
Hier finden Sie einen Videostream der Rede von Dr. Harald Heker, dem Vorstandsvorsitzenden der GEMA, anlässlich der diesjährigen Mitgliederversammlung in Berlin.
Auf unserer Webseite www.gema.de/pressemitteilungen finden Sie den Wortlaut der Rede in Textform sowie die Präsentation als Teil einer digitalen Pressemappe.
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Bericht eines Delegierten der angeschlossenen und außerordentlichen Verleger
Aus Sicht der außerordentlichen und angeschlossenen Verleger waren zwei Anträge zur Satzung von besonderem Interesse. Antrag 13, einer von nur vier Mitgliederanträgen, forderte die Absenkung der Mindesteinkommen als Voraussetzung für die ordentliche Mitgliedschaft. Antrag 20, gestellt von Aufsichtsrat und Vorstand, sah die Erhöhung der Delegiertenzahl vor, gekoppelt an ein Mindestaufkommen (nachzulesen in der Tagesordnung). Beide Anträge wurden aus unterschiedlichen Gründen nicht angenommen. Zu Antrag 13 legte die Verwaltung Zahlen vor, aus denen ersichtlich wurde, dass bereits jetzt eine nicht unerhebliche Zahl von angeschlossenen bzw. außerordentlichen Mitgliedern die Voraussetzungen für die ordentliche Mitgliedschaft erfüllen, diese aber nicht beantragen. Die Anzahl derjenigen, die einer Herabsetzung der Mindesteinkommen dafür infrage kämen, war im Vergleich geringer. Ein weiteres Argument gegen den Antrag war, dass diese Grenzen sicherstellen sollen, dass Berufskomponisten, -textdicher und -verleger ordentliche Mitglieder werden, was natürlich an ein Einkommen gekoppelt ist. Insofern steht ggfs. sogar eine Erhöhung der Mindestaufkommen im Raum. Die Argumente der Antragsteller waren hingegen, dass die Absenkung vergleichsweise moderat erfolgen sollte, punktuell sogar eine Erhöhung gewordert wurde (siehe Antrag), demnach die Grundidee der Mindestaufkommen weiterhin berücksichtigt würde. Zudem sei die Absenkung ein einfaches politisches Zeichen "nach draußen", was den Willen zur Durchlässigkeit von "unten nach oben" angeht. Und gerade im Hinblick auf die von der Gema angedachten Maßnahmen zum Erhalt der Gema-Sozialkasse (Erhöhung der Beiträge sowie des Bezugsalters) sei eine breite Basis der ordentlichen Mitgliedschaft Garant für den Fortbestand des Solidarsystems Gema.
Die Mitgliedschaft mochte den Argumenten der Antragsteller nicht folgen und lehnte den Antrag in allen drei Kurien ab. Das Thema ist jetzt allerdings auf der Tagesordnung und die Zukunft wird zeigen, was im weiteren Verlauf als sinnvoll erachtet wird.
Antrag 20 hingegen wurde nicht abgelehnt, sondern von Aufsichtsrat und Vorstand nach eingehenden Diskussionen auch in der Versammlung der angeschlossenen und außerordentlichen Mitglieder zurückgestellt, um ihn angepasst im kommenden Jahr nochmals zu stellen. Der Hauptdiskussionpunkt war erwartungsgemäß die gewünschte Einführung eines Mindestaufkommens als Voraussetzung für die Eignung als Delegierte(r). Aufsichtsrat und Vorstand wollten so sicherstellen, dass Leute mit sogenanntem "Nullaufkommen", mithin also Menschen, die offensichtlich in der Gema falsch sind, weil sie keine öffentlichen Werknutzungen haben, nicht Delegierte werden können. Mit dem Mindestaufkommen verbanden Vorstand und Aufsichtsrat in der Antragsbegründung die "erforderliche Erfahrung und Sachkunde" für das Ehrenamt des Delgierten. Dem wurde aus der angeschlossenen und außerordentlichen Mitgliedschaft (teilweise massiv) widersprochen. Wenn man mal die der emotionalen Erregung geschuldeten punktuell ungünstigen Formulierungen der Antragsgegener beiseite lässt, bleiben folgende Punkte:
1. die Mindestaufkommenregelung erzeugte punktuell ein Gefühl der Ausgrenzung
2. Sachkompetenz und Erfahrung könne nicht am Aufkommen gemessen werden
3. Ggfs. ginge Know-How verloren, wenn erfahrene Delegierte zwangsausscheiden müßten
4. der angeschlossenen und außerordentlichen Mitgliedschaft sei zuzutrauen, die ihnen kompetent erscheinenden Delegierten selber wählen zu können ohne Restriktion von "außen" und die Gema müsse Fehlentscheidungen aushalten können.
Aus meiner Sicht ist noch hinzuzufügen, dass
a. in der Vergangenheit Delegierte, die wenig Sachverstand hatten, auch wieder abgewählt wurden
b. findige Menschen immer Wege finden, auch die Mindesteinkommen zu erreichen, mithin der Schutzgedanke nicht greifen wird.
Ein Vorschlag aus der Mitgliedschaft war, im kommenden Jahr diesen Antrag zu splitten und getrennt über die Erhöhung der Delegiertenzahl und ein Mindestaufkommen abzustimmen.
Aufsichtsrat und Vorstand haben sich mit großer Ernsthaftigkeit alle Argumente angehört und entschieden, den Antrag zurückzustellen und in Zusammenarbeit mit den Delegierten für das kommende Jahr etwas neues zu entwickeln. Insofern sind wir nun dazu aufgerufen, konstruktiv mit Aufsichtsrat und Vorstand um eine optimale Lösung zu ringen.
Bei Fragen zu diesem oder anderen Themen stehe ich gerne zur Verfügung, die Kolleginnen und Kollegen ebenso.
Bericht in der nmz
Auch in der nmz haben wir über diese Fragen berichtet. Siehe Link oben. Vielen Dank für die Informationen aus der Versammlung selbst und die Begleitumstände der Abstimmung der Anträge.
Nur ergänzend: Ich denke, auch der Vorstandsvorsitzende erreicht schließlich nicht das Mindestaufkommen, dürfte aber trotzdem etwas Sachverstand in Sachen GEMA besitzen ;-)
Applaus nur von den ordentlichen Mitgliedern
Den Applaus den Herr Heker bekommt ist nur von den Ordentlichen GEMA mitgliedern. Die große Mehrheit darf ja nicht daran Teilnehmen. Sowas änliches gab es nur im Mittelalter.
Delegieren SIe Ihren Applaus
@ Lauster
Wenn Sie das nächste Jahr, wie Sie es hoffentlich auch dieses Jahr getan haben, an der Versammlung der angeschlossenen und außerordentlichen Mitglieder teilnehmen, steht es Ihnen nicht nur frei, dort NICHT oder DOCH zu applaudieren - ich würde Sie auch bitten, auf Ihre Delegierten zuzugehen, damit wir Ihre Ansichten in die Versammlung der ordentlichen Mitglieder tragen können.
Nur Umkosten
Habe ich alles schon gemacht und es hat nichts gebracht. Wie Sie ja wissen, die Gesetze werden ein Tag später verändert ,wenn wir An oder Ausserordentliche GEMA Mitglieder nicht teilnehmen dürfen. Mehr als über 250,- Umkosten hat es mir nicht gebracht. Die ganze Sache lohnt sich nur für die Ordentlichen GEMAmitglieder. Die vielleicht noch die Umkosten von der GEMA oder Verlag zurück bekommen.
Wer nur "Umkosten" hatte...
... ist bei der GEMA als Textdichter sicherlich nicht so gut aufgehoben. Ich empfehle in diesem Fall einen Textdichter-Kursus bei Edith Jeske in der "Celler Schule". Und wir ordentlichen Mitglieder bekommen alle unsere Kosten von der GEMA zurückerstattet - das ist doch ein schöner Traum, nicht wahr?
Da haben Sie recht
Da haben Sie recht , gut aufgehoben bin ich nicht bei der GEMA als außerordentliches Mitglied.Da ich so gut wie keine Rechte habe, wie die meisten GEMA Mitglieder.
Frechheit
Meine Lieder ,die ich komponiert und getextet habe, werden gesendet und gespielt bei Internetradios, Kneipen, kleine TV z.B Center –TV-Ruhr, Diskotheken, Fußballstadion (Auf Schalke)wo über 50 000 Fans meine Lieder singen. Ich erhalte nur einen kleinen Teil, weil ich namentlich nicht erfasst werde und alles in einen großen Topf landet , und den namentlich Erfassten zukommen. Die Alleinherschafft der ordentlichen GEMA Mitglieder beschließen z.B wo ihre Musik gespielt wird , auf die Sekunde genau abgerechnet. Auch werden die Komponisten namentlich erfolgreich erfasst. Das ist bei den großen Fernsehsendern, Film , großen Radiosendern ,weil die Musik der ordentlichen GEMA Mitglieder dort gesendet wird.(siehe auf ihre Homepage) wird der größte Teil aller GEMA-Einnahmen dort hinfokussiert. Dort wird das große Geld bei der GEMA gemacht. Überall dort ,wo die ordentlichen GEMA Mitglieder keinen Einfluss haben ,was gespielt wird, wird pauschal abgerechnet. Die Komponisten und Texter werden dort namentlich nicht erfasst und treten bei der GEMA nicht namentlich auf. Diese Komponisten und Texter werden wie ich, nicht nur um ihr Geld von der GEMA gebracht ,sondern auch um die Anerkennung ihrer künstlerischen Leistung beraubt. Dann wird von der GEMA noch gesagt ,dass die an und außerordentlichen GEMA Mitglieder nicht stimmberechtigt sind, weil sie so wenig erwirtschaften. Dank der ungerechten GEMA Gesetze der ordentlichen GEMA Mitglieder, kann ich nicht nachweisen wo meine Lieder seit 1994 gesendet und gespielt worden sind und muss mir hier von einem ordentlichen GEMA Mitglied der sich Tonk nennt, sagen(schreiben) lassen Zitat: Wer nur "Umkosten" hatte... ... ist bei der GEMA als Textdichter sicherlich nicht so gut aufgehoben. Ich empfehle in diesem Fall einen Textdichter-Kursus bei Edith Jeske in der "Celler Schule". Das ist mehr wie eine Frechheit.