ein bisschen Geld daran verdient. In meinen Augen ist es auch nicht gerecht das Leute die Werke von Künstlern einfach aus dem Internet laden ohne dafür zu zahlen, aber es lässt sich nunmal nicht verhindert und die Jugend von heute ist damit aufgewachsen, die sind das gewöhnt. Richtet eine Kulturflatrate ein, richtet gute und günstige evtl. nur durch Werbung finanzierte Video oder Musik on demand Plattformen ein. Was denkt ihr würden die Jugendlichen vorziehen: einen verkackten Telesync auf kino punkt to oder den gleichen Film in guter Qualität aber mit 2-3 Werbeunterbrechungen auf eine offiziellen Website auf der man keine Angst vor Abzockabos haben muss. Technisch dürfte es kein Problem sein eine riesige Auswahl an aktuellen Blockbustern auf Abruf für jeden im Internet anzubieten. Frühere Generationen sind es evtl. noch gewöhnt sich nach dem Fersehprogramm zu richten, die heutige Jugend will sehen was sie will und zwar dann wann sie will. Und vor allem will bzw. kann sie dafür nichts zahlen. Was denkt ihr den was Jugendliche pro Monat maximal für Film und Musik ausgeben könnten, 15-20€ höchstens. Das wären in den meisten fällen nichtmal 2DVDs oder 2 Alben. Wieviel konsumieren sie aber im Internet illegal? 5-6 Filme pro Monat, Musik von 3-4 Alben. Jetzt stellt euch vor das ganze wird seriös, offiziell, legal, kostenlos aber Werbefinanziert im Internet angeboten. Es wird noch mehr konsumiert und durch die Werbung kommt mindestens soviel rein als würden sich die Leute ein Album kaufen. Ihr habt also die Wahl entweder hältet ihr an teuren CDs/DVDs/BluRays im Laden fest die immer weniger Leute kaufen, oder ihr bietet es kostenlos an und finanziert euch durch Werbung. Es gibt ja schon seiten wie tape punkt tv die das machen. Man kann nach jedem Lied das gehört wird eine kurze Werbung schlaten, in Filmen bevor er startet eine(da kann schonmal gebuffert werden) und zwischendrinn 2-3 Werbepausen. Aber das ist nur mein Vorschlage der weder ausgereift noch durchdacht ist. Aber ihr müsst euch da wirklich was einfallen lassen weil die Zukunft besteht sicher nicht aus glänzenden Scheiben. LG
Youtube
Sehr geehrter Herr Türlich,
alles zum Thema YouTube finden Sie auch hier auf unserem Blog unter
http://blog.gema.de/blog/tag/youtube/
Kurz angerissen: Wir haben, zusammen mit einer Reihe ausländischer Verwertungsgesellschaften, lediglich die Sperrung von 600 Werken von YouTube für das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland gefordert. Alle anderen Einschränkungen hängen nicht unmittelbar mit unserer derzeitigen Auseinandersetzung zusammen. Auch Verlage, Platten-Labels, Filmproduzenten und andere Rechteinhaber können Sperrungen veranlassen (und tun dies auch). Gründe können sowohl Ansprüche des Urhebers eines Werks sein wie auch Ansprüche der sogenannten Leistungsschutzberechtigten, also der Künstler (Schauspieler und Musiker) und der Produzenten von Filmen, Musikaufnahmen oder Fotografien.
Besonders aktiv sind nach Kenntnis der GEMA im Bereich der Musiknutzung auf YouTube die großen Plattenlabels, die ihre Kataloge für den Abruf aus bestimmten Ländern sperren lassen.
Außer den genannten Arten von Rechteinhabern können in der Regel auch Urheber oder Interpreten direkt auf YouTube Videos sperren lassen, in dem sie dem Videoportal direkt eine Urheber- oder Leistungsschutzrechtsverletzung melden.
MfG Peter Hempel
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Franco Walther