
Der Reeperbahn Campus ist die innovative Konferenz und B2B-Plattform für die Musik- und Live-Entertainment-Branche in Nordeuropa. 1.500 Fach- und Medienvertreter aus 25 Nationen waren zu Gast in Hamburg. Es gibt zwar bedeutetend größere Branchenevents, aber das Reeperbahn Festival – gekoppelt mit dem Campus Programm - gewinnt zunehmend an Bedeutung. Die Konferenz bot mit den diesjährigen Programmpunkten und Sprechern ein richtungsweisendes Diskussionsforum. Der Anspruch, nachhaltig in Öffentlichkeit und Politik hinein zu wirken, zeigte sich u.a. bei den Veranstaltungen zu "Pop und Politik" oder dem Themenblock "Lost Property?".
Am 21.09. war es soweit: im altehrwürdigen, 1968 gegründeten Musikclub Gruenspan wurde das 6. Reeperbahn Festival eröffnet. Die GEMA ließ es sich nicht nehmen, alle Gäste auf das ein oder andere Getränk einzuladen. Neben dem ersten Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz begrüßte unter anderem auch die Interessengemeinschaft Musikwirtschaft e.V. die 500 geladenen Gäste.
Dabei wurden in den Eröffnungsreden, vor allem von Bürgermeister Scholz, die Schutzwürdigkeit geistigen Eigentums hervorgehoben: „Die Branche erlebt seit Jahren in Folge der Digitalisierung einen tiefgreifenden Strukturwandel. Klassische Vertriebsstrukturen geraten unter Druck, die Durchsetzung der Urheberrechte wird zunehmend schwierig, neue Geschäftsmodelle müssen entwickelt werden.“ Seine komplette Rede finden Sie hier.
Am Folgetag öffnet auch der Reeperbahn Campus seine Pforten. Um 14.45 Uhr wurde im Schmidt Theater unter der Moderation von Jan-Hendrik Becker (NDR) heiß diskutiert über das Thema „Lost Property?“. Thematisch ging es um den Schutz geistigen Eigentums in der digitalen Welt heute und wie dies in der Zukunft aussehen könnte.
Hierüber diskutierte eine Runde, die die verschiedenen Perspektiven von Urheberschaft bis zur Verwertung und Konsum von Musik repräsentierte: Neben Alexander Wolf (Geschäftsführer CELAS und Syndikus der GEMA für internationale Rechtfragen) nahmen auch Tim Renner (Geschäftsführer Motor Entertainment GmbH) Dr. habil. Christian Baierle (Geschäftsführer, Roba Music Publishing, DMV) Jake Beaumont-Nesbitt (Executive Director, IMMF), Denis Ladegaillerie (President SNEP & CEO Believe Digital) und Robert Levine (amerikanischer Wirtschaftsjournalist und Autor) teil.
Bei dieser Besetzung konnten kontroverse Dikussionen nicht ausbleiben. Besonderen Applaus erntete Robert Levine als dieser zum Streit zwischen der GEMA und YouTube konstatierte: „Jeder hat das Recht, ein nicht adäquates Angebot abzulehnen“. Insgesamt kam die vom DMV präsentierte Diskussionsreihe sehr gut an.
Direkt im Anschluss fand bereits zum zweiten Mal die Veranstaltungsreihe GEMAwissen im „Herz von St. Pauli“ statt. Dabei stellten Melanie Jansen (GEMA Musikdienst) und Martin Vierrath (GEMA Bezirksdirektion Hamburg) die Autorengesellschaft vor und beantworteten die vielseitigen Fragen der rund 20 Teilnehmer.
Hier die Impressionen von der Eröffnungsfeier, der Paneldiskussion und der GEMAwissen-Veranstaltung:
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