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Musikmarkt vor Trendwende?

Die deutsche Musikbranche erlebte 2011 das erste Jahr ohne Rückgang der Gesamtumsätze seit 1997. Ist die Zeit der sinkenden Umsätze im deutschen Musikmarkt vorbei? Wird der Trend 2012 fortgesetzt? Ist es überhaupt ein Trend? Welche Faktoren sind für eine positive Entwicklung entscheidend? Diskutieren Sie mit! Lassen Sie uns Ihre Meinung wissen! Wir freuen uns auf einen lebhaften Meinungsaustausch.

Die seit Jahren mit sinkenden Umsätzen kämpfende Musikbranche blickt auf ein solides Jahr 2011 zurück. Der deutsche Musikmarkt entwickelte sich im vergangenen Jahr erstmals seit 1997 stabil. Dies gaben der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) und media control im Januar im offiziellen Trendreport 2011 bekannt. Nach vorläufigen Angaben zum Verkauf physischer Tonträger und Downloads lag der Umsatz mit Musikverkäufen auf Vorjahresniveau. Der Bundesverband Musikindustrie e.V. veröffentlicht die endgültigen Zahlen zur Entwicklung 2011 im kommenden April auf seiner Jahrespressekonferenz in Berlin.

Die Branche hofft, beflügelt durch die neuen Zahlen, auf eine nachhaltige Trendwende. Ist diese Hoffnung berechtigt? Wir wollen Ihre Meinung dazu lesen? Diskutieren Sie mit!

Pressemitteilung des BVMI zum Trendreport 2011


Schlagwörter:  trendreport 2011, bvmi, musikmarkt, musikbranche
geschrieben am  09.02.2012,16:24 Uhr

Franco Walther

Kommentare (8) 

Der Zweifler schrieb am 10.02.2012 16:13 Uhr
Gravatar: Der Zweifler

Wunder gibt es immer wieder

Die entscheidende Frage ist, ob Streamingdienste die Verluste im Bereich der physischen Tonträger langfristig auffangen können.

Tom Lubke schrieb am 16.02.2012 20:02 Uhr
Gravatar: Tom Lubke

Hoffentlich nicht

Das wäre sehr bedauerlich wenn der Musikmarkt tatsächlich wieder wachsen würde. Je schwächer der Musikmarkt desto schwächer die GEMA und desto besser für alle.

Romy schrieb am 17.02.2012 15:22 Uhr
Gravatar: Romy

Ich glaub, es hakt?!

Selten einen größeren Blödsinn gelesen als deinen Kommentar hier. Denk mal drüber nach: Wenn es keinen Markt mehr für die Musik gibt, wird es irgendwann auch keine professionelle Musik mehr geben. Dann kannst du dich in Zukunft selber bespaßen.

Übrigens: Auch DEINE Lieblingsbands sind in der GEMA oder einer ihrer Schwestergesellschaften Mitglied (sofern sie ihre Stücke selber schreiben).

Zuerst denken, dann posten.

Dr. Jansen schrieb am 03.03.2012 12:48 Uhr
Gravatar: Dr. Jansen

Ich muss Herrn Lubke zustimmen

Ich muss Herrn Lubke zustimmen, obwohl er sich natürlich überspitzt ausgedrückt hat und seine Terminologie nicht mit angemessener Präzision gewählt ist.
Leider handelt es sich in Deutschland nicht um einen Musikmarkt, sondern um eine monopolistische Struktur. In den grundlegenden Arbeiten von Hurwicz (1960) und (1977) wurde das zentrale Prinzip der Anreizkompatibilität eingeführt. Darauf aufbauend zeigte Hammond (1979), dass einzig ein Markt mit vollständigem Wettbewerb Anreizkompatibilität ermöglicht. Warum ist Anreizkompatibilität also so wichtig? Nur wenn alle Marktteilnehmer einen Anreiz haben ihre wahre Wertschätzung preiszugeben, kann es zu einer effizienten Allokation der Güter kommen.
Inwiefern eine Allokation effizient ist kann im Musikmarkt beispielsweise an folgenden Kennzahlen gemessen werden:
• Welcher Anteil der Menschen, die Musik machen wollen, macht tatsächlich Musik.
• Welcher Anteil der Menschen, die Musik machen, will tatsächlich Musik machen.
• Welcher Anteil der Menschen, die Musik hören wollen, hört tatsächlich Musik.
Darüber nachdenkend sollte die Konsequenz des fehlenden Wettbewerbs in Deutschland jedem klar werden: Aufgrund der künstlich viel zu hohen Preise für Musik
• können sich Konsumenten nicht die Musik leisten, die sie gerne hören würden.
• bekommen Menschen einen hohen finanziellen Anreiz Musik zu machen, obwohl sie lieber etwas anderes machen würden.
• Bekommen Musiker, die wirklich Musik machen wollen, somit nicht ihre berechtigte Aufmerksamkeit.
Um auf Herrn Lubke zurückzukommen: Ja umso schwächer die Gema, desto weniger monopolistische Verzerrung des Marktes und damit besser für den Musikmarkt und seine Teilnehmer.
Viele Grüße,
Dr. Jansen

Diedier schrieb am 25.02.2012 18:12 Uhr
Gravatar: Diedier

Was hat Trendwende mit Gema zu tun?

Trendwende ist immer gut! Je schneller desto besser für die Gema ,)

www.heise.de/newsticker/meldung/Sony-Music-Das-Internet-ist-fuer-uns-ein-Segen-1441156.html

kaspinski schrieb am 03.03.2012 09:07 Uhr
Gravatar: kaspinski

Ich verstehe das so

Sicherlich meinen sie das so, dass eine Trendwende der GEMA insofern gut stände, als das man (die GEMA) die Schmach und Fehler der jüngsten Vergangenheit still und heimlich aus der Welt schaffen könnte.
Tatsächlich gibt es zu dem Thema 100derte Artikel die es etwas deutlicher auf den Punkt bringen. Siehe: http://tinyurl.com/8592ty6

So sehr ich den ein oder anderen aus dem GEMA-Vorstand als Musiker auch einmal schätzte, an dieser Stelle ist von Innovation und Zeitgeist nichts mehr zu bemerken, sind innerhalb dieser Funktion völlig auf der Strecke geblieben. Man verwaltet einen Kulturbereich mit immer neuen Kapriolen fast zu Tode. Nachhaltig, denn vielen (Konsumenten) hat es die Augen erst geöffnet was sich da so tummelt und gehen erst recht in Verweigerungshaltung.

Arcx schrieb am 18.04.2012 00:16 Uhr
Gravatar: Arcx

Was?!?

Wachstum trotz der bösen "Raub-mord-kopierer"??? Da kann doch irgendwas nicht stimmen - immerhin nehmen die Nutzungszahlen von "Raub-mord-kopier-Portalen" wie www.youtube.com immer weiter zu?

Wie ist das nur möglich, dass eure Mitglieder trotzdem mehr verdienen? Fragen über Fragen!

Vll. sind die bösen "Raub-mord-kopier-Portale" doch nicht so böse wie man bei der GEMA meint?

Aber nein, ich vertue mich da bestimmt...ohne "Raub-mord-kopier-Portale" wäre die Musikindustrie mit ihren CDs sicherlich wesentlich erfolgreicher, als sie es jetzt ist :)

Klaus schrieb am 24.04.2012 22:52 Uhr
Gravatar: Klaus

CD bleibt - Downloads zu teuer

Ich vermute dass die CD noch sehr lange wesentlicher Bestandteil des Musik-Vertriebs. Dass Downloads nicht so gut funktionieren liegt nach meinem Erachten an den zu hohen Preisen. Ich kaufe mir lieber eine CD mit einem schönen Booklet oder (wie diesmal bei "auch" von Die Ärzte) einem speziellen Goodie als für denselben Preis einen profanen Download. Streaming-Dienste werden m.E. genau deshalb besser angenommen: Sie sind einfach günstiger. Positiv ist hier anzumerken dass die GEMA hier in der letzten Zeit gut mit den Anbietern kooperiert hat, sodass das Streaming-Angebot hierzulande umfangreicher geworden ist.

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