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Hacker-Angriff auf gema.de

Unsere Website www.gema.de ist seit Sonntagnachmittag erneut Ziel eines Hacker-Angriffs und daher teilweise nicht erreichbar. Wie lange der Angriff dauern wird, können wir momentan leider noch nicht abschätzen. Wir bitten die daraus entstehenden Unannehmlichkeiten zu entschuldigen.
Update 23.08.:
Stellungnahme zu veröffentlichten Passwörtern und anderen Behauptungen.
Update 24.08.: Interessanter Artikel zum Thema bei Der Freitag.
Update 25.08.: Internet-Showmaster Rob Vegas bezieht auf seiner Seite Stellung zum Hacker-Angriff und zur GEMA.

Wir arbeiten an einer Lösung des Problems und versuchen, die Inhalte so schnell wie möglich wieder verfügbar zu machen. Leider stehen hierdurch auch diverse Online-Services nicht mehr zur Verfügung. Beim aktuellen Angriff handelt es sich nicht wie bei der vorangegangenen Attacke um eine Blockade der Webseite per DDoS (Distributed Denial of Service), sondern um eine  Attacke auf die Inhalte des Webservers.

Die Identität und Vorgehensweise der Hacker sowie die Auswirkungen der Attacke auf Webseiten und Infrastruktur der GEMA konnten noch nicht abschließend untersucht werden. Aufgrund der Veränderungen, die an der Webseite vorgenommen wurden, ist jedoch davon auszugehen, dass es sich um eine Attacke der Gruppe „Anonymous“ handelt.

Wir bitten für die entstandenen Unannehmlichkeiten um Entschuldigung. Unsere IT-Spezialisten arbeiten mit Hochdruck daran, dass unsere Systeme baldmöglichst wieder zu 100% zur Verfügung stehen.

Veraltete Passwörter
 
Die in letzter Zeit auf diversen Internetseiten veröffentlichten Zugangsdaten von GEMA-Mitarbeitern für die Typo3-Backends sind veraltet und nur für eine Testumgebung angelegt. Man kann weder mit diesen noch mit anderen „erbeuteten“ Daten Inhalte auf den Webseiten der GEMA verändern. Zudem ist es nicht möglich, unberechtigt Onlineservices zu nutzen oder sensible Daten einzusehen.
 
Vermutlich sollte die Veröffentlichung dieser Informationen der kriminellen Aktion den Anschein eines großen Erfolgs geben. Denn auch die mehrfach genannten 500 GB, die während des Angriffs heruntergeladen wurden, bestehen nur aus frei verfügbaren, für die Veröffentlichung bestimmten Dokumente und Dateien. Auch die Vorwürfe, die von uns verwendete Software wäre nicht ausreichend lizenziert, ist falsch: die Software wird nach physikalischen Sockets lizenziert, wovon nur zwei vorhanden sind – im allseits bekannten Screenshot deutlich zu erkennen in der Zeile unter den Lizenzinformationen.


Schlagwörter:  hacker-angriff, gema.de, website
geschrieben am  22.08.2011,13:22 Uhr

Franco Walther

Kommentare (444) 

Jonas schrieb am 22.08.2011 15:12 Uhr
Gravatar: Jonas

:-)

Sehr amüsant.
Leider kann ich für die GEMA kein Mitleid aufbringen.

Lg!

Michael Bergmann schrieb am 25.08.2011 13:41 Uhr
Gravatar: Michael Bergmann

:-(

Das ist Steve Jobs Rede vor seiner Uni Stanford - und nicht mal die darf man sehen? Ich habe das Video aus anderer Quelle - da ist NULL Musik drin... http://www.youtube.com/watch?v=G0FtgZNOD44&feature=player_embedded

Franco Walther schrieb am 25.08.2011 15:51 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Michael Bergmann

Hallo Herr Bergmann,

vielen Dank, dass Sie das Thema ansprechen. Genau solche Beispiele beweisen, dass die GEMA für die Sperrungen nicht verantwortlich sein kann und YT den Hinweistext willkürlich einblenden lässt. Die Einblendung erscheint sogar bei Werken von Urhebern, die überhaupt nicht Mitglied bei der GEMA sind.

Also: Die GEMA lässt keine Videos auf YT sperren. Wir haben immer betont, dass die GEMA den Konflikt nicht auf den Rücken der Nutzer austrägt.

MfG

Franco Walther

Joerg schrieb am 25.08.2011 20:17 Uhr
Gravatar: Joerg

Herr Franco Walther...

Das finde ich jetzt auf vielerlei Art zumindest fragwürdig. 1. Sollte nicht die GEMA für die Sperrung des verlinkten Videos verantwortlich sein, so würde sich YT der üblen Nachrede schuldig machen. Dafür gibt es effektive Rechtsmittel die in kürzester Zeit greifen könnten. Das die GEMA diese nicht nutzt BEWEIST das die Angaben von YT zur Verantwortung der Sperren korrekt sind. 2. Selbstverständlich sind auch Werke und Urheber betroffen die überhaupt nicht Mitglied bei der GEMA sind. Das ist so bei jeder Interpretation, bei jedem Konzert und auch bei YT. Die anderen müssen BEWEISEN das der GEMA kein wie auch immer entartetes Recht zusteht. Das ist und war schon immer so. Es wundert mich nun wirklich, daß sie davon nun nichts mehr wissen wollen. 3. Sie schreiben hier "Die GEMA lässt keine Videos auf YT sperren" während an anderer Stelle von maximal 10-20 gesperrten Videos gesprochen wird. Das wiederspricht sich irgendwie. In jedem Fall gilt auch hier der erste Punkt. Das die GEMA hier die Rechtsmittel nicht nutzt aber an anderer Stelle gegen YT klagt ist zumindest sehr auffällig. Zu guter letzt muss ich ihnen leider sagen, daß die Reaktionen die sie hier wie auch von Anonymous erhalten darauf zurückzuführen sind, dass sie den Konflikt eben doch auf den Rücken der der Nutzer austragen. Die Nutzer wollen das offensichtlich nicht.

Franco Walther schrieb am 26.08.2011 10:36 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Jörg

Hallo Jörg,

da Sie sich als Jurist so gut auskennen, wäre jedes Wort zum Thema Rechtsmittel zu viel.

Ich finde es sehr schade, dass Sie immer wieder versuchen, durch Verdrehung von Tatsachen, Stimmung zu machen. Was es bspw. mit den 12 Musikwerken auf sich hat, wissen Sie ganz genau. Wir hatten schon so oft Kontakt und es kam nie eine vernünftige Diskussion auf. Es geht uns nicht darum, dass Sie die GEMA mögen, aber objektive Fairness Ihrerseits wäre sicherlich hin und wieder angebracht gewesen.

Wie gesagt, es ist schade, aber ein Google/YT-Jünger lässt sich eben nicht von Fakten irritieren.

MfG

Franco Walther

Martin Hufner schrieb am 22.08.2011 16:04 Uhr
Gravatar: Martin Hufner

Unverständnis

Diese Aktion ist indiskutabel.

Doppelplusgut schrieb am 23.08.2011 09:01 Uhr
Gravatar: Doppelplusgut

unausweichliche Konsequenz...

Kindergärten zu verklagen weil sie Kinderlieder singen ist aber absolut seriös? Wenn der Staat es bestimmten Raubritterinstitutionen ermöglicht die Bevölkerung abzuzocken, dann wird Widerstand zur Pflicht! Herzlichen Glückwunsch an die Aktivisten die dies möglich gemacht haben!

klaus d. schrieb am 23.08.2011 10:27 Uhr
Gravatar: klaus d.

bild zeitungs niveau

vielleicht erst mal informieren, bovor man bildzeitungsparolen nachplappert.

die kindergartenaktion wurde von einer cdu politikerin erfunden, die sich profilieren wollte.

natürlich können kinder in kindergärten kinderlieder singen, und zwar kostenlos.


nur für lieder zeitgenössischer komponisten, die in der gema sind ist eine lizenzabgabe nötig. für den NOTENDRUCK wohlgemerkt, nicht für das singen.

ich kann nicht glauben wie dumm, gehässig und uninformiert hier die meisten statements sind.

schade, daß anonymous sich mittlerweile als kindergartenverein outet - ich fand die eigentlich immer gut.

Muzak schrieb am 23.08.2011 10:36 Uhr
Gravatar: Muzak

Unwort des Tages

"indiskutabel" ist schlichtweg nichts in der Welt. Man kann über alles diskutieren, über ALLES.

Danke Anon schrieb am 23.08.2011 14:04 Uhr
Gravatar: Danke Anon

Echt?

An Klaus B.:

Dann erklär das mal unseren lokalen Kindergarten, der 30 € pro Lied bedzahlen sollte.

Jonas schrieb am 23.08.2011 14:44 Uhr
Gravatar: Jonas

:-)

Es ist einfach mal für die GEMA an der Zeit, sich in der modernen Kommunikationswelt einzufinden (Internet gibt es auch nicht erst seit gestern)

Ohne das ich mich mit der GEMA jetzt all zu viel beschäftigt hätte, kann ich sagen:
Solange die GEMA immer mit negativen Nachrichten verbunden wird, wird der größte Teil der Bevölkerung KEIN Verständnis für die GEMA haben (ähnlich wie mit der GEZ).

kolkhorst schrieb am 23.08.2011 15:16 Uhr
Gravatar: kolkhorst

i love gema

i love gema

musikkäufer schrieb am 25.08.2011 17:20 Uhr
Gravatar: musikkäufer

großes los gezogen oder bla

das heißt doch inzwischen modern alternativlos

Wasd42 schrieb am 22.08.2011 16:49 Uhr
Gravatar: Wasd42

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Nichts für ungut,
aber das habt ihr durchaus verdient.

Viel wird sich zwar nicht ändern, aber das war ebenso auch nicht der letzte Angriff.

Pave das Schaf schrieb am 23.08.2011 14:14 Uhr
Gravatar: Pave das Schaf

juhu

Musik zu bürokratisieren, um in geradezu kafkaesker Weise durch gezielte Verschleierung den Hersteller wie den Konsumenten das Geld bündelweise aus der Tasche zu ziehen, dessen macht sich die GEMA schuldig; und ich bin sehr froh, dass sie dafür den Kopf hinhalten darf, vorallem ist es ja nicht so, als wäre der Angriff unvermeidbar gewesen.

Kay schrieb am 25.08.2011 02:14 Uhr
Gravatar: Kay

Seid froh !

Wer so mit IT-Sicherheit und Daten umgeht, der darf dankbar sein, wenn er auf so "schonende" Art und Weise darauf aufmerksam gemacht wird !!!!!

Frapap schrieb am 22.08.2011 16:59 Uhr
Gravatar: Frapap

Hr.

Ich habe über den Vorfall auch soeben in der Onlineversion der FAZ gelesen und mir geht es wie dem Herrn im ersten Kommentar: ich kann ebenfalls nur sehr, sehr wenig Mitleid für den Verein aufbringen.

admin schrieb am 22.08.2011 17:00 Uhr
Gravatar: admin

IT

Irgendwie könnte man auf die 'Idee kommen, dass die GEMA eine Tochtergeselschaft der DB ist.
Ihr seit genau so Dickköpfig, selbstüberzeugt und unfähig...

hoffe das ändert sich mal...
tut mal was für euer Image

Sven schrieb am 24.08.2011 17:49 Uhr
Gravatar: Sven

Ganz kurz

Ob GEMA oder GEZ, ich sehe da kein Unterschied. Alles derselbe Haufen um Profit zu machen und die normalen Bürger zu schröpfen. Ihr tut mir leid!!!

Franco Walther schrieb am 25.08.2011 11:26 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Sven

Hallo Sven,

GEMA und GEZ haben rein gar nichts miteinander zu tun. Sie vergleichen leider Äpfel mit Birnen.

Die GEMA ist eine Musikverwertungsgesellschaft, die für ihre Mitglieder (Musikurheber) die Verwertungsrechte wahrnimmt. Ohne Verwertungsgesellschaften wäre es um die Kulturvielfalt schlecht bestellt. Ist das wünschenswert?

MfG

Franco Walther

Guenni schrieb am 22.08.2011 17:02 Uhr
Gravatar: Guenni

Na, wie fühlt es sich an?

Dauernd solche Anzeigen ausgegeben zu bekommen und gewünschte Inhalte nicht sehen zu können ist irgendwie doof, oder?

Kein Mitleid!

Grüßle
Guenni

sam schrieb am 22.08.2011 17:05 Uhr
Gravatar: sam

Danke Anonymous

ich danke Anonymous, das sie wieder Druck, wegen der Youtube-Frage, auf die Gema aufbauen.

Petra Wegat schrieb am 22.08.2011 17:24 Uhr
Gravatar: Petra Wegat

Tja

Kann ebenfalls kein Mitleid für die GEMA aufbringen.
Yu kno' waht i mean :D

Love k0s

SVM schrieb am 22.08.2011 17:32 Uhr
Gravatar: SVM

SVM

Es wird Zeit dass die GEMA als absolutäres Machtorgan der deutschen Musikindustrie ihre Satzungen und Richtlinien von Grund auf neu überdenkt.
Momentan geht es den führenden Mitgliedern der GEMA nur um Geld und Machteinfluss, das zeigt allein schon die Aufteilung in populäre und nicht populäre Musik, große Münze und kleine Münze sowie diverse Bußgeldforderungen und Klagefälle.
Ich freue mich sehr sollte mir jemand das Gegenteil beweisen können oder einen einzelnen Prozess gegen Urheberrechtsverletzung an einer berühmten Person nennen der einem situationsangemessenen Strafmaß unterliegt.

MfG
SVM

johnboy schrieb am 22.08.2011 17:33 Uhr
Gravatar: johnboy

wieder nicht dabei gelernt

hi,

wieso kein wort im statement bezüglich des grundes der aktion dieser hacker? die wollen youtube - videos anschauen, das ist alles. wieso kein wort darüber? diese hacker nehmen wohl nur dinge ins visier, die offensichtlich richtig schieflaufen, warum also nicht mal ein nebensatz dazu? die GEMA blockiert seit geramuer zeit inhalte, welche von den menschen da draussen als kulturgut konsumiert werden. und nur die deutsche verwertungsgesellschaft sträubt sich gegen die änderungen, welche die digitale gesellschaft mit sich bringt. es wird zeit für neue gehirne in eurer leitung, menschen, die dazu fähig sind, sich einigen zu können.

mfg

Franco Walther schrieb am 22.08.2011 17:48 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@johnboy

Hallo Johnboy,

dieser Blog-Beitrag informiert ausschließlich über den Hacker-Angriff - deshalb kommt das von Ihnen gewünschte Statement nicht vor. Ich helfe Ihnen aber gern weiter.

http://blog.gema.de/blog/beitrag/youtube-nicht-gespraechsbereit/

http://blog.gema.de/blog/beitrag/auslaendische-musikautoren-aergern-sich-ueber-videosperrungen-von-youtube/

Tw0Hands schrieb am 22.08.2011 18:12 Uhr
Gravatar: Tw0Hands

Nicht gesprächsbereit

@Franco Walther

Bei diesen utopischen Forderungen wäre ich auch "nicht gesprächsbereit".

Google hat die Rechte in anderen Ländern sicher nicht erhalten weil es "nicht gesprächsbereit" war. Dass die GEMA hier als einzige Gesellschaft Probleme macht spricht für sich - und sagt einiges über die GEMA aus.

Es gibt derzeit keine bessere Marketingplattform als YouTube und es wäre nicht verwunderlich wenn die GEMA umgekehrt an Google zahlen würde.

Abgesehen vom sowieso zerrütten System der GEMA, dass unbekanntere Künstler benachteiligt, begreift diese mal wieder gar nichts.

klaus d. schrieb am 23.08.2011 10:31 Uhr
Gravatar: klaus d.

@Tw0Hands

was sind denn ihrer meinung nach "utopische forderungen"? so weit ich weiß sind die verhandlungen auf druck von youtube geheim. nimmt man als maßstab die verträge in anderen ländern geht es ja wohl um beträge unterhalb des CENT bereichs. das ist in ihren augen also utopisch, ja?

DooMMasteR schrieb am 23.08.2011 15:27 Uhr
Gravatar: DooMMasteR

DooM

naja, bisher bekommen die rechteinhaber (deren Verwertungsgesellschaften) einfach einen Anteil an den Werbeinnahmen, und die liegen eher im zehntel Cent Bereich und schwanken auch stark, bisher forderte die Gema (bei den veröffentlichten Fällen) bis zu 0,5Cent pro angesehenem Video, wobei es nicht relevant war wie lange der Zuschauer es gesehen hatte, auch mehrfahcwiedergabe würde zu weiteren kosten in gleicher höhe führen

Selbst die Labels wollen ja nicht so viel geld von Youtube :P

Tw0Hands schrieb am 23.08.2011 16:08 Uhr
Gravatar: Tw0Hands

Peinlich

@klaus d.

Die GEMA selbst schreibt von Forderungen im einstelligen Bereich und der enthält per Definition kein Dezimalkomma.

Nachdem sie die Regeln der Groß und Kleinschreibung begriffen haben, empfehle ich ihnen sich noch einmal mit den Dezimalzahlen von Null bis Neun zu beschäftigen.

Jonas2 schrieb am 22.08.2011 17:34 Uhr
Gravatar: Jonas2

Kein Mitleid

Habt ihr doch verdient oder?

Rudy Holzhauer schrieb am 22.08.2011 17:44 Uhr
Gravatar: Rudy Holzhauer

Beweis antreten.... oder auch der Blinde und die Farbe?

Hi SVM,

welche "führenden Mitglieder" der GEMA meinen Sie?

Und bevor jemand das Gegenteil beweisen kann, sollte man doch erst einmal Ihre Beweise - und damit meine ich nicht Vermutungen und Mutmassungen - kennenlernen.


MfG

SVM schrieb am 22.08.2011 18:12 Uhr
Gravatar: SVM

SVM

Ich denke die Vorfälle der letzten Jahre waren offensichtlich genug.
Stichworte: Madonna klaut von unbekannter Band, Oomph! klaut ein ganzes Lied und die Urheber (ich glaub Freiheitszeichen oder so) stehn oder standen sehr dumm da ("aufgepasst ich komme"), kleine Münze gegen große Münze, Gerichtsprozesse von denen mir Teilnehmer berichtet haben, ich jedoch herzlich wenig intressiert bin derartiges genau zu recherschieren. Oben genanntes reicht.

Mein Lieblingsbeispiel mit dem man es auf die Raffgier sehr vieler Stars ausweitet ist ein gewisser HipHopper der ein arbeitsloses Mädchen auf mehrere tausend Euro Bußgeld wegen dem Verkauf eines stupiden T-Shirts verkauft.

Weiterhin.. warum bitte hat jemand der Pop-Musik macht mehr Anerkennung verdient als jemand der alternative oder sonstige nicht-Charts Musik macht? Das ist ungefähr so als wenn man Menschen mit Langen Haaren mehr bezahlen würde als Menschen mit kurzen Haaren.. es passt nicht zueinander..

Peter Hempel schrieb am 26.08.2011 14:59 Uhr
Gravatar: Peter Hempel

@SvM

Hallo,

das sind alles Beispiele für fragwürdige Entscheidungen von deutschen Gerichten. Was genau haben die mit der GEMA zu tun? Wenn ein bei der GEMA angemeldetes Werk eines Mitglieds Gegenstand in einem urheberrechtlichen Streit wird, dann sperrt die GEMA bis zur endgültigen Klärung die Ausschüttungen für dieses Werk, verhält sich also völlig neutral. Wie diese Fälle ein schlechtes Licht auf die GEMA werfen sollen, erschließt sich mir also nicht so ganz...

Die GEMA unterscheidet übrigens überhaupt nicht nach Genres. Ein Werk wird lediglich nach seiner Komplexität in ein Vergleichssystem eingeordnet, um eine möglichst gerechte Ausschüttung zu ermöglichen. Hierbei wird weder nach Mitgliedsstatus noch nach Musikrichtung diskriminiert.

Beste Grüße, Peter Hempel

Pedro_Bär schrieb am 22.08.2011 17:53 Uhr
Gravatar: Pedro_Bär

Tja...

...mein Mitleid hält sich in Grenzen...sehr engen Grenzen...bzw. ist eigentlich gar nicht vorhanden. :)

Konsumierender schrieb am 22.08.2011 18:09 Uhr
Gravatar: Konsumierender

@Franco Walther

Lieber Herr Franco Walther,

das ist doch nicht Ihr ernst? Sie verklagen Youtube, lassen Inhalte sperren und sagen dann YT ist nicht gesprächsbereit. Meines Erachtens geht es doch da um ein gewisses kleines Sümmchen (über wieviel Millionen reden wir?), oder?

Kunstfreiheit ist ein Grundrecht und in Deutschland geschützt durch Art. 5 Abs. 3 Grundgesetz (GG).

Im Übrigen: Den Imageschaden wird die GEMA nie wieder los...

Danke Anon!

Franco Walther schrieb am 26.08.2011 14:07 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Konsumierender

Hallo,

ja, das ist mein Ernst. Wir waren gezwungen Klage einzureichen, um Bewegung in die Sache zu bringen und YT war daraufhin nicht mehr gesprächsbereit. Auch wenn sie diesen Schritt nachvollziehen können, ist die Aussage nicht falsch.

Wir beschränken die Kunstfreiheit nicht, nein, wir sorgen für kulturelle Vielfalt. Dazu ein Artikel:
http://kulturstimmen.de/2011/08/verwertungsgesellschaften-%E2%80%93-unverzichtbar-fur-die-kulturelle-vielfalt-%E2%80%A2-von-olaf-zimmermann/

MfG

Franco Walther

iau schrieb am 22.08.2011 18:12 Uhr
Gravatar: iau

HaHA

Ich hab leider auch kein mitleid mit der gema :-) ich kenn auch keinen Sänger oder Schauspieler der jemal gesagt hätte das er die gema gut findet :-) also shut down gema

Fred schrieb am 22.08.2011 18:12 Uhr
Gravatar: Fred

Selber Schuld

Ich denke es war nur eine Frage der Zeit, bis solch ein Angriff auf ihre Seite kommt und möchte allen Beteiligten für diese Leistung danken. Desweiteren denke ich, dass die GEMA endlich die notwendigen Rechte freigeben sollte, sodass Youtube Videos für alle Nutzer in ganz Deutschland nutzbar werden. Denn Musikvideos bedeuten in den wenigsten Fällen eine wirkliche Schädigung für die Musiker, denn für diese bedeutet ein Youtube Video immer eine wichtige Form von Werbung und im Enddeffekt wird den Künstlern durch die Blockade die Möglichkeit genommen sich frei zu entfalten und bekannt zu werden.
mfg fred

Franco Walther schrieb am 26.08.2011 14:14 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Fred

Hallo Fred,

es stimmt nicht, dass die GEMA die Rechte nicht eingeräumt hat. Fakt ist, dass YouTube diese Rechte bislang einfach nicht erworben hat.

MfG

Franco Walther

Jens Hansen schrieb am 22.08.2011 18:19 Uhr
Gravatar: Jens Hansen

LOL

Sorry, aber bei einer Organisation die für rücksichtsloses Abzocken steht und nur kurzfristigen Profit im Sinn hat und vom Internet soviel versteht wie meine Oma, kann ich leider kein Mitleid aufbringen.

Mork vom Ork schrieb am 22.08.2011 18:31 Uhr
Gravatar: Mork vom Ork

Dr. Phil Oh Suff

Also wir haben keine "Einschränkung des Diensts" bemerkt! Wir haben uns köstlich amüsiert und haben jetzt Bauchschmerzen vor Lachen.

Gruß Mork
PS: Könntet ihr die Musik auf der Seite bestehen lassen? Dann kommen wir auch mal wieder ;)

anon schrieb am 22.08.2011 22:13 Uhr
Gravatar: anon

A Nonne in Mus

ne das geht nicht, dann müssten sie ja gema-gegühren entrichten

Unbekannt verzogen schrieb am 22.08.2011 18:40 Uhr
Gravatar: Unbekannt verzogen

selbst schuld

Ich finde das ihr das selbst schuld seit, eure admins haben eigentlich nix an der seitensicherheit gemacht und wundern sich das sie heute schon 6mal gehackt wurden??? und das beste ist die jungs schreiben alles was sie machen noch live auf twitter wo es eigentlich jeder lesen kann. tja ich gebe euch ein FAIL mit dem umgang es internets und der sicherheit eurer server.
Danke für eure inkompetenz

Tom schrieb am 22.08.2011 18:41 Uhr
Gravatar: Tom

Ich find's lustig

Und mein Mitleid hält sich in Grenzen.

loewenherz schrieb am 22.08.2011 18:43 Uhr
Gravatar: loewenherz

:(

Auch wenn ich die Ziele dieser Hackergruppe Anonymous nachvollziehen kann, kann ich diese faschistischen Methoden nicht gut heißen. Ein demokratischem Medium wie das Internet hat es nicht verdient von irgendwelche halbstarken Hackern terrorisiert zu werden. Ja GEMA ist blöd, oder auch nicht?! - diese Frage ist kein Grund das verbreiten von Informationen zu unterbinden. Sei es durch eine DDoS Attacke oder ein Defacement

just my 2 cents

Kindergarten schrieb am 22.08.2011 19:16 Uhr
Gravatar: Kindergarten

Nö

"diese Frage ist kein Grund das verbreiten von Informationen zu unterbinden."

Den Blog lassen Sie ja offensichtlich in Ruhe!

TTom schrieb am 24.08.2011 23:41 Uhr
Gravatar: TTom

Wer macht was?

"diese Frage ist kein Grund das verbreiten von Informationen zu unterbinden" Es ist nicht Anonymous die youtube sperren. Aber es ist Anonymous die den Sperrer sperren. Hart aber fair :-)

Steve schrieb am 22.08.2011 18:44 Uhr
Gravatar: Steve

...

Soweit ich weiß sollte die GEMA doch FÜR die Künstler arbeiten und nicht GEGEN sie. Wer gibt euch eigentlich das Recht eine Seite wie YouTube zu zensieren?

klaus d. schrieb am 23.08.2011 10:22 Uhr
Gravatar: klaus d.

die künstler sind die gema

und ein großteil der mitglieder dürfte auch hinter der forderung, daß youtube endlich bezahlt, stehen.

armselig, wie viele auf diese billige youtube propaganda reinfallen.

hacking schrieb am 23.08.2011 13:46 Uhr
Gravatar: hacking

@klaus d. schrieb am 23.08.2011 10:22 Uhr

Wir wollen die Videos bei youtube sehen! Und die Medien berichten, sowie youtube, das es an der GEMA liegt. Da die Gema bei den Bürgern sowieso schlecht dasteht, ist es verständlich das man nicht für die gema ist.

Gez und Gema gehören abgeschafft oder sollten sich der Zeit anpassen.

daniel henker schrieb am 22.08.2011 18:45 Uhr
Gravatar: daniel henker

wieso empfinde ich da wie so viele andere keinerlei mittleid

nun ganz einfach die GEMA treibt ANGEBLICH im Namen der Künstler Gebühren ein die jenseits von gut und böse liegen!!! und begründet das mit Urheberrechtsverletzungen, deren Beanzeigung ALLEIN DEM KÜNSTLER obliegen sonst niemanden!!!

mal abgesehen wie werden denn dem einzelnen Küntler die Einnahmen welche die GEMA mit ihren Titteln erziehlt, dann nachgewiesen??? kein Herr Gröhnemaier,keine ich & ich und auch kein synfonieorchester können letztlich nachvollziehen wieviel Geld die GEMA (angeblich für sie) kassiert hat und was immer ihr (wenn überhaupt) den Künstlern abrechnet, sind allenfalls die nadelköpfe im geldhaufen an dem ihr euch unrechtmässig bereichert!

Hier gilt das selbe wie bei den Rundfunkgebührenstaatsverträgen ( in dessen Namen sich die GEZ unrechtmässig bereichert) ihr solltet mal überlegen, welche Vorraussetzung bei der Schaffung der überalterten Vorschriften nach denen ihr Geld kassiert vorlagen und wie sich die gesetzes als auch reale Lage inzwischen verändert hat. Da liegen Welten dazwischen in denne ihr wahrscheinlich eingeschlafen seit und mit denen ihr überaltert seit.


wenn es tatsächlich annonymus sein sollte, dann macht den Laden wenigstens online Platt, sollen sie sich wieder ans Pappier halten das ist wenigstens Geduldig beim Geld eintreiben LACH

Peter Hempel schrieb am 26.08.2011 15:35 Uhr
Gravatar: Peter Hempel

AW: wieso empfinde ich da ...

Hallo Herr Henker,

das wissen wir natürlich nicht, denn so wie es ausschaut bringen Sie da einige Sachen durcheinander:

Zum einen: Richtig! Verfolgungen von Urheberrechtsverletzungen obliegen einzig und allein den Rechteinhabern. Darum verhalten wir uns bei Urheberrechtsstreitigkeiten streng neutral. Was wir tun ist die Verfolgung von unrechtmäßiger Musiknutzung.

Unsere Mitglieder und alle anderen Interessenten können übrigens bis auf den Euro genau nachvollziehen, wie unsere Einnahmen verteilt werden und wo sie herkommen. Details hierzu werden jährlich vor der Mitgliederversammlung in unserem Geschäftsbericht veröffentlicht.

Beste Grüße, Peter Hempel

Kindergarten schrieb am 22.08.2011 18:49 Uhr
Gravatar: Kindergarten

Waren das vielleicht

die Kinder die Ihr abgemahnt habt?

Thomas Hohnen schrieb am 22.08.2011 19:40 Uhr
Gravatar: Thomas Hohnen

*Kopfschüttel*

Wie wäre es mal, sich zu informieren, worum es eigentlich ging, bevor man hier so einen Stuss postet?

Beziehen Sie Ihre Bildung eigentlich samt und sonders aus der BILD oder denken Sie ab und an auch mal selber nach und informieren sich richtig, bevor Sie sich eine Meinung bilden?

Hans schrieb am 22.08.2011 18:59 Uhr
Gravatar: Hans

Wer Kindergärten verklagt...

... weil sie Kinderlieder singen hat es nicht anders verdient!

Admin schrieb am 23.08.2011 09:55 Uhr
Gravatar: Admin

finde ich auch krass,

warum das Thema in den Medien nicht ausgeschlachtet wurde....

Franco Walther schrieb am 26.08.2011 14:22 Uhr
Gravatar: Franco Walther

Kindergärten

Hallo,

hier zwei Artikel, nach deren Lektüre Sie die Sache vielleicht anders sehen werden.

http://blog.gema.de/blog/beitrag/kindergaerten-und-notenkopien-auch-im-neuen-jahr-geht-es-nicht-ums-singen/

http://www.stefan-niggemeier.de/blog/der-kindergarten-als-rechtsfreier-raum/

MfG

Franco Walther

Fred schrieb am 22.08.2011 19:13 Uhr
Gravatar: Fred

Selber Schuld

Ich denke es war nur eine Frage der Zeit, bis solch ein Angriff auf ihre Seite kommt und möchte allen Beteiligten für diese Leistung danken. Desweiteren denke ich, dass die GEMA endlich die notwendigen Rechte freigeben sollte, sodass Youtube Videos für alle Nutzer in ganz Deutschland nutzbar werden. Denn Musikvideos bedeuten in den wenigsten Fällen eine wirkliche Schädigung für die Musiker, denn für diese bedeutet ein Youtube Video immer eine wichtige Form von Werbung und im Enddeffekt wird den Künstlern durch die Blockade die Möglichkeit genommen sich frei zu entfalten und bekannt zu werden.
mfg fred

Martin schrieb am 22.08.2011 19:21 Uhr
Gravatar: Martin

-

Gema ist wie die Made im Speck. Ich weiß, wie das bei der Gema abläuft, wenn man keine Plattenfirma hinter sich hat. Haben jahrelang kämpfen und drohen müssen, um überhaupt etwas von den Gebühren, die den Veranstaltern unserer Konzerte abgeknöpft werden, zu bekommen. Der Laden ist in erster Linie wegen sich selber da! Pfui Teufel!

Kein Mitleid, ganz im Gegenteil...

Peter Hempel schrieb am 26.08.2011 15:46 Uhr
Gravatar: Peter Hempel

AW: -

Hallo Martin, Ihre schlechten Erfahrungen sind natürlich nicht schön. Obwohl Ihr Post nichts mit dem eigentlichen Thema des Blogbeitrags da oben zu tun hat, möchte ich kurz darauf eingehen: Die Konstellation, als Urheber von Liedern mit diesen Liedern auch selbst aufzutreten, wird leider erst ab einer gewissen Bekanntheit Ihrer Band rentabel. Das ist uns durchaus bewusst. Daher arbeiten wir gerade an einer Umgestaltung der Abrechnungsmodalitäten in diesem Bereich, um Newcomern entgegenzukommen. In unserer Mitgliederbroschüre gehen wir übrigens auf diese bekannte Problematik ein und schreiben: "Bevor man sich zu einem Beitritt entschließt, sollte man sichergehen, dass eine GEMA-Mitgliedschaft für einen selbst auch sinnvoll ist. Denn ein Beitritt ist erst dann möglich und für das künftige Mitglied wirtschaftlich rentabel, wenn eigene Musikstücke bereits öffentlich aufgeführt oder gesendet wurden beziehungsweise auf Bild- und Tonträgern im Handel zu erwerben sind." (https://www.gema.de/fileadmin/user_upload/Presse/Publikationen/gema_mitgliederbroschuere.pdf ,S. 6) Beste Grüße, Peter Hempel

bla schrieb am 22.08.2011 19:26 Uhr
Gravatar: bla

Anonym-Mus

schon lustig, wie selbstsicher und arrogant sich unwissende äußern können.

schaut erstmal nach, wie die gema funktioniert (Stichwort Verwertungsgesellschaft), wer die Vorgehensweise der gema festlegt (65000 Mitglieder) und wer sich alles mit der gema geeinigt hat (alle bis auf yt).

stupidhero schrieb am 23.08.2011 09:03 Uhr
Gravatar: stupidhero

Oder

Wie sich alle mit YT geeinigt haben, bis auf die Gema

schinken schrieb am 22.08.2011 19:37 Uhr
Gravatar: schinken

Doch

das freut mich :)

Thomas Hohnen schrieb am 22.08.2011 19:38 Uhr
Gravatar: Thomas Hohnen

Bemerkenswerte Unwissenheit ...

Schon bemerkenswert, wie einige Poster hier ihr gesammeltes Unwissen skandieren.
Dieser GEMA=böse-Reflex erinnert doch stark an pawlowsche Hunde. Wenn das Hirn auf Standby läuft ...

Es geht doch hier im Prinzip darum, dass derjenige, der an der Arbeitsleistung Dritter verdient, alleine den Preis bestimmen will und seinen gegenüber zu diesem Zweck böswillig diskreditiert. Das ist so, als könnten alleine die Arbeitgeber, die ihre Gewinne aus der Arbeitsleistung der Arbeitnehmer schöpfen, die Löhne diktieren und solange es keine Einigung gibt, zahlen sie eben keinen Lohn an ihre Arbeitnehmer.
Dann würden sich die Kommentatoren hier, die nicht mehr bei Mami im Keller hocken und den lieben langen Tag vor dem PC in Scheinwelten leben, aber ganz gepfelgt umschauen.

Nichts anderes passiert gerade im Konflikt zwischen GEMA und Google/Youtube. YT ist hierbei quasi der Arbeitgeber, der an den Arbeitsleistungen der in der GEMA organisierten Urheber verdient und diese mit einem Almosen abspeisen will, um die eigenen Gewinne zu maximieren. Die GEMA, welche sozusagen für die gerechten Löhne streitet, wird diskreditiert. Denn solange kein Abschluss vorliegt, zahlt YT auch nichts. Es ist also für YT eine Win-Win-Situation, wenn sie die GEMA durch gezielte Falschinformationen verächtlich macht.

Um das Ganze nochmal für normale Arbeitnehmer zu verdeutlichen:
Ihr Chef möchte, dass Sie ab sofort für 1€/Stunde arbeiten, damit er seine Gewinne maximieren kann. Darauf können Sie sich natürlich nicht einlassen, da es ihre eigene Existenz gefährden würde und Sie zudem der Meinung sind, dass Ihre Arbeitsleistung mehr wert ist, als 1€/Stunde.
Glücklicherweise sind Sie in der Gewerkschaft und diese will natürlich nicht, dass ihre Mitglieder für Hungerlöhne arbeiten müssen.

Nun ist es im normalen Leben so, dass solange die Verhandlungen zwischen Arbeitgeber und Gewerkschaft andaueren, der alte Lohn gilt und auch bezahlt wird. Auf das Beispiel YT/GEMA bezogen jedoch wäre es so, dass Sie zwar weiter arbeiten würden, jedoch eben gar nichts dafür bekommen würden.
Um Ihre Verhandlungsposition zu schwächen, verbreitet nun Ihr Arbeitgeber Gerüchte und Halbwahrheiten über Sie, damit die Öffentlichkeit denkt, Sie seien ein raffgieriges Subjekt usw.
Schnell formt sich in der Öffentlichkeit die Meinung, dass Sie doch bitteschön für 1€/Stunde arbeiten sollen, damit ihr lieber Arbeitgeber seine Gewinne maximieren kann.
Sie stehen in der Öffentlichkeit schlecht dar, bekommen für Ihre Arbeit erstmal keinen Lohn und sind auf Gedeih und Verderb den Umtrieben ihres Arbeitgebers ausgeliefert.
Gerade, als Sie denken, es könnte nicht schlimmer sein, erscheint eine Gruppierung auf dem Tapet, die mal eben Ihren Hauseingang zumauert, um den Druck zu erhöhen.

Keine schöne Vorstellung, oder? Nichts anderes ist es, was gerade mit den in der GEMA organisierten Urhebern gemacht wird und es ist schon erstaunlich, dass diese noch immer so ruhig bleiben und immer noch versuchen, zu einer Einigung zu kommen. Ich möchte gerne wissen, wie lange der Arbeitnehmer aus dem obigen Beispiel noch für lau arbeiten gehen würde, bevor ihm der Kragen platzt.

Doppelplusgut schrieb am 23.08.2011 09:15 Uhr
Gravatar: Doppelplusgut

Berechtigte Frage

Kann die GEMA denn offenlegen was sie an eingetriebenen Lizenzgebühren an die Künstler weiterreicht und wieviel Geld sie in der Verwaltung verbrennt? Ich ahne da schon was....

sawfreak schrieb am 23.08.2011 09:34 Uhr
Gravatar: sawfreak

..

schön dass du hierbei den Fakt unter den Tisch fallen lässt, dass Youtube die beste Werbung für die Künstler ist, die es nur geben kann.
Die Plattenfirmen wissen das.
Die GEMA bestimmt auch..nur geht es ihnen eben viel zu viel um Eigenprofit.

Boink schrieb am 23.08.2011 10:15 Uhr
Gravatar: Boink

Und in welcher Unwissenheit lebst du?

Eigentlich kann ich Ihnen nur in einem Punkt zustimmen: es geht darum die Rechte der Urheber zu schützen, aber um welchen Preis? Es werden non-profit-Aktionen zur Kasse gebeten, das ist einfach nur Dreist!

Ganz besonders bemerkenswert finde ich, dass man die GEMA informieren MUSS, wenn man einen Auftritt mit GEMA-FREIER Musik macht. Ganz ehrlich, das kann nicht sein, oder? Ich muss ja auch nicht Fr. Merkel anrufen, um ihr zu sagen, dass mein Flugzeug NICHT nach Berlin zu ihr fliegt. Oder muss der Bäcker nebenan wissen, dass ich heute NICHT bei ihm einkaufe sondern woanders?

Und Sie zu durchschauen ist auch alles andere als schwer. Wie Sie selbst gesagt haben, will niemand für einen Hungerlohn arbeiten. Haben Sie etwa Angst, dass die GEMA Ihnen kein ordentliches Gehalt mehr auszahlen kann? Ein Musiker können Sie aber nicht sein, denn die bekommen praktisch gar nichts von der GEMA. Wer für Verbrecher arbeitet, hat keinen Anspruch auf Gehalt, suchen Sie sich einen neuen Job und arbeiten Sie ehrlich!

Oder sind die Scheuklappen immer noch bei Ihnen aufgesetzt? Wenn sich 99% der Deutschen über die GEMA aufregen (alle, die daraus ihr großes Geld ziehen machen natürlich nicht den Mund auf obwohl sie wissen, dass hier nur abgezockt wird), dann kann ja etwas nicht stimmen, oder? 80 Mio Menschen können nicht irren, denken Sie mal nach!

Vielleicht noch ein Beispiel, dass auch Sie verstehen: Geld verdienen ist eine Sache, aber wer andere verarscht, um denen das Geld aus der Tasche zu ziehen mit irgendwelchen Knebelverträgen, wo man sein Werk für Jahrzehnte der GEMA überlässt, ist alles andere als korrekt.
Interessant ist auch der hier: erst 70 JAHRE nach dem Tod des Komponisten wird das Lied GEMA-Frei. Ganz schön clever! Der Komponist verdient vielleicht 30 Jahre paar Brötchen mit bei der GEMA, und dann hat man 70 Jahre lang seine vollen Einkünfte in der eigenen Tasche! Oder in Ihren Worten: "Für die GEMA eine Win-Win-Situation"....

Franco Walther schrieb am 23.08.2011 10:16 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Doppelplusgut

Hallo,

ich ahne auch etwas: gefährliches Halbwissen. Natürlich ist der Geschäftsbericht der GEMA wie bei jeder anderen Organisation öffentlich einsehbar. Ich hoffe, ich konnte Sie beruhigen.

MfG

Franco Walther

Thomas Hohnen schrieb am 23.08.2011 11:07 Uhr
Gravatar: Thomas Hohnen

Wollt ihr es nicht verstehen?

@sawfreak

YT mag zwar für Interpreten eine gute PR Plattform sein, nicht aber für Komponisten/Textdichter, die ihre Werke nicht selber auch interpretieren.

Aufklärer schrieb am 23.08.2011 11:56 Uhr
Gravatar: Aufklärer

..

Das klingt ja schön und gut, allerdings sind wir nichtmehr in den 80ern wo nur eine handvoll hoch-PR-te Bands bekannt sind.
Musiker gibt es mittlerweile aus allen Nischen für alle Geschmäcker.
Geld lässt sich verdienen durch Verkäufe und Touren, aber abspielen von Musik? Absurde Vorstellung so etwas gerecht zu managen.

SVM schrieb am 23.08.2011 14:16 Uhr
Gravatar: SVM

?

Die Gema hat "gerechte Löhne" schon in ihrer Satzung ausgeschlossen, nur wer auch "mainstream tauglich" ist bekommt auch die volle ausschüttung.

Explosiv schrieb am 23.08.2011 16:17 Uhr
Gravatar: Explosiv

ohje gema als gutritter

nun wirds lustig, die gema streitet für gerechte löhne, ich hau mich gleich in den dreck, zum ersten was kommt vom eingenommenen beim urheber an , das ist ein minimalteil, genauso gvl der selbe strick, zum zweiten was macht die gema mit eigenvideos die gedreht wurden , da giebts doch dan 2 urheber zum einen der musikalische, zum zweiten filmische was bekommt der nix, also diese schiene ist wohl gerade gegessen worden

entlich giebts wieder rebellen in deutschen landen , ich hoffe auf weitere aktionen , siehe robin hood

Joon Wolfsberg schrieb am 23.08.2011 18:12 Uhr
Gravatar: Joon Wolfsberg

Mir platzt der Kopf...

..weil ich immer und immer wieder die selben Argumente, seitens der GEMA lesen muss.

Das YOUTUBE bezahlen muss ist klar.

Das die GEMA was ändern muss, ist auch klar.

Mich nervt, dass es seitens der GEMA keine klare Ansage und kein nachprüfbares Vorgehen existiert, welches mir als Künstlerin garantiert, dass die von YOUTUBE gezahlten Tantiemen 1:1 BEI MIR!!!!!! und nicht durch undurchschaubare Verteilungsmechanismen irgendwann, in irgendeiner Höhe bei mir ankommen.

Ich fordere die GEMA hiermit nochmals auf:

1.) Zahlt die über YOUTUBE erzielten Tantiemen 1:1 (minus eures Verwaltungsbonus) direkt and die Musiker (oder deren Verlage/Label) aus, deren Musik-Clips auf YOUTUBE laufen!

Ihr könnt das sehr gut realisieren, da man bei YOUTUBE, im Gegensatz zu anderen Aufführungen, direkt und einfach die Video-Hits mitzählen und die Interpreten super-leicht zuordnen kann.

2.)Hört auf rumzujammern, dass die Komponisten/Texter von den Videos auf YOUTUBE nichts haben. Das ist Quatsch!!!
Jeder Komponist/Texter ist automatisch durch Tantiemen an jedem öffentlich aufgeführten Lied beteiligt. JE MEHR DIESE SONGS durch YOUTUBE promotet werden, je mehr wird auch der Komponist/Texter daran-mit-verdienen (...da ja nur die Songs für ihn Tantiemen einbringen, die auch populär sind)! Jede andere Behauptung ist unsinnig!

3.) Ändert diese Umverteilungs-Systeme und reicht die Tantiemen immer 1:1 an die weiter, die bezugs-berechtigt sind. Ganz einfach! In den USA könnt ihr euch gerne ein Beispiel an den dortigen PRO's nehmen! Die bekommen das auch hin.

. schrieb am 24.08.2011 10:54 Uhr
Gravatar: .

.

Das mag ja ansich richtig sein - nur was Sie vergessen ist, das der besagte Arbeitnemer (es geht ja um GEMA ./. YT noch (gefühlte) ~500.000.000 andere "Jobs" hat und locker auch für 0,50€/Stunde "Arbeiten" könnte.

Joerg schrieb am 25.08.2011 20:42 Uhr
Gravatar: Joerg

@Franco

Ich erahne nicht nur gefährliches Halbwissen sondern sah es.

Doppelplusgut fragte nicht nach dem Geschäftsbericht sondern dem Verteilschlüssel. Das war eine berechtigte Frage deren genau Beantwortung uns zum eigentlichen Problem führen würde: Die Verteilung geschieht subjektiv nach entsprechenden Vorlieben. Nur ein System wie YT in dem die Tantiemen 1:1 weitergereicht werden wäre akzeptabel. Das passiert nicht. Es wird sogar Boykottiert! Warum?

Thomas Hohnen schrieb am 26.08.2011 03:22 Uhr
Gravatar: Thomas Hohnen

@Joon

"2.)Hört auf rumzujammern, dass die Komponisten/Texter von den Videos auf YOUTUBE nichts haben. Das ist Quatsch!!!
Jeder Komponist/Texter ist automatisch durch Tantiemen an jedem öffentlich aufgeführten Lied beteiligt. JE MEHR DIESE SONGS durch YOUTUBE promotet werden, je mehr wird auch der Komponist/Texter daran-mit-verdienen (...da ja nur die Songs für ihn Tantiemen einbringen, die auch populär sind)! Jede andere Behauptung ist unsinnig!"

Ihr Statement ist unsinnig. Erläutern Sie mir bitte, was z.B. Filmmusik-Komponisten von dieser "Werbung" haben? Was die Komponisten von Titeln, deren Interpreten nicht mehr auftreten oder verstorben sind? Die haben von YT nur dann etwas, wenn faire Tantiemen gezahlt werden.
Und was haben die Komponisten davon, wenn ein Titel aufgrund der Popularität auf YT häufig in Discotheken gespielt wird? Da wird pauschal abgerechnet und Klicks auf Youtube fließen auch nicht in die Wertung ein.

Davon abgesehen: was sind schon 1.000.000 Klicks auf das Video eines Titels, wenn sie sich über die ganze Welt verteilen?

Und:
Ob mehr oder weniger CDs verkauft werden durch die "Werbung" auf YT spielt auch nur dann eine Rolle, wenn nachgepreßt wird. Ansonsten hat auch hier der Urheber nichts davon.

asdf schrieb am 26.08.2011 04:45 Uhr
Gravatar: asdf

GEWINNE maximieren???

Ich wüsste nicht, wie YouTube Gewinne maximieren soll, wenn sie nicht existieren. YouTubes Bilanz ist nach wie vor negativ. Desweiteren hinkt ihr Vergleich gewaltig, da es sich bei einem künstlerischen Werk um eine einmalige Arbeitsleistung handelt. Die bekannteren Künstler würden auch bei Beteiligungen weit unter 1 Cent/Klick für ihren Arbeitsaufwand ausreichend entlohnt werden, und die kleineren Künstler würden es so oder so nicht viel verdienen. Fazit: Es geht bei diesem Konflikt tatsächlich um Gewinnmaximierung, allerdings um den der sprichwörtlichen oberen zehntausend Künstlern in der GEMA.

Franco Walther schrieb am 30.08.2011 17:56 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Jörg

Hallo Jörg,

Sie haben leider unrecht. Doppelplusgut fragt, was die GEMA "an eingetriebenen Lizenzgebühren an die Künstler weiterreicht und wieviel Geld sie in der Verwaltung verbrennt". Steht beides im Geschäftsbericht.

Wie der Verteilungsplan entsteht, zeigen diese beiden kurzen Videos:

https://www.facebook.com/video/video.php?v=225033374213476

https://www.facebook.com/video/video.php?v=162649847147511

MfG

Franco Walther

Keks schrieb am 22.08.2011 19:38 Uhr
Gravatar: Keks

HAHHA

Sorry aber ich finde das soooo geil, haha ihr habts verdient

Andreas Bieser schrieb am 22.08.2011 19:39 Uhr
Gravatar: Andreas Bieser

Badenzer

Gema gehackt??? Oh drama baby drama.
Mal ehrlich, ich kann mir kein Laden vorstellen der es mehr verdient hätte. Kann die Aktion nur unterstützen. Danke Gott für die Erfindung des VPN.

Tschüss Gema

peter schrieb am 22.08.2011 19:59 Uhr
Gravatar: peter

es trifft die falschen....

es ist leider so :(

die Admins haben jetzt die ganze Arbeit und die Leute die eigtl geschädigt werden sollten (Vorstand usw..) ist das mehr oder weniger scheiß egal
die gehn einfach nach Hause und sagen zu den Admins "schön Abend noch, aber morgen musses wieder laufen"

Meister Lampe schrieb am 23.08.2011 09:48 Uhr
Gravatar: Meister Lampe

Finde ich nicht...

Genau diese falschen haben die kritischen Sicherheitslücken nicht beachtet und standard-Passwörter z.B. bei den Druckern nicht geändert.
Selbst Schuld...

peter schrieb am 23.08.2011 11:08 Uhr
Gravatar: peter

...

vll wollten die chefs es so eingerichtet haben mit einfachen passwörtern (was die standardpasswörter natürlich nicht entschuldigt)

zum Thema alte software -> "wir müssen sparen" oder "es läuft doch, warum sollen wir wechseln? könnte Probleme schaffen..."


so gesehen finde ich trifft es schon, zumindest teilweise, die falsche Schicht von der GEMA

John schrieb am 22.08.2011 20:03 Uhr
Gravatar: John

Richtig so!

Wenn man schon so viel Geld eintreibt. Sollte man sich doch zumindest anständige Techniker leisten können.

Von mir, wie bei all den anderen, kein Mitleid. Zeigt euch Gesprächsbereit und beharrt nicht auf euren wucher Kosten, die sowieso in eure Taschen fließen und nicht in die der Künstler.

Ist ja schlimmer wie im Mittelalter, mit euren 1960 regeln.

Viel Spaß noch ;-)

SchlabberSabbber schrieb am 03.10.2011 17:39 Uhr
Gravatar: SchlabberSabbber

Alternativen

Also ma kurz von einem Label zu diesem Thema!
Wir haben Künstler /Gema und Künstler Ohne Gema! Am ende zahlt leider der Künstler mit GEMA drauf! Unsere Videos werden von YouTube bezahlt, pro klick! zzg gefinden sich Shoplinks in unseren Videos. Von nicht Autorisierten Uploadern Videos unserer Künstler werden von YT gesperrt! Mit verweiss auf uns! Wo man sich das Video auch anschauen kann!

Desweiteren ist es toll das die GEMA von YouTube Geld will! Wie währe es mal mit ZIPPYSHARE? Da kann man auch musik hören sog von diversen Gema Künstlern! Sogar for Free Downloaden! Was währe mit TECHNOROCKER?
Da kann man diese ZippyShare Musik auch hören! Geht da die Gema vor? Nein sind ja nur Randgruppen oder?

Sorry! Wir als Label sagen NEIN zur GEMA! Unsere Künstler verdienen gut auch ohne GEMA! Sorry Jungs aber so lange ihr nichts für die Randgruppen tuht (ZippyShare / Technorocker mal verklagen oder einstellen lassen) gehe ich mal stark davon aus das es zu wenig Geld ist was ihr da bekommt! Sorry! YT ist ein einfaches Ziel! Aber die wo ihr und eure Künstler massenweise Geld verlieren die bekommt ihr nicht drann! Schade! Schade!

johnboy schrieb am 22.08.2011 20:17 Uhr
Gravatar: johnboy

@Franco Walther

hi franco,

das problem ist dass nix vorangeht und die in den verhandlungen genannten summen niemandem mitgeteilt werden. gema verklagt youtube und sagt dann, sie wären nicht gesprächsbereit. mehr wissen wir nicht. musikvideos auf youtube werden gesperrt. englische bands, deren labels die musik hochladen, damit sie die user erreicht, und dann gekauft wird. das ist geschäftsschädigend für die labels. können sie das nicht verstehen? der wichtigste kanal ist in einem der wichtigsten märkte europas gesperrt und die labels leideen darunter. nur weil die gema sich nicht den wandlungen des internets anpassen kann. unsere medienwelt hat sich wirklich geändert, da muss drauf reagiert werden, mit schlauen lösungen und ohne verklagen etc.

viele grüße

Franco Walther schrieb am 26.08.2011 14:35 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@johnboy

Hallo,

doch, das kann ich sehr gut verstehen. Vor allem, da die GEMA für die Sperrungen nicht verantwortlich ist.

MfG

Franco Walther

Uwe Altenried schrieb am 22.08.2011 20:32 Uhr
Gravatar: Uwe Altenried

Abschalten!

Alles Repertoire auf Youtube sofort sperren lassen. Schluss mit diesen infamen Lügen und Desinformationen.

Thomas Hohnen schrieb am 23.08.2011 11:13 Uhr
Gravatar: Thomas Hohnen

Scheint ja wohl die einzige Lösung zu sein

Da schließe ich mich an. Da anscheinend der tumbe Pöbel vorher nicht bereit ist, sich sachlich mit den Fakten auseinanderzusetzen bzw. YT weiterhin dieses perfide Spielchen treibt, muss wohl erst ein deutliches Zeichen gesetzt werden.

Seien wir realistisch, die VGs, die bereits Einigungen mit YT erzielt haben, werden sich, nachdem sie ihre Abrechnungen gesehen haben, wohl kaum ein zweites Mal darauf einlassen, sich von YT über den Löffel barbieren zu lassen.

Alternate Rocker schrieb am 22.08.2011 20:38 Uhr
Gravatar: Alternate Rocker

Das habt ihr nun davon...

Millionen User zu verärgern und zu denken das Internet wäre ein einseitiger Kanal. Willkommen im 21. Jahrhundert...wie wäre es mit innovativen Ideen die alle (und ich meine auch die Kleinen und nicht nur die Großen) Künstler (und deren Anhänger) zufriedenstellt. Jetzt werden bestimmt erst mal Millionen in Security gesteckt...Ihr verliert gerade haufenweise Fürsprecher, die Mehrheit ist bereits gegen euch....fragt euch mal warum. Mir tun alle unbeteiligten Mitarbeiter leid die das jetzt ausbaden müssen was vor Jahren schon in falsche Bahnen geraten ist...

ansonsten hab ich wenig Mitleid mit der GEMA als solche, naja shit happens!

roflcopter schrieb am 22.08.2011 21:57 Uhr
Gravatar: roflcopter

hm..

Vielen Dank an die Admins der Gema, welche an wichtigsten Server Standard-Passworte aktiv liessen, und Anonymous, welche mir heute einen Tag voller lulz beschert haben.

(Bild wurde von @AnonyPwnies getwittert; http://img6.imagebanana.com/img/y9w4hc23/calvin.png )

Gema nach Hause schrieb am 22.08.2011 22:00 Uhr
Gravatar: Gema nach Hause

Weiter so!

Eine gute Nachricht. Leider ist das nur ein kleiner Schritt auf dem Wege zur Befreiung der Kunst und Mediengesellschaft im Allgemeinen!

Hans Dampf schrieb am 22.08.2011 22:00 Uhr
Gravatar: Hans Dampf

Eure Mütter

Gemma, gemma, GEMA - für die “IT-Spezialisten“ in deinem Haus ist dann mal ein Satz rote Ohren fällig

GemaDichNixAn schrieb am 22.08.2011 22:30 Uhr
Gravatar: GemaDichNixAn

demokratie hier ?

wow,
kritische postings zum thema gema werden hier nich gelöscht ?

besteht doch noch hoffnung für die menschheit ?

:)

JP schrieb am 23.08.2011 11:31 Uhr
Gravatar: JP

Kommt noch...

Die Admins haben im Moment einfach zu viel zu tun... ;)

IDK schrieb am 22.08.2011 23:09 Uhr
Gravatar: IDK

We nicht hören will mus Fühlen ...

Schon blöd, wenn man mit der eigenen(zwar abgewandelten) Nachricht abgewiesen wird, mit der man Youtubenutzer terrorisiert.
Die GEMA ist einfach nur eine Abzocke.
Ihr erhebt Zahlungen von Künstlern, die deren Verdienst (zumindest bei kleineren) weit übersteigen.

Was davon abgezweigt, ausgegeben, verwirtschaftet und für Gerichtskosten verblasen wird, will ich nicht wissen.

Irgendwer muss die Anwälte ja bezahlen ...

Nun bittet euch Anonymous zur "Kasse".

Hoffe mal, dass dieser Angriff nicht der Letzte war!
LG: IDontKnow

Puddi schrieb am 22.08.2011 23:24 Uhr
Gravatar: Puddi

U Mad?

musste lachen. Verdient.

Percy McStuuuhard schrieb am 22.08.2011 23:32 Uhr
Gravatar: Percy McStuuuhard

Was haben Gema und Gadafi gemeinsam ?

Ihre Zeit ist abgelaufen.

Vieleicht läßt sich durch diese Aktion die Erkenntnis gewinnen, dass sich heutzutage ein System wie die Gema einfach überlebt hat.

Frohes Nachdenken.

H. der G. schrieb am 22.08.2011 23:33 Uhr
Gravatar: H. der G.

hätte...

Schon fast traurig, wie wenig Mitleid Deutschland mit der GEMA hat...meine Betonung liegt dennoch bei "fast".

Andre schrieb am 22.08.2011 23:44 Uhr
Gravatar: Andre

Wen wunderts?

Schon seit langem gelten die veralteten "Rechte" der GEMA als total undurchsichtig und nahezu nicht antastbar.

Ich denke, diese Hacks sind die beste Möglichkeit der GEMA zu zeigen, dass sie nicht einfach machen kann, was sie will.

Ich meinen Augen sind die Hacks nicht illegaler, als die Methoden der GEMA, einem zu 100% profitorientierten Unternehmen, welchem die Rechte der Künstler, für die es angeblich einsteht, in Wahrheit schei*egal sind.

Franco Walther schrieb am 23.08.2011 09:41 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Andre

Hallo Andre,

das mag Sie jetzt schockieren, aber die GEMA macht keinen Profit, darf Sie als wirtschaftlicher Verein gesetzlich nicht. Solche Informationen sind eigentlich leicht zu beschaffen. Ich helfe aber gern.

MfG

Franco Walther

Doppelplusgut schrieb am 23.08.2011 10:55 Uhr
Gravatar: Doppelplusgut

Kein Gewinn?

Klar macht die GEMA keinen Gewinn....Der wird von den Kosten (Horrende Gehälter) gefressen. Wenn ich z.B. Geschäftsführer einer GmbH bin, kann ich die Gehälter und die Zahlungen an andere Dienstleister immer so gestalten daß nix übrigbleibt^^

klaus d. schrieb am 23.08.2011 18:02 Uhr
Gravatar: klaus d.

@franko walther

lieber herr walther,

ich wünsche ihnen weiterhin viel kraft und ausdauer bei ihrem kampf gegen die windmühlen der ignoranz.

sie müssen sich ja langsam vorkommen, wie jemand der einer horde schimpansen raketentechnik beibringen will.

bei so viel inkompetenter häme im forum hab ich längst keine lust mehr auf diese diskussionen.

nachdem alles erklärt und aufgezeigt wurde, kommt doch nur wieder ein weiterer trottel und beschwert sich über die armen kinder, die keine kinderlieder mehr singen dürfen...

stpauli schrieb am 23.08.2011 18:58 Uhr
Gravatar: stpauli

Ik freu mir

Sicherlich macht die GEMA einen gewinn aber schauen wir uns doch mal den kostensatz an ik lach mir wech:
2008 2009 2010
Erträge in Mio. €
823,0 841,1 863,0
Aufwendungen in Mio. €
122,4 128,0 127,1
Verteilungssumme in Mio. € 700,7 713,1 735,9
Kostensatz
14,9 % 15,2 % 14,7 %

Franco Walther schrieb am 24.08.2011 12:36 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@klaus d.

Besten Dank.

Franco Walther schrieb am 24.08.2011 12:38 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@stpauli

Hallo,

der Kostensatz der GEMA ist im Vergleich zu anderen Verwertungsgesellschaften niedrig. Die Aufgaben, die eine Musikverwertungsgesellschaft zu erfüllen hat, sind vielfältig und zum Teil extrem aufwendig. Dementsprechend liegt unser Kostensatz sehr im Rahmen.

MfG

Franco Walther

We_love_Anonymous schrieb am 23.08.2011 00:07 Uhr
Gravatar: We_love_Anonymous

Ist der Ruf erst ruiniert...

...lebt es sich ganz ungeniert!

xyz schrieb am 23.08.2011 00:30 Uhr
Gravatar: xyz

time for a change

das was im fernsehen und radio an "musik" kommt ist doch zu 99% nur noch werbung für die großen plattenlabels. es geht doch schon lange gar nicht mehr um kunst und künstler. und die gema und gvl mischen fleißig mit.
! geht zu konzerten bzw. kauft musik von künstlern, wo ihr wisst, dass die richtigen euer geld bekommen. !

solo viola schrieb am 23.08.2011 00:49 Uhr
Gravatar: solo viola

pwords

bla und blabla sind keine sicheren passwörter. lol

Petersen schrieb am 23.08.2011 01:59 Uhr
Gravatar: Petersen

Herr

Geschieht der Gema recht. Ich hoffe ihr habt noch lange daran zu knabbern!

Haki schrieb am 23.08.2011 02:18 Uhr
Gravatar: Haki

lol


ich druecke und druecke aberirgendwie wollen sich keine mitleidigen Traenen mit Euch einstellen, statt dessen bekommen die Ohrlaeppchen permanent Besuch von den gleichseitigen Ohrlaeppchen ... or lauter Grinsen ...

manchesmal klappt es halt, Jungs Ihr wurdet so blamiert, mit runtergelassener Hose erwischt ... thnx Anonymus, you made my day

hamakabula schrieb am 23.08.2011 04:27 Uhr
Gravatar: hamakabula

LULZ

Schon blöd, wenn nur noch eine fehlermeldung erscheint statt der inhalte, nicht wahr?

Kein mitleid mit eurem saftladen.

klaus44 schrieb am 23.08.2011 07:27 Uhr
Gravatar: klaus44

hackerangriff

Wen man anderen nur das geld aus der tasche zieht mus man damit rechnen.. ich würde ja nicht behaupten das ich es gut finde aber irgendwie finde ich es nicht schlecht :D

DesertDevil schrieb am 23.08.2011 08:19 Uhr
Gravatar: DesertDevil

Ich bin selbst Musiker

Ich bin selbst Musiker und bin mit dem Verhalten der GEMA absolut nicht einverstanden.
Was die meisten nicht wissen:
Als kleiner Künstler werde ich selbst erst abgezockt um überhaupt irgendwelche Rechte sichern zu können. Die Altherren-Riege hat da ne wirklich gute monopolistische Möglichkeit gefunden um von allen Seiten Geld abzuschröpfen.
Ich brauche euch wirklich nicht und Mitleid gibt`s erst Recht nicht...

Fritze Walther schrieb am 23.08.2011 11:24 Uhr
Gravatar: Fritze Walther

... und in diesem Sinne

... ist es wohl auch schon (fast) egal, ob man nun tatsächlich zu den "Bemerkenswert Unwissenden" zählt oder nicht. Was wirklich wissenswertes erfährt man aus dem Beitrag da oben jedenfalls mal nicht. Und dass "...die GEMA... sozusagen für die gerechten Löhne streitet..." is ja wohl schonmal der Witz des Jahres, der geht sicher in die Annalen ein.
Ich hab' ja nun wirklich keine Ahnung, wie der Laden wirklich funktioniert, aber besteht vielleicht die Möglichkeit, dass dieser Laden AUSSCHLIESSLICH dem Zwecke der Existenzsicherung derer dient, die sich ihm (dem Laden) angeschlossen haben, sich von dem vertreten lassen, in ihm Mitglied sind oder wie auch immer man deren Status auch bezeichnen soll, weil diese schlicht und ergreifend Angst davor haben, dass keiner mehr ihre langweiligen, ewig gleich klingenden Aufgüsse konsumiert und sie somit in der absoluten Bedeutungslosigkeit verschwinden würden, also mit ihrem MÜLL auch kein Geld mehr verdienen würden?
Und was passiert eigentlich, wenn man als Musiker (und somit Künstler - nicht: Softwareexperte...) aus diversen Gründen einfach keine Lust darauf hat, sich diesem LobbyistenHaufen anzuschließen? Und warum kriegt man denn in der normalen Radiolandschaft einfach mal nur das große KOTZEN, wenn man das Radio mal zwei, drei Stunden laufen lässt? Maybe weil man immer nur die selbe Scheiße vorgesetzt bekommt? Und vor allem: warum ist das denn so? Hmm? Maybe weil's Kohle dafür gibt?
Also ich weiss es wirklich nicht, also möge es mir (und allen anderen) doch bitteschön mal einer derer die hier meinen, sie wären vielleicht "bemerkenswert Wissend..." genauer erklären. Wenn möglich unter Verwendung beider Gehirnhälften.

p.s.: es gibt in Deutschland unmengen Freie Radiosender. Gute Radiosender. Radiosender, die man gerne einschaltet. Radiosender mit teilweise 80 und mehr (!!!) verschiedenen Sendungen im Programm! Radiosender die Musik von Menschen wiedergeben, die diese noch der Musik wegen machen - und nicht des schnöden Mammons wegen. Musik jeglicher Ausrichtung! Und das schönste ist: man bekommt auch Informationen. Checkt einfach mal hier:
http://www.freie-radios.de/

p.p.s.:
hier mal noch zwei Videos. Beide von selben Song - und doch...
hier der Originalsong, gesungen von der Originalinterpretin im alter von knapp 60 Jahren:
http://www.youtube.com/watch?v=GzvV1BDhXgA&list=FLlq7K5qLFra0-xzk2Xb2r7Q&index=7
und hier der selbe Song nochmal von einer halb so alten -naja- Dame mit eindeutig Stock im Arsch:
http://www.youtube.com/watch?v=AaTchhO0-Jw&feature=related

Merkt ihr was?

moinmoin schrieb am 23.08.2011 08:47 Uhr
Gravatar: moinmoin

Absolut

Was für ein unfähiger Verein! Die Seite geht immer noch nicht. Klar verdient! So viel Ahnung von Musik wie von Internetsicherheit!

Doppelplusgut schrieb am 23.08.2011 08:53 Uhr
Gravatar: Doppelplusgut

Sehr schön !

Die Verantwortlichen können ja während der Downtime ein Kinderlied trällern (Lizenzgebühren nicht vergessen)

LOL

Bernd Kaim schrieb am 23.08.2011 08:55 Uhr
Gravatar: Bernd Kaim

Mitleid erwartet?!

Tut mir leid liebe GEMA, ihr sie dweit übers Ziel hinaus geschossen. Sowas zieht nunmal Konsequenzen nach sich. Man merkt wie veraltet Euer Laden / Institutuion ist, nicht nur im Denken und Handeln, sondern auch ber der verwendeten Apache Version. Die Attacken werden wohl weiter gehen bis ihr für immer vom Netz seid, oder wohl einlenken werdet. Die ewig gestrigen bleiben nunmal auf der Strecke! Traurig auch, dass Eure Mitarbeiter wohl gerne WoW am Arbeitsplatz spielen, anstatt die Interessen der Künstler zu vertreten. Hier noch ein Link: ***

De Enni schrieb am 23.08.2011 15:17 Uhr
Gravatar: De Enni

...

Da fällt mir glatt der Lieblingsspruch meines Schwiegervaters ein:

"Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit"

Kein Mitleid schrieb am 23.08.2011 08:59 Uhr
Gravatar: Kein Mitleid

Kein Mitleid

Habe ebenfalls kein Mitleid.

Nummsi schrieb am 23.08.2011 09:02 Uhr
Gravatar: Nummsi

Ihr tut mir wirklich leid...

Dabei wollt ihr ja bekanntlich nur unser Bestes, also unser Geld. Schluchz...

n1Ls schrieb am 23.08.2011 09:16 Uhr
Gravatar: n1Ls

. . .

LOL, INTERNET!

(Sorry, mehr fällt einem dazu doch echt nicht mehr ein...)

Christian Romy schrieb am 23.08.2011 09:20 Uhr
Gravatar: Christian Romy

Bericht vom BR-Magazin Quer über die Gema

da fällt mir ein Bericht über die Gema bei Quer ein..

Hier ist der Arbeitnehmer, so wie ihn Herr Thomas Hohnen nennt, von der Gema nicht sehr angetan. Mag sein, dass das, was die Gema im Bereich YT unternimmt, seine Berechtigung hat. Aber wie so oft wird über das Ziel hinaus geschossen!


Hier der Beitrag von Quer:


http://blog.br-online.de/quer/alle-meine-centchen-gema-kassiert-bei-kindergaerten-20102010.html

sawfreak schrieb am 23.08.2011 09:31 Uhr
Gravatar: sawfreak

tja

Tja liebe GEMA...vielleicht überdenkt ihr wenigstens auf diese Weise mal eure Methoden.
Falls nicht bin ich mir sicher dass dies nicht der letzte Angriff war..wie heißt es so schön in ihrem Motto "Expect Us"..;)
PS: warum will die GEMA nicht einsehen dass Youtube gute Werbung für die Künstler ist?

Ach nein stimmt ja..es geht der GEMA ja nicht um die Künstler..is geht um Eigenprofit -.-

lg saw

Franco Walther schrieb am 23.08.2011 10:34 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@sawfreak

Hallo,

das mit dem Halbwissen ist so eine Sache. Deshalb versuche ich ein wenig zu informieren. Erstens macht die GEMA keinen Profit, darf Sie als wirtschaftlicher Verein gesetzlich nicht. Zweitens sind die Mitglieder der GEMA keine Künstler (Sie meinen vermutlich Interpreten), sondern Urheber (Texter, Komponisten). Nur ein kleiner Teil ist gleichzeitig Urheber und Interpret. Ich hoffe, ich konnte für etwas Erhellung sorgen.

MfG

Franco Walther

pagai schrieb am 23.08.2011 09:33 Uhr
Gravatar: pagai

@ thomas honen

An thomas honen und seinen tollen Vergleich:

Der Arbeitgeber sollte ruhig für einen Euro arbeiten gehen, da er die Arbeit ja sowieso von anderen machen lässt und diesen nicht mal 10 cent bezahlt.

Und da er ja nicht nur dort arbeitet, sondern auch noch auf 10.000.000 anderen Baustellen, ist er sehr bald ein reicher Mann, ohne IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIRGENDWIE nur einen Finger rühren zu müssen.

karl schrieb am 23.08.2011 09:37 Uhr
Gravatar: karl

Beweispflicht

Was mich ja seit Jahren stört ist die "Beweispflicht" die Kulturgruppen und Nicht-GEMA-Musikgruppen erbringen müssen, um zu zeigen dass ihr Reportoire "GEMA"-frei ist. Ich selber veranstalte seit Jahren Konzerte in kleineren Läden. Es ist eine Frechheit das diese Läden im vorrauseilendem Gehorsam Konzerte "Anmelden" und im nachhinein GEMA Bögen ausgefüllt einreichen müssen um zu beweisen dass die Bands etwa nur eigene , nicht in der GEMA registrierte Stücke spielte. Kommt doch selber vorbei,wenn euch das interessiert, aber bisste "offiziell" und nicht als verdeckte Schnüffler. Das gleiche gilt für "Tanzveranstaltungen" bei denen z.B. Creative Commons Musik gepsielt wird. Makaber ist weiterhin das Beerdigungen schön bei der GEMA gemeldete werden sollten.
Desweiteren habe ich als Musiker und Labelmensch absolut keine Lust erstmal einen GEMA-Freistellungsbogen auszufüllen um die eigene Platte Presse zu können. Und wenn, ja WENN, ich auf die Idee käme die Rechte eines bestimmten Song von der GEMA wahren zu lassen, möchte ich als Komponist/Autor doch bitte selbst bestimmen, was mit allen anderen Werken aus meiner Feder, egal ob als Einzelperson oder in anderen Bands, passiert und nicht mein gesamtes "Machwerk" bei der GEMA parken. Selbst die GEMA registrierten Stücke möchte ich für gute Zwecke "freistellen" können, z.b. Solikonzerte usw. Daher ist für mich das Konzept GEMA absolut veraltet und ich nutze Creative Commons. Aber auch mit CC bin ich in meinem "Kulturalltag" zu oft mit der GEMA konfrontiert.

Andre schrieb am 24.08.2011 01:59 Uhr
Gravatar: Andre

Logikfehler?

"...möchte ich als Komponist/Autor doch bitte selbst bestimmen, was [...] passiert..." Genau das ist der Punkt, der mir bislang nicht ganz schlüssig ist (aber zum Glück haben wir hier ja viele fleißige GEMA-Autoren, die "aufklären", "erhellen", "beruhigen", "Halbwissen" aus der Welt schaffen, etc) Bezogen auf YouTube: Das Argument, dass Künstler was vom Kuchen abkriegen sollen, ist ansich ja ganz nett. Wie mir ja auch schon beigebracht wurde, ist die GEMA ein nicht-profitorientiertes Unternehmen -- vermutlich leben alle Mitarbeiter auch von Luft und Liebe -- schon klar. Aber: Wenn ein Plattenlabel mithilfe seiner OFFIZIELLEN YT-Präsenz Videos ins Internet stellt, dürte die GEMA vom gesunden Menschenverstand her gar keinen Anspruch stellen, an dem Video "mitzuverdienen" (Ja ich weiß, ihr wollt nix verdienen, schon klar). Genau DAS ist in meinen Augen die profitorientierte Masche. Bei YT die Musik-Videos Dritter zu sperren ist ja einigermaßen nachvollziehbar, aber wenn doch ein Major Label sich dazu entscheidet, seine "eigene" Musik öffentlich zugänglich zu machen, hat die GEMA meiner Meinung nach gefälligst die Finger still zu halten. Aus diesem Grund lasse ich das Argument "YouTube ist nicht bereit mit uns zu reden" auch nicht gelten. Denn die verdienen durch die Vollsperre in Deutschland nämlich auch nichts!

Peter Hempel schrieb am 24.08.2011 11:31 Uhr
Gravatar: Peter Hempel

AW: Beweispflicht / Logikfehler

Hallo Karl, Hallo Andre,

die von Ihnen angesprochene GEMA-Vermutung ist die einzige Möglichkeit, zu einer geregelten Lizenzierung zu kommen. Natürlich sind wir auch hier für Verbesserungsvorschläge offen - nur sollen wir Ihrer Meinung nach an die Ehrlichkeit der Veranstalter appellieren..?

@Andre: Ihre Frage klärt sich von selbst mit einem winzigen Detail: Wir wollen nicht die Künstler an den Einnahmen beteiligen, sondern die Urheber. Die Künstler werden, wie Sie richtig sagen, durch die Labels am Umsatz beteiligt. Die Urheber jedoch nicht, die werden von uns vertreten. Künstler schreiben nicht immer ihre Lieder und Texte selbst - ganz im Gegenteil. Diese Urheber sieht man selten im Rampenlicht und profitieren wenn überhaupt dann indirekt von der gesteigerten Bekanntheit der/des Interpreten. Daher lassen sie sich von uns vertreten bzw. beauftragen uns mit der Rechtewahrnehmung.

The User schrieb am 24.08.2011 12:17 Uhr
Gravatar: The User

Kunstverständnis

Was haben Sie eigentlich für ein Kunstverständnis, bei dem Interpreten als Künstler zählen, nicht aber Komponisten?

Was Sie verschweigen, ist, dass Sie auch Ansprüche stellen, wenn gerade die Künstler (und ich meine damit auch die Komponisten oder „Urheber“, wie Sie sie nennen!) mit der Veröffentlichung einverstanden sind. Veröffentlichung bei Youtube gewünscht → Die GEMA schreitet dagegen ein. Veröffentlichung unter freier Lizenz erwünscht → Die GEMA verbietet es. Sie tun so, als würde die GEMA zwar Interpreten einschränken, nicht aber Komponisten, und dies ist nunmal nicht wahr, Komponisten sind von ihrem Absolutheitsanspruch genauso betroffen.

Franco Walther schrieb am 26.08.2011 14:49 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@The User

Hallo,

natürlich sind Urheber auch Künstler. Nur meinen die meisten hier mit Künstler die Interpreten. Deshalb die etwas seltsame Unterscheidung.

Die GEMA sind Ihre Mitglieder, also die Urheber. Und für diese treten wir ein und sie stehen hinter uns. Allerdings können wir es bei 65.000 Mitgliedern nicht jedem Recht machen. Das liegt in der Natur der Sache.

MfG

Franco Walther

The User schrieb am 29.08.2011 13:12 Uhr
Gravatar: The User

Einzelne

Es geht hier nicht darum, dass es einzelnen Komponisten und Schreiberlingen nicht recht gemacht wird, sondern darum, dass systematisch jede mögliche Alternative, die Umsatzeinbußen für die GEMA zur Folge hätte, ausgeschlossen wird.

Boom schrieb am 23.08.2011 09:38 Uhr
Gravatar: Boom

Tja!

Vielen Dank an die Anonpwnies für die gelungene Aktion. Umso schneller die alten Dinosaurier aussterben, umso schneller kann sich neues und intelligentes Leben entwickeln!

eugenharry schrieb am 23.08.2011 09:41 Uhr
Gravatar: eugenharry

Mitleid = nein

Wenn Künstler Musikvideos auf Youtube kostenfrei ihren Fans präsentieren möchten und in allen Ländern diese Verfügbar sind, außer in Deutschland, dann habe ich dafür kein Verständnis.

Eine Änderung der Gema-Politk ist dringend erforderlich.

Axel schrieb am 23.08.2011 09:48 Uhr
Gravatar: Axel

Kommentar

Ich persönlich verspüre keinerlei Mitleid mit der Gema. Diese selbsternannte Gesellschaft ist eine ganz große Frechheit unter der Musiker sowie Konsumenten enorm zu leiden haben. Dieser Gesellschaft geht es nicht darum, dem Musiker (geschweige denn, demjenigen, der sie hört) etwas gutes zu tun. Es geht darum, Geld, welches der Gema definitiv nicht zusteht, abzugreifen.
Von daher: Vollste Befürwortung und Unterstützung für die Hackergruppe. Es würde mich arg wundern, wenn das nicht mindestens 95% aller aufgeklärten Konsumenten sowie mittlerweile auch ein Großteil der Musiker ähnlich sehen.

lilly schrieb am 23.08.2011 09:49 Uhr
Gravatar: lilly

lach

habe da auch kein mitleid für das was passirt ist weil das was die gema abzieht geht einfach nicht mehr egal ob yourtube oder auch was sie mit unseren kindergärten machen es geht einfach so nicht weiter

Franco Walther schrieb am 26.08.2011 14:52 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@lilly

Hallo Lilly,

nach der Lektüre der zwei Artikel, sehen Sie die Sache vielleicht etwas anders.

http://www.stefan-niggemeier.de/blog/der-kindergarten-als-rechtsfreier-raum/

http://blog.gema.de/blog/beitrag/kindergaerten-und-notenkopien-auch-im-neuen-jahr-geht-es-nicht-ums-singen/

MfG

Franco Walther

Valentin schrieb am 23.08.2011 09:56 Uhr
Gravatar: Valentin

Es musste kommen, wie es kam!

Oh mann, ich Sitz in der ersten reihe und habe ne Tüte Popcorn geholt und amysiere mich köstlich! Euere IT-Abteilung sollte den Slogan "We love to entertain you" Tragen! Aber so wie ich es jetzt mitbekommen habe, aus Twitter, und auch aus den Bildern, die die little Ponys gepostet haben habt ihr euch den Hack echt selbst zuzuschreiben! Naja zumindest habt ihr jetzt genug Bilder von Rainbowdash, dem fliegenden Pegasus von My little Pony! Also ich schau dem Spekatakel mal weiter zu und habe irgendwie GAR KEIN Mitleid mit euch! Es geht ja nicht nur um YouTube, sondern es geht auch um die Abzocke in Kindergärten und auf Weihnachtsmärkten! Hoffentlich erstickt ihr an dem Geld, das ihr den Kindern abgenommen habt!

Franco Walther schrieb am 26.08.2011 14:55 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Valentin

Hallo Valentin,

nach der Lektüre der drei Artikel, sehen Sie die Sache vielleicht etwas anders.

http://blog.gema.de/blog/beitrag/kindergaerten-und-notenkopien-auch-im-neuen-jahr-geht-es-nicht-ums-singen/

http://www.stefan-niggemeier.de/blog/der-kindergarten-als-rechtsfreier-raum/

http://www.mtmediaportal.de/die-weihnachtsmarkt-posse-oder-%C2%BBjammern-auf-ganz-hohem-niveau%C2%AB/

MfG

Franco Walther

neonA schrieb am 23.08.2011 10:02 Uhr
Gravatar: neonA

schade

...dass ihr nicht 2013 mit der GEZ abgeschafft werdet.


Es gibt in Deutschland wohl nur wenige Organisationen, die quer durch alle Bevölkerungsschichten so verhasst seit wie ihr.

Ihr könntet einem fast schon leid tun. Die Betonung liegt auf fast.

Ich schließe mit Torch (erster deutscher rapper), der wohl nicht zufrieden war, wie ihr seine Rechte vertreten habt:

Unser Geld von der GEMA hat die NENA und das sehn' wa nie
(Torch - Wir waren mal Stars)

Monika T-S schrieb am 23.08.2011 10:13 Uhr
Gravatar: Monika T-S

ich liebe meinen Servertechniker

ich kann nicht nachvollziehen, ob von dem Streit YT -Gema wirklich die Künstler und Künstlerinnen profitieren.

Dazu fehlt mir INFO, die ich auch nirgendwo gefunden habe.

So entstand auch bei mir der Eindruck:hier mag sich jemand bereichern auf Kosten sehr sehr vieler - und auch auf Kosten der KünstlerInnen.

Fazit: da haperts am Image und an den INFOs,

Nun erlebt die Gema hauseigen wie es ist, wenn man ausgesperrt wird.

Fazit: da haperte es mehr als gewaltig an der hauseignene Sicherheit.


Die fehlende MarketingKampagne, dass eventuell die Künstler von dem Streit profitieren [-oder tun sies leicht nicht?]

wie die fehlende Sicherheit der Server

hinterläßt bei mir stark den Eindruck, dass die GEMA mit der Technik und dem Leben im WWW noch immer nicht wirklich vertraut ist.


Ich zahle AKM, bin ja aus AT, und tat dies immer gern, weil ich Tantiemen dem geben mag, der sie verdient.




Erst die GEMA mit ihrer nicht-Kommunikation läßt mich an dem Prinzip zweifeln.

Das find ich schad.


Anonymous präsentiert sich für mich "sympathisch",

die GEMA präsentiert sich als "verbieterin" und "geizig" -

möget ihr doppelt aus dem Lernen,







Franco Walther schrieb am 23.08.2011 11:08 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Monika T-S

Hallo Monika, die Infos sind eigentlich leicht zu finden. Als kleine Auswahl zwei Links von der GEMA und drei neutrale: http://blog.gema.de/blog/beitrag/youtube-nicht-gespraechsbereit/ http://blog.gema.de/blog/beitrag/auslaendische-musikautoren-aergern-sich-ueber-videosperrungen-von-youtube/ http://www.nmz.de/online/erneuter-angriff-auf-die-website-der-gema-durch-anonymous http://www.spreeblick.com/2011/06/21/gema-vs-youtube-geruchte-zahlen-forderungen/ http://www.stefan-niggemeier.de/blog/der-kindergarten-als-rechtsfreier-raum/ Die GEMA präsentiert sich sicherlich nicht als "Verbieterin" oder "geizig". Viele Menschen könnten jedoch den Eindruck gewinnen, wenn sie sich einseitig informieren - und leider tun das viele. Das ist ein großes Problem. Mit ein wenig Mühe jedoch, könnte jeder dem Reflex "böse GEMA" entgehen. Wie gesagt, ein paar Klicks und jeder wäre etwas schlauer. Was an Anonymus sympathisch sein soll, erschließt sich mir nicht. Sie setzen ihre persönliche Meinung mit kriminellen Mitteln durch, ohne sich grundlegend zu informieren. Dabei bestimmen Sie, was gut und was böse ist. Diese Vorgehensweise ist zutiefst undemokratisch und das Gegenteil von Freiheit, was angeblich das Ziel von Anonymus ist. Ich hoffe, ich konnte Sie dazu anregen, über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen. MfG Franco Walther

Marcus D. schrieb am 24.08.2011 10:41 Uhr
Gravatar: Marcus D.

@Franco Walther

Sehr geehrter Herr Walther,

soviel dazu, dass die Gema nichts sperrt oder verbietet: http://img6.imagebanana.com/img/lfdgx9ur/gema.jpg


YT sagt da etwas anderes.

Gruß
Marcus

Franco Walther schrieb am 26.08.2011 15:01 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Marcus D.

Hallo Marcus,

bei der Einblendung handelt es sich um eine Irreführung seitens YT. Das können Sie u.a. daran erkennen, dass YT den Hinweis bei Videos einblendet, die Musik von Urhebern enthält, die mit der GEMA nichts zu tun haben. Nicht alles glauben, was Google/YT sagt. ;-)

MfG

Franco Walther

gemagez schrieb am 23.08.2011 10:42 Uhr
Gravatar: gemagez

Selbst schuld

Wer den Twitter Kanal verfolgt dürfte sicherlich mitbekommen haben, was für eine miserable Arbeit von der Administration geleistet wurde.
Standardpasswörter für die wichtigste Serveroberfläche, 6 Zeichen lange Passwörter für Webseitenlogins.

Was wird da eigentlich getrieben?

Ich weiß nicht, warum Ihr Steuergelder erhalten sollt, wenn Ihr sowohl dem Volk als auch den Künstlern im Weg steht.

Franco Walther schrieb am 23.08.2011 12:59 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@gemagez

Hallo,

welche Steuergelder meinen Sie? Die GEMA ist keine staatliche Behörde. Die GEMA zahlt Steuern, wie jede andere Organisation auch. Und bevor Sie einem weiteren Irrtum erliegen, nein, die GEMA macht keinen Gewinn, darf sie als wirtschaftlicher Verein gesetzlich nicht.

Ich hoffe, ich konnte für ein wenig Erhellung sorgen.

MfG

Franco Walther

neisguy schrieb am 23.08.2011 10:45 Uhr
Gravatar: neisguy

RICHTIG NEIS

ja geht echt steil was anonymous da abzieht!
und wird auch nie auffhören wenn die hops gehen kommen die nächsten^^

GEMA gebt einfach auf nehmt die Niederlage hin und lasst alle InternetNutzer in frieden, keiner will euch :DDD

Pibo schrieb am 23.08.2011 10:50 Uhr
Gravatar: Pibo

Die GEMA ist genau das, was wir heutezutage nicht brauchen!


Das die GEMA noch im Mittelalter lebt, was die Einstellung zum Internet angeht, ist kein Geheimnis.

Ich finde die Angriffe daher, kein Stück bedauerlich!!!

Karl schrieb am 23.08.2011 10:51 Uhr
Gravatar: Karl

Ooooh, schade!

Ich hätt einen Tipp: Versuchts doch mal über einen Webproxy.
Youtube-Videos gehn damit zumindest.

(Achtung, Kommentar steckt voller Sarkasmus)

unbekannt schrieb am 23.08.2011 11:03 Uhr
Gravatar: unbekannt

unbekannt

Es gibt derzeit keine Institution, die den größtmöglichen Schaden mehr verdienen würde, als die GEMA. Ich kann es mir nicht erklären, wie es deren Mitarbeitern möglich ist, nicht vor Scham und Schande im Boden zu versinken.

Maxi schrieb am 23.08.2011 11:08 Uhr
Gravatar: Maxi

bla blub...

ihr bekommt was ihr verdient!

onny schrieb am 23.08.2011 13:41 Uhr
Gravatar: onny

Kampf gegen Barrieren im Netz

Eine Institution, die scheinbar oder spürbar nur den Auftrag hat, den "Konsument" im Internet daran zu hintern, uneingeschränkt Kulturgüter zu tauschen und zugänglich zu machen, muss lernen, dass solch ein Verhalten nicht vereinbar ist mit dem Grundkonzept moderner Kommunikation! Oder Fans auf YouTube wird es in Zukunft keine Künstler geben. Die Gema zerstört mit ihrem veralteten Rechtsbewusstsein die Kultur in Deutschland!
Es lebe CreativeCommons, es lebe die freiwillige Abgabe via Flattr! :)

Eva Kiltz schrieb am 23.08.2011 11:15 Uhr
Gravatar: Eva Kiltz

Absurd

Es ist schon absurd, dass sich immer noch Dumme finden, die sich freiwillig vor den Karren von Google spannen (nicht mal lassen!).

Nur um dieses ganze Geseiere nicht völlig unkommentiert hier stehen zu lassen auf ein Neues:

Google = börsennotiertes und profitorientiertes Unternehmen. Ausschüttung an die (dt.) Urheber: 0,0€ oder auch 0,0%

GEMA = wirtschaftlicher Verein, nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtet. Ausschüttung an die Mitglieder, die dt. Urheber (in 2010): 713 Millionen € oder auch 84,8% aller Einnahmen. Nachzulesen im Jahrbuch der GEMA, das - sofern keine kleinen anonymen Diktatoren die Webseite lahmlegen - jederzeit auf der GEMA Webseite abzurufen ist.

Jens schrieb am 23.08.2011 16:11 Uhr
Gravatar: Jens

Herr

Schön, daß Sie Zahlen nennen... Wieviel nochmal sind 15,2 % von 713 Millionen? Und was passiert damit? Die brauchts, damit die Künstler, die sich von Ihnen vertreten lassen (müssen), vertreten werden??? U.a. in dem die klein gehalten werden, die noch nicht zur Milchkuh für die GEMA taugen...

Heiko schrieb am 23.08.2011 16:28 Uhr
Gravatar: Heiko

Absurd???

Hallo Eva,

das absurdeste sind die Geschäftszahlen der Gema an sich!
127 Millionen Euro als Aufwendungen für den laufenden Geschäftsbetrieb bei ca. 60.000 Mitgliedern??
Das macht ca. 2116€ pro Jahr und Mitglied an Verwaltungskosten.
Effizienz sieht ganz anders aus.
Als Beispiel:
Die Krankenkasse DAK wird kritisiert, dass der Verwaltungsaufwand mit 156€ /Jahr und Mitglied wesentlich höher ist als bei Mitbewerbern.
Auch wenn der Vergleich etwas hinkt.
Wo aber mag der administrative Aufwand wohl größer sein?



Eva Kiltz schrieb am 23.08.2011 17:22 Uhr
Gravatar: Eva Kiltz

Vertrackt - die Zahlen

@ Heiko: wenn mich nicht alles täuscht, benötigt Google knapp 15,9% seiner Umsätze, um die Verwaltungskosten, Sales und Marketing zu bezahlen, also sogar ein wenig mehr als die GEMA ;-) (siehe: http://www.sec.gov/Archives/edgar/data/1288776/000119312511199078/d10q.htm#toc187811_3).

Im Ernst: in jedem Unternehmen gibt es Optimierungsbedarf und in jedem Verein gibt es viel Optimierungsbedarf.

Ich finde es unfair (natürlich ist es bei der momentan nicht bestehenden Faktenlage auch unmöglich sich ein maßvolles Urteil zu bilden)den Verteilungskampf zwischen dem Internetriesen Google, der die Urheber nicht bezahlt und der dem- gegenüber kleinen GEMA, die die Urheber bezahlt über das Druckmittel zorniger, aber im Thema völlig unbedarfter Nutzer zu führen.

Noch schwieriger finde ich es, wenn Dritte, mindestens genauso unbedarft, aber technisch versierter in diese Auseinandersetzung eingreifen auf die Art und Weise wie Anonymus es tun. Das ist nicht das geeignete Mittel, um die Herbeiführung einer Lösung zu beschleunigen und davon abgesehen auch noch Ausdruck einer Geistehaltung, die mir überhaupt nicht gefällt: "Selbstüberschätzung, Anmaßung, Gottgleichheit", um den Nutzer "Anonymous" (23.08.2011 16:35 Uhr) zu zitieren

Doppelplusgut schrieb am 23.08.2011 17:30 Uhr
Gravatar: Doppelplusgut

127 Mio EUR

D.h. die GEMA kassiert im Jahr 127 Mio EUR für das Verwalten der Urheberrechte...nicht schlecht...Wieviel geht denn da wohin? Diese muss der Konsument/bzw. Künstler ja schliesslich mitbezahlen...Ich glaube da haben ein paar Leute Angst ihre Frühstücksdirektorenposten zu verlieren, man sollte mal genauer beleuchten wer da wieviel vom grossen Kuchen wofür bekommt und wer da wen kennt...Solch eine Summe weckt schliesslich Begehrlichkeiten.

Joon Wolfsberg schrieb am 23.08.2011 18:28 Uhr
Gravatar: Joon Wolfsberg

Falsch!

Es ist schlichtweg falsch dass YOUTUBE/GOOGLE keine Gewinnbeteiligung an Musikvideos für deutsche Musiker ausschüttet.

Es ist so einfach, bei YOUTUBE einen Partnerkanal anzumelden und sich dann als Künstler/Label /Verlag/Urheber an den Einnahmen die durch in der Umgebung des Videos eingeblendete Werbung generiert werden, beteiligen zu lassen.

Sag jetzt nicht, dass dann die Kohle nicht bei den Urhebern, Textern, Komponisten ankommt!

Vorraussetzung für die Teilnahme am Partner-Programm von YOUTUBE/GOOGLE ist, dass man im Besitz der jeweiligen Urheberrechte ist oder dass man die Lizenzen erworben hat. Somit werden von YOUTUBE nur die Videos für Werbung freigeschaltet, die auch im "Besitz" der jeweiligen Urheber/Verlage/Label/Künstler sind...so dass OHNE Umwege die Geldbeträge auch bei dem landen, dem sie zustehen.

Heiko schrieb am 23.08.2011 18:37 Uhr
Gravatar: Heiko

Absurd??

@ Eva,
die Gema mit Google zu vergleichen, nur weil keine Einigung bez. YT erzielt wird, ist doch eigentlich abstrus.

Die eine Seite ist ein riesiges börsennotiertes Unternehmen, die werden sich niemals von der Gema irgendetwas diktieren lassen.
Das die gesamte Infrastruktur bei Google inklusive Gehältern eine völlig andere ist als bei der Gema, sollte klar sein.

Die eigentlichen Kernfragen in diesem Fall sind doch:
Warum gibt es in den meisten anderen Ländern eine Einigung zwischen Google und den dortigen Verwertungsgesellschaften?
Warum wurde auf der bisher in Deutschland bestehenden Einigung nicht weiter aufgebaut?

Wenn diese neuen Zahlen die genannt wurden, stimmen sollten, kann ich Google bei allem Reichtum verstehen, dass sie nicht einwilligen.

Was passiert, wenn sich partout keine Einigung erzielen lässt?

Google sperrt alle in fragende kommende Videos in Deutschland.
Stellen dann eine Option zur Verfügung, die es auch technisch unversierten Usern ermöglicht, diese Videos auf Google USA zu schauen.

Ergebnis:
Die Gema bekommt überhaupt nichts vergütet! Eventuelle Rechtsstreitigkeiten könnten im Amiland ausgefochten werden, die Folgen bzw. Kosten die dort entstehen könnten, kennen wir ja zur Genüge. (Heisser Kaffee bei McD oder ähnliches)

Fakt ist, die Gema möchte etwas von Google. Nämlich möglichst viel Kohle.
Das Problem der Gema ist, theoretisch bräuchte Google wenn sie es darauf anlegen sollten, nichts bezahlen.

Anscheinend ist das nicht denen ihr Ziel. Also heisst es doch eigentlich das man verhandeln muss. Oder wie auf dem Basar, FEILSCHEN...

Mit verklagen wird man anstelle der Gema ziemlich sicher das Gegenteil erreichen.


PS: Nochmal ein kleines Beispiel zu Verwaltungskosten:
Umsatz VW in 2010 in Mio €
126.875
Verwaltungskosten:
3.287
Kosten für den Vertrieb gehören bei VW nicht zu den Verwaltungskosten.
Ansonsten würden nochmal 12.213 Mio € dazukommen.
Inklusive wären es immer noch weniger als 10%.

Helmut Trebusch schrieb am 23.08.2011 11:17 Uhr
Gravatar: Helmut Trebusch

Glück gehabt

Na, da bin ich aber froh, daß ich vor einiger Zeit aus der GEMA ausgetreten bin. Dadurch brauche ich die Website ja nicht mehr soooo dringend.
Also, Ex-Kollegen, laßt Euch ruhig Zeit mit der Problembehebung. Macht ihr ja in anderen Fragen auch.

Muma schrieb am 23.08.2011 11:24 Uhr
Gravatar: Muma

Schadensfreude ist die schönste Freude!

Ich hoffe, die Gruppe A. macht sich den Vorfall zu Nutze und bringt mal etwas Licht in die Gema-Verhältnisse und deren Arbeitsweise. Aber wahrscheinlich sind hier sogar denen Grenzen gesetzt :)

Markus schrieb am 23.08.2011 11:25 Uhr
Gravatar: Markus

Tja, liebe Gema...

Da gibt es ein gutes altes Sprichwort: Wie du mir, so ich dir.

Ich habe mit den Angriffen zwar nichts zu tun, begrüße aber den Schritt von Anonymous und werde wohl auch beitreten. Wohlgemerkt Anonymous, nicht der Gema!

Euer Saftladen darf gerne auch auf Dauer Offline bleiben, ich würde ihn nicht vermissen. Genauso auch andere Läden, Mediafinanz nervt mich auch schon seit geraumer Zeit, die GEZ eh...

Jetzt erlebt ihr selbst mal was wir erleben müssen. Ständig gesperrte Youtube-Videos die ich anschauen möchte - tja, nun ist eine Webseite gesperrt die ihr gerne anschauen möchtet. Nennt man glaube auch Schicksal, allerdings verdientes!

Eure Zeit ist abgelaufen!

So long...

Ernesto schrieb am 23.08.2011 11:27 Uhr
Gravatar: Ernesto

Gema ist ein teil dieeses system

Warum wird immer nur GEMA kritisiert, es nicht das eigentliche Übel.

Viel wichtige ist doch der politische, juristische sistem, der so etwas wie GEMA ermöglicht und die Gerichte die ihnen immer wieder (selbs gegen Kindergarden) recht geben.

Das sollte man villeicht diskutieren und fragen warum es so ist.

GEMA hat sich nicht überlebt, es ist ein teil dieses ökonomischen System, der auf maximal profit beruht.

Und respekt vor Anonuymus, great work.

Pownie schrieb am 23.08.2011 11:28 Uhr
Gravatar: Pownie

pw0nd

Ganz ehrlich? Selbst Schuld. Die GEMA ist in .de äußerst unbeliebt, viele sind der Meinung das es ein ganz schöner Abzockverein ist, der das Netz noch nicht verstanden hat.
Und gerade dann, sollte eine Firma Geld in gute Admins investieren und nicht in solche Deppen. Default Passwörter, vulnerable Software und und und... wäre alles vermeidbar gewesen, wenn die Admins ihren Job gemacht hätten.

Der Hack beweist nur mal wieder eins: Die GEMA hat keine Ahnung vom Internet.

Ich hab kein Mitleid für euch übrig und weiß schon, warum ich als Musiker eurem Verein bewusst nicht beigetreten bin.

Oder ganz kurz: HA HA!

egal schrieb am 23.08.2011 11:31 Uhr
Gravatar: egal

Was habt ihr erwartet?

Wer so intransparent arbeitet wie die GEMA und dann auch noch Kindergärten abmahnt nur um seinen Profit zu steigern, brauch sich nicht wundern.

Ihr solltet euch mal am Fortschritt der Technik orientieren und neue Geschäftsmodelle entwickeln, aber das ihr das mit der neuen Technik nicht so gut versteht sieht man ja an euren Servern ;)

Franco Walther schrieb am 29.08.2011 11:23 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@egal

Hallo,

wir haben keine Kindergärten abgemahnt. Dabei handelte es sich um eine Ente.
http://blog.gema.de/blog/beitrag/kindergaerten-und-notenkopien-auch-im-neuen-jahr-geht-es-nicht-ums-singen/

MfG

Franco Walther

Synapsenkitzler schrieb am 23.08.2011 11:50 Uhr
Gravatar: Synapsenkitzler

Kritik an der GEMA

Hier gibt es eine kurze Zusammenfassung von Kritikpunkten an der GEMA.

http://de.wikipedia.org/wiki/Gema#Kritik_an_der_GEMA

AnotherPony schrieb am 23.08.2011 11:53 Uhr
Gravatar: AnotherPony

So solls sein

Ich kann den Angriff nur befürworten.
Wer will schon von dem GEMA mitarbeiter angequatscht werden weil was lied das er Pfeift Rechtlich geschützt ist.

Endlich tut mal jemand was statt nur zu quatschen. Wenn alle so denken würden wäre die Welt ein gutes Stück besser.

Hack the Planet!
Aber für gute Zwecke ;-)

York-Simon Johannsen schrieb am 23.08.2011 12:04 Uhr
Gravatar: York-Simon Johannsen

Gewissen

Ich muss meinen zahlreichen Vorredner zustimmen. Die GEMA ist nicht mehr zeitgemäß und ein wenig kommt es mir vor, als wenn die Gesellschaft gegen ihre zeitgerechte Inquisition kämpfen muss. Die GEMA kann sich entweder wandeln und mit der Gesellschaft arbeiten oder wird zum sterbenden Riesen mutieren.

Doch verdient ihr neben meinem Unverständnis, meiner Missachtung für euer schaffen auch Achtung für das zulassen dieser Kommentare hier. Eines der wenigen guten Zeichen die ich von euch vernehme.

Mein Mitleid hat die GEMA nicht, doch ihre Angestellten. Ich kann nicht sagen wo es bei euch schief läuft, doch gewiss wird nicht die Masse der Angestellten, das handeln der GEMA befürworten. Ich kann nur jeden von euch dazu ermutigen, seine Form des Protestes zu nutzen. Nutzt die Zeit die ihr habt, Bewerbt euch bei anderen Firmen. Riskiert nicht euren Job und macht etwas während der Arbeit, seit Stolz auf euren Willen und bemüht euch.

Mit freundlichen Grüßen, für die Menschen die bei der GEMA arbeiten,
York-Simon Johannsen

Franco Walther schrieb am 23.08.2011 14:18 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@York-Simon Johannsen

Hallo Herr Johannsen,

wirklich nett gemeint, aber keine Sorge, wir arbeiten gern für die GEMA. Die Argumente sprechen für die GEMA, auch wenn viele ein vorgefertigtes Feindbild als bequemer empfinden. Einer Verwertungsgesellschaft, die dafür sorgt, dass Musikurheber ihrem Beruf nachgehen können, kann ich nichts schlechtes abgewinnen.

MfG

Franco Walther

Jens schrieb am 23.08.2011 22:34 Uhr
Gravatar: Jens

VerWertung..

Sehr geehrter Herr Walther,
Verwertungsgesellschaft ist ein schönes Stichwort! - Eine Wurstfabrik ist auch eine "Verwertungsgesellschaft". Während es jedoch Schweinen, Hühnern, Kühen und anderem Getier egal sein dürfte, in welcher Wurst sie landen - wozu sie "ver-wertet" werden, ist dies in einer menschlichen Gesellschaft so einfach nicht. Auch unser Getier stellt sich nicht an einem Schalter an, über dem "SALAMI", "JAGDWURST" oder "SCHINKEN" steht... Sie aber bieten den durch sie "ver-werteten" Künstlern und Urhebern künstlerischer Werte noch nicht einmal diesen Schalter... Er wird verwurstet - da sollte es ihm doch egal sein, wozu... Ich kenne persönlich nur EINEN (!) Künstler, der in den teilweisen Genuß Ihrer "Verwertung" kommt. Dagegen kenne ich hunderte junge Musiker und Bands, die die Tätigkeit Ihrer Institution hemmt, blockiert und letztlich aufgeben läßt...
Ich habe seit nunmehr 19 Jahren Verträge mit Ihrem Verein. Nicht freiwillig - nein! Aber ich "profitiere" ja von Ihrer "Verwertung". D.h. ich darf Musik öffentlich abspielen... Immerhin. Großzügige Geste! - Außerdem haben sich Ihre Bemühungen um mich und meine Kundschaft seit 1992 mehr als verdoppelt. Ach, was sage ich: ich zahle heute das Eineinhalbfache dessen in EURO, was mich Ihre Leistung im Jahre 1992 in DM kostete... Wahrscheinlich haben Sie in Ihrem verqueren Verständnis sogar eine Erklärung dafür parat... Die rasant gestiegene Anzahl der Medien, die Anzahl der zu schützenden Künstler bzw. ihrer Werke, der Aufwand, die wirkungsvoll tun zu können usw. usf.
Zur gleichen Zeit finden allerdings Konzerte junger Musiker NICHT STATT, weil sie einfach nicht mehr bezahlbar sind (Nicht! die Musiker wohlgemerkt... die wären froh, spielen zu dürfen!) - Aber verwursten... ähhh! ... ver"werten" Sie ruhig weiter... Eines Tages wird es nur noch Büchsenwurst geben. Und die Beschreibungen einer längst vergangenen und vergessenen Zeit, in der man noch selbst musizierte... Ohne verwertet und verwurstet zu werden...

Peter Hempel schrieb am 29.08.2011 11:44 Uhr
Gravatar: Peter Hempel

AW: VerWertung

Hallo Jens,

so lustig-sarkastisch Ihr Bild auch sein mag - es ist leider ein wenig schief. Immer wieder werden in Ihren Ausführungen (ausführende) Künstler und Bands mit den von uns vertretenen Urhebern durcheinandergeworfen. Natürlich gibt es auch viele Fälle, wo beides in Personalunion vorliegt, jedoch lohnt sich für solche Bands oder Künstler die GEMA-Mitgliedschaft erst zu einem späteren Zeitpunkt als für einen reinen Urheber. Darauf gehen wir sehr detailliert in unserer Mitgliederbroschüre ein, die Sie auf unserer Webseite finden.

Ich hoffe übrigens, dass sich Ihre Einnahmen in den letzten 19 Jahren in vergleichbaren Dimensionen gesteigert haben wie Ihre Kosten. Dass wir unsere Tarife angepasst haben wurde (im europäischen Vergleich) höchste Zeit. Diese Tarife werden ja auch nicht von uns einfach so festgesetzt sondern sind Produkt von langfristigen Verhandlungen mit den jeweiligen Interessenvertretern. Für kleinere Veranstaltungen sind die Kosten sogar gesunken. Dass wir es nicht jedem Kunden recht machen können, ist uns durchaus bewusst. Aber gerade unsere neuen Tarife für Livemusik sind unserer Ansicht nach sehr moderat.

Beste Grüße, Peter Hempel

rr schrieb am 23.08.2011 12:08 Uhr
Gravatar: rr

Kampf gegen Windmühlen

YT sitzt am längeren Hebel. 33(?) erfolgreiche Einigungen über Beteiligungen an den Werbeeinnahmen der Verwertungsgesellschaften in anderen Ländern, nur in Deutschland nicht. Ergo: Sperrungen von Musikvideos und dadurch keine (zusätzl.) Einnahmen für Künstler/Urheber, ganz zu schweigen von der zusätzlichen Verbreitung bzw. Bekanntmachung von neueren/unbekannteren Künstlern/Urhebern. Allerdings: Video dennoch in DE. aufrufbar via Proxy (legal). Konsequenz: Umgehung der Sperre-> Sperre obsolet. (Ja ich weiß, dass die GEMA die betroffen Videos nicht aktiv sperrt, sondern es sich um eine vorbeugende Maßnahme von YT handelt, um Ärger zu vermeiden, aber darum geht es ja wohl nicht.) Und was bedeutet es nun für den Nutzer? Der Nutzer nutzt nun mal das weltweit populäre und beliebte Angebot von YT, ärgert sich über diese Unannehmlichkeiten in Deutschland(gesperrte Videos), die passiv durch die Sturheit der GEMA verursacht worden sind und wird dadurch also auch noch international diskriminiert. YT kann mit gesperrten Musikvideos in Deutschland offensichtlich gut leben. Die Nutzer, die eine Proxy verwenden, werden dennoch die Sperren umgehen können (sogar legal), während die GEMA dafür keinen Cent aus Googles Taschen fingern kann (und demnach keinen kastrierten Anteil davon für die Urh./Künstl.). Ob jetzt YT oder GEMA im Recht ist, ist dem Nutzer doch völlig egal (zu Recht)...Fakt ist: Es wird sich im Kreis gedreht, statt nach einer konkreten Lösung zu suchen. Die Hackerangriffe lösen zwar das Problem nicht, aber im Rahmen einer kleinen Rache durch die Abwälzung dieses Problemes auf die Nutzer (und durch evtl. noch die dadurch entgangenen, möglichen Zusatzeinnahmen für die Künstler/Urheber selbst) musste ich auch etwas schmunzeln, als ich von dem Angriff erfahren habe ;)

MfG rr

Peter Hempel schrieb am 23.08.2011 17:40 Uhr
Gravatar: Peter Hempel

AW: Kampf gegen Windmühlen

Hallo, die GEMA hatte als erste europäische Verwertungsgesellschaft eine Vereinbarung mit YouTube im Jahr 2007. Daher hinkt jeder Vergleich mit ausländischen Verwertungsgesellschaften und deren Abschlüssen. Wir haben nach einer langen Frist von erfolglosen Gesprächen damals die Nachverhandlungen abgebrochen. In den Kommentaren zum Blogbeitrag "YouTube nicht gesprächsbereit" finden Sie übrigens eine Beispielrechnung eines GEMA-Mitglieds zu den konkreten Vertragsmodalitäten anderer Verwertungsgesellschaften mit YouTube. Bitte machen Sie sich selbst ein Bild von der "Angemessenheit" der Entlohnung...

Technofrettchen schrieb am 23.08.2011 12:09 Uhr
Gravatar: Technofrettchen

Super und Glückwunsch an Anonymous

Spätestens nach der Vorgehensweise bei Kindergärten und Schulen, kann ich nur eine Befriedigung bei der Aktion von Anonymous empfinden. Es kann nicht sein, dass unseren Kindern das Liedgut nur beigebracht werden darf, wenn auch die Gebühren dazu abgeführt werden. Daher kann auch ich nur Fürsprecher sein, der zwar illegalen aber dennoch in meinem Augen mehr als gerechtfertigten Aktion. Schade das dies nur zu keinerlei umdenken in der Politik der Gema führen wird.

Franco Walther schrieb am 29.08.2011 11:29 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Technofrettchen

Hallo, nach der Lektüre des Blog-Beitrags, sehen Sie das Thema Kindergärten vielleicht etwas anders. http://blog.gema.de/blog/beitrag/kindergaerten-und-notenkopien-auch-im-neuen-jahr-geht-es-nicht-ums-singen/ MfG Franco Walther

tim schrieb am 23.08.2011 12:22 Uhr
Gravatar: tim

Führungsetage verjüngen

Vielleicht sollte man einfach die Führungsetage der GEMA austauschen mit dem Ziel den Altersdurchschnitt unter 40 Jahren zu halten.

Ein_Bundesbürger schrieb am 23.08.2011 12:41 Uhr
Gravatar: Ein_Bundesbürger

Richtig so...

Na irgendwie war das auch schon lange überfällig - mein Glückwunsch an beide Seiten der Affäre. Die GEMA kann nicht behaupten - nicht alles dafür getan - ja geradezu darum gebettelt zu haben. Mit maximaler Anstrengung den Zorn einer ganzen Nation auf sich zu ziehen. Eine Firma ohne jede Wertschöpfung!!! Tolle Leistung. Man Euer Image ist sooo dermaßen schlecht, und das nicht nur bei einer Minderheit - sondern bei einer ganzen Nation. Was erzählt ihr eigentlich Euren Kindern was ihr tagsüber macht? Macht den Laden endlich dicht und fangt noch mal ganz von vorne an. Mit einem neuen Namen und mit neuen frischen jungen Köpfen als Entscheidungsträger. Meine Sympathien gehören in diesem Fall klar den Verteidigern der freien Meinungsäußerung und des unzensierten Internets.

Chris schrieb am 23.08.2011 12:54 Uhr
Gravatar: Chris

Haha

Haha liebe Gema! Hoffentlich bleibt es nicht "nur" bei eurer Homepage!

envy schrieb am 23.08.2011 12:58 Uhr
Gravatar: envy

Ihr habt's verdient!

Definitiv! Hat Anonymous gut gemacht!

Haha schrieb am 23.08.2011 13:11 Uhr
Gravatar: Haha

Haha

Ihr habt es nicht anders verdient.

Rudy Holzhauer schrieb am 23.08.2011 14:45 Uhr
Gravatar: Rudy Holzhauer

Frage:

wen meinst du genau mit "ihr"?

Rudy Holzhauer schrieb am 23.08.2011 14:49 Uhr
Gravatar: Rudy Holzhauer

@ svm

was haben die besipiele mit der gema zu tun?

FU_gema. . . Feuer Frei ;) schrieb am 23.08.2011 13:14 Uhr
Gravatar: FU_gema. . . Feuer Frei ;)

FU_gema. . . Feuer Frei ;)

Ooooh Schade :P

Ich steht allen im weg, wollt ihr nicht lieber gehen ?

anonymous Top Arbeit...weiter so :)

Reiner Zufall schrieb am 23.08.2011 13:14 Uhr
Gravatar: Reiner Zufall

Verdient oder nicht....

Mit ist die Frage egal. Mich stören diese Youtube Blocks. Ob die GEMA Seite down ist ist mir tasächlich total egal.
Lustig finde ich es schon.
Ist ja nicht so das Youtube nichts springen lassen will. Aber die Forderungen sind einfach zu hoch. So gehen die Einnahmen letztlich flöten genauso wie der Kaufimpuls. Und der Internet nutzer ist verärgert.


Guten Tag

Peter Hempel schrieb am 24.08.2011 09:47 Uhr
Gravatar: Peter Hempel

AW: verdient oder nicht...

Hallo,

Sie scheinen ja die genauen Forderungen der GEMA trotz unserer Stillschweigevereinbarung zu kennen. Würden Sie die anderen Leserinnen und Leser bitte an diesem Wissen teilhaben lassen? Und bitte kommen Sie jetzt nicht mit den 12 Cent pro Stream aus dem Google-Blogbeitrag von 2009...

GemaHierGemaDa schrieb am 23.08.2011 13:19 Uhr
Gravatar: GemaHierGemaDa

Kommentar eines Veranstalters

Wir haben selbst Veranstaltungen betrieben und mussten letztendlich Gebühren an die GEMA entrichten obwohl wir nachweisen konnten das wir kein GEMA-pflichtiges Material abgespielt haben.
Uns wurde einfach seitens der GEMA unterstellt das wir gebührenpflichtiges Material öffentlich vorführen würden und wurden mit mehreren hundert Euro zur Kasse gebeten.

Ich frage mich wo dieses Geld hingeht wenn nicht einmal ein Künstler vertreten ist der überhaupt in der GEMA ist. Wer steckt sich dieses Geld ein?

Danke Anonymous das ihr das richtige tut!!! Weiter so :-)

We are Legion!!!

unbekannt schrieb am 23.08.2011 13:22 Uhr
Gravatar: unbekannt

Abkassierer !

Einen kleinen Gesangsverein um 100de Euro abkassieren der auf seinem Fest 3 - 4 Lieder zum besten geben will ... Kauft euch lieber erstmal ausreichende ESX Lizenzen ...

Peter Hempel schrieb am 24.08.2011 10:39 Uhr
Gravatar: Peter Hempel

AW: Abkassierer

Hallo Unbekannt,

Wenn es falsche Berechnungen oder sonstige Streitigkeiten mit Musiknutzern gab, leiten wir Ihre Anfrage diesbezüglich gerne an die zuständige Bezirksdirektion der GEMA weiter. Unsere Server sind völlig korrekt lizenziert. Sonst würde die Software gar nicht laufen. Wer Sockel und logische Cores nicht unterscheiden kann sollte nichts über die Lizenzierung von VMware-Software schreiben.

Susanne Neuhaus schrieb am 23.08.2011 13:28 Uhr
Gravatar: Susanne Neuhaus

Super Aktion!

Ich find's total Klasse, dass die GEMA-Seite gehackt wurde und hoffe, dass sie lange Zeit nicht mehr im Internet zu sehen sein wird! Danke an die Aktivisten von Anonymous...

Anonymous schrieb am 23.08.2011 13:31 Uhr
Gravatar: Anonymous

Genial !

Das ist eine geniale Truppe - dieses "Ist in Deutschland nicht verfügbar" bei YouTube ärgert mich schon lange - Diese Seite der GEMA dürft Ihr JEDEN TAG 5x mit dieser Meldung lahm legen. Überall in der Welt kann man diese Videos ohne Probleme sehen - NUR in Deutschland mach die Geldgier einen Strich durch die Rechnung!!

Anonymous - DAS WAR GENIAL! - DANKE dafür!!

Patrick Schindler aus Oberstaufen schrieb am 23.08.2011 13:32 Uhr
Gravatar: Patrick Schindler aus Oberstaufen

Leider KEIN Mitleid

Ich habe mit der Gema leider überhaupt kein Mitleid. Aber jetzt würde ich sagen, dass sich Anonymous auch mal youtube greift, schließlich kommt die Sperre ja von dort. Und ich hoffe, dass dieser Vorfall ein Zeichen für die Gema ist, denn bis dato ist die Homepage ja immer noch nicht erreichbar. Gut so und danke an Anonymous

Björn schrieb am 23.08.2011 13:46 Uhr
Gravatar: Björn

....

@Eva Kiltz
Die GEMA verdient auch an den Einnahmen der Künstler und versucht diese desshalb auch zu bevormunden. Siehe Youtube, für die Künstler ist es eine perfekte Webeplattform, und dazu noch Kostenlos. Wir haben zum Beispiel nun das Problem das die Werke einerseits geschützt sind und radiostationen usw über die GEMA bezahlen, aber anderer seits nimmt sich die GEMA das Recht raus darüber zu bestimmen ob wir die Werke auf Youtube ohne weiteres für Werbezwecke nutzen können... Weil die GEMA nämlich sehr gerne auch daran verdienen würde. Nur weil es ein Verein ist bedeutet das nicht das die kein Geld verdienen wollen... ;) Mal abgesehen davon sind die Verwaltungstechnisch genauso eine Schande wie die Ämter unseres Staatsapparates. Mann muss manchmal Monate auf seine Kohle warten, während die ihr Geld natürlich immer sofort bekommen müssen.... aber wenn die dann zu zahlen haben dann ist plötzlich alle zeit der Welt vorhanden. Für die Künstler ist die GEMA eher kein Freund, sondern eher ein notwendiges Übel!!!

Eva Kiltz schrieb am 23.08.2011 16:24 Uhr
Gravatar: Eva Kiltz

Vertrackt

@ Björn: 1. YouTube ist für die Künstler eine Werbeplattform, d'accord. Um den gewünschten Werbe-Effekt zu erreichen, muss aber dennoch vom Künstler, vom Label, vom verlag etcpp ein Vermarktungsaufwand betrieben werden, der den großen Labeln durch YouTube mittlerweile durch ein Content Managementsystem auch vergütet wird. Frage: warum können dieses System nur die großen Contentanbieter nutzen und nicht den kleinen?


2. YouTube betreibt seine Plattform ja nicht aus Jux und Dollerei, sondern um Geld damit zu verdienen. Frage: Welche Bedeutung haben die Künstler bzw deren Vidoes für YouTube?

3. u.a. geht es in dem Streit wohl auch darum, dass YouTube der GEMA meldet, welche Werke genutzt wurden. Das wäre - siehe Content Management System, das die Label nutzen - im Prinzip auch gar kein Problem und würde zu einer nutzungsbasierten Abrechnung ähnlich wie im Bereich der physischen Tonträger führen (Ausschüttung 1:1 abzgl der Verwaltungskosten).
Soweit mir bekannt, haben die anderen Verwertungsgesellschaften (Ausland) nicht auf der Möglichkeit einer nutzungsbasierten Abrechnung bestanden, sondern sich auf Pauschalzahlungen eingelassen, die als Aufschlag auf andere Nutzungsformen zB Radioeinsätze verteilt werden. Das ist unfair, ermöglicht doch gerade YouTube den Musikgenuss abseits der herkömmlichen Medien!
Frage: wenn dem so ist: ich verstehe nicht, warum sich gerade in diesem Fall durch die GEMA vertretene Künstler über ungerechte Vergütungen mokieren? Vielleicht können Sie mir das erklären?

anonymous schrieb am 23.08.2011 14:08 Uhr
Gravatar: anonymous

Wer...

.... Kindergärten verklagt weil Kinderlieder Gesungen werden hat es nicht anders verdient, ich hoffe euch ist ein riesengroßer Schaden entstanden!

Franco Walther schrieb am 29.08.2011 11:35 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@anonymous

Hallo,

nach der Lektüre des Blog-Beitrags, sehen Sie das Thema Kindergärten vielleicht etwas anders.

http://blog.gema.de/blog/beitrag/kindergaerten-und-notenkopien-auch-im-neuen-jahr-geht-es-nicht-ums-singen/

MfG

Franco Walther

auch egal schrieb am 23.08.2011 14:15 Uhr
Gravatar: auch egal

Gema ist Absurd

Schwache Argumentation, Frau Kiltz. Nur weil die GEMA auch Geld in die Hand bekommt, dass sie weiter gibt ist sie noch lange keine gute Institution. Googles geschäftsmodell mag Fragwürdig sein aber wenigstens sind die Leute selber Schuld wenn sie dabei mitmachen.
Die GEMA auf der anderen Seite geht mir einfach auf die Nerven. Zwangsabgaben auf Datenträger, Stress für künstler die remixen und was hab ich davon? Ich hör kein Radio, ich hör GEMA freie Musik und die Videos die mir auf youtube geblockt werden stammen nicht aus deutschland. Ich finds nicht in Ordnung, dass sich diejenigen die das Verbockt haben, wenn auch nur an 15,2% (es sind immernoch millionen), eine Goldene Nase verdienen. Von der ungerechten Verteilung der Anteile für Künstler mal ganz abgesehen.

amüsannt schrieb am 23.08.2011 14:19 Uhr
Gravatar: amüsannt

35tb

Was mich am meisten interessiert ist:
wofür braucht die GEMA bitteschoen 35 TB an Festplattenspeicher im internet?

b00ns schrieb am 23.08.2011 14:26 Uhr
Gravatar: b00ns

Strike

Na nu, wo ist denn die Internetseite von der Gema.de? ;-)

Zu schade, dass es kein Dauerzustand ist und bleibt.

Deren Dauerkrieg mit YouTube um unglaublich viel Geld zieht sich schon so lange hin und nervt inzwischen einfach nur noch..

Kaum ein anderes Land unterbindet von Künstlern eigenst hinzugefügte Videos nur weil die Gema nicht geklärt ist..

Abschaffen den Mist, oder einfach ewig weiter hindern an der Arbeit ;-)

a schrieb am 23.08.2011 14:30 Uhr
Gravatar: a

Yeahh...

Anonymous rulez...

Hans Peter schrieb am 23.08.2011 14:45 Uhr
Gravatar: Hans Peter

yay

Endlich bekommt ihr mal was ihr verdient.
Happy filesharing everyone

bernd schrieb am 23.08.2011 14:45 Uhr
Gravatar: bernd

meine Meinung

Ich bin selber über ein Jahrzehnt Administrator gewesen und habe etwas Mitlied mit den Administratoren, da ich weiß wie schwer kryptisch generierte Passwörter sich gegen Vorgesetzte durchsetzen lassen. Aber auch Sie müssen sich Fehler eingestehen.
Zu den GEMA-Moderatoren möchte ich mal soviel sagen; Ihr beschimpft hier Kommentierende mit Halbwissenden, aber gleichzeitig verbreitet Ihr selber nur "Halbwissen" in dem Ihr immer die gleichen Stereotypen runterbetet, nicht aber die Euch unangenehmen Punkte weglasst.
Ich würde es als sinnlose Zeitverschwendung bezeichnen mich tief mit den tatsächlichen Praktiken der GEMA auseinanderzusetzen, aber warum seid Ihr nicht mal Kreativ wie die Kreativen, welche Ihr vertretet und versteckt Euch hinter den Praktiken, welche auch die GEZ vertritt. Alle müssen Euch beweisen, dass sie nicht von Euch "vertreten" werden müssen.
Wenn ich lese "...dt. Urheber (in 2010): 713 Millionen € oder auch 84,8% aller Einnahmen.." ist nicht die absolute Zahl interessant, sondern die absolute Summe = 127 Mio werden nicht ausgeschüttet. Oder warum erhält ein Künstler mit 100 Auftritten in kleinen Klubs, weniger als jeder einzelne Klubbesitzer dafür zahlen musste?
Und kommt mir nicht mit der eintönigen Aussage nicht der Künstler der vorträgt.... diese Künstler schreiben Ihre Texte und Musiken selber. Es gibt bestimmt noch viele solcher Beispiele, was Euch dazu bringen müsste endlich Eure Praktiken der digitalen Welt anzupassen. Wer sich diesem Trend verweigert muss sich nicht wundern wenn die digitale Welt zurückschlägt.

Mein Mitleid hält sich somit in Grenzen und ich finde beide Aktionen YT und Anon im digitalen Zeitalter gerechtfertigt, denn wie bei allen "Vertretungsgesellschaften" (GVU,GEZ,GEMA u.a.) werden ja keine eigenen geschaffenen Werte vertreten. Und erzählt mir nicht Ihr seid Wohltäter, Ihr seid und bleibt ein Profitorientiertes Unternehmen, nur Eure Bilanzen gehen bei steuerlichem Gewinn gegen 0 =:-)

Muzack schrieb am 23.08.2011 20:14 Uhr
Gravatar: Muzack

Richtig

dem hier gesagten gibt es nichts hinzuzufügen!

Gema wo bleibt die Stellungsnahme zu diesen Fakten? Es geht hier nicht (nur) um Musikvideos von Dieter Bohlen oder Klaus Doldinger (hat der überhaupt Videos?)

Ihr unterbindet und reglementiert Kultur und schafft legt Veranstaltern, Labels und Künstlern Steine iun den Weg (via Formulare, nicht gerechtfertigten Forderungen etc)

Peter Hempel schrieb am 29.08.2011 12:56 Uhr
Gravatar: Peter Hempel

AW: meine Meinung

Hallo Bernd,

zunächst einmal: falsch. Wir sind kein profitorientiertes Unternehmen, sondern sozusagen die Interessenvertretung von rund 64.000 mehr oder minder profitorientierten Einzelunternehmern. Wir sind ein wirtschaftlicher Verein. Die von Ihnen angesprochenen 127 Millionen versickern nicht irgendwo, sondern werden für die Verwaltung von den Ausschüttungen an unsere 64.000 Mitglieder, mehrere Millionen Nutzungsmeldungen jährlich in unzähligen Bereichen sowie die Verwaltung von mehreren Millionen musikalischer Werke verwendet. Das nenne ich persönlich äußerst effizient. Und Sie? Die Bands erhalten weniger als das, was der Clubbesitzer dafür zahlen muss, weil weder die Band noch der Lizenznehmer den Arbeitsaufwand der Verwaltung, der Abrechnung, der Überweisung oder des Inkassos hat.

Die GEZ und die GVU mit Verwertungsgesellschaften in einen Topf zu werfen zeugt nicht gerade davon, dass Sie sich wirklich mit der Arbeit der GEMA auseinandergesetzt haben. Doch, die GEMA vertritt eigene geschaffene Werte. Die GEMA besteht aus ihren Mitgliedern. Die GEMA handelt nur im Interesse ihrer Mitglieder und nur die Mitglieder bestimmen, wo die Reise hingeht.

Beste Grüße, Peter Hempel

Ike schrieb am 23.08.2011 14:48 Uhr
Gravatar: Ike

Umdenken?

Die Kommentare hier sprechen eine eindeutige Sprache. Die GEMA wird sehr stark kritisiert - die Aktion von Anonymous ist in dieser Hinsicht als Protestaktion zu werten.

Die GEMA sollte dringend umdenken und sich überlegen, wie sie sich den neuen Begebenheiten anpassen kann. Sogar einige Medienkonzerne haben ja mittlerweile erkannt, dass sich die Zeiten geändert haben - wieso nicht die GEMA?

GEMA - Geschädigter schrieb am 23.08.2011 14:50 Uhr
Gravatar: GEMA - Geschädigter

Scheuklappendenken!!!

Wer, wie GEMA, GEZ & co. mit angelegten politischen und wirtschaftlichen Scheuklappen auf jede erdenkliche (UN-)Art versucht eine Berechtigungsgrundlage zu konstruieren, wer wissentlich die allgemein übliche Unschuldsvermutung ad acta legen darf,

hat es nicht besser verdient, als in den ORKUS der Geschichte gespült zu werden.

Allerdings zweifle ich an der Lernfähigkeit o.G. auch nur geringste Lehren aus der Geschichte zu ziehen oder gar das eigene Handeln kritisch zu hinterfragen.

In diesem Sinne: kommt mir nicht unter die Augen!!!!

Michael  schrieb am 23.08.2011 14:51 Uhr
Gravatar: Michael

Kein Abzockverein?

Da Frage ich mich aber wie dieses Bild in der Öffentlichkeit zustande kommt. Interessant wäre sicher auch zu erfahren wieso Youtube in Deutschland die Probleme hat und sonst in fast keinem Land der Welt. Aber statt zu erklären gebt Ihr Antworten wie 'Informiern bevor Posaunen' und verweist auf einen Presselink von Euch? Sehr neutral. Und Lob an Eure IT, 6 mal den gleichen Fehler an einem Tag... Weltrekord, oder?

Franco Walther schrieb am 23.08.2011 15:57 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Michael

Hallo Michael,

gern stelle ich Ihnen neutrale Artikel zur Verfügung.

http://www.spreeblick.com/2011/06/21/gema-vs-youtube-geruchte-zahlen-forderungen/

http://www.nmz.de/online/die-eskalation-im-streit-zwischen-youtube-und-der-gema-und-ihre-hintergruende

http://www.stefan-niggemeier.de/blog/der-kindergarten-als-rechtsfreier-raum/

http://www.nmz.de/online/erneuter-angriff-auf-die-website-der-gema-durch-anonymous

MfG

Franco Walther

Josch schrieb am 23.08.2011 14:52 Uhr
Gravatar: Josch

Unwirksame Sperren


Wozu der Aufwand, liebe Gema? Eure Sperren lassen sich einfach umgehen, indem man die URL des gesperrten Youtube- Videos durch den GOOGLE- Übersetzer jagt. Ein Proxy tuts auch. Solange Gema für Gier steht und unseren kulturellen Austausch behindert um sich daran zu bereichern, leide ich nicht allzusehr für Euch mit. Die Zeiten haben sich geändert und mit ihnen auch die Umsatznischen. So macht Ihr Euch keine Freunde.

gemischt schrieb am 23.08.2011 15:04 Uhr
Gravatar: gemischt

GEMA nicht realitätsnah


Hätte dieser Angriff die GEZ getroffen, würde ich vor Freude eine Flasche guten Champagner öffnen und froh genießen.

Zur GEMA:
Ebenso wie o.g. Einrichtung sind Sie in der Art und Weise ihrer Kommunikation mit den "Bürgern" NICHT realitätsnah.
Und genau diese abartige Vorgehensweise, gepaart mit GEHÄSSIGEN Sichtweisen macht die GEMA derart unbeliebt.

Statt sich als "Schutzvereinigung" mit AUGENMAß zu zeigen, handeln Sie derart engstirnig und kleingeistig, dass der "Bürger" bei Nennung der GEMA (und GEZ) nur Ablehnung empfinden KANN.

Versteckt Euch weiter und sorgt bloss mit aufgeblähter Regulierungswut weiter dafür, dass Eure Arbeitsplätze gesichert bleiben.


Bernd schrieb am 23.08.2011 15:27 Uhr
Gravatar: Bernd

Leider auch hier KEIN Mitleid

1. Ich kann die GEMA ohnehin nicht leiden. Nicht für das was sie macht, sondern wie sie es macht.

2. Wer seine IT Infrastruktur so stümperhaft sichert, der hat es einfach verdient!

3. Seht es einfach ein, wer gegen das Internet arbeitet fliegt raus. Passt euch an und überlegt eich mal zeitgemäße Geschäftsmodelle.

Feuert doch ein paar von euren überbezahlten, mittelalterlich denkenden Bossen und ersetzt sie gegen neue (junge) Köpfe die in der Lage sind die Welt und das Internet zu verstehen. Bei der Gelegenheit könnt ihr dann auch gleich mal den ein oder anderen fähigen Admin einstellen! Wäre zumindest ein Anfang.

Mirabello B. schrieb am 23.08.2011 15:37 Uhr
Gravatar: Mirabello B.

Verdient ist verdient... oder wer Wind sät...

Hallo liebe GEMA,

ich finde es belustigend wie hier auf SELBST verfasste Berichte verwiesen wird.

Machen Sie sich mal den Spaß und suchen Sie auf Google nach 'GEMA Meinungen' oder anderen Rezessionen. Wenn immer die anderen Schuld sind sollte man mal bei sich selbst anfangen zu gucken.

Man muss sich ja erstmal zum Ziel machen, damit andere darauf schießen wollen.

Ich kann die Aktion nur voll und ganz unterstützen. Aus jedem Dreck wollen die Leute heutzutage Geld machen.

Die besten Dinge im Leben sind aber kostenlos.

GEMA DOWN = PRICELESS

Franco Walther schrieb am 23.08.2011 16:18 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Mirabello B.

Hallo Mirabello,

wenn Sie neutrale Berichte suchen, finden sich diese auch. Bspw.:

http://www.spreeblick.com/2011/06/21/gema-vs-youtube-geruchte-zahlen-forderungen/

http://www.nmz.de/online/die-eskalation-im-streit-zwischen-youtube-und-der-gema-und-ihre-hintergruende

http://www.stefan-niggemeier.de/blog/der-kindergarten-als-rechtsfreier-raum/

http://www.nmz.de/online/erneuter-angriff-auf-die-website-der-gema-durch-anonymous

MfG

Franco Walther

Rudy Holzhauer schrieb am 23.08.2011 16:41 Uhr
Gravatar: Rudy Holzhauer

du hast recht

bravo.... endlich mal jemand, der ausspricht was ich denke.
zitat:

"Aus jedem Dreck wollen die Leute heutzutage Geld machen."

und unglaublich wie viele milliarden google mit youtube macht...

Peter schrieb am 23.08.2011 16:01 Uhr
Gravatar: Peter

Kulturgut

Ich finde es einfach dreist, dass die GEMA Inhalte blockiert, die ein Kulturgut der jungen Generation darstellen. Das gemeine ist ja, dass es sehr oft Inhalte sind, die man als Endkunde nichtmal kaufen muss oder kann - die bewusst frei online gestellt werden. Das macht mich wütend. Und wenn keiner hier die Deutschen Medien leiden kann, dann soll man hier Inhalte produzieren die auch konsumiert werden wollen.
Selbst schuld GEMA. Ich distanziere mich von Anonymous insofern, dass sie illegal unsere Meinung vertreten, aber immerhin besser als gar nichts! Der deutsch Pöbel will nichts machen - dafür gibts noch genug Fleisch, Bier, Sofas und Fußballspiele.

Franco Walther schrieb am 23.08.2011 16:35 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Peter

Hallo Peter,

die GEMA blockiert keine Inhalte. Das machen andere Rechteinhaber - bspw. Labels - oder YT selbst. Das der eingeblendete Hinweis auf die GEMA seitens YT falsch ist, merken sie u.a. daran, dass er sogar bei Musik von Urhebern eingeblendet wird, die überhaupt keine GEMA-Mitglieder sind. Was YT damit bezwecken will ist offensichtlich.

MfG

Franco Walther

johnboy schrieb am 23.08.2011 16:46 Uhr
Gravatar: johnboy

@Franco Walther

das problem ist nur, dass sofort, wenn youtube etwas freischalten würde, was von euch vertreten wird, ihr sie mit den heftigsten klagen einsalzen würdet. ich würde meine kinder auch nicht auf dem glasscherbenspielplatz spielen lassen iykwim.

fakt ist, dass sich die gema querstellt, während sich die anderen verwertungsgesellschaften längst geeinigt haben. an was liegt das denn genau? warum gibt es da keine einigung? alle anderen sind bereits raus aus diesem stadium. ich kann keinen grund erkennen. die antwort, dass sich "youtube querstellt" ist doch nur der versuch, den schwarzen peter den anderen hinzuschieben? den leider keine glaubt, weil ja jeder sieht, dass es woanders super funktiniert.

problem ist einfach, dass youtube von den labels als werbekanal verwendet wird. und die gema blockiert den wichtigsten markt in europa, schadet damit den eh schon angeschlagenen labels und macht alles noch mehr kaputt, von wegen sales. das ist unverantwortlich und die gema schiesst icht nusich slebst ins bein sondern vor allem ihren "klienten", den labels und küstlern, in den rücken.

viele grüsse

Franco Walther schrieb am 23.08.2011 17:10 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@johnboy

Hallo Johnboy,

mit Ihrer Vermutung liegen Sie leider falsch. Wir veranlassen absichtlich nicht die Sperrung der Videos, weil wir den Konflikt nicht auf den Rücken der User austragen möchten - im Gegensatz zu YT. Wir wissen trotz Nachfrage nicht, warum YT die Videos sperrt. PR-Kampagne ist eine Vermutung.

Die GEMA stellt sich nicht quer, sondern ist lediglich an einer angemessenen Vergütung der Urheber interessiert. In anderen Ländern sehen die Urheber in diesen Tagen (erste Ausschüttungen), was ihnen die Einigung mit YT gebracht hat: Cent-Beträge. Ist das gerecht, wenn Google mit ihrem geistigen Eigentum Millionengewinne einfährt?

MfG

Franco Walther

johnboy schrieb am 23.08.2011 17:21 Uhr
Gravatar: johnboy

@Franco Walther

aber was würde die gema machen, wenn youtube die lieder freischalten würde? ihre anwälte warten doch nur darauf, sie um viele millionen schadenersatz zu verklagen bis die schwarte kracht. ist eine vielschichtigere sache, es ist nicht nur so, dass yt zum trotz die musik sperrt, sondern eben befürchtet, sie würden die verklagen. von daher kann man das nicht einseitig als pr-kampagne bezeichnen sondern als krieg zwischen gema und youtube, ausgetragen auf dem rücken der labels.

re ausschüttung von cent-beträgen. denken sie, die urheber verdienen mehr an den ausschüttungen der gema als an ihren releases und auftritten? musik ist doch eh eher zum "flyer" für gigs verkommen. die labels verwenden youtube als kostenloses werbeinstrument. dieses wird ihnen aufgrund der obig beschrieben situation genommen, in einem sehr wichtigen markt. die derzeitige situation tut zwar der gema nicht weh, jedoch den labels. könnten sie bitte auf obig beschriebene situation und das problem mit dem massiven finanziellen schaden eingehen? ich würde verstehen, wenn sie es nicht tun könnten, da ihr brötchengeber die gema ist.

viele grüße

Franco Walther schrieb am 23.08.2011 17:39 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@johnboy

Hallo Johnboy,

es ist schade, dass Sie mir nicht glauben. Wie gesagt: Die GEMA trägt den Konflikt nicht auf den Rücken der User aus. Wir haben dementsprechend keine Anwälte, die auf irgendetwas warten. Vergessen Sie bitte nicht, dass Google kein niedliches Non-Profit-Start-Up ist. Die Einteilung in Gut (YT) und Böse (GEMA) ist fehl am Platz.

Wieso sollte ich nicht darauf eingehen können? Sie verwechseln Urheber mit Interpreten. Urheber verdienen keinen Cent an den Auftritten der Interpreten. Die meisten Leben fast ausschließlich von den Ausschüttungen der GEMA.

Die GEMA besteht aus Ihren Mitgliedern, den Komponisten und Textern. Die Situation tut uns deshalb sehr wohl weh - im Gegensatz zu YT. YT verdient mit dem geistigen Eigentum Dritter Millionen, ohne diese zu beteiligen. Ist das gerecht?

Entschuldigen Sie, wenn ich nicht sofort antworten kann. Sie sehen die Anzahl der Posts. Danke.

MfG

Franco Walther

Jonas schrieb am 24.08.2011 13:37 Uhr
Gravatar: Jonas

:-)

@Franco Walther:

"Sendet YouTube weiterhin die Clips, nachdem das bisherige Lizenzabkommen mit der Gema ausgelaufen ist, würde für jeden Abruf irgendwann eine womöglich saftige Nachzahlung fällig werden. YouTube-Manager Walker: "Wir müssen die Musikvideos allein schon aus Gründen der Vorsicht blockieren, weil zunächst einmal der Gema-Tarif im Raum steht und sich dadurch nicht tragbare wirtschaftliche Risiken ergeben.""

Für mich lässt sich die YouTube-Stellung besser nachvollziehen als Ihre.

Lg!

Irgendjemand schrieb am 23.08.2011 16:23 Uhr
Gravatar: Irgendjemand

Geschieht euch recht!

Geschieht euch recht. Eure Forderungen sind einfach erpresserisch. Google mag zwar Geld haben, aber wird wegen euch keine Verluste einfahren!

Solange keine Einigung sein wird, werde ich nicht aufhören, ein VPN zu benutzen, um diese Hürde zu umgehen.

Rudy Holzhauer schrieb am 23.08.2011 16:37 Uhr
Gravatar: Rudy Holzhauer

soso...

also irgendjemand....

woher weißt du, dass die gema youtube erpresst??? kennst du die zahlen???? wenn ja, bitte ich um veröffentlichung, denn dann haben wir ja endlich ein druckmittel in der hand...

Anonymous schrieb am 23.08.2011 16:35 Uhr
Gravatar: Anonymous

Volltreffer - Versenkt ;o)

Liebes Gema Team,

erstmal der Hinweis - Eure Seite scheint nicht zu funktionieren ;o) - könnt Ihr das mal richten ;o)?

Nun zu dem Thema - ich habe statt Mitleid nur innere Freude, die ich gerne in Eurem Gästebuch niederschreiben möchte um diese mit möglichst vielen Menschen zu teilen ;o)

Ich könnte mich jetzt hier austoben und Aufzählungen niederschreiben die sich mit Profitgier, Überschätzung, Anmaßungen, Gottgleichheit usw. beschäftigen - aber ich möchte darauf verzichten und mich nur zu einer Frage hinreissen lassen:

Warum, ist der Aufruf einer Seite mit einem eingeblendeten Video ( also YouTube) 13 Cent teuer? - U nd das auch noch wenn das Video garnicht abgespielt wird? - Und nochmal 13 Cent wenn ich diese Seite nochmals aufrufen würde?

Ich denke, das Ihr den Bogen der Unverschämtheit komplett überspannt habt und das Ihr nur auf Kosten der User die schnellen Euros machen wollt. Ihr zahlt doch an die Künstler sowieso nichts - das bekommen die Texter und die Songschreiber. Und das was Ihr als Einnahmen verbucht wird nur zu einem kleinen, verschwindenen Teil an diese Gruppen ausgezahlt.

Neben Euch, Gibt es ja dann noch die GEZ und einen fast noch unverschämteren Geldabgreiger - die GVL - Alles behaubten das selbe zu tun , die entsprechenden "Auftraggeber zu schützen" - Die Frage ist nur - wer hat Euch beauftragt? - Wo fliessen die restlichen Gelder hin?

Tom schrieb am 23.08.2011 16:42 Uhr
Gravatar: Tom

Warum...

wird eigentlich nicht auf die sachlichen Posts von einigen Leuten hier geantwortet? wenn Franco Walther (ich nehme mal stark an GEMA) was von sich gibt zielt das immer nur auf die Posts ab die vermeintlich leicht zu entkräften sind.

Die Posts von Fritze Walther und auch einige andere. werden konsequent ignoriert...

Achja bevor hier angeführt wird: ich kann doch net alles lesen. Dann jetzt einfach lesen und dann beantworten. Wie schrieb Fritze Walther so schön "damit wir auch bemerkenswert wissend werden" ;)

Auch ein Link zum Jahresbericht der GEMA wäre schön. Wenn schon so proklamiert wird wie offen man doch eigentlich ist.

Franco Walther schrieb am 23.08.2011 17:22 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Tom

Hallo Tom,

wir bemühen uns, allen gerecht zu werden. Bei 180 Posts bitte ich allerdings um etwas Geduld. Vielen Dank.

Das mit dem Link ist momentan etwas schwierig. ;-)

MfG

Franco Walther

namensfeld schrieb am 23.08.2011 16:42 Uhr
Gravatar: namensfeld

Fähige Admins

hätten dies verhindern können...

Realistische Forderungen

hätten es garnicht erst aufkommen lassen.

Ben schrieb am 23.08.2011 16:58 Uhr
Gravatar: Ben

Witzig !!!!

Wäre nicht durch die Presse gegangen, dass der GEMA-Server gehackt wurde, wäre es mir persönlich nicht aufgefallen.

Ich muss gestehen, ich war noch nie auf der Homepage der GEMA. Wieso auch ?! Ich bin kein Künstler.

Über den Aufbau der Seite kann ich nichts sagen, denke aber, es handelt sich zum Großteil um reine Informationen (Pressemitteilungen etc.)
Eine einfache Homepage zu hacken wird an den o.g. Problemen sicher nichts ändern. IT-Spezialisten habe jetzt ein paar schlaflose Nächte..mehr nicht!!!

Diese Aktion Kindergärten / Weihnachtsmärkte ist, soweit diese stimmen, unter aller Sau !!!!

Das Argument, die GEMA dürfe kein Gewinn erwirtschaften als Rechtfertigung zu nutzen, ist Hirnrissig.
Jeder, der nur ein Wenig kaufmännisches Wissen hat, weiß, wie man Gewinne auf dem Papier minimiert oder nicht aufkommen lässt.
Einfach diesen Verwaltungswasserkopf weiter aufblähen, utopische Gehätler zahlen etc.
@Thomas Hohnen: villt. sehe ich die Dinge zu prakmatisch oder entziehen sich, wegen fehlender Kenntnisse, einem klaren Urteil, welches ich jetzt fälle:

Ich gehe davon aus, sowohl Komponisten als auch Liedtexter werden beauftragt oder offerieren Ihre Werke an Musiker zwecks Interpretation. Dies sehe ich als Dienstleistung, welche von den Musiker bezahlt werden sollte.
Wird ein Stück neu interpretiert, muss für das Gedankengut des Komponisten / Texter wieder gezahlt werden. Dafür benötige ich keine Institution. Nur 2 Vertragspartner !!!!!
Noch einen Schritt weiter würde ich gehen, wenn ich folgenden Gedankengang verfolge:
Komponist / Texter verkauf sein produziertes Gedankengut - die Ware - an den Musiker. Schlussfolgerung: Die Ware hat den Besitzer und Eigentümer gewechselt.

Zu Youtube:
Künstler eröffnen einen Kanal. Dort wird ihr eigenes, geistiges Eigentum veröffentlicht. Dies geschieht aus Eigenverantwortung und freien Stücken des Künstlers, welchen Zweck er auch immer damit verfolgt.
Es hat sich dort keine GEMA oder eine andere Institution einzumischen bzw. zu sanktionieren.( solange nicht durch den Inhalt Gesetzte gebrochen werden)

lulleburger schrieb am 23.08.2011 17:07 Uhr
Gravatar: lulleburger

Frage

Wie sieht es eigentlich in den Ländern aus, in denen sich die VGs mit YT geeinigt haben?
Verhungern da jetzt laufend die Texter und Komponisten auf offener Strasse?
Warum darf ich kein Video von "insert sony artist here" sehen? Wird Dr. Dre auch von der GEMA finanziert?
Wie ist das bitte schön vermittelbar?

Sorry, aber die GEMA hat den schlechtmöglichsten Ruf, den mal als Organisation nur haben kann. Ab berechtigt oder auch nicht: Deutlich die Schuld Eurer Marketingabteilung. Und Eure ITler sollten sich evtl. noch mal ein Buch kaufen :/

Florian H. schrieb am 23.08.2011 19:23 Uhr
Gravatar: Florian H.

.

Sehr richtig, guter Kommentar spricht mir aus der Seele!

Man kann über die vergangenen Anonymous-Aktionen ja durchaus geteilter Meinung sein, aber hier hat es definitiv "die richtigen" erwischt!

Franco Walther schrieb am 24.08.2011 10:29 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@lulleburger

Hallo,

das ist gar nicht vermittelbar und stört uns genauso wie Sie. Das die Einblendung, die YT verbreitet und sich auf die GEMA bezieht falsch ist, erkennt man u.a. daran, dass sie bei Musik von Urhebern erscheint, die überhaupt nicht Mitglied bei der GEMA sind. Die GEMA hat mit den blockierten Videos nichts zu tun.

In den Ländern, in denen eine Einigung mit YT erzielt wurde, kamen in diesen Tagen die ersten Abrechnungen. Und siehe da, die Urheber wurden mit Minibeträgen abgespeist. Ist das bei einem Milliarden-Dollar-Konzern gerecht?

MfG

Franco Walther

John schrieb am 26.08.2011 19:39 Uhr
Gravatar: John

Ihr wartet . . .

Herr Walther, Ihr habt ein MUSTERVERFAHREN am Laufen. Ihr wollt keine Einigung mehr bzw habt aufgegeben (Laut Aussage eures Vorsitzenden ist es genau so, das IHR [Die Gema] die verhandlingen als gescheitert erklärt. Natürlich ist es richtig das ihr die Sperrung nicht veranlasst! ABER die einblendung ist dennoch richtig, was würde sonst als Strafe in Aussicht stehen, wenn die Sperrung nicht da wäre! Kurz die Sperrung ist Rechtlichgesehen richtig UND eine Absicherung. Meine Bitte, hört auf euch da rauszureden zumindest weas die Sperrung angeht! Es ist auch nicht gesagt und behauptet das IHR die Videos sperrt! Es steht im Konjunktiv, das ihr die Rechte dafür nicht vergeben habt. DAS IST DOCH SO RICHTIG ODER?

Franco Walther schrieb am 29.08.2011 11:48 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@John

Hallo John,

den Konjunktiv überlesen die Allermeisten leider. Sie sehen das Wort GEMA und ziehen die falschen Schlussfolgerungen.

Also noch mal: Die Sperren gehen nicht von uns aus und YT hat eigentlich auch keine Veranlassung dazu.

MfG

Franco Walther

Günther Müller schrieb am 23.08.2011 17:41 Uhr
Gravatar: Günther Müller

Oh wie Schade

Oh wie Schade. Kann meine Tränen kaum zurückhalten :D :D

Vielleicht sollte die Gema 50ct pro YT Musikvideo verlangen. Dann könnte sie vernünftige Admins einstellen. ;-)

KEIN MITLEID!

Scream666 schrieb am 23.08.2011 17:51 Uhr
Gravatar: Scream666

GEMA for Dummies

Leute,

vielleicht erst hier durchlesen. Ich wüsste auch nicht wirklich wofür sie gut sind, aber n Kumpel hat mir dann diesen Link http://www.mtmediaportal.de/gema-fur-dummies-teil-1-nur-eine-gemeine-mafia-wie-die-gez/
geschickt. Ja..die kacken ab und zu ab und können nicht jeden zu Recht stellen, aber da der klinere Musiker an sich keine Kohle von den Firmen bekommt, da alles an Gewinnanteile wieder an der Produktion von neue CDs, Videos, Promotion, Tours, Merchandise, etc, was ich auch als Fan haben will, sorgen sie dafür dass er wenigstens was kriegt wenn die Songs irgendwo in der Offentlichkeit gespielt werden. Und das ist erst gar nicht schlecht. Und sei ehrlich mit euch selbst.Würden eure Bands ein vorteilhaften Deal bekommen, zur Günst der Band, wer von euch sagt dann 'Nee..ich glaube ich lass das mal'?

sawfreak schrieb am 23.08.2011 18:57 Uhr
Gravatar: sawfreak

nunja

man sollte dabei jedoch unterscheiden zwischen Musik die in Einkaufsläden oder im Club gespielt wird und Musik die man sich privat im Internet, in Form von Videos anschaut.
Im Falle youtube sorgt die GEMA einfach nur für eine unverschämte Zensur. Zensur wie sie es hierzulande eigentlich nicht geben sollte. Es sollte jeder Künstler selbst entscheiden dürfen wer seine Videos sieht...
sorry aber für die youtube sache hab ich 0 verständnis. wirklich 0!

Grischna schrieb am 24.08.2011 09:42 Uhr
Gravatar: Grischna

ungenaue Darstellung....

... wie auch die Gema das gerne macht.

In der öffentlichkeit spricht die Gema gerne von kommerziellen Interessen.Tatäschlich verlangt sie aber Geld für JEDE öffentliche aufführung auch völlig Kostenlose. Schulaufführungen für die Eltern, etwas Hintergrundmusik auf der Privaten Homepage. Selbst wenn die in deinem Youtubevideo im Hintergrund Musik aus dem Radio zu hören ist könnten und würden die das abmahnen wenn sie die Kapazitäten aufbringen können.
Wenn sie wirklich nur kommerzielle Nutzung gerecht abrechnnen wollten, dann soltle die Gema ihre Bedingungen entsprechend Anpassen und die unsägliche Öffentlichkeits Klausel herausnehmen. Das werden sie aber nciht tun, weil sie so herbe (Kontroll)Verluste hinnehmen müssten.

Lasmiranda Dennsiewillja schrieb am 23.08.2011 17:54 Uhr
Gravatar: Lasmiranda Dennsiewillja

Karma

Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus.
Danke Anonymus!!! :)

Jürgen von und zu Pwnies schrieb am 23.08.2011 17:54 Uhr
Gravatar: Jürgen von und zu Pwnies

Gut so

Wer auf Forderungen keine Reaktion zeigt hat es nicht anders verdient . Wenigstens setzten sich mal Leute für unser aller Freiheit ein.
Gute Aktion Anon! Weiter so

Ben schrieb am 23.08.2011 20:37 Uhr
Gravatar: Ben

Freiheit ????

Ob das die richtige Art ist, für die Freiheit zu kämpfen ???

Abgesehen von ein bisschen Stress für den Seitenbetreiber, sehe ich hier nichts Nachhaltiges....

Grundsätzlich zu diesen Anonymen:
Was hat das mit Freiheit zu tun, wenn mit jmd. durch das Hacken auf - wie angekündigt - Facebook mir das Teilnehmen an solch einem Netzwerk untersagt.

Ich bin ein klardenkender, aufgeklärter Mensch. Wenn ich mich dort anmelde sollte ich mir darüber bewusst sein, was mit meinen Daten / posts passiert. Da brauche ich keine anonymen Freiheitskämpfer, die mich darauf hinweisen.

Wenn ich für die Freiheit kämpfe, dann bitte richtig und nicht durch solche Pseudoaktionen um mal in der Presse erwähnt zu werden.

slick schrieb am 23.08.2011 17:59 Uhr
Gravatar: slick

ai

> Unsere IT-Spezialisten arbeiten mit Hochdruck daran, dass unsere Systeme baldmöglichst wieder zu 100% zur Verfügung stehen. <

aber wir wollen doch garnicht, das ihr wieder zur verfügung steht.

Ano+ schrieb am 23.08.2011 18:09 Uhr
Gravatar: Ano+

GOTT

schöne aktion von anonymus!

wo ist der i like / gefällt mir button für die aktion? ;)

Samy schrieb am 23.08.2011 18:25 Uhr
Gravatar: Samy

Kommentar

Kein Mitleid... wer Standardpasswörter verwendet hat es nicht besser verdient!
Und viel Spaß beim erneuten einrichten der Drucker :D

Ein_Bundesbürger schrieb am 23.08.2011 18:39 Uhr
Gravatar: Ein_Bundesbürger

Upps

hier ist ja wohl nicht mal die Software legal (ESX). Liebe Gema auch Software ist geistiges Eigentum der Urheber und sollte schon aus idiologischer Sicht gerade bei Euch rechtmäßig und ausreichend lizenziert werden.

Im übrigen möchte ich jetzt gern ein Klagelied für Euch anstimmen - wenn ich dabei nicht Gefahr laufen würde, rechtlich und mit aller Härte für eine unrechtmäßige, öffentliche Darbietung GEMA-geschützten Materials belangt zu werden. So viel Liebe trage ich dann doch nicht in mir. Upps klingt jetzt auch schon wieder fast irgendwie geklaut diese Zeile. Ich bitte dafür um Nachsicht und hoffe ihr habt genug anderes um die Ohren...

AnonSymph schrieb am 23.08.2011 18:40 Uhr
Gravatar: AnonSymph

KEIN MITLEID

KEIN MITLEID !!!!

Nelson Muntz schrieb am 23.08.2011 18:43 Uhr
Gravatar: Nelson Muntz

HA-Haw!

HA-Haw!

GEMAmitglied schrieb am 23.08.2011 18:45 Uhr
Gravatar: GEMAmitglied

Die GEMA bewegt sich nicht …

… also wird sie bewegt. Danke Anonymous. Ein GEMA Mitglied.

Area51 schrieb am 23.08.2011 19:09 Uhr
Gravatar: Area51

Recht so!

Gut gemacht! Hoffe auf einen langwieriegen Ausfall.

John schrieb am 23.08.2011 19:09 Uhr
Gravatar: John

Antworten

Viele Gute Argumente contra GEMA. Weniger gute Argumente Pro GEMA. Ich habe mir hier ALLES durchgelesen und kein Moder-/Komentator kann/will sich hier äußern sondern llässt nur das Typische leere vorgefertigte Blabla ab. Verweist auf Regeln Gesetze usw usw. Aber das genau hier der Knackpunkt liegt darüber denkt keiner nach! Ihr sagt ständig:
Böse YT sagt was falsches. Aber wenn es auch nur ein Urteil zu GEMA gunsten geben würde, dann würden alle jetzt gesperrten Videos ebenfalls gesperrt sein! Nur würde dann der Konjunktiv fehlen! Also hört auf euch damit rauszureden das ihr aktiv keine Videos sperrt. Könntet ihr 1. gar nicht weil ihr nicht YT seid, und würdet ihr gerne wenn ihr nur ein wenig mehr macht hättet. Ihr wollt den Preis bestimmen von KUNST. Werft aber Google vor Wirtschaftlich zu denken! Lol ein Unternehmen will Geld machen! Natürlich. Wollt ihr ja auch! Kurz Ihr wollt Geld, Google will Geld, eine Einigung muss her. Google sitzt am längeren hebel, da das Unternehmen nicht auf die GEMA angewiesen ist.

Franco Walther schrieb am 23.08.2011 23:39 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@John

Hallo John,

Sie verkennen die gesetzliche Lage. Die GEMA wäre sehr wohl in der Lage, alle Videos mit Musik unserer Mitglieder sperren zu lassen. Das es nur 12 Werke sind, liegt daran, dass wir kein Interesse daran haben, den Konflikt auf den Rücken der User auszutragen.

MfG

Franco Walther

nobody schrieb am 23.08.2011 19:29 Uhr
Gravatar: nobody

Wie hält es eigentlich die GEMA mit Lizenzen?

Wenn sich nicht mal die gema an Lizenzen hält...

http://img6.imagebanana.com/img/y9w4hc23/calvin.png

Ach übrigens bin ich auch der Meinung das ihr es verdient habt.

Peter Hempel schrieb am 24.08.2011 09:56 Uhr
Gravatar: Peter Hempel

AW: Lizenzierung

Hallo,

unsere Server sind natürlich korrekt lizenziert. Sonst würde die Software gar nicht laufen. Wer Sockel und logische Cores nicht unterscheiden kann sollte nichts über die Lizenzierung von VMware-Software schreiben...

... schrieb am 23.08.2011 19:30 Uhr
Gravatar: ...

hmm

was mir ja aufällt ist, das die Gema jeden Tag mehr an Ruf verliert. Was meint ihr wieviele die Gema nicht mögen seitdem Youtube die "Sperre" eingeführt hat.

Franco Walther schrieb am 24.08.2011 00:44 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@...

Hallo,

und daraus folgt? Könnte vielleicht genau das das Ziel von YT mit der irreführenden Einblendung gewesen sein? Könnte, oder?

MfG

Franco Walther

Dipl.Psychopath schrieb am 23.08.2011 19:34 Uhr
Gravatar: Dipl.Psychopath

Dr.

wie schön. die böse gema hat einen noch böseren gegner der mit ihr machen kann was er will und trampelt einfach von oben auf der armen gema rum. taschentuch? erinnert mich iwie ein bißchen an die kleinen bands die sich mit der gema rumschlagen müssen. ja ja, eure geldeintreiber sind immer gern gesehen. vorallem auf privatpartys. na, nu wißt ihr ma wie man sich da so fühlt. und jetzt tritt auch noch das gemeine fußfolk von unten nach. nein, dies tut mir nicht im geringsten leid.

Localhost schrieb am 23.08.2011 19:42 Uhr
Gravatar: Localhost

Ei wo bleiben sie denn???

Na wo hängt es leuts wann kommt ihr wieder online?

Oder Traut ihr euch nicht?

Fritze Walther schrieb am 23.08.2011 19:48 Uhr
Gravatar: Fritze Walther

Halbtagsbilanz oder: wie wir sehen, sehen wir nichts....

Vorneweg erstmal:
Danke, Tom.

Vielleicht muss es auf diese meine Fragen auch gar keine explizite Antwort geben um zu Antworten. Keine Antwort ist eben auch eine Antwort. Und auf externe Seiten zu verlinken läuft SO auch nicht, denn:

HALLO LIEBE GEMA - HIER SPIELT DIE MUSIK!

Ich geh doch auch nicht zur Auskunft, wenn ich 'ne Frage an (z.Bsp.) meine freundin habe. Jedenfalls nicht, dass ich wüsste...

Ich habe mir also auch keinen der angebrachten Links angesehen, wie gesagt - hier spielt die Musik.
Scheint Wagner zu sein, so düster es hier für die Gema aufzieht.

Anders als mit den Links bin ich allerdings mit den Post's hier umgegangen und habe sie fast alle gelesen - und im Moment stellt sich mir im Grunde nur EINE FRAGE, welche mir schlagartig im Zusammenhang mit folgendem Post durch den Kopf schoß (Achtung, Zitat!):

"...wir arbeiten gern für die GEMA. Die Argumente sprechen für die GEMA, auch wenn viele ein vorgefertigtes Feindbild als bequemer empfinden. Einer Verwertungsgesellschaft, die dafür sorgt, dass Musikurheber ihrem Beruf nachgehen können, kann ich nichts schlechtes abgewinnen."

Zu den ersten Aussagen möcht' ich mal folgendes sagen, so ganz als "bemerkenswert Unwissender":
1.: Ja wenn die Kohle stimmt...
^^
2.: Vorgefertigtes Feindbild? Also wer hier wessen Feind sein soll ist mir nicht so ganz klar.
UND JETZT, des Pudels Kern:

3.: "...Verwertungsgesellschaft, die dafür sorgt, dass Musikurheber ihrem Beruf nachgehen können..."

Meint ihr (die GEMA) denn wirklich, die Leute würden ohne euch nicht klarkommen und die Dinge nicht auch ohne euch regeln?

Die Generationen die es ohne Führung nicht schaff(t)en auch nur irgend etwas zu schaffen sterben aus und mir scheint, die nachgewachsenen und nachwachsenden Generationen haben schlicht und ergreifend mal die Schnauze voll, sich auf Schritt und Tritt gängeln zu lassen. Oder wahlweise ihr schwer verdientes Geld einer Institution in den Rachen zu schieben von der sie nicht wissen, wozu die eigentlich überhaupt da ist.

Versteht ihr das?

Das also erstmal meine selbst erarbeiteten Erkenntnisse der letzten Stunden, wenn ich mit irgendwas falsch liege: lasst es mich wissen.

Gruß, F.W.

p.s.: ich werde dem hier selbstverständlich weiterhin mit großem Interesse folgen...

Franco Walther schrieb am 24.08.2011 00:10 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Fritze Walther

Hallo Herr Walther,

schade eigentlich. Wie soll eine fruchtbare Diskussion aufkommen, wenn Sie nicht mal bereit sind, Informationen einzuholen. Sich nicht nur einseitig zu informieren, kostet halt immer etwas Mühe.

Woher wissen Sie, dass Urheber ohne eine starke Verwertungsgesellschaft klarkommen würden? Sind Sie Komponist oder Texter? Verdienen Sie damit Ihren Lebensunterhalt? Wissen Sie, was es für einen Aufwand bedeutet als Urheber seine Rechte einzufordern? Einige Urheber haben hier bereits versucht, zu erklären, was das bedeutet. Kosten allerdings etwas Recherchearbeit, d.h. Mühe.

Ich finde es erstaunlich, dass Sie über die GEMA und Ihre Mitglieder urteilen, aber "nicht wissen, wozu die eigentlich überhaupt da ist". Möglicherweise wäre es eine gute Idee, dass Sie sich die Links doch anschauen. Ich empfehle es Ihnen. Nur so ein Gedanke.

MfG

Franco Walther

The User schrieb am 24.08.2011 02:37 Uhr
Gravatar: The User

Kunst!

Ihr versteht nicht, dass Kunst aus dem künstlerischen Willen und Schöpfungsgeist entsteht, und nicht aus einer Abrechnungsbehörde, die jene verwertbar macht! Durch euch wird keine Kunst geschaffen, ihr sorgt nur im Nachhinein für die totale Abhängigkeit zu eurem Nutzen. Niemand wird künstlerisch tätig auf Grund solcher Chancen auf Vergütung, wie viele Menschen können denn wohl davon leben? Die GEMA lässt insbesondere die leben, die es sowieso nicht nötig haben.

„Woher wissen Sie, dass Urheber ohne eine starke Verwertungsgesellschaft klarkommen würden?“

Woher wissen Sie, dass nicht eine Gesellschaft ohne sogenanntes „geistiges Eigentum“ möglich wäre? Und wer gibt Ihnen das Recht, Künstlern, wenn Sie einmal bei in Ihrem Stall sind, keine anderen Möglichkeiten auszuprobieren? Sie sollten auch einmal ein wenig lesen:
http://www.schneier.com/paper-street-performer.pdf
Dort wird auch dargestellt, wieso die Durchsetzung sogenannten „geistigen Eigentums“ zu Unterdrückung führt, und zwar von jemandem, der sich mit der Technologie auskennt.

Franco Walther schrieb am 29.08.2011 12:00 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@The User

Hallo,

wir sind uns darüber im Klaren, dass wir es bei 65.000 Mitgliedern nicht jedem Recht machen könne. Auch finde ich es richtig, dass es andere Meinungen zum Urheberrecht im Allgemeinen gibt.

Ja, die GEMA schafft selbst keine Kunst. Allerdings sorgen Verwertungsgesellschaften dafür, dass tausende Urheber ihrem Beruf nachgehen und damit Kunst schaffen können. Das ist die Aufgabe von Verwertungsgesellschaften.

MfG

Franco Walther

Fritze Walther schrieb am 23.08.2011 20:00 Uhr
Gravatar: Fritze Walther

p.s.

ganz groß von euch Moderatoren hier finde ich allerdings, dass ihr auch die ganzen kritischen Postings freischaltet. Und das mein' ich, wie ich's sage, ganz ehrlich!

(es besteht keine Notwendigkeit auf dieses Lob zu reagieren. nehmt's einfach mit ins Bett heut' Abend - und wenn ihr nicht einschlafen könnt... erinnert euch dessen. *feix* ;))

Heiko schrieb am 23.08.2011 20:26 Uhr
Gravatar: Heiko

@ Herr Franco Walther

Hallo Herr Walther,

gibt es eine Erklärung dafür, dass nur Ihr "Profil" bei den Autoren des Blogs nicht aufrufbar ist?
Habe alle anderen getestet, allein ihrer geht nicht...

Franco Walther schrieb am 24.08.2011 11:57 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Heiko

Hallo Heiko,

muss nur noch eingespielt werden. Sie finden mein Profil aber auch über die Rubrik "About".

MfG

Franco Walther

telimo schrieb am 23.08.2011 20:42 Uhr
Gravatar: telimo

hm

Nachdem hier ja sogar im Blog nach gutduenken der Admins Kommentare gefiltert werden, weil auch mal Kritik namentlich benannt wurde, und somit sicherlich auch einige konstuktive Kritik untergeht, versuche ich es noch einmal mit einer anderen Frage.

Gibt es entsprechende aussagekraeftige und durchsichtige Geschaeftszahlen der GEMA, die eine Aussage ueber die Verwendung der Einnahmen geben? Sprich wie viel Geld fuer Verwaltung, Klagen,... rausgeschmissen wird, wie viel Verleger abstauben und was schliesslich noch die Kuenstler abbekommen?

Die normale Quelle hierfuer, gema.de, ist ja nun schon eine Weile tot, also sollte es doch noch eine andere Quelle geben.

Denn mir kommt es doch sehr intransparent vor was die Verteilung von Geldern angeht bei einem Punktesystem, das in seiner Undurchsichtigkeit selbst jegliches Steuergesetz in den Schatten stellt...

Gruss,
telimo

Franco Walther schrieb am 24.08.2011 12:14 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@telimo

Hallo,

ich verstehe Ihre Kritik nicht. Wie Sie sehen, sind hier sehr kritische Posts, die teilweise nah an einer Beleidigung dran sind, freigegeben. Wie Sie auf den Vorwurf kommen, wir würden konstruktive Kritik herausfiltern, wird wohl Ihr Geheimnis bleiben.

Zu Ihrer Frage: Unsere Website wird bald wieder zur Verfügung stehen. Dann werden auch der Geschäftsbericht und das Jahrbuch wieder einsehbar sein. Falls dann noch Fragen offen sein sollten, können Sie die gerne über feedback@gema.de an uns stellen.

MfG

Franco Walther

non-profit schrieb am 23.08.2011 21:18 Uhr
Gravatar: non-profit

danke franco

Danke Franco Walther, you made my day. Kannst es ruhig oft genug wiederholen, dass die GEMA ein non-profit-Unternehmen sei oder wie auch immer.
GEMA darf keinen Gewinn machen, dass mag ja soweit stimmen.
Dafür bekommt die Unterstützungskasse 10%!
Ob man es nun Gewinn nennt oder nicht, sei dahingestellt, dass die Unterstützungskasse der Genossenschaft mehr bekommt, wenn die GEMA mehr bekommt, ist Fakt.
Also steht doch nur die Abzocke dahinter.

Peter Hempel schrieb am 24.08.2011 12:31 Uhr
Gravatar: Peter Hempel

AW: danke franco

Hallo,

welche Unterstützungskasse meinen Sie in Ihrem Kommentar? Wenn Sie die GEMA-Sozialkasse meinen: nein. Deren Verteilungssumme wird aufgrund anderer Parameter berechnet, die nicht unmittelbar mit der Verteilungssumme der GEMA an Sich zusammenhängen. Falls Sie auf die allgemeinen ~15% Verwaltungskosten ansprechen wollen: wir arbeiten 100% kostendeckend und versuchen uns von Jahr zu Jahr zu verbessern. Das ist der wortwörtliche Sinn von "keinen Gewinn machen". Die Kosten sind übrigens recht fix (mit sinkender oder zumindest gleichbleibender Tendenz), daher ist die Prozentzahl variabel und war auch schon mal bei 13,x Prozent. Wenn Sie uns einen effizienteren Weg vorschlagen, über 5 Millionen Werke, 64.000 Mitglieder und viele Millionen Musiknutzungen pro Jahr effizienter zu verwalten, haben wir immer ein offenes Ohr für Sie.

Music Club München schrieb am 23.08.2011 21:38 Uhr
Gravatar: Music Club München

AW: Stellungnahme und Behauptungen...

...also bei ein paar Sachen kann ich Eure klaren Dementis nicht verstehen (als wenn alles nur halb so schlimm wäre). Mal von den Lizenzierungen der Serversoftware und die veralteten Passwörter abgesehen so habe ich gehört es gäbe eine Userliste (die vermutlich immer noch frei zum Download verfügbar ist) mit ca. 18.745 FrontEnd Benutzern (zu welcher Website auch immer) wo Vor- und Zuname, tw. Firma/Verein und auch die Emailadresse mit dabeistehen. Passwörter und weitere Kontaktdaten wurden von denjenigen der die Liste veröffentlicht hat vermutlich sogar bereinigt. Achja in dieser Liste sind "nur" ca. 350 gema.de E-Mail Adressen zu finden, der Rest sind alles EXTERNE...die können sich jetzt auf ein volles Spampostfach freuen. Zum anderen verwundert es mich wie hier selbstsicher behauptet wird dass die 500 GB eh nur frei zugängliche Daten gewesen wären, das ist ja fast schon eine direkte Herausforderung an die Hacker...wenn Ihr da mal nicht zu hoch pokert...eure Website ist ja immernoch down...da passt anscheinend garnix. Mit solchen Statements macht Ihr euer eh schon angeknacktes Image nicht besser....

my 2 cents

Peter Hempel schrieb am 24.08.2011 18:25 Uhr
Gravatar: Peter Hempel

AW: Stellungnahme und Behauptungen...

Hallo,

unsere Virtualisierungssoftware ist ordnungsgemäß lizenziert – sonst würde sie ja auch gar nicht funktionieren. VMware Server wird nach physikalischen Sockeln (2 vorhanden) und nicht nach logischen Cores lizenziert.

Es ist interessant, dass Hacker uns angreifen, sich nach eigenen Aussagen auf die Seite von Google stellen und gleichzeitig ihre Taten mit dem Streben nach Informationsfreiheit begründen.

Zum Thema gehackte Daten: Wir können bestätigen, dass eine Userliste mit alten Personendaten, alten Mailadressen und ebenso veralteten Passwörtern gehackt und online gestellt wurde und dass eine Userliste gehackt worden ist - allerdings ohne die Passwörter.

Es geht uns bei der öffentlichen Diskussion auch nicht um Provokationen sondern um eine möglichst konkrete und sachliche Darstellung der Fakten. Jedenfalls wird die GEMA-Webseite nach der Überarbeitung morgen wieder ans Netz gehen und damit auch alle Online-Services für Mitglieder und Kunden wieder zur Verfügung stehen.

Lars J. Lange schrieb am 23.08.2011 21:46 Uhr
Gravatar: Lars J. Lange

Das Imperium schlägt zurück...?

Es macht mich einfach nur kopfschütteln, wie sich die Leute hier massenweise auf die Seite des Milliardenkonzerns Google und der Pseudo-Robin-Hoods von Anonymous schlagen...

Wenn man schon nur in Star-Wars-Schwarz-Weiß-Kategorien denken kann, sollte man sich wenigstens klarmachen, dass, wenn überhaupt, nicht die GEMA das Imperium ist, sondern Google...

Stefan Müller schrieb am 23.08.2011 21:51 Uhr
Gravatar: Stefan Müller

Mitleid

ich wollte mir gerade ein spektakuläres Gleitschirmvideo anschauen, was leider nicht möglich war.
Wieso? Weil es anscheinend mit einer Musik untermalt war, selbst musikfremde Videos werden aufgrund des Gemmahickhacks zensiert.

Sorry, auch mein Mitleid hält sich in Grenzen.

Auch das meiner Kollegen.

Franco Walther schrieb am 24.08.2011 12:43 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Stefan Müller

Hallo Herr Müller,

das ärgert uns genauso wie Sie. Wir sind nämlich nicht für die Sperrung der Videos verantwortlich, sondern Labels, andere Rechteinhaber oder YT selbst. Wir haben demzufolge keinen Einfluss auf die von YT gesperrten Videos. Tut mir Leid.

MfG

Franco Walther

Gary Allan schrieb am 25.08.2011 11:22 Uhr
Gravatar: Gary Allan

Irrtum...

Wieso glauben die Leute eigentlich immer sie könnten irgendwelche Musik als Hintergrundmusik bei ihren selbst gedrehten Filmen laufen lassen? Es kann doch nicht so schwer sein das zu begreifen. Derjenige dessen Musik gerade bei einem selbst gedrehten Video benutzt wird ist URHEBER dieser Musik. Also Besitzer,Inhaber. Man, was soll ich da noch sagen. Das benutzen fremder Musik kostet Geld. Ich als Komponist und Texter lebe davon. Und wenn jemand ohne mich zu fragen mein geistiges Eigentum benutzt dann muss er mich bezahlen. Darüber wacht u.A. die GEMA. Beim Kauf einer CD erwirbt man nur ein Nutzungsrecht. Das heißt nicht, das ich diese Musik von der gekauften CD als Hintergrundmusik bei meinem Video benutzen darf ohne dafür zu bezahlen oder die Einwilligung des Rechteinhabers einzuholen.

Kathrin schrieb am 23.08.2011 21:53 Uhr
Gravatar: Kathrin

was soll man nur denken...

Hallo Herr Walther,

Sie sind wirklich sehr bemüht, ein anderes Bild der GEMA zu vermitteln. Warum aber klappt dieses bei der breiten Masse nicht? Ist denn wenigstens ein bißchen Einsicht vorhanden? Ein bißchen Verständnis für die ganzen negativen Mitteilungen, oder landen alle Menschen in der Schublade "unwissende, sich nicht informierende, nörgelnde mit Halbwissen umsich schmeißende Menschen"?
Selbst Ihr Bemühen zur Vermittlung von richtigem Wissen scheint mir arrogant.
Und wenn Sie schon so bemüht sind, würde ich mich über eine nachvollziehbare und vor allem menschliche (!) Begründung für die GEMA-Gebühren im Kindergarten, bzw. für das Singen von Liedern hören.

Vielen Dank

Franco Walther schrieb am 24.08.2011 13:13 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Kathrin

Hallo Kathrin,

ein bisschen Einsicht ist manchmal vorhanden. Außerdem gibt es immer wieder User, mit denen man sehr gut auch kritische Themen diskutieren kann. Uns geht es vor allem darum, objektiv und ohne Emotionen über die GEMA zu reden bzw. zu schreiben. Das ist hin wieder nicht ganz einfach, wenn man auf immer wieder die gleichen Wissenslücken bei Menschen stößt, die glauben, allwissend zu sein. Wir bemühen uns jedoch, jeden freundlich zu behandeln.

Bevor ich über die Kindergärten lange Reden schwinge ;-), verweise ich Sie lieber auf unseren Blog-Beitrag. Sollten noch fragen offen bleiben, einfach melden.

http://blog.gema.de/blog/beitrag/kindergaerten-und-notenkopien-auch-im-neuen-jahr-geht-es-nicht-ums-singen/

MfG

Franco Walther

Simon schrieb am 23.08.2011 23:08 Uhr
Gravatar: Simon

Frage

Wenn sie (Franco W.) heir behaupten, es gebe keine Anwälte die darauf warten hier Youtube zu verklagen, was hat es dann mit der (bereits etwas älteren) Klage auf sich, dass Youtube 12 Videos entfernen soll? Ein Eilverfahren ist ja (zum Glück) gescheitert.

Außerdem, wie soll sich ein Unternehmen wie Google 0,1278€ pro Stream leisten? https://www.gema.de/fileadmin/user_upload/Musiknutzer/Informationen/information_musikvideo_on_demand.pdf
Hier der Link, funktioniert nur leider im Moment nicht. Man kann bei Streams mit Werbeeinnahmen von druchschnittlich 40-60€ pro 1000 Views rechnen. Da 1000 Views Google aber 127,80€ kosten würden, wäre es absolut unmöglich Youtube weiter zu betreiben. Wenn man einmal von einem Video mit 5 Millionen Views ausgeht, beträgt der Verlust auf Googles Seite 300.000€. Da es nun aber pro Jahr doch einige viele PopVideos mit sehr vielen Views gibt, (gehen wir hier mal von 100 aus), beträgt der Verlust rund 30Millionen €. Und da wird Youtube als nicht gesrpächsbereit bezeichnet?
Für mich ist es vollkommen unverständlich, dass die GEMA hier nicht eine ähnliche Einigung wie z.B die VWGs in Frankreich oder Italien.

Franco Walther schrieb am 24.08.2011 17:05 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Simon

Hallo Simon,

die 12 Werke wurden für ein Musterverfahren eingereicht. Betreiber von Online-Plattformen, die mit der Nutzung von urheberrechtlich geschützten Werken – wie im Fall von YouTube – Millionen an Werbeeinnahmen generieren, sind aus unserer Sich für ihren Content verantwortlich. YT bestreitet das. Wir lassen das in diesem Musterverfahren klären.

Wir haben nie 12 Cent von YT gefordert. Eine Stillschweigevereinbarung verhindert, dass weitere Vertragsinhalte und Verhandlungsdetails an die Öffentlichkeit kommuniziert werden können. Sorry.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.

MfG

Franco Walther

internetman69 schrieb am 24.08.2011 00:17 Uhr
Gravatar: internetman69

Kein Mitleid, aber pro GEMA

Ich hab auch kein Mitleid mit der GEMA.

Aber an alle die sagen "Die GEMA soll endlich die Youtube-Videos freigeben!":
Wieso sollte denn die GEMA die Rechte an den Videos und Liedern für eine kleine Beteiligung an den Werbeeinnahmen verramschen? Wieso soll Google das machen dürfen, thepiratebay und Konsorten aber nicht? Wieso soll youtube MTV-Clips zeigen dürfen aber kino.to nicht?

Nur weil der große Google daher kommt sollen die Künstler auf ihre Einnahmen verzichten (Klick aufs youtube-Video bringt erheblich weniger als iTunes-Verkauf)? Wenn aber ich ein Video zum Download anbiete mach ich mich strafbar? Nenene, gleiches Recht für alle. Wenn Google das legal darf für ne Werbebeteiligung dann soll das jeder andere auch dürfen.

SVM schrieb am 24.08.2011 01:09 Uhr
Gravatar: SVM

@Franco Walther

also ich bin Musiker, und ich würde es begrüßen wenn die Gema entweder ausländischen Vorbildern folgt und eine übersichtliche komplette! Datenbank eingerichtet wird anhand derer jeder einzelne Musiker egal von welchem Rang kostenfrei! rausfinden kann ob sein grade erstelltes Werk eine Urheberrechtsverlezung beinhaltet oder nicht.
Alternativ könnte man genausogut das geistige Eigentum als Schwachsinn erklären, da es mit sehr großer Sicherheit niemanden gibt der alle kopiergeschützten Lieder und sonstigen musikalische Werke ausreichend kennt um zu wissen was noch an wenigen Möglichkeiten der musikalischen Gestaltung übrig bleibt.
Ein Anfang wäre wenn die Gema dafür sorgen würde dass Richter die von Musik keinerlei Ahnung haben auch nicht über musikalische Werke entscheiden dürfen, oder eben von Youtube eine faire, den ausländischen Kopierschutzwächtern angepasste Gebühr verlangen, wie wärs beispielsweise mit der gleichen Summe die eine ganz primitive öffentliche Veranstaltung kosten würde als Maßstab, alles was drüber geht ist eine Unverschämtheit und ausnutzung der Sachlage im Internet.

Egal was ich musikalisch noch so machen werde, ich werde niemals irgendeine Tätigkeit machen mit der ich die Gema unterstütze soweit es sich vermeiden lässt.
Da ich eh keine angemessene Ausschüttung bekommen würde und privat selbst als no-name mensch mehr von habe wenn es nicht über die Gema läuft ist der Verein für mich höchstens Ballast, jedoch keine Option um meine Rechte zu schützen.

Wenn Madonna von mir etwas klauen würde und ich dagegen klagen würde wäre es zudem ein Witz, da ich leider nicht mal eben ein paar tausen oder hunderttausend als Schmiergeld über hab um meine "Rechte" zu vertreten mit der Musiker irgendwann mal eine faire Chance bekommen sollten.

Ich werfe der Gema nach wie vor bewusstes Geldeintreiben aufgrund der Mittellosigkeit und des undurchdachten Systems zu betreiben und ja, ich habe kürzlich einige über das System dazugelernt.

MfG,

SvM

Peter Hempel schrieb am 24.08.2011 18:23 Uhr
Gravatar: Peter Hempel

AW: @Franco Walther

Hallo SvM,

die GEMA ist nicht der richtige Ansprechpartner, wenn es um Streitigkeiten zwischen Urhebern geht, also wenn unklar ist ob Urheber A von Urheber B plagiiert/geklaut/zitiert hat. Wir sind in solchen Fällen sogar zu Neutralität verpflichtet. Daher wäre eine solche Datenbank bei uns nicht wirklich richtig verortet.

Wir haben weder Einfluss auf Gesetzgebung noch auf die Richter in Deutschland. Die Vorstellung ruft ehrlich gesagt bei mir das Bild von dem Affen mit dem Schlüssel für die Bananenplantage hervor... bei Ihnen nicht?

Bei ausländischen Verwertungsgesellschaften handelt es sich übrigens ebensowenig wie bei uns um Kopierschutzwächter, manche Synonyme passen einfach nicht mehr. Wir vertreten die Interessen unserer Mitglieder - nicht mehr und nicht weniger. Am Kopierschutz von physikalischen Tonträgern oder Musikfiles sind primär die Labels (als Inhaber von Leistungsschutzrechten) interessiert - das sind meistens unsere Kunden, nicht unsere Mitglieder.

Jetzt zur Angemessenheit Ihres Vorschlags: nennen Sie uns bitte einen Veranstalter, der mit einer "primitiven öffentlichen Veranstaltung", wie Sie es genannt haben, die gleichen Umsätze generiert wie YouTube mit seiner Werbung im Umfeld von urheberrechtlich geschütztem Material.

Wir würden übrigens Ihre Rechte nicht nur schützen, sondern auch wahrnehmen. Sie würden also zu Ihrem rechtmäßigen, gesetzlich zugesichertem Lohn für die kreative Arbeit und Ihr geistiges Eigentum kommen.

JW schrieb am 24.08.2011 18:34 Uhr
Gravatar: JW

stuss...

ganz sicher hast du den sinn und zweck der gema noch nicht verstanden und weisst vermutlich noch nicht mal warum die gema geld an jemanden ausschüttet...oder doch? dann frag ich mich aber wieso du so nen stuss schreibst..."jedoch keine Option um meine Rechte zu schützen" hallo!? wann hat die gema jemals behauptet das sie die rechte von jemandem schützen kann!? schon mal was vom deutschen urheberrecht gehört?! mann,mann,mann...

Andi schrieb am 24.08.2011 01:12 Uhr
Gravatar: Andi

Informiert euch wirklich erst mal

Ja ich bin Mitglied bei der Gema und ich hab mich bewusst dazu entschieden. Ich schreibe Songs. Und ich habe Rechte an den Songs. Wenn jemand meine Songs benutzt um damit Geld zu machen, habe ich einen Teil davon verdient. Weil ich nicht jedem hinterherlaufen kann und aushandle, wieviel er mit jetzt abgibt, macht das die Gema für mich. Soweit zu der Berechtigung. Google macht mit Youtube Geld. Sehr viel Geld. Und zwar indem sie Songs zur Verfügung stellt, die andere Leute geschrieben haben. Leute die davon Leben müssen. Google gibt den Komponisten kein Geld. Da die Gema aber meine Verwertungsrechte vertraglich wahrnehmen MUSS, MUSS die Gema an Google herantreten um die Verwertungsrechte wahrzunehmen. Und an der Tatsache und an dieser Richtigkeit lässt sich nicht viel rütteln. Die Frage WIE die Gema und Google gegeneinander vorgehen ist eine ganz andere Geschichte. Ich finde es auch völlig überzogen hier über die Sinnhaftigkeit der Gema zu streiten, wenn sich viele nicht mal bewusst sind, was die Gema ist, was sie macht und, dass sie für viele Autoren verdammt wichtig ist. Ich will die Gema aber nicht in den Himmel loben. Es gibt genug an der Gema woran man Kritik üben kann. Ob nun Geld in BlackBoxen verschwindet und nur die großen Künstler abkassieren und die kleinen abgespeist werden. Wieviel im Apparat hängen bleibt und ob die Vorderungen gegenüber Youtube überzogen sind usw. Aber es ist nicht das Thema, dass so ein Angriff ungerechtfertigt und unangemessen ist. Ich verdiene nicht viel mit meinen Songs. Und zum Glück bin ich auch nicht abhängig von dieser Einnahmequelle aber trotzdem finde ich es falsch und anonymous hat ein gutes Stück an Sympathie damit eingebüßt. Und bitte BITTE lest nochmal nach, was die Gema ist und was sie macht, bevor ihr euch darüber auslasst!!! Viele Leute könnten ohne die Einnahmen der Gema das Songwriting aufgeben und damit würden viele viele gute Songs in der Zukunft nicht mehr geschrieben werden! LG Andi, ein engagierter Hobbymusiker

Michael schrieb am 24.08.2011 10:28 Uhr
Gravatar: Michael

STIMME DIR NICHT ZU

Wieso soll Google dafür aufkommen wenn ein Künstler sein Werk darauf veröffentlichen will. Youtube ist simples Contentmanagement. Youtube stellt nur die Fläche zur Verfügung. Und daran verdienen Sie. Statt Google anzupissen sollten die Herren und Damen der Gema vielleicht an die Uploader herantreten. Nicht falsch verstehen, jeder soll seinen verdienten Lohn bekommen. Problem ist, daß wir Deutschen keinen Schimmer von der veränderten Medienlandschaft zu haben scheinen und als einziges Land (vielleicht ausser China) es nicht auf die reihe bekommen uns vernünftig zu einigen. Das gepopel der Gema schützt dich null, wenn jemand das Video sehen will wird er es sehen können. Gemablockade hin oder her.

bernd schrieb am 24.08.2011 11:48 Uhr
Gravatar: bernd

deine eigenen Aussagen

Du scheibst selber "..Es gibt genug an der Gema woran man Kritik üben kann. Ob nun Geld in BlackBoxen verschwindet und nur die großen Künstler abkassieren und die kleinen abgespeist werden. Wieviel im Apparat hängen bleibt und ob die Vorderungen gegenüber Youtube überzogen sind usw. .." und "..Ich verdiene nicht viel mit meinen Songs. Und zum Glück bin ich auch nicht abhängig von dieser Einnahmequelle..", also was willst du uns Neues sagen. Was du schreibst sind die genau die Probleme, welche viele mit der GEMA haben und das schon seit Jahren. Und was wurde von der GEMA getan - nichts um diese Zustände zu ändern, nein man will diese Zustände zementieren, übt Druck auf Kritiker aus und lässte keine Disskusion darüber zu.

Ein Geschädigter schrieb am 24.08.2011 13:38 Uhr
Gravatar: Ein Geschädigter

Im Prinzip ja

Lieber Andi,

im Prinzip hast du recht, Künstler und Urheber müssen für Ihre Leistung entlohnt werden. Aber das System der Gema ist einfach alles andere als korrekt und von daher tut es auch mir Nicht! leid was gerade passiert.

Für alle die das System Gema nicht kennen ... das Folgende habe ich leider selbst erlebt:

Meine Band veranstaltete ein Konzert in einer alten Lagerhalle: Eintritt 3,-/5,- € ... Es waren leider nur ca. 50 zahlende Gäste da ... Einnahmen knapp 250 €. Davon gingen 100 für die Anlage weg, der Hallenbesitzer hat 50,- bekommen. Waren also noch etwas mehr als 100,- übrig.

Nach einem Monat kam ein Brief von der Gema mit einer Rechnung über 320 € für die Beschallung während der Pausen. Es war wohl ein Spitzel der Gema da, der die relativ große Halle als Berechnungsgrundlage genommen hatte.

Super ... Einspruch wurde nicht gelten gelassen, also haben wir aus der Bandkasse noch einmal 220,- € drauf legen müssen. Ganz großes Kino!

Anders gerechte ... Für jeden Besucher hat die Gema 6,40 € abgezockt, weil er in der Pause Musik hören durfte. Natürlich ohne Getränkegutschein wie sonst in Discos üblich!

Sorry, das grenzt für mich an Betrug und daher tut es mir auch wirklich nicht leid was gerade passiert.



Nemo schrieb am 24.08.2011 14:33 Uhr
Gravatar: Nemo

Ihnen ist aber auch schon aufgefallen...

ist ihnen vielleicht mal aufgefallen, dass nicht selten auch auf den offiziellen youtube-präsenzen der Künstler, die ihre eigenen Werke bei youtube einstellen selbige gesperrt werden? Irgendwas läuft dann wohl doch nicht so ganz richtig, oder?

JW schrieb am 24.08.2011 18:25 Uhr
Gravatar: JW

korrekt..

und vermutlich ist genau dass das problem...keine weiss wirklich um was es geht aber alle wollen mitreden weil sie schon mal vor einem gesperten yt-video gesessen haben...klar, die gema ist schuld...und was soll dieser die nummer mit der pausenmusik?! wär die pausenmusik von der band und nicht von stange gewesen hätte sie eben geld bekommen und nicht zahlen müssen...mal davon abgesehn könntet ihr genauso gut wie ihr auf die gema losgeht auf den veranstalter losgehn...stuss hoch 10!!!

Guido Baumann schrieb am 24.08.2011 01:18 Uhr
Gravatar: Guido Baumann

Lächerlich

"...wir arbeiten gern für die GEMA. Die Argumente sprechen für die GEMA, auch wenn viele ein vorgefertigtes Feindbild als bequemer empfinden. Einer Verwertungsgesellschaft, die dafür sorgt, dass Musikurheber ihrem Beruf nachgehen können, kann ich nichts schlechtes abgewinnen." Ja, fragt sich nur, für wieviele das zutrifft. Seit den Reformen Ende der 90er ist die GEMA nicht mehr als ein Umverteilungsladen, von dem ein verschwindend kleiner Teil der Mitglieder in extremer Weise profitiert und der Rest, tausende Newcomerbands und junger Musiker überhaupt nichts hat, außer die Illusion, irgendwann vielleicht auch mal was abzubekommen. Abertausende von Live Clubs haben ihren Live Musik Betrieb einstellen müssen oder extrem reduziert und Bands müssen zahlen und drauflegen um überhaupt spielen zu können. Abgesehen von einem riesigen kulturellen Schaden für den Sie die Verantwortung tragen (und die Politik, die sich nicht eingemischt hat in ihr Monopolgeschäft) ist ihr Geschäftsmodell für das Internetzeitalter völlig veraltet. Die riesige Symphatie für diese Aktion und die massive Kritik in den letzten Jahren, auch seitens zahlloser namhafter Künstler spricht doch Bände! Aber ich vermute mal, solange die alten verbitterten Herren in ihren Chefetagen ausharren wird sich -genau wie in der Politik -nichts ändern. Oder kommt es doch noch zu einem Erwachen, ähnlich wie bei dem ein oder anderen Konservativen gerade, der merkt, daß das momentan (noch) bestehende Finanz- und Wirtschaftsystem nur einer kleinen Minderheit zugute kommt, zu Lasten der Allgemeinheit? Zufällige Parallelen? Aufwachen!

Peter Hempel schrieb am 31.08.2011 12:56 Uhr
Gravatar: Peter Hempel

AW: Lächerlich

Hallo Herr Baumann,

ich kann Ihre Kritik teilweise nachvollziehen. Jedoch sollten Sie bedenken, dass die Werke des von Ihnen erwähnten "verschwindend geringen Teils" der GEMA-Mitglieder den größten Teil der Einnahmen der GEMA generieren.
Es ist sogar so, dass an die "erfolgreicheren" Urheber nicht im selben Verhältnis mehr ausgeschüttet wird, wie ihre Werke mehr Einnahmen generieren. Die GEMA fördert also sehr wohl den noch nicht so erfolgreichen Nachwuchs. Zudem muss jeder Urheber für sich selbst entscheiden, wann für ihn eine GEMA-Mitgliedschaft rentabel wird. Wir weisen darauf explizit in unseren Publikationen hin.

Welches Geschäftsmodell halten Sie denn für veraltet? Kollektive Rechtewahrnehmung im Allgemeinen, die beispielsweise für alle Musiknutzer vom Kiosk bis zum multinationalen Konzern den gleichen Ansprechpartner und somit kalkulierbare Kosten bietet? Die Radiostationen und Webseitenbetreibern wie Amazon oder Apple teilweise den Verwaltungsaufwand abnimmt, der damit einher geht, hunderttausende Urheber gerecht an den Umsätzen zu beteiligen, die mit deren Werken generiert werden?

Wie sollen beispielsweise Ihrer Meinung nach Filmkomponisten ihren Lebensunterhalt bestreiten? Sollen sie mit der Gitarre von Kino zu Kino reisen, den Film musikalisch untermalen und nach der Vorstellung den Hut kreisen lassen? Oder sollen sie lieber jeden Bürger anschreiben und auf einer angemessenen Spende bestehen, falls er den Film xy gesehen hat?

Bitte sehen Sie in der GEMA kein Kultur schädigendes Unternehmen sondern den Verein, der sich für eine gerechte Entlohnung seiner Mitglieder einsetzt. Denn ich möchte noch einmal eindringlich zu bedenken geben, dass nicht immer Urheber und aufführender Künstler ein und dieselbe Person sind - beiweitem nicht (siehe Filmkomponist).

Die riesige Sympathie für eine selbstherrliche "Netzpolizei" als Personalunion aus Legislative, Judikative und Exekutive, die tausenden Kunden und Interessenten tagelang den Zugang zu Informationen oder Arbeitserleichterungen (bspw. unsere Online-Services) verwehrt, nur weil sie sich nachweislich auf den falschen Gegner eingeschossen hat, kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Wie man Google unterstützen kann, wenn man sich der Informationsfreiheit verschreibt, ist mir ebenfalls ein Rätsel. Ihnen etwa nicht?

Mit besten Grüßen, Peter Hempel

sm schrieb am 24.08.2011 01:45 Uhr
Gravatar: sm

Gar kein Mitleid

Von überall auf der Welt darf man YouTube-Videos anschauen, nur von D aus nicht. Da gibt´s die GEMA, die dafür sorgt, dass jeder Künstler das Geld für seine Werke erhält, das ihm zusteht und damit erreicht, dass Videos gesperrt werden. Hmmm. Mein mir eigener Zynismus versagt, mir fehlen die Worte. Was ist bei uns anders als in F oder P oder GB oder oder oder?
Hier geht´s doch nur wieder um den deutschen Steuer-Esel. Sorry: 0 Mitleid und danke den Freigeistern, denen das stinkt!

Ben schrieb am 24.08.2011 03:26 Uhr
Gravatar: Ben

Hmmm...

bin ich verpflichtet, mich als Künstler der GEMA anzuschließen?

Das Material, was ich quergelesen habe, gibt explizit keine Auskunft darüber.
Es scheint nicht so zu sein.

Ergo:
Künstler, welche sich nicht korrekt vertreten fühlen, sollten Ihren eigenen " Verein" gründen oder auf ausländische Unternehmungen/ Systeme zurückgreifen, wenn diese für sie besser sind.

So eine Allmacht kann die GEMA doch nicht haben.

Die GEMA lebt ja auch nur von den Künstlern ( Produkten) deren Rechte sie - wohl nicht fair genug - vertritt.

Entscheiden sich die Künstler bei anderen Verwertungsgesellschaften zu unterschreiben oder eine neue zu gründen....nun ja, keine Künstler als Vertagspartner..keine GEMA

Da ja hier des Öfteren daruaf hingewiesen wurde, dass es sich bei der GEMA um keine staatliche Institution handelt, sehe ich in dem Bereich kein Problem.

flo schrieb am 24.08.2011 03:37 Uhr
Gravatar: flo

,,,,

127mio verwaltungkosten währen bei 8000 15875euro im jahr als gehalt.
Sie könnten also 8000leute beschäftigen, und klar da sind keine gerichtskosten usw drin aber ich wage auch zu behaupten das die gema auch nur anähernd so viel mitarbeiter beschäftigt.
ausserdem ist mir uach klar das eine verhandlung viel kostet allerdings wenn man diese gewinnt um einiges weniger als wenn man diese verliert.

Ausserdem wenn ihnen viele diser beiträge gegen den strich gehen... Versuchen sie trotzdem nicht alle gegen arguente zu wiederlegen.
Für mich gehört zu einer sachlichen diskussion das man gegen argumete mit beweisen wiederlegt und nicht diese versucht zu umgehen...
klar sie haben ein paar links gepostet diese klären aber noch lange nicht alles auf.

Wie sie sehen habe ich bis jetzt auch keinen negativen kommentar geschrieben sonder eine kritik die sich hoffentlich zu herzen nehmen, in unserer heutigen geschäftswelt ist kritikfähigkeit pflicht, besonders dann man andere leute vertritt...

Patrik schrieb am 24.08.2011 04:31 Uhr
Gravatar: Patrik

geheuchelte Informationspolitik

Ich verfolge den Hack seit der Veröffentlichung durch Twitter. Zu behaupten das die 500 Gb an gestohlenen Daten nur öffentliche Dateien sind ist einfach nur dreist gelogen. Es gibt unzählige veröffentlichungen von Datenbankeinträgen im Netz und wenn die gewollt von der GEMA veröffentlicht wurden dann gute Nacht....
Die GEMA sollte sich wirklich Gedanken ihre Informationspolitik machen. Denn es liegen Beweise über einen Einbruch in das Intranet der GEMA vor, wie wollen Sie Herr Walther das bitte begründen ?
Mein Vorschlag wäre doch einen Tree von den gestohlenen Datensätzen zu erstellen um Ihre Behauptung es seien keine sensiblen Daten veröffentlicht worden zu untermauern. Falls Sie oder Ihre "Systemadministratoren" sich vor einer unmöglichen Aufgabe sehen, kontaktieren Sie mich und ich werde Sie gerne an einen kompetenten Mitarbeiter von IT-Securityguard weiterleiten, Sicherheit sollte auch eine Organisation wie die GEMA ernst nehmen. Wenn 18 - 25 jährige Hacker Zugang zu allen Internen Servern bekommen frag ich mich auf welchem Level ihre Systemadministratoren sind.

;-) weniger World of Warcraft
mehr Fachpersonal

es grüßt

Patrik

It-Securityguard.com

Admin schrieb am 24.08.2011 08:06 Uhr
Gravatar: Admin

@Franco Walther

"Woher wissen Sie, dass Urheber ohne eine starke Verwertungsgesellschaft klarkommen würden?"

Gibt es im Ausland eine Vergleichbares "Unternehmen" wie die GEMA?
Wie kommen da die Künstler ohne eine GEMA aus?

Franco Walther schrieb am 29.08.2011 12:15 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Admin

Hallo,

Verwertungsgesellschaften wie die GEMA gibt es in fast jedem Land.

MfG

Franco Walther

Songwriter schrieb am 24.08.2011 08:45 Uhr
Gravatar: Songwriter

Ein

Liebe GEMA,

es ist gut und recht, dass es euch gibt. Der Schutz des Urheberrechts und der Urheber ist eine wichtige Sache. Allerdings sollten nur diejenigen für die Verwendung des geistigen Eigentums von uns Songwritern und Komponisten zur Kasse gebeten werden, die es selbst nutzen um damit Gewinne zu erzielen (Künstler, Coverbands, Clubs, Diskotheken, etc.). Der private User, welcher unter Umständen zu Hause am PC das Youtube Video seines Lieblingskünstlers anschauen möchte, kann und darf nicht Opfer dieses Finanzkrieges werden. Vor allem nicht dahingehend, dass er mehrfach pro Video zur Kasse gebeten wird. Wenn er sich eine CD gekauft hat (oder heutzutage ein Album im MP3-Format herunter geladen hat), bezahlt er ja wohl auch nicht jedes mal wenn er die CD abspielen lässt?!

Daher sympathisiere ich als Songwriter mit Anonymous, die hier sowas wie einen Warnschuss abgegeben haben, um euch Bürokraten mal ordentlich wach zu rütteln!

Und mal was anderes: Seht das mal positiv liebe GEMA! Immerhin wisst ihr jetzt, dass die von euch bezahlten Administratoren unfähig sind eure Infrastruktur zu schützen.

Hochachtungsvoll

Ein Songwriter

Ein_Bundesbürger schrieb am 24.08.2011 08:59 Uhr
Gravatar: Ein_Bundesbürger

Ihr seid Schuldig

Spätestens mit der Kindergarten-Aktion habt ihr euch schuldig gemacht, wenn vielleicht nicht im Wortlaut des Gesetzes - eines Gesetztes welches in einem völlig anderem Kontext und mit Sicherheit nicht mit dem Focus auf Kindereinrichtungen erlassen wurde. Im Gegenteil, wenn die Verantwortlichen für den Gesetzestext auch nur annähernd geahnt hätten, welche abgründigen Gedanken die Geldgier hervorbringt, wäre eine entsprechende Ausnahme in das Gesetz eingeflossen. So viel Vertrauen habe ich schon noch in unsere Rechtsordnung.

Ihr habt Euch schuldig gemacht im moralischen Sinne.

Versteckt Euch hinter, aus dem kontext gerissenen Gesetzestexten. Bezeichnet selbst Eure Abmahnungen an die Kitas als wohlgemeinte Hinweise. Freundlich dekoriert mit beiliegenden Preislisten für's Kopieren von Noten mit dem Hinweis, dass 100-fach händisches Abzeichnen kostenfrei möglich wäre. Merkt ihr eigentlich nicht selber was ihr für einen Blödsinn anstellt? Ihr wollt das nicht merken - richtig? Versteckt Euch dahinter, dass die Forderung nicht von Euch selbst stammt, Ihr nur das Inkasso, auf Grund Eurer breiteren Brust, für eine andere VG betreibt. Ihr seid Euch wohl wirklich für Nichts zu schade und lasst Euch vor jeden Mistkarren spannen. Oder wie hat sich der Deal für Euch ausgezahlt?
Wie hat einer meiner Vorredner so schon gesagt? "Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert"? Oder mit anderen Worten: Wenn der Wald schon brennt, kann man ruhig noch ein paar alte Sofas mit reinschieben.

Und ist nicht im Kaufpreis eines jeden Kopierers/Datenspeichers bereits eine Urheberrechtsabgabe enthalten? Wozu dann? Für Kopien der privaten Hauspost?

Nee also mal ehrlich.
Ihr seid schuldig! Schuldig mindestens moralische Verfehlungen begangen zu haben! Und Ihr habt Euch erarbeitet was Ihr derzeit bekommt.
Und eigentlich verdient Ihr noch viel mehr - die Abwicklung! In welcher Form auch immer...

LustigerTyp schrieb am 24.08.2011 09:03 Uhr
Gravatar: LustigerTyp

...

Lieber Herr Walther,

vielleicht könnten Sie uns ja vorab schon mal erklären, warum die Verwertungsgesellschaften vieler anderer Staaten sich mit YT einigen konnten, die GEMA aber nicht.

Das würde schon mal wesentlich zur Erhellung beitragen.

Der User sieht nur die YT-Sperren. Das mag für Euch schade sein, aber Ihr habt auch nicht wesentlich dazu beigetragen, daß der Durchschnittsuser versteht, warum es diese gibt.

Also, lieber Herr Walther, woran lags? Sind dt. Rechte teurer als britische?

Franco Walther schrieb am 29.08.2011 12:22 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@LustigerTyp

Hallo, die GEMA war die erste Verwertungsgesellschaft, die 2007 mit YT einen Vertrag einging. Wir haben demzufolge unsere Erfahrungen mit YT bereits gemacht. Die gleichen Erfahrungen machen jetzt ausländische Verwertungsgesellschaften. Die Urheber in diesen Ländern werden von YT mit Minibeträgen abgespeist. Vermutlich wird es mittelfristig zu neuen Verhandlungen kommen, so wie momentan in Deutschland. MfG Franco Walther

Michael schrieb am 24.08.2011 09:08 Uhr
Gravatar: Michael

2 Punkte

Nochmal: Wenn ihr keine Abzocker seid, warum sind die Deutschen dann mehr oder weniger die einzigen in dessen Ländern Youtube Probleme mit den sog. Rechteverwertern hat?
Sie monieren ausserdem die Leute wären nicht informiert, man konnte jedoch sehr wohl die Forderungen die Ihr aufstellt in der Presse lesen und es bleibt seltsam, daß keine neutrale Stelle (nicht mal die Musiker die ihr angeblich vertritt) eure Einlassung bestätigt. Selbst die Berichte beziehen sich nur auf Stellungnahmen eurer Mitarbeiter. Sollte ihr der Meinung sein, der geneigte Zuhörer wäre nicht informiert genung, dann frag ich mich wieso ihr keine Aufklärung betreibt? Nehmen SIe als Beispiel ihre Antwort an Herrn Walther. Kein einziger Fakt darin nur der Ausdruck der Verwunderung über unsere Unwissenheit... Strategie oder selbst keine Ahnung?

Franco Walther schrieb am 29.08.2011 12:29 Uhr
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@Michael

Hallo Michael,

die GEMA war die erste Verwertungsgesellschaft, die 2007 mit YT einen Vertrag einging. Wir haben demzufolge unsere Erfahrungen mit YT bereits gemacht. Die gleichen Erfahrungen machen jetzt ausländische Verwertungsgesellschaften. Die Urheber in diesen Ländern werden von YT mit Minibeträgen abgespeist. Vermutlich wird es mittelfristig zu neuen Verhandlungen kommen, so wie momentan in Deutschland.

Es gibt Artikel, die über GEMA-Themen neutral berichten. Zum Beispiel:

http://www.spreeblick.com/2011/06/21/gema-vs-youtube-geruchte-zahlen-forderungen/

http://www.nmz.de/online/die-eskalation-im-streit-zwischen-youtube-und-der-gema-und-ihre-hintergruende

http://www.stefan-niggemeier.de/blog/der-kindergarten-als-rechtsfreier-raum/

http://www.nmz.de/online/erneuter-angriff-auf-die-website-der-gema-durch-anonymous

http://www.mtmediaportal.de/die-weihnachtsmarkt-posse-oder-%C2%BBjammern-auf-ganz-hohem-niveau%C2%AB/

MfG

Franco Walther

Andy schrieb am 24.08.2011 09:30 Uhr
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Selber Schuld

Ich finde,das ist eine gerechte Strafe,man muss ja nicht alle Videos sperren,hättet ihr die Videos nicht gesperrt,dann wäre sowas vielleicht gar nicht passiert.

Buddel schrieb am 24.08.2011 09:38 Uhr
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"PR-Kampagne" fehl am Platz

Sicherlich hat die Sperrung der Videos durch YT über die 12 beklagten Veröffentlichungen hinaus einen gewissen PR-Effekt. Dennoch halte ich es für falsch von einer PR-Kampagne zu sprechen. Zumindest verstehe ich nicht, was an der Aussage: "[...] für die die GEMA die erforderlichen Musikrechte nicht eingeräumt hat" falsch ist. Hat die GEMA in den übrigen Fällen die entsprechenden Rechte eingeräumt? YT hält sich mit der Sperrung lediglich an Recht und Gesetz, solange sie keine Veröffentlichungsrechte haben, wenn auch nicht ohne Eigennutzen (s.o.)

Franco Walther schrieb am 29.08.2011 12:35 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Buddel

Hallo,

die Aussage ist leider doch falsch. Sie suggeriert, dass die GEMA die Rechte nicht eingeräumt hätte. Fakt ist jedoch, dass YouTube diese Rechte bislang einfach nicht erworben hat.

Seitens des Gesetzgebers ist die GEMA sogar verpflichtet, allen Lizenznehmern, also auch YouTube, die von ihr wahrgenommenen Rechte einzuräumen. Selbst für den Fall, dass zwischen den Parteien Meinungsverschiedenheiten über die angemessene Vergütung bestehen, könnte die GEMA die Nutzung ihrer Rechte nicht verhindern, wenn sich YouTube – wie eine große Zahl anderer Nutzer – an die gesetzlich vorgegebenen Spielregeln (Hinterlegung des umstrittenen Teils der Vergütung) gehalten hätte. YouTube hat sich jedoch dazu entschieden, die von der GEMA wahrgenommenen Rechte ohne jegliche Zahlung von Tantiemen an die GEMA zu nutzen – was aus Sicht der GEMA einen Verstoß gegen das Urheberrecht darstellt, der im Fall von Google umso schwerer wiegt, als mit YouTube hohe Werbeeinnahmen generiert werden.

MfG

Franco Walther

Michael schrieb am 24.08.2011 09:49 Uhr
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Noch weitere Fragen

Inwiefern haben Eure Mitglieder hier überhaupt einen berechtigten Anspruch gegen Youtube? Youtube stellt Raum zur Verfügung in dem jeder seinen Content selbst hochlädt und verwaltet. Also die Künstler. Klar, die rechte liegen nicht immer bei diesem. Was mich zu dem zweiten Punkt bringt. Sollte der Rechteinhaber sich dann nicht lieber mit dem einigen der das Werk freigibt und nicht mit der Firma die im Prinzip nur eine Plattform bietet? Klar verdient Youtube daran, das ist aber eine Sache zwischen dem Auftraggeber (Künstler) und der Dienstleistungsanbieter (YT). Mafiös finde ich Eure Art bei jeder gewerblichen 'Vorführung' einen obulus zu verlangen. Beispiel: In einem Fitnesscenter wird Musik im Hintergrund gespielt (Radio), dann muß der Betreiber des Centers an Euch abführen. Also kassiert ihr einmal für die Radiovorführung und nochmal vom Betreiber. Das ist schlicht und ergreifend doppelt abgegriffen. Weiteres Beispiel. Radio in einem Diestwagen, dafür GEMA Gebühr? Wirklich?
Jetzt könnt ihr mir wieder schreiben ich wäre nicht ausreichend informiert und weiteres PR geblubber schreiben. Oder ihr klärt mcih über die Fehler meiner Argumentation sachlich auf. Ich bin gern zu einer Diskussion ausserhalb des Kindergartenniveaus bereit, also lasst mal Argumente sprudeln.

Zacherle schrieb am 24.08.2011 09:56 Uhr
Gravatar: Zacherle

Imageverlust

Hallöchen :)
Ich wollt auch mal was loswerden nun.
Hab mir gerade viele Kommentare zu dem Hack von Anonymous durchgelesen und konnte eines feststellen:
Die Aussagen der Nutzer zu diesem Beitrag sind durch die Bank, mit ein paar Ausnahmen, negativ zu bewerten. In fast jedem Kommentar wird gegen die GEMA und ihre dubiosen Tätigkeiten gewettert.
Nun ist die GEMA doch auch ein ich sag mal stinknormales Unternehmen. Wenn ich als Unternehmen jedoch sehe wie sich die Allgemeinheit an mir stört bzw. gewisse Dinge anprangert, würde mir das doch zu denken geben??
Warum also die GEMA nicht?
Kann es im Endeffekt vielleicht so sein, das wir der GEMA gleichgültig sind?
Also im Titel steht "Imageverlust", ich frage mich aber mittlerweile eher ob da je ein positives Image vorhanden war.
Vielleicht sollte die GEMA mal wirklich darüber nachdenken, wie sie von der Öffentlichkeit empfunden wird und nicht immer auf die diversen Ausnahmen verweisen.

das Zacherle

Valentin schrieb am 24.08.2011 10:00 Uhr
Gravatar: Valentin

@Franco Walther

Hallo Herr Walther,

Mir ist klar dass die GEMA an sich keine Gewinne einfahren darf, aber mir als Künstler bringt ein Haufen wie die GEMA keinen Cent ein!

Ich habe und ich werde meine Werke GEMA Bereien und unter Creative Commons stellen!

Das hat erstens für mich den vorteil:
Ich muss mich nicht mit euch rumärgern (naja nur einmal pro CD bei der Befreiung)

Und zweitens hat es einen klaren Vorteil für die Leute die mich angagieren: Sie müssen nicht nach jedem meiner Konzerte eine Liste einreichen.

Denn Fakt ist dass 10% der GEMA mitglieder 90% vom Geld bekommen und die kleinen nicht wirklich etwas davon haben!

Und vorallem wie kann sich die GEMA anmaßen stücke von ausländischen Interpreten automatisch unter ihren langen Finger zu nehmen?

Es gibt n Grund dafür warum 90% aller Bürger euch hassen!

So Long!

Ein Musiker und bekennender GEMA Hasser!

Michael schrieb am 24.08.2011 10:04 Uhr
Gravatar: Michael

Lächerlich

Sorry, aber wie die GEMA hier versucht ihr eh schon ramponiertes Image aufzubessern indem sie lächerliche Statements abgibt das der Hack ja recht harmlos war und nur öffentliche Daten gestohlen wurden, zeigt mir das die GEMA nicht fähig ist zu lernen. Die GEMA vertritt ein paar wenige ordentliche Mitglieder, die aber über 70% der Einnahmen unter sich aufteilen, während die anderen in die Röhre schauen. Die Tatsache, dass die GEMA 2-3 Tage OFFLINE war, zeigt mir zudem, dass sie längst nicht in der digitalen Realität angekommen ist.

Bleibt abzuwarten was als nächstes kommt, denn während eure Admins WoW spielen oder XAMPP als Webserver draufspielen, baldovern echte IT'ler sicher schon den nächsten Coup aus.

In diesem Sinne, welcome to reality.

Micha Baur

Uwe Altenried schrieb am 24.08.2011 10:14 Uhr
Gravatar: Uwe Altenried

Wer oder was ist die GEMA?

Das scheint die meisten gar nicht zu interessieren. 99% der Menschen denken wohl die GEMA ist eine Behörde die alle abzockt. Es ist müssig immer wieder das gleiche zu schreiben da überhaupt kein Interesse besteht verstehen zu wollen. Das finde ich sehr traurig und ich bitte den GEMA-Vorstand dringend um Infos an ihre Mitglieder wie wir weiter vorgehen sollen? Was ist eure momentane Strategie in diesem ungleichen Spiel auf Leben und Tod? Zum letzten verdammten mal, die Gema sind wir, ich und tausende andere Komponisten und Texter. Es geht nicht um die Künstler!!!
Ich erwarte DRINGEND Stellungnahmen des Vorstandes hier und auf der FB-Seite!

Heiko schrieb am 24.08.2011 10:20 Uhr
Gravatar: Heiko

@ Franco Walther

Hallo Herr Walther,
in ihrer Antwort auf "Fritze Walther" merken sie an, das die Gema dafür sorgt, dass Komponisten und oder Texter ihren Lebensunterhalt bestreiten können.
Hierzu mal einige Zahlen:
Ausschüttung der Gema in 2009:
334 Mio. davon 210 Mio an lediglich ca. 5% der Mitglieder sprich an ca. 3000 Mitglieder.
Was ist mit dem großen Rest der übrigen Mitglieder?
Können die übrigen Mitglieder auch ihren Lebensunterhalt bestreiten?
Oder kann das der Vorstand der Gema besser?

Dazu noch mal die Gehälter des Vorstandes in Höhe von 1,2 Mio (2009) Pensionszahlungen von mehr als 500.000 € kommen dann noch hinzu.
Sieht doch etwas nach einer Selbstbedienungsmentalität aus...

Franco Walther schrieb am 29.08.2011 14:15 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Heiko

Hallo Heiko,

die ordentlichen Mitglieder (ca. 3.400) sind Urheber mit regelmäßig genutztem Repertoire, die das wirtschaftliche Fundament der GEMA bilden. Urheber, deren Repertoire nur gelegentlich genutzt wird, überwiegen zahlenmäßig. Damit will ich sagen, dass es auch davon abhängt, einigermaßen beruflich erfolgreich zu sein, um den Lebensunterhalt mit diesem Beruf bestreiten zu können.

Ist das nicht in jedem Beruf so? Warum setzen Sie in der Musik andere Maßstäbe an?

MfG

Franco Walther

viva schrieb am 24.08.2011 10:33 Uhr
Gravatar: viva

AnonRev

I love my Rainbow Dash :D
Nette Aktion gegen ungerechte Behandlung der Künstler!

qewdasdsadasd schrieb am 24.08.2011 10:39 Uhr
Gravatar: qewdasdsadasd

HAHAHAAH

Fällt mir nichts zu ein ;)
Wer weiss was Anony noch allet machen wird....

hausaffe schrieb am 24.08.2011 11:02 Uhr
Gravatar: hausaffe

GEMA=unintelligent

Studien die von der lobby untter verschlussgehalten haben beweisen das die, die sich auch im internet film und musik "besorgen" oder nutzen einen größeren umsatz in der branche machen

Bing schrieb am 24.08.2011 11:08 Uhr
Gravatar: Bing

kein

Hallo zusammen!

Ganz schön viele Kommentare zu diesem streitigem Thema. Ich hab mir wirklich Mühe gegeben und möglichst viele davon gelesen, sowohl PRO als auch CONTRA.... hier auch meine 2 Cent.. :-)

Auf der einen Seite gibt es Regelungen an die sich die GEMA halten muss und sie Hilft Texter und Komponisten von ihrer Arbeit zu leben.

Aber auf der anderen Seite erkennt die GEMA nicht, dass dieses Vergütungsmuster nicht mehr zeitgemäß und technisch völlig sinnfrei geworden ist.

1.) Herauszufinden wie man die deutsche IP durch einen Webproxi zu ändern ist, kann dank google Jeder. => YT 4 Dummies => Sinnfreiheit

2.) Dadurch dass ein kostenfreier YT Channel in der aktuellen Netzwelt, genauso wie ein freier Mailaccount für selbstverständlich erachtet wird, muss sich die GEMA bewegen sonst bleibt sie auf der Strecke. Hierfür sehe ich zwei Möglichkeiten:

a.) eine schnelle Pauschallösung für YT finden, damit die Unbequemlickeit mit dem Webproxi wieder verschwinden kann

b.) den aktuellen Trend erkennen und eine Veränderung hinsichtlich des Vergütungsmodells von Künstler, Komponisten usw. anstoßen um zukünftig mit der Netzgemeinde und nicht dagegen zu arbeiten.



Natürlich ist dieser Thread geprägt von Emotionen, aber wenn sich nur ausreichend Spannungen aufbauen entstehen Exprempunkte die sich wie gesehen entladen. Jetzt kann man sich das Ganze schwarz/weiß anmalen und auf die eigene (natürlich richtige) Position beharren, oder daraus etwas lernen....

Denn das einzige, beständige Sache ist die Veränderung.........

Helmut Trebusch schrieb am 24.08.2011 11:09 Uhr
Gravatar: Helmut Trebusch

@Franco Walther

Zitat:"Woher wissen Sie, dass Urheber ohne eine starke Verwertungsgesellschaft klarkommen würden? Sind Sie Komponist oder Texter? Verdienen Sie damit Ihren Lebensunterhalt? Wissen Sie, was es für einen Aufwand bedeutet als Urheber seine Rechte einzufordern?"

Sehr geehrter Herr Walther!
Es ist faszinierend, in welch abgeschiedener Welt Sie leben. Ich war 16 Jahre lang GEMA-Mitglied und bin mit gutem Grund vor geraumer Zeit ausgetreten. Warum? Nicht, weil mich das Image der GEMA stört (was es allerdings auch tut), sondern weil mich die GEMA in meiner kreativen Arbeit als Komponist seit Jahren behindert. Ich habe viele Kunden, für die ich seit Jahren "Gebrauchsmusik" komponiere. Film- und Hörspielmusik, Werbejingles, Kinderlieder, etc.
Wenn auch nur EIN Kunde hört: "Ich bin GEMA-Mitglied", hat sich der Auftrag sofort erledigt. Auch wenn - zugegeben - manchmal nur eine unbestimmte Angst dahintersteckt, weil der Kunde nicht weiß, was an GEMA-Gebühren auf ihn zukommt.Der springende Punkt aber für mich als Künstler ist folgender:
Komponiere ich als GEMA-Mitglied mit angemeldetem Werk, bekomme ich von der GEMA 10 EUR, wenns klappt. Meist muß ich auch diese Meldungen noch selbst machen, damit ich überhaupt "Geld" bekomme.
In der Zwischenzeit wurden dem Kunden bereits 100 EUR von der GEMA abgeknöpft.
(Streiten Sie es nicht ab, das Verhältnis ist real!!!)
Arbeite ich als GEMA-freier Künstler direkt für den Kunden, lege ich meine Vertragskonditionen selbst fest. Natürlich habe ich keine 100%-ige Kontrolle, ob mein geistiges Eigentum wirklich nur für den vertraglich vereinbarten Zweck genutzt wird. Aber diese Kontrolle hat die GEMA definitiv auch nicht, wie ich in vielen Jahren immer wieder feststellen mußte.
Fazit: ich verdiene ohne die GEMA ein Vielfaches für meine Arbeit - und das sofort und nicht erst nach 18 Monaten, wie bei der GEMA-Ausschüttung.
Also behaupten Sie bitte nicht, die Künstler kämen nicht klar ohne die GEMA.
Wirklich Geld mit der GEMA verdient doch nur eine Handvoll Aushängeschilder wie z.B. die öffentlich-rechtlichen oder die "klassischen" Komponisten oder Filmmusiker wie Hans Zimmer oder Reiner Oleak. (nicht wörtlich nehmen, es gibt bestimmt noch ein paar mehr).
Aber das ist nicht das Gros der Künstler.
Ein weiterer uralter Streitpunkt: Wenn ich bei der GEMA einmal als "U"-Komponist klassifiziert worden bin, könnte ich die "ernstesten" Orchesterstücke komponieren und würde immer noch nicht in die -wesentlich besser vergütete - "E"-Sparte kommen. Aber ich will nicht abschweifen, denn diese Themen sind ja für mich glücklicherweise durch.
Also: ändert Euch, verjüngt Euch, versucht mal wirklich an die Realität von Künstlern ranzukommen, sonst laufen euch die restlichen Komponisten auch bald alle weg.

R.Rusch schrieb am 24.08.2011 11:12 Uhr
Gravatar: R.Rusch

gucken wir mal....

...wann die Seite wieder verfügbar ist und wie lange.

Horwin schrieb am 24.08.2011 11:52 Uhr
Gravatar: Horwin

AUFWACHEN

Die Welt verändert sich ständig, und bestehende Strukturen müssen grundlegend überdacht werden.
War eine Institution wie die GEMA vielleicht vor 25 Jahren noch zeitgemäss, so hinkt sie heute doch einfach der Realität hinterher.
Egal mit welcher Begründung man der Internet-Community kommen mag, der Fall You-Tube wird immer den faden Beigeschmack der Zensur haben. Auch wenn echte Zensur anders aussehen mag, wird der "gewöhnliche" Internet-Nutzer es als solche empfinden.
Mit aller Macht wird versucht eine veraltete Denkweisen am Leben zu halten und sich Neuem zu verschliessen, da man wohl fürchtet bedeutungslos zu werden. Doch genau das geschieht gerade und ist kaum noch aufzuhalten. Statt neue Geschäftsmodelle zu erschliessen, klammert man sich verzweifelt an alt Bewährtem fest, und wird damit scheitern.
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis GEMA, GEZ und ähnliche Gesellschaften untergehen werden, denn man kann den Lauf der Zeit und die Veränderungen die das Internet bringen nicht aufhalten, und ewig in der Vergangenheit leben.

Monika T-S schrieb am 24.08.2011 11:52 Uhr
Gravatar: Monika T-S

wer profitiert von GEMA

ich verwende jetzt vielleicht die falschen Worte, doch ich gebe das so wieder wie ichs verstanden habe.

Ich kenn einen Musikwissenschafter, der eine kritische Edition zu einem klassischen Werk schrieb, das als verschollen galt.

Also der Mann suchte das Werk weltweit - in 7Musikbibliotheken,

fand es, glaubte es zusammen, fand 3 Fassungen dann davon,
bezahlte im Vorfeld die Kosten für die Noten (gute 25tausend Euro) der Notensetzer arbeitete immerhin 17Monate dran und länger,
der Musikwissenschafter noch länger...

mag nun ein Opernhaus das Aufführen bekommt er davon ein minibisschen Geld-
soweit ich kapierte über die GEMA (bitte mich zu korrigieren, wenn ich da ganz falsch bin)

+++++++++++++
also ich find den Verein gut,
aber das Marketing ist a bissle falsch..

mit ShitStorms im WWW umzugehen ist unbekannt und man war darauf 0 vorbereitet,
das passiert sogar gr. Firmen
siehe DBahn uvm.

NYI schrieb am 24.08.2011 12:38 Uhr
Gravatar: NYI

@Herrn Walther

"Woher wissen Sie, dass Urheber ohne eine starke Verwertungsgesellschaft klarkommen würden?"

Die gesamte Menscheitsgeschichte bis 1947, sollte doch einige Anhaltspunkte bieten, oder?

NOPE schrieb am 24.08.2011 14:35 Uhr
Gravatar: NOPE

Anonymous e.V.

Anonymous sollte die Gemeinnützigkeit beantragen und ein offizielles Spendenkonto einrichten.

Stefan Friedrich schrieb am 24.08.2011 14:58 Uhr
Gravatar: Stefan Friedrich

Vertrauen

Wie kann man jetzt noch in der GEMA Vertrauen haben, wenn sie nicht mal dazu in der Lage ist, ihre technische Infrastruktur in Stand zu halten? Der Vorfall liegt nun einige Tage zurück und die Webseite ist noch immer nicht erreichbar. Das sagt einiges über die Kompetenz Ihrer Mitarbeiter aus.

Stefan Friedrich

DW schrieb am 24.08.2011 15:10 Uhr
Gravatar: DW

Wenn es mal wirklich nur um Musik Videos gehen würde...

...könnte ich ja vielleicht noch denken:' Naja, recht haben sie ja irgendwo.' Immerhin verdienen die Künstler damit ihren Lebensunterhalt, der eine mehr, der andere weniger. Was mich aber wirklich nervt ist diese kleinlichkeit mit der die GEMA Verstöße sucht und auch findet. Beispiel: Ein Drachenhersteller dreht ein PR-Video: http://www.atelierkites.com/blog/news
Das vorgehen der GEMA ist in diesem Fall absolut lächerlich.
Ich möchte hier nur ungern Gebetsmühlenartig vorangegangene Kommentare wiederholen aber: Es wird Zeit umzudenken.
Nehmen wir mal kino.to als Beispiel: Die machten in einem Jahr so ziemlich das an Gewinn was der Film- und Fernsehindustrie verloren geht. Zeit zum umdenken.
Gruß

JW schrieb am 24.08.2011 18:15 Uhr
Gravatar: JW

kino.to

kino.to konnte/kann nur deshalb soviel "gewinn" machen weil sie für keine produktion irgendeines film der auf der site zu sehen war/ist bezahlen mussten...oder glaub ihr alle das sich filme aus dem nichts produzieren lassen?! ähnlich ist es im grunde auch bei musik...dumm nur das der hack gut gemeint ist aber wie immer nur auf "freien fluss der information im netz" abzielt d.h. "alles kostenlos für alle...warum? weils geht!"

Mark Reifers schrieb am 24.08.2011 15:20 Uhr
Gravatar: Mark Reifers

jaja

Hallo Herr Walther, schön das sie nur Beiträge freischalten die Ihnen in den Kram passen. So kann man natürlich auch Zensur betreiben.

Gustav Schleier schrieb am 24.08.2011 15:41 Uhr
Gravatar: Gustav Schleier

Public Relation Fail

Zuerst einmal möchte ich klarstellen, dass ich nicht mit allen Kommentaren, die hier veröffentlicht wurden, übereinstimme. Manche Menschen glauben anscheinend, die GEMA sei ausschließlich auf Profit aus und veranlasse darum die Sperrung einiger Videos auf Youtube. Wie hier schon erklärt wurde, stimmt dies anscheinend nicht.(Können Sie das nachweisen?) Wir wollen ja auch nicht, dass die Urheber von Werken wegen YouTube verhungern müssen........
Der Punkt ist vielmehr der, dass Google und die GEMA nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen, und durch Propaganda auf beiden Seiten versucht wird, den Streit für sich zu entscheiden. Meine Frage an Sie ist nun: Haben sie, als Vertreter der PR-Abteilung, überhaupt Kenntnisse über die aktuellen Verhandlungen? Was halten Sie persönlich für eine angemessene Vergütung für ein Video auf YouTube? Sollte die Summe Pauschal, pro Aufruf, pro erstem Aufruf oder pro Sekunde berechnet werden?
Google hat ja ganz offensichtlich die Sympathien der User, was man bei dem aktuellen Ruf der GEMA (vergleichbar mit der GEZ, GVU) auch durchaus verstehen kann (Stichwort Kindergärten). Dabei erlaube ich mir diese Frage zu stellen: Wenn die GEMA tatsächlich im Recht handelt, also nur die Interessen ihrer Mitglieder vertritt, wieso herrscht so ein Unmut in der Bevölkerung? Ist es nicht Ihre Aufgabe als PR-Beauftrage die GEMA nach außen so gut wie möglich zu vertreten? Natürlich ist es nicht leicht, bei so vielen Kritikpunkten und Vorurteilen ein harmonisches Bild zu generieren, jedoch schaffen es andere "böse Unternehmen" ja auch. Meiner Meinung nach, hat also die PR-Abteilung der GEMA schlichtweg versagt, was man auch indirekt als Auslöser für den Hackangriff auf GEMA.de interpretieren könnte. Ich weiß nicht ob eine größere Aufklärung und eine durchsichtigere Politik der GEMA, den Hackangriff verhindert hätte, was ich aber hier in den Kommentaren sehe ist, dass viele Menschen nicht über die GEMA und die Auseinandersetzung mit Google Bescheid wissen.

Nun noch einge abstraktere "Was-Wäre-Wenn-Fragen":
1. Wie war die Situation vor 20 Jahren, d.h. vor dem WWW? Haben die Urheber damals noch mehr für ihre Werke bekommen, als es heute mit dem WWW der Fall ist? Sind durch YouTube Einnahmen weggefallen (ausgenommen der sinkenden Plattenverkäufe, die sicher nicht nur auf YouTube zurückzuführen sind)?

2. Was wäre wenn Google mit seinen YouTube Videos kein Geld verdienen würde? D.h. wenn sie nur(wie die GEMA) ihre laufenden Kosten für Server etc. decken müssten und keinen Profit erwirtschaften. Dann wäre bei denen ja auch nichts zu holen; was würde die GEMA machen?

Zum Schluss noch was zu den AnonyPwnies-Hacks:
Die Internetkultur(aus meiner Sicht hat das Internet eine eigene Kultur) hat seine bestimmte Eigenheiten, denen in der "realen" Welt oft mit Unverständnis und Verwunderung entgegengetreten wird. Da wäre z.B. der Humor (http://a0.twimg.com/profile_images/1466752847/lulzsecquad_reasonably_small.png ... btw DAS http://blog.gema.de/uploads/pics/blog_550x130_pony_2011_01.jpg sind Einhörner! Keine Ponys!!!) oder die Formen des Protests. Was früher mit Sitzblockaden gemacht wurde, lässt sich heute online mit DDoS-Attacken auch erreichen. Natürlich ist das nur möglich, da das Internet mittlerweile essentiell für unser Leben geworden ist und wir alle abhängig davon sind (in wie weit die GEMA auf ihre Webseite angewiesen ist, weiß ich leider nicht).
Auf jeden Fall kann ich über den Hackangriff lachen, denn: wenn man schon mit der Zeit gehen möchte und sich im Internet ansiedelt, dann sollte man sich vll auch ernsthafte Gedanken über die Sicherheit seiner Server machen...und sagen Sie jetzt nicht, Sie hätten ja niemals mit einem Hackangriff gerechnet.

Fazit: Sie sind selber Schuld an der aktuellen Situation, wegen 1. der unzureichenden Aufklärung in der Bevölkerung 2. dem armseeligen Schutz ihrer IT-Infrastruktur 3. Ihrem Ungeschick bei der Verhandlung mit Google.

anon schrieb am 24.08.2011 17:13 Uhr
Gravatar: anon

Tja

Joa, so kannst gehen, ich kann die Wut der Deutschen hier verstehen, dass sie sich aufregen über die Youtube-Videosperren (als in Österreich lebender Auslandsdeutscher betrifft mich die IP-basierte Sperre ja nicht.)

Sicher, es mag sein, dass die Sperrung von YT selbst vorgenommen wird, nicht von euch, sie kommt aber de facto durch den Streit zwischen euch und Youtube.

Und das Problem liegt nicht bei YT, sondern bei euch. Nämlich darin, dass ihr als GEMA bis heute nicht kapiert habt, dass in diesen Zeiten Pauschalen je Lied/CD/Minute gespielt einfach nicht mehr zeitgemäß sind. WERBEFREIE Internetradiosender dürfen mind. nen Hunderter GEMA-Gebühren zahlen, pro Monat, und das auch nur wenn sie klein sind, wenn sie auch nur mal mehr als 100 Hörer haben oder den ganzen Tag senden wollen, wirds gleich viel mehr, für CDs verlangt ihr auch Pauschal-Summen (zum Glück nicht so heftig wie die AFK das macht, die hat mit ihren 40 ct/DVD-Rohling in Österreich den gesammten Rohlingmarkt vernichtet, da jeder wenns nur möglich ist ins (meist recht nahe) Ausland fährt um dort sich einzudecken), und bei Youtube wollt ihr einen "einstelligen" Betrag... Was wahrscheinlich ein größerer Anteil am Kuchen sein dürfte als würdet ihr zu denselben Konditionen auf prozentualer Ebene euer Geld einnehmen, wie es andere Verwertungsgesellschaften tun.

Und wofür? Für 120 MILLIONEN Euro Verwaltungskosten??? Ich glaub es hackt... sorry, aber das ist ein Wasserkopf, da sollte jeder Künstler und Urheber aufschreien. Mag sein, dass es im Vergleich zu anderen VGs kein großer Unterschied ist. Aber sorry, gebt ihr die Titel echt noch per Hand ein, wie es Eure Mütter ja gut besingen, oder sind das die ganzen Spitzel, die im Land Kindergärten und Dorfdiskotheken heimsuchen? Da muss soviel Bürokratie in eurem Laden stecken, dass ein wenig Rationalisierung gleich viel mehr bei den Künstlern ankommen lässt.

Wobei ihr bei denen auch mal den Verwaltungsschlüssel ändern solltet: Wie kann es sein, dass kleine Künstler WENIGER bekommen als die großen? Eigentlich sollte es umgekehrt sein: Urheber, die halt weniger erfolgreich sind, sollten von euch gefördert werden, und Urheber, die wie Bruhn oder Bohlen oder Siegel eh viel Kohle besitzen, denen macht es nun echt nichts aus, wenn sie weniger kriegen. Aber sie kriegen sogar mehr, warum? Weil sie im Vorstand sitzen bzw. viel Einfluss haben und deswegen abkassieren. Aus so einem Verein sollten die kleinen Künstler am besten austreten, können sie nur nicht, weil ihr Grundgesetzwidrig (schon dran gedacht, Recht auf Eigentum, auch geistigem, liegt bei den Urhebern, ihr habt nur Verwertungsrecht!) den Künstlern dann die Verwertungsrechte für ihre Titel nicht zurückgeben wollt. Es hat einen guten Grund, wieso immer mehr junge Musiker, Komponisten und Texter von der GEMA Abstand nehmen und versuchen sich alleine mit Creative Commons, Konzerten usw. zu finanzieren.

Zum Angriff selbst: Wer auf seinem Server Apache 2.2.3 aus dem Jahr 2006 laufen lässt, womöglich sein PHP auch noch in Version 4 und sein MySQL in 3.0 hat, ist selbst schuld, wenn ihn die Jungfohlen von Anonymous erwischen. Es ist so leicht, Apache und Co. zu aktualisieren, es ist so leicht, mal eben das Standardpasswort zu ändern, irgendein Passwort für die Drucker sich auszudenken (tapeziert am besten den Serverraum mit den Pony-Ausdrucken, als Mahnung an euren Admin) usw. Jeder kleine User muss das mittlerweile machen, nur weil ihr die GEMA seid macht euch das nicht unangreifbar. Ich weiss nimmal ob man das noch als böswilligen Dateneingriff bezeichnen kann, wenn man veraltete Serverprogramme laufen lässt, deren Löcher internetweit bekannt sind (und z.b. im Changelog von Apache drinstehen!)

Also, macht eure Hausaufgaben, zum einen einigt euch mal mit Youtube, derzeit ist das sauverlogen, ich weiss davon, dass ihr insgeheim es sogar duldet, dass die Sender ihre Lieder von Youtube laden und abspielen, statt dass sie eine Original-CD besitzen (sie zahlen ja GEMA egal woher die Quelle ist), aber offiziell regt ihr euch über Youtube auf und beschwert euch, dass die (was sie ja nach Gesetz müssen) sagen, dass sie das Video nicht anzeigen dürfen, weil sie die Verwertungsrechte nicht besitzen, da sie sich nicht mit euch geeinigt haben, macht eure Hausaufgaben bei einer Neuverteilung der Gelder (darüber wer was kriegt steht nämlich nix in den Geschäftsberichten, sehr "transparent") und macht eure Hausaufgaben bei der Serverneugestaltung, nicht dass die Pwnies wieder eure Einhörner jagen.

Franco Walther schrieb am 25.08.2011 11:04 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@anon

Hallo,

das die Sperrungen Teil des Streits sind stimmt. Sie können die GEMA aber nicht dafür verantwortlich machen, wenn YT zu solchen Mitteln greift. Wir haben immer betont, dass wir den Streit nicht auf den Rücken der User austragen wollen.

Die Aufgaben einer Verwertungsgesellschaft sind vielfältig und teilweise extrem aufwendig. Vor diesem Hintergrund ist unserer Kostensatz absolut normal. Verbesserungspotenzial gibt es aber immer. Wir arbeiten deshalb permanent daran, die Kosten zu senken.

Ein Musikwerk ist ein wertvolles Gut. Die Urheber solcher Werke mit Cent-Beträgen aus bspw. Werbebannern abspeisen zu wollen ist aus unserer Sicht nicht gerecht.

Die Werke von ca. 10 % unserer Mitglieder erwirtschaften 70 % unseres Umsatzes. Logischerweise bekommen diese 10 % ca. 70 % des Umsatzes ausgeschüttet.

Die GEMA betreibt im Übrigen eine ganze Reihe von kulturellen Aktivitäten, denn die Förderung in diesem Bereich ist als eine ihrer Aufgaben klar definiert.

MfG

Franco Walther

SaschaP schrieb am 25.08.2011 21:05 Uhr
Gravatar: SaschaP

Mal eine Antwort

1. "Ein Musikwerk ist ein wertvolles Gut. Die Urheber solcher Werke mit Cent-Beträgen aus bspw. Werbebannern abspeisen zu wollen ist aus unserer Sicht nicht gerecht." Das müssen aber doch die meisten Urheber erleben! Sie bekommen egal ob es sich um CD-Veröffentlichung, Konzert oder Filmmusikhintergrund geht für jede Minute höchstens ein paar Cent. Ihr werft also Youtube vor, etwas zu wollen, was bei den Labels doch auch nicht anders ist. Von Verkaufsfirmen wie iTunes gar nicht zu reden, von denen gibts doch auch nur Centbeträge, die Lieder kosten doch meist nur 99 ct. 2. "Die Werke von ca. 10 % unserer Mitglieder erwirtschaften 70 % unseres Umsatzes. Logischerweise bekommen diese 10 % ca. 70 % des Umsatzes ausgeschüttet." Und habt ihr bei den Vereinsmitgliederversammlungen, die ja regelmäßig stattfinden müssen (immerhin seid ihr eine e.V. und euer Vorstand und alle eure Posten werden von Entscheidungen der Mitglieder bestimmt), mal die reicheren gefragt, ob und wieviel sie denn z.b. in einem für die kleinen Urheber großzügigeren System abgeben würden? Ich frage deswegen, weil ihr ja auch irgendwie Nachwuchs binden müsst. Früher war das einfach, da gabs die Knebelklausel im Plattenvertrag, dass sie Mitglied bei euch werden müssen. Das ist zumindest für Urheber in Zeiten von CC und Internet nicht mehr verpflichtend, sie können (was schwer ist) alleine groß werden. Dass ihnen dann auch noch Geld dafür genommen wird, dass sie nichts kriegen (gab ja schöne Beispiele hier, wie ihr Bands mal eben um das ganze Einspielergebnis eines Abends + Trinkgeld bringt), wird kaum ein Anreiz sein für zukünftige Generationen. Aber was wäre eine GEMA in der nur die alten "Mainstream-Urheber" sitzen und der Rest versucht sich lieber alleine durchzuschlagen? Ihr bezahlt schon den E-Urhebern mehr als den U-Urhebern, mit der Begründung, dass wer Klassik produziert grundsätzlich halt weniger einnehmen kann wie es ein U-Musiker theoretisch, wenn er den Sprung schafft, könnte. Nur: Realistisch gesehen werden eher E-Komponisten bekannt, da es von diesen nicht so viele gibt und auch ein Bedarf an neuer E-Musik besteht (und Mozart und Beethoven sind ja keine Mitglieder bei euch, die können ja nicht den Großteil des Umsatzes erzeugen), wieso sollte das für eine vielfältige U-Musik nicht gelten? Wenn ich mir den deutschen Musikmarkt im Vergleich zu z.b. Japan anschaue, so liegt er sehr im Argen, einige große Köpfe, kaum noch was im Mittelfeld, was früher in den unteren Rängen der Charts war und dann die Riesenmasse an "nonames" unten, die tw. super Musik machen und erstellen, aber dafür mur blechen dürfen, nix kriegen. "Die GEMA betreibt im Übrigen eine ganze Reihe von kulturellen Aktivitäten, denn die Förderung in diesem Bereich ist als eine ihrer Aufgaben klar definiert." Klare Definitionen kann man auch einfach hinschreiben. Seit auch mal offen, so mal eine Frage von Kommunikationswissenschaftler an PRler: Glaubst du, dass ihr das Vertrauen der User zurückerlangt, wenn ihr hier weiter auf verschwiegenen Geheimverein macht? ;) Zum einen haben die User keine Lust sich erst durch zig Unterseiten einer tw. abgeschalteten Homnepage zu wühlen, zum anderen ist eine aktive und nicht nur reaktive Informationspolitik auch ein Mittel gegen "uninformierte" Leser. mfg Sascha

Franco Walther schrieb am 30.08.2011 18:44 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@SaschaP

Hallo Sascha,

Sie haben mich bei den Cent-Beträgen leider falsch verstanden. Vielleicht habe ich mich auch ungenau ausgedrückt. Cent-Beträge insgesamt meinte ich. Für zwei Mio. Klicks im Monat bspw. würde der Urheber momentan eben jenen Minibetrag erhalten.

Die Verteilung der eingenommenen Summe ist immer ein heiß diskutiertes Thema. Wie der Verteilungsplan entsteht, zeigen diese beiden Videos.

https://www.facebook.com/video/video.php?v=225033374213476
https://www.facebook.com/video/video.php?v=162649847147511

Wir weisen immer wieder darauf hin, dass es sich nur unter bestimmten Voraussetzungen lohnt, Mitglied bei der GEMA zu werden. Wenn diese nicht gegeben sind, sollte man es sein lassen und vielleicht einige Zeit später noch einmal überlegen. Die Mitgliedschaft ist nach wie vor freiwillig.

Ich weiß nicht, was Sie mit Ihrem letzten Punkt meinen. Wir verschweigen nichts. Was wollen Sie wissen? Wenn Sie sich den Blog und unsere Facebook-Seite anschauen, können Sie das nicht im Ernst meinen. Es gibt nicht viele, die mit ihren emotionsgeladenen Kritikern so offen diskutieren wie die GEMA. Viele Posts hier, hätten bei den meisten Firmen und Organisationen nicht den Weg in die Öffentlichkeit gefunden.

Auch eine reaktive Informationspolitik ist uns sehr wichtig. Das bis vor wenigen Jahren vieles in diesem Bereich im Argen lag, mag stimmen, aber aktuell ist der Vorwurf nicht mehr haltbar. Möglicherweise stimmen Sie mir zu.

MfG

Franco Walther

Milan schrieb am 24.08.2011 17:27 Uhr
Gravatar: Milan

Hmm....

Naja, wenn Gema die Absichten der Hacker nicht ernst nimmt, werden sie bestimmt bald wieder zuschlagen...warum wird darüber also kein Wort verloren?

Gary Allan schrieb am 25.08.2011 11:41 Uhr
Gravatar: Gary Allan

Interessen vertreten

Weil ich nicht will das irgendwelche anonymen ( auch nicht anonymen) Hacker meine Interessen vertreten. Das fehlte noch. Außerdem ist es strafbar was dieser Hacker hier für einen Zirkus veranstalten.

mhh schrieb am 24.08.2011 17:45 Uhr
Gravatar: mhh

Wofür GEMA?

Wenn ich das richtig verstehe, dann vertritt die GEMA die Urheber der Lieder, aber wieso ist sie notwendig? Kriegen die Urheber nicht sowieso Tantiemen von den 'Künstlern'? Wenn ich ein Lied für jemanden schreibe dann verdiene ich doch an jedem Konzert auf dem das Lied von dem Künstler gespielt wird, mit, genauso wie ich an jedem Verkauf der CD mitverdiene, aber eben über den Künstler, der mir für jeden Verkauf einen festen Betrag zahlt. Wofür ist jetzt genau die GEMA nötig? Wofür sperrt ihr Videos? Das sie auf Youtube hochgeladen werden, ist doch im Sinne der Künstler, denn es bietet Werbung und ist somit auch im Sinne der Urheber. Je mehr die Künstler verkaufen, desto mehr verdienen die Urheber. An sich ist es sowieso schade, das Kunst so verkauft wird wie jedes andere Gut auch und das jeder dabei so viele Millionen abgreifen möchte wie nur möglich.

Peter Hempel schrieb am 25.08.2011 11:41 Uhr
Gravatar: Peter Hempel

AW: wofür GEMA

Hallo,

nein, die Urheber bekommen keine Tantiemen von den Künstlern. Bei einer CD-Produktion werden sie unabhängig von den anschließenden Tonträgerverkäufen entlohnt. Ihre Informationen, dass Urheber pro Konzert oder pro verkaufter CD von den Künstlern beteiligt werden, sind schlichtweg falsch. Wenn man nun wie in Ihrem Modell den Urheber nur an den Umsätzen des ursprünglichen Künstlers beteiligen würde - was wäre dann mit Coverversionen fremder Künstler? Hier würden die Urheber völlig leer ausgehen. Youtube-Videos sind Werbung für die Interpreten, nicht aber für die Urheber hinter den Liedern...

ronny schrieb am 24.08.2011 18:15 Uhr
Gravatar: ronny

Wie amüsant

Das sich GEMA Mitarbeiter hier versuchen zu rechtfertigen ist fast noch lustiger als der Hack. Es ist allgemein bekannt das bei den Künstlern so-gut wie nichts hängenbleibt ausser bei den paar auserwählten Mainstream-Kaspern. Der Rest wird von königlichen Gehältern der Chefetage aufgefressen. Aber die erhabenen Herren schweben schon soweit über der Realität das sie wirklich denken sie seien im Recht. Ich hoffe auf weitere Aktionen gegen diesen Verein.

Lars J. Lange schrieb am 25.08.2011 11:40 Uhr
Gravatar: Lars J. Lange

Polemischer Blödsinn!

Tut mir leid, aber diese Auslassung ist einfach (wie leider sehr vieles hier) genau das, was ich als Titel gewählt habe. Ich gehöre selbst zu den ganz Kleinen in der GEMA und kann mich trotzdem nicht beklagen, dass bei mir "so gut wie nichts" hängenbliebe!

(Mich persönlich stört eher die meines Erachtens etwas überkommene Unterscheidung zwischen E und U, aber selbst die lässt sich ja durch den Kulturauftrag durchaus rechtfertigen - wobei das wieder eine ganz andere Geschichte ist, die, um mit Michael Ende zu sprechen, ein ander Mal erzählt werden soll...)

leiderkeinabkassierer schrieb am 24.08.2011 19:25 Uhr
Gravatar: leiderkeinabkassierer

"gema sprecher verplappert sich"

nach einem telepolis beitrag kommen sie herr hempel in meinen augen auch nicht sonderlich "gut" weg.
als musiker und gemavertragspartner muss ich sagen, das ihre stelle wohl schon zu disposition stehen sollte.

http://www.heise.de/tp/blogs/6/150022

Peter Hempel schrieb am 25.08.2011 14:08 Uhr
Gravatar: Peter Hempel

AW: gema sprecher verplappert sich

Hallo,

in den Kommentaren des (wirklich kritischen) Telepolis-Forums zum Beitrag wird recht gut dargestellt, wie böse das Zitat aus dem Zusammenhang gerissen wurde. Zudem sind wir natürlich bei all unseren (Ver-)Handlungen dem Gesetz verpflichtet, als erste wären da Urheberrechtsgesetz und Urheberrechtswahrnehmungsgesetz. Bestimmte Passagen dieser beiden Gesetze zwingen uns zum Beispiel zur Gleichbehandlung aller Lizenznehmer. Wir können also Anbieter A nicht anders lizenzieren als Anbieter B, wenn beide Musiknutzungen gleichartig sind. Da wir laufende Lizenzverträge mit Anbietern haben, können wir anderen Interessenten nur in sehr begrenztem Umfang in Verhandlungen entgegenkommen. Was ist nach dieser Erklärung an meiner Aussage so falsch, dass Sie meine Stelle zur Disposition ausschreiben würden?

Jörg schrieb am 24.08.2011 19:26 Uhr
Gravatar: Jörg

Was bringt diese Diskussion überhaupt (noch)?

Hallo,

meiner Meinung nach bringt die ganze Diskussion nichts mehr, denn beide Seiten (GEMA/YouTube) scheinen auf ihren Standpunkten zu beharren.

Zudem betont man hier seitens der GEMA ja auch ständig, dass keine detaillieten Informationen veröffentlicht werden dürfen wegen eine "Stillhalteabkommens" zwischen den beiden Parteien.

Was die Bemerkung von Gustav Schleier bzgl. der IT-Infrastruktur angeht, möchte ich dieser zumindest in der Hinsicht zustimmen, dass die Betreiber dieses Blogs es augenscheinlich auch nicht hinbekommen, etliche Fehler zu bereinigen.

Und dies seit Monaten!

Oder aber ist Ignoranz gegenüber den Seitenbesuchern...

ein Urheber / Komponist schrieb am 24.08.2011 19:57 Uhr
Gravatar: ein Urheber / Komponist

Ich bin ehrlich gesagt total geschockt...

Ich werde jetzt den ganzen modernen und mittlerweile sehr unverschämten Musiknutzern, die Hacker Attacken gut heißen, in der GEMA den geldgierigen Bösewicht sehen und in YouTube (Google) den „Guten“, hiermit mal die Augen öffnen. Wie fing alles an? Mit der Erfindung der MP3 Dateien und illegaler Tauschbörsen entstand ein großes Problem für die Urheber, Musiker, Plattenfirmen und Verlage denen durch illegale Kopien und der Möglichkeit der weltweiten Verbreitung dieser, ein riesiger Schaden entstanden ist. Die CD Verkäufe gingen stark zurück, denn nun war es möglich seine Lieblingsmusik kostenlos, wenn auch illegal, zu bekommen. Vorher war man gezwungen sich die CD zu kaufen oder sie von einem Bekannten zu kopieren. Jedoch passierte diese illegale Vervielfältigung innerhalb lokaler Grenzen und war daher nicht so dramatisch wie eine weltweite digitale Vervielfältigung, die erst das Internet mit all seinen Möglichkeiten zuließ. Mittlerweile kommt man sogar legal (zumindest für den Musiknutzer legal) durch YouTube in den Genuss seine Lieblingsmusik völlig kostenfrei hören zu können. Die Weltweite illegale Vervielfältigung ist dadurch noch einfacher geworden. z.B. kann jeder einfach die Lieder die auf YouTube abrufbar sind aufnehmen oder digital „Rippen“ so das man sie auch bequem auf seinen iPod, MP3 Player, Handy, oder auch auf CD brennen kann, und wann immer es einem beliebt diese kostenlos auf jedem verfügbaren Medium zu hören. Auch wenn dies illegal ist besteht diese Möglichkeit dennoch allein durch die Verfügbarkeit der Musik auf YouTube/Google. Was verdienen Urheber, Künstler, Plattenfirma, Verlag daran? NICHTS !!! Ist dies gerecht? Fördert es gute neue Musik? NEIN !!! Wer verdient daran??? YouTube (Google) und zwar in Millionen Höhe durch Werbeeinblendungen und daraus resultierenden Einnahmen!!! Was bekommt die GEMA an Tantiemen (Geldeinnamen) von YouTube zum jetzigen Stand? NICHTS! weil die Verhandlungen durch miserable Vergütungsvorstellungen seitens YouTube/Google schließlich von der GEMA eingestellt wurden. MIT RECHT! Warum hat die GEMA YouTube verklagt? Weil YouTube versucht hat den Preis für ein Produkt (die Musik) welches noch nicht einmal ihnen gehört zu diktieren, obwohl es seitens der GEMA klar geregelte Tarife dafür gibt, und die GEMA als staatlich beauftragtes Unternehmen, dafür zuständig ist (deutsches Urheber Recht). Dies ist ungefähr so, als wenn ich zum Bäcker gehen würde, und sage würde, ich hätte gerne 10 Brötchen aber bezahle nicht ihren Preis von 12 Cent/Brötchen sondern nur 1 Cent/Brötchen oder noch weniger. Glaubt ihr der Bäcker würde mir die Brötchen verkaufen? NEIN, wird er wohl nicht machen und mich auch aus seinem Laden schmeißen!!! Aber es kommt noch dreister YouTube verschenkt die Brötchen/Musik weiterhin, illegal und weltweit obwohl sie gar nicht ihnen gehören, an die Musiknutzer/User und spielt sich als Almosen Geber auf, schaltet aber Werbung von gut zahlenden Werbekunden und verdient selber damit durchaus sehr viel Geld. Anstatt den Content/Musik legal von denen die ihn erschaffen haben, oder der sie vertritt (GEMA) ordnungsgemäß zu lizenzieren kreiert YouTube ein eigenes Content Bezahlsystem und spielt sich erneut als „der Gute“ damit auf. In Wirklichkeit hat dieses Bezahlsystem den einzigen Zweck den Preis selber weiter diktieren zu können für ein Produkt welches überhaupt nicht YouTube gehört sondern von der GEMA im Interesse des Schöpfers/Urhebers vertreten wird. Warum wollen die meisten Urheber nicht direkt mit YouTube/Google Verträge über die Nutzung ihrer Werke eingehen (Content Bezahlsystem von YouTube) ? Weil sie dann mit zig weiteren Firmen Verträge eingehen müssten: z.B. Spotify, MyVideo, Vimeo, Soundcloud etc. Die Urheber/Komponisten haben zur Vereinheitlichung und Vereinfachung diese Rechte an die GEMA übertragen die diese in ihrem Namen vertritt und für alle Musiknutzungsfirmen (z.B. YouTube) eine Zentrale Anlaufstelle darstellt um diese zu lizenzieren. Ein sehr sinnvolles System da ohne GEMA sonst auch YouTube mit jedem einzelnen Komponisten oder ausübenden Künstler einen eigenen separaten Vertrag aushandeln müsste. Warum versucht die GEMA, die ihre Mitglieder vertritt, einen möglichst hohen Betrag/Klick von YouTube zu bekommen? Weil YouTube ein Medium ist welches die Musik kostenfrei dem User zur Verfügung stellt. Warum sollte also der User noch einen Online kauf bei iTunes etc. tätigen wenn er die Musik auch komplett kostenlos über YouTube bekommt und sie mit etwas technischen Geschick auch auf andere Medien (MP3 Player, Handy, CD) übertragen und kostenfrei wenn auch illegal weiter nutzen kann. Ich bin selber ein Urheber/Komponist und auch Mitglied der GEMA und habe durchaus Interesse daran das meine Musik auf YouTube verfügbar ist. Unter anderem weil ich als Komponist gerne möchte das meine Musik gespielt wird und sich möglichst viele Menschen daran erfreuen. Aber ich habe kein Interesse daran mein Produkt/Musik zu verschenken oder zu einem Preis der mir von YouTube diktiert wird anzubieten. Es ist schließlich mein Werk und ich bestimme was es kostet sowie der Bäcker bestimmt was seine Brötchen kosten. Und wenn ich durch sinkende CD Verkäufe, illegale Downloads, kostenlose Musik auf YouTube (nicht von mir hoch geladen) und dadurch sinkende digitale Verkäufe über iTunes etc. irgendwann meine Miete nicht mehr bezahlen kann weil ich eher ein unbekannterer Komponist/Musiker bin dann muss ich leider aufhören Musik zu Komponieren/Produzieren und mir eine andere Arbeit suchen von der ich noch leben kann. Ihr ganzen modernen, neuen, unverschämten Musiknutzer des Internets solltet euch schämen die Hacker Angriffe richtig zu finden, die GEMA zu verurteilen, die nichts weiter versucht als dem ohnehin schon total kaputtgemachten Musikmarkt nicht komplett der freien Wildbahn und illegalen Nutzung zu überlassen, indem es als eine der wenigen Verwertungsgesellschaften den Mut hat einem Global Player und börsennotiertem Unternehmen mit Millionengewinnen wie YouTube/Google die Stirn zu bieten und zu sagen NICHT MIT UNS! Ich kann nur hoffen das bald ein Gerichtsentscheid über die Sachlage vorliegt und YouTube/Google angemessen verurteilt wird, mit rückwirkenden Schadensersatzforderungen für die illegale und nicht ordnungsgemäße Lizenzierung von Milliarden von Musik Stücken. Ich würde anstelle der GEMA jegliche Verschwiegenheitspflicht auf die übrigens YouTube besteht mittlerweile verzichten und den gesamten Sachverhalt offen, transparent und für Jeden zugänglich machen damit diese komplett falsche Hetze gegen die GEMA ein Ende findet und der wahre Verbrecher YouTube/Google endlich klar ersichtlich wird. Es ist ein absolutes Unding das heutzutage jeder meint, Musik müsse nichts kosten aber schätzungsweise pro Tag selber davon ca. 1-2 Stunden konsumiert und das meist auch noch illegal. Wie wäre es wenn ihr ab jetzt ohne jegliche Bezahlung arbeiten geht??? Was sind das für Zeiten wenn Fans von ihren Stars erwarten, sie sollen damit einverstanden sein, für ihre Arbeit nicht angemessen entlohnt zu werden? Was sind das für Zeiten wenn YouTube/Google ihr Monopol ausnutzen um Lügen zu verbreiten, um die eigenen Gewinne zu maximieren? Was sind das für Zeiten wenn Hacker Gruppen diese Lügen glauben und eine Einrichtung wie die GEMA attackieren nur zum Zweck die illegale Musiknutzung noch weiter voran zu treiben? KEINE ZEITEN FÜR GUTE MUSIK! Fangt endlich an Dinge die ihr jeden Tag nutzt auch wertzuschätzen.

Lars J. Lange schrieb am 25.08.2011 14:09 Uhr
Gravatar: Lars J. Lange

Vielen, vielen Dank!

Mehr kann und brauche ich zu diesem wunderbaren Kommentar nicht sagen.

Gary Allan schrieb am 25.08.2011 16:21 Uhr
Gravatar: Gary Allan

Danke

Auch ich sage danke für diesen wunderbaren Artikel. Er spricht mir aus der Seele. Genau so sieht es aus.

Helmut Trebusch schrieb am 25.08.2011 17:03 Uhr
Gravatar: Helmut Trebusch

es hat sich viel geändert

Lieber Miturheber/Komponist! Ganz so, wie Sie es darstellen, funktioniert der Musimarkt heute eben nicht mehr. Verstehen Sie YT doch mal als ein Promotion-Portal, durch das Ihre Werke bekannt gemacht werden. Zahlreiche Studien haben gezeigt - und da schließe ich mein persönliches Verhalten ein - wenn man neue Musik kennenlernt, die einem gefällt, ist man gern bereit, sich dann bei iTunes einen Song oder ein Album zu KAUFEN, oder sich eine CD zu KAUFEN, auf der noch mehr Infos und Bildmaterial sind, oder in ein teures Konzert des Künstlers zu gehen. Auf diesen Wegen verdienen die Künstler das eigentliche Geld. Wie aber soll Musik verbreitet werden, wenn sie keiner kennen darf? Und die Möglichkeiten haben sich halt dank der digitalen Welt verändert. Eine bestimmte Generation hört die Songs halt nicht mehr vorwiegend im Radio, sondern im www. Und ganz ehlich: Ich persönlich würde keinen YT-gerippten Song gern auf irgendeinem mp3-Player hören. Da sind doch noch ein paar andere Qualitätisansprüche da, wenn man Musik mag. Aber ich kann Neues kennenlernen und das finde ich gut. Natürlich wird immer jemand einen Weg finden, Musik "illegal" zu kopieren, aber auch für den Fall gibt es doch schon Pauschalen für jeden CD-Brenner, die ja meines Wissens auch an die GEMA gehen. Damit wäre doch der "Verlust" schon ausgeglichen, oder? Also setzen Sie besser nicht darauf, daß Sie als Komponist nur durch solche Portale wie YT Geld verdienen, nur weil die GEMA es vielleicht irgendwann so verhandelt.

Ein_Bundesbürger schrieb am 25.08.2011 21:01 Uhr
Gravatar: Ein_Bundesbürger

@ein Urheber / Komponist

Ich habe Ihren Beitrag sehr aufmerksam gelesen. Was ich aber nicht verstehe ist, was hat jetzt der Ladenbesitzer, welcher seine Räumlichkeiten zur Verfügung stellt, damit der Bäcker und sein Kunde überhaupt zusammen finden und in Kontakt treten können damit zu Tun? Der Ladenbesitzer (hier Google) der sein zugegebener maßen für beide Seiten (Bäcker & Kunde) äußerst komfortables Ladenlokal zudem noch kostenfrei überlässt, mit der einzigen Bitte ein paar Werbeschildchen im Laden belassen zu dürften um seine Unkosten darüber zu decken. Der Ladenbesitzer der auch selbst noch aktiv Werbung für den Bäckerladen betreibt wodurch die Kundschaft nur so hereinströmt. Was wiederum seine Werbeeinnahmen erhöht aber gleichzeitig natürlich auch dem Bäcker einen wahren Kundenstrom beschert. Das der Ladenbesitzer kein primäres Interesse daran hat, weder dem Bäcker, welcher das Mehl für seine Brötchen evtl. illegal erstanden haben könnte, noch dem Kunden, welcher das Brötchen für evtl. illegale Zwecke weiterverwendet hinterherzuspionieren, halte ich für verständlich und legitim. Sollten ihm allerdings derlei Machenschaften aus glaubwürdiger Quelle zu Ohren kommen, finde auch ich, dass er entweder dem Bäcker oder dem betreffenden Kunden den Zutritt zu seinen Räumen verbieten sollte. Auch wird der Ladenbesitzer sich weder in die Preisgestaltung des Bäckers und die Zahlungswilligkeit dessen Kunden einmischen wollen. Für mich ebenfalls logisch und nachvollziehbar. Die YT-Platform ist kein Wochenmarkt, weil dann müssten die Händler/Anbieter und auch unser Bäckermeister eine Standgebühr entrichte, um Geschäfte auf dem wohl publikumsreichsten Platz der Stadt, abwickeln zu dürfen. Natürlich könnte unser Bäckermeister als Erzeuger und Urheber, evtl. mit Hilfe eines großen Frenschise-Unternehmens (hier die GEMA) selber einen Laden aufmachen, betreiben und bewerben, sowie das damit verbundene Risiko eingehen. Damit gehörtem ihm dann auch die nebenbei generierten Werbeeinnahmen durch die im Laden aufgehängten Werbeschildchen. Oder er könnte sich auf allerlei gebührenpflichtigen Wochenmärkten rumtreiben und seine Brötchen feil bieten. Eins ist aber sicher, ob eigenen Laden oder Wochenmakt, er hat mehr Aufwand, Ausgaben und trägt damit mehr Risiko. Trotzdem wäre sein Laden nie von der Qualität wie YT und auf den Wochenmärkten zieht und regnet es auch hin und wieder. Da bleibt die Kundschaft doch lieber zu hause im Warmen. Kurz um, sein Arbeitsleben wäre bei weitem nicht so schön bunt und komfortabel wie mit YT. Über das zahlreich vorhandene Laufpublikum, welches Tag und nacht von dem perfekt gestaltetem Schaufenster unseres Bäckers magisch angezogen wird, sowie die vielfältigen sich ergebenden Möglichkeiten der Geschäftsanbahnung will ich hier gar nicht reden. Wie kommt nun eigentlich der Bäcker und sein Vertreter dazu, vom freundlichen Ladenbesitzer, welcher ihm unentgeldlich einen unschätzbaren Handelsplatz überläßt, etwas zu verlangen? Soll er doch 'nen eigenen Laden aufmachen und auf Wochenmärkten rumtingeln um seinen potentiellen Kunden seine Produkte schmackhaft zu machen. Dort die Preise diktieren und dann schaun wir mal weiter... Gegenüber YT wie bei vielen anderen abenteuerlichen Praktiken, kommt das Unvermögen der GEMA zum vorschein, ihre Mitglieder angemessen zu vertreten. Auf einem zugegeben fast unkontrollierbar gewordenem Markt, eigentlich unmöglich. Und offensichtlich nur durch die gezeigten fadenscheinigen Praktiken, und für die Mitglieder scheinbar zu realisieren. Eher wohl die Fasade einer Filmkollisse aber in Ermangelung einer Alternative immer noch präsent. Und zum Abschluss noch mal eine direkte Frage eines Unwissenden an die GEMA. Wie verhält es sich mit den Urheberrechtsabgaben die wir alle auf Kopierer und sonstige poteniellen Datenspeicher direkt mit dem Kaufpreis zahlen? Wer bekommt diese Abgaben und wie verhält es sich, wenn ich nur meine private Post am Kopierer kopiere, keine mp3's auf meine USB-Stick speichern will oder nur mal den Geburtstag der Oma auf DVD festhalten möchte? Weil irgendwie stößt mir diese Pauschalabgabe immer irgendwie bitter auf. Und sind damit nicht illegale Kopien abgedeckt? Wenn ich mir 'nen neuen Rucksack leiste - könnte ich natürlich theoretisch vorhaben irgendwelches Diebesgut damit abtransportieren zu wollen. Muss aber trotzdem keine Zusatzabgaben beim Kauf mitbezahlen. Da ich aber 'ne ehrliche Haut bin, will ich meinen neuen Rucksack natürlich nur zum Einkaufen im Supermarkt hernehmen. Und meine redlich erworbenen und an der Kasse bezahlten Lebensmittel nach hause tragen. Habe ich aber morgen keine Lust auf Lebensmittel sondern gönne mir lieber ein nettes MP3 von Amazon. Bezahlt und gedownloadet, möchte ich es auf meinem MP3-Player natürlich immer bei mir tragen. Bekomme ich dann wieder diese unwohle Gefühl gerade ebend schon wieder von der Musikindustie abgezockt worden zu sein. Weil ich habe den Song bezahlt und auch für den MP3-Player die obligatorische Urheberrechtsabgabe. Sollte mich diese Abgabe auf die Hardware nicht automatisch berechtigen, den Song kostenlos zu erhalten? Gefühlt eigentlich JA! MfG

SaschaP schrieb am 25.08.2011 21:50 Uhr
Gravatar: SaschaP

Moneyquotes

Wie ein bekannter Blogger, der nicht bei der VG Wort ist und dessen Begrifflichkeiten man dadurch frei verwenden darf, es nennt, Sie haben tw. sehr nette Money-Quotes geliefert: 1. Es geht hier NICHT um die illegale Vervielfältigung von digitaler Musik. Es geht um das Abspielen von Musik bei Youtube, für das die GEMA einen Pauschalbetrag nicht bekannter Höhe möchte, während Google argumentiert, dass sie wenn nur bereit sind, einen Werbeanteil abzuführen. Es geht hier also um die Bewertung: Ist Youtube ein CD-Store oder Musik-Store wie iTunes (denn die zahlen Pauschalen, CD kostet so und soviel = soundsoviel ct gehen an die GEMA), oder ein Radiosender. Diese zahlen anteilig an ihren Einnahmen, warum? Weil die Einnahmen schwanken und somit es in einem Monat sein kann, dass R.SH 20 Mio mit GEMA-Musik-abspielen verdient hat, und mal 16 Mio. Was ist Youtube also? Ist es ein CD-Store, wo ich Lieder KAUFEN kann? NEIN! Youtube ist eine Art modernes MTV, das sich von Werbeeinnahmen finanziert, die in Zeiten von adblock und noscript sehr gering sind. Und auch Youtube möchte Planungssicherheit in der Form, dass sie nicht Angst haben müssen, dass sie in einem schlechten Monat die GEMA-Pauschale an den Ruin treibt. 2. Sie argumentieren damit, dass wenn nur noch raubkopiert wird, sie nicht mehr von Musik schreiben leben können. Seien sie froh, zu den priviligierten 10% zu gehören, die das überhaupt können! Ja, die meisten Urheber und Musiker bekommen nicht genug Geld, als dass sie damit ihren Lebensunterhalt bestreiten könnten. Die müssen, so schlimm das für sie klingen mag, echt "nen anderen Job machen, um leben zu können." Das sind übrigens auch in meinen Augen die echten Helden, die richtigen Musiker. Die machen Musik nicht nur weil sie dafür Kohle kriegen, die machen sie an Spaß an der Musik. Gut, sie ja auch, nur dann gibts da Moneyquote Nr. 3: 3. Sie sagen, es ist ein absolutes Unding, dass jeder meinen würde, er müsse nix für Musik zahlen, aber 1-2 h täglich konsumiert... Ich weiss nicht wie alt Sie sind, aber ich nehme an, dass Sie JÜNGER sind als das Radio! Ja, das Radio zahlt GEMA, aber im Normalfall pauschalisiert, Prozentanteil oder halt z.b. 100 Euro/Monat als kleines Webradio. Das Radio aber ist für sie noch unertragreicher als YT. Wieso? Die meisten Radiosender zahlen pauschal und geben keine Playlisten ab. Müssen sie nicht, dafür ist die Pauschale ja da, weniger Verwaltung bei den Sendern (die sich eine ellenlange PL-Erstellung oft gar nicht erlauben können, vor allem nicht als Webradio) und die GEMA muss es nur nach dem Verteilungsschlüssel verteilen. So, das fiese ist jetzt aber, derzeit bildet der sich vor allem durch die CD- und Downloadverkäufe. Sprich die großen Künstler kriegen viel, die kleinen nix aus den Radiogebühren. Obwohl viele der Webradios und freien Radios die GEMA zahlen keinen Mainstream senden! Hier wird also das Geld ungerecht verteilt, die kleinen Künstler kriegen weniger obwohl sie mehr gespielt werden. YT wäre da anders. YT hat eine sehr ausführliche User-Statistik und kann genau sagen, wer wann was gehört hat, seh ich jedes mal anhand der Empfehlungen die mir YT gibt beim Login. Von YT können also die profitieren, die gerne online geschaut werden. Und man stelle sich vor: Da ist das Bild viel homogener als beim Download- und CD-Kaufmarkt. Die GEMA sollte das mal kapieren und auch anhand dieser Views ihren Verteilungsschlüssel umändern. Wenn dadurch kleine Künstler MEHR kriegen. Super... mich nervt es eh schon, dass Leute wie Timberland abkassieren, obwohl man anhand der Komponistenliste sehen kann dass sie bei 100000 Leuten geklaut haben und außer zwei Basedrumbumps nix Original von ihnen ist. Und 4. Zum Argument mit dem Brötchen. Wenn Sie als kleiner Kunde 10 Brötchen kaufen, schüttelt der Bäcker mit dem Kopf. Kommt eine Firma und will 10000 Brötchen für eine Betriebsfeier, zahlt sie keine 12ct pro Brötchen! Wieso? Massenabnahme! Youtube ist kein kleiner Brötchenkäufer an der Theke, sondern Großkunde, der direkt bei der Fabrik bestellt. Gecheckt? Super, bitte dieses veraltete Argument nimmer bringen.

ein Urheber / Komponist schrieb am 25.08.2011 22:11 Uhr
Gravatar: ein Urheber / Komponist

@ Helmut Trebusch

@ Helmut Trebusch Das YouTube sicherlich einen gewissen Promotion Faktor mit sich bring sehe ich genau wie sie. Jedoch sind die Zeiten wo total unbekannte Künstler durch YouTube bekannt werden (allein durch die Masse an Content auf YouTube) eher schon wieder vorbei oder bleiben seltene Ausnahmen. Zu ihrem Qualitätsanspruch, Musik die ihnen wirklich gefällt, evtl. als CD zu kaufen kann ich nur sagen, dass die breite Masse der jugendlichen Musiknutzer schon gar keinen CD Player mehr besitzt! Nahezu alles läuft mittlerweile als MP3 und über Laptop, Handy, MP3 Player etc.. Und ein MP3 mit 320kbit klingt wahrlich nicht so schlecht sonst würde es wohl niemand bei z.B. iTunes kaufen. Und sofern ich richtig informiert bin spielt YouTube auch MP3's und viele davon in der höchsten Datenrate ab. Ich kann sie gut verstehen, dass sie sich gerne durch YouTube inspirieren lassen und YouTube als Medium verwenden um neue Musik zu entdecken. Das mache ich auch. Es ist auch sehr bequem sich alles erstmal kostenlos und in voller Länge anhören zu können. Nun da es YouTube schon eine weile gibt hat sich diese nette Möglichkeit bereits als ganz normal und selbstverständlich eingestellt. Aber ich möchte an dieser stelle ein paar Parallelen aufzeigen. Sie können nicht in einen Buchlanden gehen und erstmal das gesamte Buch komplett und wenn gewünscht mehrfach lesen, um dann festzustellen, dass es ihnen jetzt nach dem 6. mal durchlesen doch nicht mehr so gut gefällt wie beim 1. mal durchlesen. Sie können auch nicht in einen Lebensmittelladen gehen und in jeden Apfel beißen um dann festzustellen das er ihnen zu sauer ist und sie ihn also doch nicht kaufen möchten! Denn in dem Moment wo sie in den Apfel gebissen haben will der Verkäufer für die Ware Geld von ihnen. Und nichts anderes möchte die GEMA von YouTube. Denn vergessen sie bitte nicht wie viel Spaß es macht ein paar Stunden sich neue Musik auf YouTube anzuhören. Auch wenn vielleicht kein Musikstück dabei so gut war, dass sie es kaufen würden, hatten sie doch 1-2 Stunden sehr viel Freude daran und hätten auch 1-2 Stunden unterschiedliche Produkte/Musik konsumiert! Es könnte auch sein das ein Musikstück ihnen wirklich sehr gut gefällt und sie es 1-2 Wochen immer mal wieder auf YouTube anhören. Aber wie es bei Musik häufig der Fall ist, gefällt es ihnen nach 1-2 Wochen dann doch nicht mehr so gut und sie kaufen es dann doch nicht. Musik ist nun mal ein Konsum Gut und häufig macht der Konsum von etwas neuem mehr Spaß als von bereits bekanntem. Lediglich wirklich sehr gute und zeitlose Musik ist hier sicher eine Ausnahme. Aber auch der Konsum von extrem schlechter Musik kann viel Spaß und Belustigung bereiten. Ich habe übrigens auch schon privat Partys miterlebt wo den gesamten Abend die Leute ausschließlich Musik über YouTube abgespielt haben. Das ganze mit zwei Laptops und einem Mischpult. Willkommen im Web 3.0 Daher bin ich der Meinung das wir endlich wieder anfangen müssen Musik als ein Produkt wie jedes andere auch wertzuschätzen. Daher sollte auch für das Produkt Musik der selbe Umgang gewählt werden wie für jedes andere Produkt. WER EIN PRODUKT KONSUMIERT – ZAHLT AUCH DAFÜR! WER EIN PRODUKT UMSONST ANBIETEN MÖCHTE (YOUTUBE) MUSS SELBER SEHEN WIE ER DAS FINAZIEREN KANN!

Helmut Trebusch schrieb am 26.08.2011 14:05 Uhr
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Antwort auf @Helmut Trebusch

Lieber Miturheber, ich verstehe Ihren Standpunkt durchaus. Trotzdem ist für mich Musik eben kein Brötchen oder Apfel, sondern ich verstehe Musik als Allgemeingut. Deshalb sollte über das Thema YT (o.ä.) auch nicht eine (ebenfalls kommerziell orientierte) Verwertungsgesellschaft entscheiden, sondern wenn überhaupt, der einzelne Künstler selbst. Und da zeichnet sich im Trend der letzten Jahre ab, daß immer mehr Künstler begreifen, welch hervorragende Möglichkeiten der Verbreitung ihnen damit geboten werden. Das wahre Geld - und damit "orakele" ich einen Trend voraus - wird in Zukunft wieder mehr über live-Auftritte verdient. Und da zeigt sich dann z.B. auch schnell, welche Musik nur zum Amüsieren auf Partys gut ist und wo wirklich etwas entsteht, für das viele Menschen bereit sind, Geld auszugeben. Ich jedenfalls kann eine globale Bevormundung des Musikliebhabers nicht gutheißen. Aber dieses Thema ist vielschichtig und es gibt bereits eine Menge interessante Beiträge in diesem Blog, z.B. von Anonymous "Musik ist für alle da". Aber vielleicht gibt Ihnen ja auch zu denken, daß ich theoretisch im selben Boot wie Sie sitzen müßte und mir meine jahrelange Erfahrung gezeigt hat, daß es auch anders geht. Im großen Rahmen gesehen (zwischen Garagenband und Hollywood-Filmkomponist) bin ich ein mittelmäßig erfolgreicher Komponist und komme definitiv ohne GEMA-Korsette besser zurecht und habe nichts gegen die kostenlose Verbreitung meiner Musik auf YT. Denn ein Brötchen ist schnell gegessen - die Musik soll mich überdauern...

Ein_Bundesbürger schrieb am 26.08.2011 15:03 Uhr
Gravatar: Ein_Bundesbürger

No Titel

YT ist doch aber gar kein Produzent der Waren oder auch Musik herstellt und diese zum Verkauf anbietet. Und wenn YT tatsächlich irgendwann mal selbst produzieren und/oder verkaufen sollte, werden die sicher kein Problem damit haben die Urheber an ihrem Verkaufserfolg zu beteiligen. So wie itunes oder Musicload. Aber so wie YT derzeit aufgestellt ist, kann man das mit den beiden o.g. Beispielen doch gar nicht vergleichen. Aber nochmal YT produziert weder die Kunst noch verkauft YT die Kunst. YT stellt lediglich einen Showroom zur Verfügung, den man nutzen kann oder auch nicht. Dazu erfreulicher Weise unentgeldlich - wo gibt's das heute noch? An Orten mit erhöhtem solventen Publikumsaufkommen (z.B. Flughäfen etc.) finden sich änliche Showrooms für Luxusautos u.a. Aber glaubt hier tatsächlich jemand, dass die Aussteller diese Werbung zum Nulltarif bekommen? Wenn jemand meint, dass sein 'Gut' bei YT nicht gut aufgehoben ist, weil dort geklaut wird, dann soll er seinen Kram woanders reinstellen oder drauf hocken bleiben... Diese Gier und das ewige Gerede über Konsumenten, Produzenten, Produkte im zusammenhang mit Kulturgut und Kunst - ist einfach nur noch wiederlich... Das Internet ist auch deswegen so erfolgreich, weil einem dort etwas geboten wird und zwar oft scheinbar kostenlos bzw. billiger als im Hardware-Store um die Ecke. Dafür zahle ich jeden Monat meine DSL-Verbindung. Im übrigen mehr als für die GEZ also TV. Wenn sich diese Welt verkehrt, dann verliert auch das Internet schnell an Bedeutung für viele. Warum soll ich monatlich für etwas zahlen (DSL), wo ich immer Gefahr laufe mich mit 'nem Virus zu infizieren, überwacht,abgezockt und abgemahnt zu werden bis ans Lebensende ohne jeden persönlichen Vorteil? Aus so 'ner Gegend ziehe ich normaler Weise weg...

ein Urheber / Komponist schrieb am 27.08.2011 18:36 Uhr
Gravatar: ein Urheber / Komponist

@ Ein_Bundesbürger

Ich habe mir sehr viel Mühe gegeben ihre Analogien zu verstehen, aber sie mischen teilweise Dinge die einfach so nicht richtig dargestellt sind oder auch mit dem tatsächlichen Sachverhalt nicht wirklich vergleichbar sind. Daher werde ich nicht auf alles eingehen können, aber ich finde ihren Ansatz YouTube mit einem „Showroom“ zu vergleichen ganz gut. Ihre Argumentation bezüglich der Aufteilung in Ladenbesitzer und Bäcker und Kunde ist nicht stichhaltig da Ladenbesitzer und Bäcker eigentlich immer 1 Person darstellen und dem Bäcker, der gleichzeitig auch Ladenbesitzer ist logischerweise auch sein Laden gehört, ihm auch seine Brötchen zu 100% gehören und er auch mit Sicherheit sein Mehl legal erworben hat. Kommen wir wieder zum Showroom: Wenn YouTube also ein Showroom ist, dann zeigt YouTube in seinem Showroom Produkte die nicht YouTube gehören oder von YouTube ordnungsgemäß lizenziert wurden. Die Schöpfer der Produkte (Urheber) wurden weder von YouTube gefragt ob sie damit einverstanden sind noch darüber informiert das diese Produkte dort ausgestellt werden. Ausnahme hierbei ist wenn der Urheber selbst sein Werk/Produkt hochgeladen hat. YouTube geht auch nicht gegen das illegale hochladen von urheberrechtlich geschützten Werken vor oder versucht aktiv dies zu verhindern. YouTube benutzt also Produkte wissentlich illegal um ihren Showroom so attraktiv wie möglich zu machen. Würde YouTube das nicht machen wäre der Showroom leer oder sehr uninteressant! Erst durch die Arbeit anderer (Urheber/Contentersteller) war es YouTube möglich so viele Leute in ihren Showroom zu bekommen. Aber YouTube stellt nicht nur almosenhaft die Produkte aus sondern auch jede Menge Werbung. Mit der Werbung verdient YouTube viel Geld will aber von dem vielen Geld den Leuten die überhaupt dafür gesorgt haben das Leute gerne und häufig in den Showroom gehen so wenig wie irgend möglich abgeben bzw. zur Zeit GAR NICHTS da die Verhandlungen zwischen GEMA und YouTube eingestellt worden sind. YouTube verstoßt unter anderem gegen deutsches Gesetz mit dem Ausstellen von Produkten in ihrem Showroom, die nicht lizenziert wurden oder ohne Genehmigung seitens des Urhebers gezeigt werden. Nun mag der eine oder andere sagen, dass YouTube aber eine gute Möglichkeit der Promotion für den Urheber darstellt. Dies ist sicherlich richtig, jedoch auch genau andersrum stellt der Urheber mit seinem qualitativ hochwertigen Content eine gute Promotion Möglichkeit für YouTube und ihren Showroom dar, denn sonst würde wohl niemand dort Werbung schalten wollen. Und ich möchte behaupten das die Urheber, Contentersteller, Filmemacher etc. vor YouTube da gewesen sind und erst durch die Urheber und deren Content YouTube möglich gemacht wurde! Ich kann sie verstehen das sie als User am liebsten alles umsonst haben möchten (Geiz ist Geil Mentalität), aber auch hier mischen sie wieder Dinge die nicht zusammen gehören. Sie zahlen ihre DSL Gebühr an ihren Provider für den Service generell ins internet zukommen. Nicht mehr und nicht weniger. Von diesem Geld landet nichts bei irgendeinem Urheber oder Webseiten Ersteller und hat daher auch überhaupt nichts in dieser Diskussion verloren.

ein Urheber / Komponist schrieb am 27.08.2011 18:40 Uhr
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@ SaschaP

Es geht mir auch nicht um die illegale Vervielfältigen als größten Kritikpunkt sondern um die nicht ordnungsgemäße Lizenzierung. Ich habe dies nur in die Diskussion mit aufgenommen als einen zusätzlichen Punkt der bei allem mitbedacht werden sollte und zusätzlichen Schaden anrichtet. Ja, es geht auch um die Definition was YouTube eigentlich ist. Sie vergleichen YouTube (als eine moderne und interaktive Form) mit MTV und ich finde den Vergleich sehr gut. Aber MTV hat immer an die GEMA bezahlt und auch deutlich höhere Beträge als YouTube das gerne hätte. MTV war immer ein Privat Sender, der keine Gelder seitens der GEZ bekommen hat. MTV hat dies alles durch Werbung finanziert. MTV war genauso eine Promotion Möglichkeit wie YouTube. Jetzt stellt sich mir die Frage warum YouTube/Google angeblich nicht in der Lage sein soll dies alles genauso wie MTV zu finanzieren? Sie schreiben, die echten Helden der Musik sind für sie die Komponisten/Künstler die nicht von ihrer Arbeit leben können und es trotzdem machen. Sie sagen das wären die wahren Musiker und Künstler für sie. Wenn dem so seien sollte dann bin ich erschrocken das sie das richtig finden!!! Und nebenbei bemerkt, wer wirklich auf professionellem Niveau Musik komponiert wird sehr wenig Zeit für einen anderen Job haben. Was für ein Teufelskreis! Ich bin übrigens 36 Jahre alt und kenne das Radio noch sehr gut. Fast alle größeren Radiosender zahlen an die GEMA (Komponisten/Urheberrechte) und GVL (Künstler,Musiker/Leistungsschutzrechte 1. & 2. Verwertung) nach Playlisten mit genauer Titelbezeichnung, Interpret und Zeitangabe der tatsächlich Spieldauer! Mittlerweile passiert das komplett digital anhand des ISRC codes und niemand schreibt das per Hand. Lediglich sehr kleinen Radiosendern wird dieser Verwaltungsakt freundlicherweise abgenommen. Ich fände es auch besser wenn jedes Radio egal welcher Größe dazu verpflichtet wäre Playlists abzuliefern, da dann auch kleinere und unbekanntere Künstler mehr Tantieme von der GEMA bekommen würden bzw. diese gerechter verteilt werden könnten. Ich habe übrigens nie gesagt, dass das Radio noch unerträglicher für mich ist als YouTube. Ich weiß nicht woher sie diese Aussage nehmen. Ich fände es auch sehr anständig wenn YouTube nicht mit Pauschalen wie bei kleinen Webradios abrechnen würde. Da ja bereits sämtliche Statistiken der Aufrufe verfügbar sind. Ich habe aber keine genauen Informationen darüber in welcher Form YouTube in Zukunft abrechnen will, und kann daher auch nichts dazu sagen. Ich habe in diesem Blog häufig das Argument gehört das bei ein paar Millionen von Zugriffen auf ein Musikstück YouTube ja dann auch unglaubliche Summen für diesen einen Titel bezahlen müsste. Ich könnte mir daher auch gut ein soziales Bezahlsystem bei YouTube vorstellen, wo unbekanntere Künstler bevorteilt werden und welches gestaffelt ist. z.B. je häufiger ein Musiktitel auf YouTube angehört wird desto geringer ist die Auszahlung pro Abruf.

Franco Walther schrieb am 29.08.2011 18:21 Uhr
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@Ein_Bundesbürger

Hallo,

zwar etwas verspätet, aber dennoch möchte ich noch auf Ihre Frage bezüglich der Abgabe auf Leermedien eingehen.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Privatkopie unter gewissen Einschränkungen gesetzlich erlaubt. Eine EU-Richtlinie fordert allerdings einen „gerechten Ausgleich“ für die Rechtsinhaber und den rechtlichen Schutz von Kopierschutzmaßnahmen. Um die EU-Richtlinie zu erfüllen, musste die Abgabe eingeführt werden, damit Privatkopien weiterhin erlaubt bleiben; d.h. nur so ist das deutsche mit dem europäischen Recht vereinbar.

MfG

Franco Walther

SaschaP schrieb am 24.08.2011 20:02 Uhr
Gravatar: SaschaP

Nachdem

der alte Kommentar anscheinend nicht von euch erwünscht ist (mögt ihr wohl nicht lesen, dass Radiosender gerne Youtube zur Musikrecherche benutzen, dass eure Vergütungsregeln total dem "sozialen Charakter" widersprechen, den ihr zu verkaufen versucht und dass ihr mit Schuld seit am Hack), mal eine andere Frage: - Kennt ihr die Folge der belgischen Satire-Sendung "Basta", in der euer belgisches Pendant "SABAT" behandelt wurde? Wo herauskam, dass SABAT Mitarbeiter zu jeder noch so kleinen Feier schickt, nur um abzukassieren, dass sie immer wenn man dort anrief und fragte ob der und der Künstler bei der SABAT ist mit "ja" antworteten (unter anderem bei einem TROCKENFÖN, einem SUSHI-GERICHT und einem STAUBSAUGER!)... und wenn ja: wie könnt ihr garantieren, dass ihr nicht genauso agiert, vor allem bei ausländischen Interpreten, über eure DB konnte man nämlich nie abfragen, welche japanischen oder amerikanischen Stars jetzt CC oder doch GEMA-"gleich" sind!. Ach so und der Kommentar ist gespeichert, wenn ihr ihn nicht veröffentlicht, ich hab ein Blog, wo ich das gerne tu!

Franco Walther schrieb am 25.08.2011 13:42 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@SaschaP

Hallo Sascha,

möglicherweise ist Ihr Kommentar in der Flut versehentlich durchgerutscht. Unter SaschaP finde ich jedenfalls nur diesen hier. Haben Sie ihn unter einem anderen Benutzernamen gepostet?

MfG

Franco Walther

Carsten Becker schrieb am 24.08.2011 20:13 Uhr
Gravatar: Carsten Becker

Carsten Becker

Zusammenfassung: Für 12 Interpreten lohnt sich die Zusammenarbeit mit der Gema, der Rest zahlt in jedem Falle drauf. Wie immer bei einem Monopol. Welche Alternativen anstelle der GEMA existieren denn für Urheber? Es liegt doch nahe, das direkt mit YT,itunes oder über eine betreffende Künstlerseite zu gestalten. Dann müßte auch niemand mehr in den GEMA-Verein eintreten. Ohne Mitglieder verschwindet die GEMA ebenso wie vor ein paar Jahren diese Bauerngesellschaft CMA oder wie die hieß. 15% sichere Gewinnmarge für NICHTS sind astronomisch. Es wird Zeit gegen diese Art von Wegelagerei vorzugehen. Danke Google für Eure Nichterpressbarkeit.

Franco Walther schrieb am 25.08.2011 13:51 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Carsten Becker

Hallo Herr,

sind die ersten beiden Sätze Ihr Ernst? Sie haben diesen Punkt vollkommen missverstanden. 12 Musikwerke wurden in das Musterverfahren gegen YT eingebracht. Laienhaft ausgedrückt, als Beispiel für die Gesamtheit.

Der Eintritt in die GEMA ist freiwillig. Niemand wird gezwungen der GEMA beizutreten.

Das ist nicht böse gemeint, aber bitte informieren Sie sich über die GEMA, bevor Sie hanebüchene Behauptungen aufstellen. Das macht eine sinnvolle Diskussion sehr schwer.

MfG

Franco Walther

bernd schrieb am 24.08.2011 21:34 Uhr
Gravatar: bernd

Zensur durch nichtveröffentlichung?

Ist das Zensur oder warum wurde mein zweiter Beitrag immernoch nicht freigeschaltet?

Franco Walther schrieb am 25.08.2011 14:07 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@bernd

Nö, ist keine Zensur. Bei der Flut von Kommentaren ist er vielleicht versehentlich durchgerutcht. Unter welchem Benutzernamen haben Sie ihn gepostet. Ich schaue gern noch einmal nach.

MfG

Franco Walther

pafi schrieb am 25.08.2011 01:46 Uhr
Gravatar: pafi

GEMA -- Monopol?

Die Frage, die mich als absoluter Laie beschäftigt ist: Warum gibt es in Deutschland nur als Monopol die "eine GEMA" und nicht mehrere Verwertungsgesellschaften, sodass jeder Urheber von Werken selbst entscheiden kann, wer seine Nutzungsrechte vertritt und zu welchen Vertargsbedingungen! Konkurenz belebt praktisch das Geschäft, fördert wirtschaftliches Arbeiten (höhere Ausschüttungsquote!!!), Vertragsfreiheit. WEnn man die Wahl hat wechsel ich ja auch zu Abeitgeber B, wenn Arbeitgeber A ncht meine Arebitsbedingungen erfüllt. Von der Struktur her müsste lediglich eine staatliche Institution geschaffen werden, der die zentale Verwaltung und Verteilung an die "Subunternemer" sprich Verwaltungsgesellscahften übernimmt. Ich denke, das ist ein politscihes / verfassungsrechtliches Problem, was mal angegange werden muss.

Peter Hempel schrieb am 25.08.2011 14:43 Uhr
Gravatar: Peter Hempel

AW: GEMA -- Monopol

Hallo pafi,

korrekt, die GEMA hat derzeit eine Monopolstellung in Deutschland. Dies ist jedoch keinesfalls gesetzlich gefordert - ganz im Gegenteil:
Im Urheberrechtswahrnehmungsgesetz ist eindeutig erlaubt, Verwertungsgesellschaften zu gründen. Die bürokratischen Hürden dafür sind überraschend gering. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Gesetz selbst:

https://www.gema.de/fileadmin/user_upload/Presse/Publikationen/Jahrbuch/Jahrbuch_aktuell/Urheberrechtswahrnehmungsgesetz.pdf

Auch die von Ihnen angesprochene staatliche Organisation existiert bereits: das Patentamt ist unsere Aufsichtsbehörde und wäre somit auch für eine konkurrierende VG die Kontrollinstanz. Dorthin müsste auch der Gründungsantrag eingereicht werden.

Beste Grüße, Peter Hempel

Peter Jahn schrieb am 25.08.2011 10:34 Uhr
Gravatar: Peter Jahn

ich brauche keine Anonymus Zensurbehörde

Tja, bis vor einiger Zeit konnte man mit Anonymus noch gewisse Sympathien verbinden, aber das Aufschwingen zu einer eigenen Zensurbehörde, mit Vorschriften welche Seiten für User gut und welche nicht gut sind ist lächerlich. (siehe angekündigte Attacke auf Facebook im November). Auch hilft es sicherlich in dem zu Grunde liegenden Streitfall nicht weiter. Die GEMA macht das ja nicht aus Boshaftigkeit sondern sie ist ein Vertreter für einen Großteil aller Kreativen im Musikbereich(GEMA-Mitglieder). Aber bei Plagiaten eines Hr. Guttenberg regen sich alle auf, oder wie? Warum darf das nicht auch für Komponisten, Texter und Verleger gelten. Es gibt ja auch ähnliche Leistungsgesellschaften für Autoren, Schauspieler etc., da schreit keiner wegen Kosten, oder zählen Bücher hier für viele nicht als Kulturgut?. Wie so oft mit zweierlei Maß gemessen.

Gary Allan schrieb am 25.08.2011 10:45 Uhr
Gravatar: Gary Allan

völlig indiskutabel

Diesen Angriff kann ich in keinster Weise gut heißen. Ich persönlich bin froh das es solch eine Institution wie die GEMA gibt. Man kann es halt nicht jedem Recht machen. Viele Kommentare hier finde ich einfach respektlos und absolut unpassend. Liebe GEMA solche Kommentare einfach ignorieren.

LG
G.A.

Gary Allan schrieb am 25.08.2011 12:41 Uhr
Gravatar: Gary Allan

Unglaublich...!!!

Ich kann einfach nicht glauben wie dumm, gehässig und uninformiert hier die meisten Blogeinträge sind. Da wird eine strafbare Handlung hochgejubelt. Völlig irre Vergleiche gezogen. Die meisten hier sind völlig uninformiert über den Sinn und die Aufgaben der GEMA. Die meisten sind nicht einmal selber Autoren. Aber sich beschweren weil sie einige youtube Videos nicht ansehen können. Der Grund ist diesen Herrschaften völlig egal. Und Schuld an dieser Misere hat natürlich nur die GEMA. Warum es im Ausland klappt? Vielleicht weil der Urheberschutz im Ausland nicht annähernd so gut ist wie bei uns. Vielleicht weil Google einen besonderen Deal rausholen konnte. Was weiß ich. Ich weiß nur das ich ein kleiner, noch unbedeutender Komponist bin der froh ist das es sowas wie die GEMA gibt. Niemand wird zur Mitgliedschaft gezwungen. Sicher gibt es Dinge bei der GEMA die man überdenken sollte. Nichts aber auch gar nichts rechtfertigt die Handlung dieser Hacker. Und das Argument, selbst Schuld zu sein weil Server und dergleichen veraltet sind spiegelt für mich die Moralvorstellung dieser Gesellschaft wieder. Wenn ich mein Auto nicht abschließe und es geklaut wird habe ich Schuld. Man...man...Wir stehen am Abgrund und morgen sind wir einen Schritt weiter.

Nino schrieb am 25.08.2011 15:37 Uhr
Gravatar: Nino

Naja..

Also dass die Admins selber schuld daran sind ist ja wohl eindeutig. Um bei Deinem Beispiel zu bleiben, wenn Dir das Auto geklaut wird weil du es nicht abgesperrt hat wird dir keine Kasko der Welt das Geld geben. Ein Aufruf zum Selbstschutz sozusagen. Und wenn Du hier registriert bist, wird es dich sicher nicht erfreuen wenn deine Daten nun frei verfügbar sind. Die Verpflichtung die Systeme zu schützen ist also allein schon für den Schutz der Kunden oberste Pflicht. Was den rest angeht amüsiert es mich zu sehen was passiert wenn Parteien nicht vernünftig miteinander reden...

Gary Allan schrieb am 25.08.2011 17:14 Uhr
Gravatar: Gary Allan

Du hast nichts begriffen

@nino Sorry, du hast meinen Post nicht richtig gelesen. Ich finde es unglaublich das es überhaupt notwendig ist extreme Sicherheitsvorkehrungen treffen zu müssen weil es Leute gibt die sich fremdes Eigentum aneignen wollen. Das müsstest selbst du verstehen können. Oder gehörst du auch zu denen die das eher lasch sehen?

Nino schrieb am 25.08.2011 17:55 Uhr
Gravatar: Nino

@gary allan

ich habe schon verstanden dass du dich nicht wohl dabei fühlst dass die welt so ist wie sie ist, sprich ich muss mich um den schutz meines eigentums kümmern. witzig ist, daß du einerseits es gut findest das die gema deine rechte schützt und dich vor dem diebstahl deines eigentums bewahrt andererseits du es für moralisch verwerflich o.ä. findest weil ich das gleiche für it systeme fordere? klar ist es traurig das es erforderlich ist. deine überschrift halte ich glattweg für unverschämt und pauschalisierend womit du in dem groß der kommentare eintauchen würdest.

HR schrieb am 25.08.2011 13:53 Uhr
Gravatar: HR

Monopol auf Sand gebaut

Es folgt ein kleiner Auszug aus meiner Seminararbeit zur Auswirkung der GEMA auf die deutsche Musikindustrie. Stimmungsbild der Akteure: Die politische Brisanz dieses Themas (der Petition) kann man sich leicht vor Augen führen, wenn man weiß, dass bis zum 17.07.2009 über 106.000 Mitzeichner die Änderung der Arbeitspraxis des Vereins aktiv und offiziell verlangten, welcher nur rund 65.000 Mitglieder vertritt. Die größten Teilmengen jener Mitzeichner dürften Kleinveranstalter und SPLI-Künstler (Semi-Professionals-with-Low-Income) sein. Dies spiegelt die tatsächlich vorherrschende Unzufriedenheit dieser Grundsteine der Weiterentwicklung der deutschen Musikkultur wieder. Dieses zahlenmäßige Missverhältnis der Interessen sowie die vorangegangenen Ausführungen beweisen die eingangs erwähnte These, dass die Interessen vieler Musikschaffenden durch die GEMA in ihrer derzeitigen Form eher behindert als gefördert werden. Mit freundlichen Grüßen, ein langjähriges Mitglied, welches seine GEMA-Kündigungsfrist von ca. 2 Jahren nicht verstehen kann.

Peter Hempel schrieb am 25.08.2011 16:19 Uhr
Gravatar: Peter Hempel

AW: Monopol auf Sand gebaut

Hallo HR,

wir haben bereits mehrfach zu den Vorwürfen der Petitionen Stellung genommen. Sie führen Kritikpunkte von 2009 gegen uns an, die 2009 durchaus ihre Berechtigung gehabt haben mögen. Seitdem ist viel passiert: Kleinveranstaltern kommen die neuen Tarife für Livemusik entgegen, die Delegiertenzahlen wurden auf der zurückliegenden Mitgliederversammlung erhöht etc. Diese Verbesserungen sind in einem Verein wie der GEMA ein längerer Prozess. Aber wir nehmen Kritik ernst.

Mit freundlichen Grüßen, Peter Hempel

Nino schrieb am 25.08.2011 15:29 Uhr
Gravatar: Nino

§19?

Wenn ihr die Tarife für Webradio/Onlinepräsenz gem. Eurem Onlinerechner angesetzt habt, wundert mich nicht mehr dass das so eskaliert ist.

James G.T. Ravencry schrieb am 25.08.2011 16:18 Uhr
Gravatar: James G.T. Ravencry

Ernsthaft?!

Ich bin selber "Künstler" genaugenommen Sänger einer Melodic Death Metal band aus dem großraum Stuttgart. Wir (also ich + band) haben NIE verstanden warum ein künstler dagegen sein sollte seine Vidos und songs auf bestimmten plattformen anzubieten. es gibt KEINE ich wiederhole KEINE bessere Werbung für eigene konzerte etc. der hauptgewinn entsteht sowieso nicht durch die scheiben sondern durch die konzerte der künstler. Also, keinerlei mitleid mit der Gema und Good Job anon.

Franco Walther schrieb am 25.08.2011 17:15 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@James G.T. Ravencry

Hallo Herr Ravencry,

warum ein Künstler dagegen sein sollte? Ganz einfach, weil die GEMA keine Interpreten vertritt, sondern Urheber, die in der Regel nicht selbst auf der Bühne stehen. Diese haben nichts von Werbung, Konzerten, T-Shirt-Verkäufen etc. Die Unterscheidung zwischen Interpreten und Urhebern ist sehr wichtig.

Außerdem sollen und dürfen die Videos auf Plattformen wie YT laufen. Allerdings nur bei einer angemessenen Vergütung der Schöpfer des gezeigten geistigen Eigentums.

MfG

Franco Walther

Ingo schrieb am 25.08.2011 17:32 Uhr
Gravatar: Ingo

Wer ist der Urheber?

Hallo James! Die Frage ist doch, wer hat die Musik komponiert und getextet. Was leider viele vergessen: Die GEMA vertritt die Rechte der Musikurheber. Werden alle Titel von Bandmitgliedern geschrieben? Sind die überhaupt Mitglied bei der GEMA? Last but not least: Ich weiß zwar nicht, wer nun die Sperrungen wirklich veranlasst hat. Aber so ganz kategorisch würde ich die Möglichkeit nicht, dass es genau so sein könnte, wie Herr Franco Walther es hier beschreibt. Überraschen würde es mich nicht, wenn Google, als Eigentümer von YT, mit solchen Mitteln kämpft, um die deutschen User gegen die GEMA aufzubringen. Bliebe für eure Band nur, sich eine andere Plattform zu suchen (YT ist ja durchaus nicht die einzige). Gruß, Ingo

James G.T. Ravencry schrieb am 26.08.2011 01:22 Uhr
Gravatar: James G.T. Ravencry

Um das klarzustellen.

Ich weiss ja nicht wie das bei ihnen aussieht, aber ich finde Bands die unfähig sind ihre leider selbst zu komponieren und texten extrem erbärmlich. wie kann man sich musiker nennen wenn man nichtmal selber in der Lage ist ein lied zu schreiben. Ich bin also künstler UND urheber, wie das ein guter künstler sein sollte.

Franco Walther schrieb am 26.08.2011 10:07 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@James G.T. Ravencry

Hallo,

daran habe ich nie gezweifelt und finde es auch gut. Trotzdem gibt es viele hervorragende Komponisten, die gar kein Interesse daran haben, live aufzutreten.

Ein anderer Bereich, den Sie anscheinend außer acht lassen, ist die E-Musik. Denken sie nur mal an die Komponisten, die Opern etc. schreiben.

MfG

Franco Walther

Joon Wolfsberg schrieb am 26.08.2011 13:21 Uhr
Gravatar: Joon Wolfsberg

@Franco

Das lustige ist aber, dass jeder noch so kleine Komponist/Urheber/Texter (egal welcher Musikrichtung)..der NICHT LIVE und selber auftritt...den KÜNSTLER BRAUCHT!!!! Beide sitzen im selben Boot. Und viele Musikstücke, wären niemals so populär geworden, wenn nicht charismatische Musiker die Stücke vorgetragen hätten. Der eine, wäre ohne den anderen nichts. Deswegen ist es nicht fair, wenn jetzt Komponisten/Urheber/Texter rumjammern, dass sie der "böse Künstler" immer von allem (in diesem Fall von der PROMO durch YOUTUBE) profitiert. Gehts dem Künstler finanziell gut, dann gehts auch dem Urheber gut. Insofern profitieren auch die Urheber IMMER von der Popularität und vom Erfolg der vortragenden Künstler.

Franco Walther schrieb am 26.08.2011 15:43 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Joon

Hallo Joon, entschuldigen Sie, aber Ihre Interpretation ist etwas bizarr. Es gibt keinen Grund, warum sich Urheber und Interpreten nicht mögen sollten. Außerdem: Sie wissen schon, dass die Major-Labels, die viele Künstler unter Vertrag haben, einen Deal mit YT haben und wir sehr froh wären, wenn wir den gleichen Deal abschließen könnten. MfG Franco Walther

Ingo schrieb am 25.08.2011 17:13 Uhr
Gravatar: Ingo

Die GEMA im 21. Jahrhundert?

Auch wenn das Hauptthema des Blogs die Anonymous-Attacke auf den GEMA-Webserver ist, möchte ich doch noch einmal das Thema der Kritikpunkte an der GEMA-Politik ansprechen. Eines vorweg: Prinzipiell finde ich eine Organisation wie die GEMA durchaus sinnvoll, gerade weil Musikurheber sonst gegen Datenkraken wie Google nicht den Hauch einer Chance haben. Doch nicht nur das "ob", auch das "wie" ist entscheidend. Das betrifft die GEMA ebenso wie den Gesetzgeber. Die Mitgliedschaft sei freiwillig - richtig, formal ist sie das. Praktisch jedoch nicht. Ohne GEMA-Mitgliedschaft werden Urheber (die, nebenbei, für mich auch Künstler sind. Nicht selten verdienen sie es sogar mehr als der Interpret, Künstler genannt zu werden) stark benachteiligt. Damit meine ich nicht einmal den größeren Aufwand beim Eintreiben der Vergütung. Es gibt vielmehr auch juristische Hürden, angefangen von Vergütungsarten, die explizit nur durch Verwertungsgesellschaften wahrgenommen werden können, bis hin zur "GEMA-Vermutung", die Gema-freien Urhebern dennoch erhebliche Schwierigkeiten bereitet. Stichwort GEMA-Vermutung: Laut einem Heise.de-Artikel, den ich ggf. noch einmal raussuchen könnte, hat die GEMA z.B. erklärt, das VG-frei-Zertifikat von Jamendo nicht anerkennen zu wollen. D.h., wer gemafreie Werke von Jamendo nutzen will, der muss dennoch, trotz kostenpflichtig erworbener kommerzieller Lizenz, sich immer noch von der GEMA deren Nichtzuständigkeit für diese Stücke bestätigen lassen. Dies widerspricht ganz klar dem Grundsatz, dass derjenige, der Ansprüche geltend machen will, diese auch zu belegen hat. Stichwort Berechtigungsvertrag: Ein Kritikpunkt, der, neben vielen anderen, seinen Weg sogar in die Wikipedia gefunden hat [1], ist die Exklusivität: Jeder, der sich der GEMA anschließt, verpflichtet sich, sämtliche Werke über die GEMA verwerten zu lassen (im Rahmen der im Vertrag aufgelisteten übertragenen Rechte). Die Möglichkeit der Auswahl, welche Werke der GEMA anvertraut und welche auf eigene Faust verwertet oder z.B. unter einer CC-Lizenz veröffentlicht werden, wird nicht zugelassen. [1] http://de.wikipedia.org/wiki/GEMA#Kritik_an_der_GEMA Früher mag dies noch durch den hohen Aufwand erklärbar gewesen sein, aber heute ist dies ein Anachronismus, zumal andere Organisationen ähnlich komplexe oder komplexere individuelle Vorlieben problemlos managen können (etwa Jamendo, aber auch Wikimedia, arXiv, Google, Facebook und viele andere mehr). Warum gestattet die GEMA ihren Mitgliedern diese Wahl nicht? Warum wird der Urheber gezwungen, drastisch formuliert, seine "musikalische Seele" zu verkaufen? Diese und viele andere Punkte lassen Zweifel entstehen, ob die GEMA bereits im 21. Jahrhundert, das nun bereits gut zehn Jahre währt, angekommen ist. Ich würde mich freuen, wenn einer der GEMA-Repräsentanten auf besonders diese beiden Punkte einmal näher eingehen würde. Mit freundlichen Grüßen, Ingo

Peter Hempel schrieb am 26.08.2011 13:45 Uhr
Gravatar: Peter Hempel

AW: Die GEMA im 21. Jahrhundert?

Hallo Ingo,

ich werde versuchen auf möglichst viele Kritikpunkte kurz einzugehen:

-GEMA-Vermutung: diese Beweislastumkehr ist einzigartig in Deutschland und wurde aus vielen Gründen in mehreren Prozessen gerichtlich bestätigt. Sie ist also legal und beruht unter anderem auf unseren Gegenseitigkeitsverträgen mit fast allen ausländischen Verwertungsgesellschaften, durch die wir hier in Deutschland fast das gesamte Weltrepertoire vertreten. Daher ist es legitim, dass wir bei einer öffentlichen Veranstaltung davon ausgehen, dass von uns vertretenes Repertoire aufgeführt wird.

-Berechtigungsvertrag: der Verwaltungsaufwand würde astronomisch. Es gibt ja nicht nur immer ein Werk sondern oftmals auch noch verschiedenste Varianten und Bearbeitungen. Zudem werden entgegen Ihrer Meinung Nutzungsmeldungen etc. immer noch größtenteils in Papierform oder per Fax bei uns eingereicht und müssen händisch bearbeitet werden. Wenn man nun noch selektiv ganz bestimmte Werke, also Versionen eines Musikstücks, von der Verwertung ausklammern könnte, würde vor lauter Verwaltungsaufwand nichts mehr von den Einnahmen der GEMA beim Urheber ankommen.

Ich zumindest kenne keine Gesellschaft, die mit einem "Budget" von ~145 Millionen Euro jährlich die Verwaltung von rund 5 Millionen Werken, 64.000 Mitgliedern, mehreren Millionen Kunden mit völlig unterschiedlichen (Dienstleistungs-)Interessen (von der kleinen Eckkneipe bis zu international agierenden Anbietern wie iTunes, von der Ballettschule bis zur O2-Arena) und ebenso mehreren Millionen individuellen Nutzungsmeldungen bestreitet. Zudem darf man bei diesem Verwaltungsaufwand auch zeitintensive Vorgänge wie bspw. die Werkeinstufung für eine möglichst gerechte Ausschüttung nicht vergessen.

G E schrieb am 25.08.2011 17:19 Uhr
Gravatar: G E

Gema...

Es ist schön das es ein Unternehmen gibt, welches die Rechte von Urhebern schützt keine Frage. Plattenfirmen müssen sehen, dass sie Einnahmen einfahren, Musiker ebenfalls. So bedarf es einer Instanz die das für die Künstler wahrnimmt sprich die Gema. So weit so gut. ABER Ihr von der Gema könnt doch nicht ernsthaft verlagen pro Aufruf bei Youtube 1 Cent abzuführen! Eine kleine Rechnung: ein älteres Lied von 1999 hat mehr 13.500.000 Aufrufe. Wäre dieser Künstler bei der Gema dann müsste Google insgesamt 135.000€ nur wegen einem Lied abführen. Bei einer so großen Auswahl wie Youtube wären das schnell mal zwei/drei stellige Millionenbeträge die nur über eine zusätzliche Einblendung von Werbung refinanziert werden könnte (mehr als es bis jetzt der Fall ist). Das würde aber die Attraktivität von Youtube schmälern und es würden sich weniger Leute die Videos angucken bzw. Lieder anhören und GEMA und Google/Youtube verlieren. Ihr von der Gema habt die große Chance erheblich euer Image zu polieren wenn ihr darauf verzichten würdet und habt so auch erhöhte Einnahmen da mehr an die Gema als jetzt abgeführt werden würde (als fixer Betrag von Google) So sorgt ihr immer weiter dafür, dass euer Ruf immer schlechter wird. Selbst von einigen Künstlern hab ich nicht viel positives von der GEMA gehört, bzw. auf diesem Blog hab ich zum ersten Mal etwas positives von euch gehört. Meint ihr nicht, es wäre mal an der Zeit euer Image ein wenig aufzubessern? Auch wenn ihr für Künstler arbeitet, kann es sich nur lohnen einen guten Ruf auch bei den Konsumenten zu haben und den habt ihr nicht.

John schrieb am 25.08.2011 19:47 Uhr
Gravatar: John

Noch mehr

Es ist definitiv noch mehr als der Betrag PRO LIED. Es ist der Prei/Video/Aufruf. Das Selbe Lied in einem Anderen Vid, und es kommt noch mehr dazu pro Lied!

Anonymous schrieb am 25.08.2011 19:30 Uhr
Gravatar: Anonymous

Musik ist für alle da

Musik ist Kunst, und gehört dem Volk. Diese ganzen Copyright und Urhebergesetze halte ich persönlich für einen Riesenschwachsinn. Die Künstler werden genauso abgezockt, wie die Konsumenten. Ist es nicht so dass der Künstler nur 13% von dem CD-Verkauf bekommt? Ein Künstler sollte sich daran erfreuen, seine Musik mit anderen Menschen zu teilen, und sie nicht in Grund und Boden verklagen. Die gesamte Musikindustrie ist nichts weiter als eine Riesenabzocke und Geldmacherei, und hat rein gar nichts mehr mit Kunst zu tun. Warum stellt man Musik nicht für jeden frei zu Verfügung? Warum lässt man den Menschen nicht die Wahl, ob sie für die Musik bezahlen möchten oder nicht? Ich würde sehr gern für Musik bezahlen, wenn ich dabei die Künstler unterstützen könnte. Wenn ich aber daran denke, dass gerade mal 13% von meinem Geld den Künstler erreichen, und der Rest sonstwo landet, lad ich sie mir lieber gratis runter. Ich will die GEMA nicht schlecht machen. Es ist nicht ihre Schuld, dass das gesamte System so verkorkst ist. Dennoch ist sie genauso überflüssig, wie die Copyrightgesetze. Es ist mir klar, dass ohne diese Gesetze es viel weniger Künstler gäbe. Ich frage Sie aber: wäre es denn so schlimm? Heutzutage meint jeder talentlose Clown mit Musik Geld verdienen zu wollen. Ohne die Urhebergesetze, würden nur diejenigen Musik machen, deren Leidenschaft und Talent eben Musik ist. Wahre Künstler.

Lars J. Lange schrieb am 26.08.2011 10:14 Uhr
Gravatar: Lars J. Lange

Musik ist für alle da - aber wer macht sie...?

Tut mir leid, aber vielleicht können Sie mir vielleicht mal zwei Dinge erklären: 1. Warum soll Ihres Erachtens Musik frei und kostenlos sein, Literatur, Bildende Kunst, Filmkunst etc. aber nicht? 2. Wovon sollen denn die Künstler (und zwar bei Ihrem idealistischen Ansatz sowohl Interpreten als auch Urheber) leben? Von Luft, Liebe und ihrer herrlichen Musik...?

Ein_Bundesbürger schrieb am 26.08.2011 11:45 Uhr
Gravatar: Ein_Bundesbürger

Toller Beitrag

Also diese Idee finde ich richtig toll. Aus diesem Blickwinkel habe ich die Sache noch gar nicht betrachtet. Und wie heißt es oft so schön "weniger ist oft mehr". Die Qualität würde steigen und die ganze Szene überschaubarer werden. Klar der ganze aufgeblasene Overhead, der völlig ohne eigene Wertschöpfung, sein Geld auf dem Weg vom Komponisten -> Interpreten bis zum Konsumenten abgreift, wäre dann wohl größtenteils überflüssig. Logisch auch, das massenweise über den Bedarf hinaus produzierte Mainstream-Ware im Preisverfall endet. Weniger ist Mehr - finde ich toll. Das hat Charm...

Anonymous schrieb am 26.08.2011 13:20 Uhr
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@Lars J. Lange

1. Nein, nicht nur die Musik sollte frei und kostenlos sein, sondern auch Literatur, Bildende Kunst, Filmkunst etc. Es sind alles Kulturgüter. Ich habe in meinem Kommentar nur die Musik angesprochen, weil es hier das Hauptthema war. 2. Musik gibt es schon so lange wie es die Menschen gibt. Seit tausenden von Jahren machen die Menschen Musik. Wie lange gibt es denn die Urhebergesetze? Ich weiß es nicht, aber ich schätze mal so 100 Jahre? Davor haben die Künstler und die Musik doch auch überlebt, nicht wahr? Stellen sie sich folgende Situation vor. Die Menschen im Mittelalter haben gerade ein Dorffest. Sie spielen Musik und singen Lieder. Plötzlich kommt ein Geldeintreiber, und verlangt von den Menschen eine hohe Geldgebühr, weil sie illegallerweise Musik machen, ohne dafür zu bezahlen. Hört sich lächerlich an, nicht wahr?

Joon Wolfsberg schrieb am 26.08.2011 12:14 Uhr
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Youtube wegdenken

Was wäre denn, wenn es YOUTUBE nicht gäbe? Wer würde dann als Sündenbock für die veränderte Musikkultur hinhalten müssen? Die Forderung, dass YOUTUBE die Urheber an ihren Umsätzen beteiligen soll, ist doch der Beste Beweis dafür, dass sich die Musikkultur und damit die Einnahmequellen vollkommen verändert haben. Da wird gejammert, dass YOUTUBE in anderen Ländern nur minimale Ausschüttungen vornimmt. Und? Stellt euch doch mal vor, es hätte niemals YOUTUBE gegeben! Wie sähe es dann mit den Einnahmen aus? NULL!!!!NIX!!! NIENTE!!! Das ist doch die eigentliche Wahrheit. Oder? Also entspannt euch, und seht YOUTUBE als "Bonus" an, der egal wie hoch er ist, immer noch besser ist, als wenn es diesen "Zusatz-Einnahme-Bonus" nicht gebe... Oder setzt YOUTUBE solange unter Druck (am besten weltweit) und wartet ab, bis YOUTUBE so wie viele andere Web 2.0 Unternehmen im digitalen Nirvana verschwindet, weil YOUTUBE durch zuviele unkalkuliebare Kosten in die Knie gezwungen wurde. Das Geschrei von vielen, möchte ich dann aber nicht mehr hören :o) JOON WOLFSBERG (die auch Urheber , aber ganz realistisch ist...)

anonymous schrieb am 26.08.2011 12:23 Uhr
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Bestimmt gefährliches Halbwissen oder?

Geld lässt sich verdienen durch Verkäufe und Touren, aber abspielen von Musik? Absurde Vorstellung so etwas gerecht zu managen. Aber lasst mich raten ... gefährliches Halbwissen oder xD?

Mart_n schrieb am 26.08.2011 14:24 Uhr
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Werbeeinnahmen

Ich habe auf meiner Internetseite/kleines Blog beschlossen nur noch Musik mit CC-Lizenz zu spielen. Schon allein, weil man sonst immer mit einer Privatinsolvenz rechnen muss, falls da jemand anfängt zu klagen. Werbeeinnahmen habe ich zur Zeit ca. 5 €/Monat. D.h. ich kann einem Musiker im Monat eine Spende von 5 € machen. Das ist natürlich wenig, aber die wenigen freuen sich trotzdem. Technisch baue ich demnächst, diese Flattr Spendenknöpfe ein. Dadurch können Surfer Minibeträge z.B. 5 Cent Spenden. Momentan funktioniert das noch nicht. Weil insgesamt zu wenig Musik bei mir vorhanden ist und die Leute diese Minibeträge nicht noch nicht verstehen. Jedenfalls könnte ich auch diese Beträge an die Musiker weitergeben. Insgesamt gehe ich davon aus, dass sich die CC Lizenz durchsetzen wird. Der Flattrspendenknopf hat den großen Vorteil, dass der Musiker genau sehen kann, wie viele Leute gespendet haben. Technisch machbar wäre, dass Musiker ihre eigene Nummer bekommen und dann egal von welchem Blog in dem sie eingebunden werden, Beträge erhalten können. Dh. die Werbefläche guter Musiker dürfte sich bald enorm erhöhen. Ich sage mal, das ist so eine Art Glasnost in der Künstler und Urheberverwertung. Und ich denke die Feinheiten müssen die Urheber und die Interpreten selber ausmachen. Eine Institution kann nicht gerecht beide Seite gleichzeitig vertreten. Da kenne ich mich aber nicht mit aus. Im Gegensatz zu den Webseiten ist die Gema ja nur eine Art Abrechnungsinstitut. Sie tut ja nichts für die Verbreitung und Bekanntmachung der Musiker. Für meine Webseite hätte ich (laut meiner Info vor 2 Jahren) ca. 20 € und mehr im Monat für ein Webradio zahlen müssen. Das wäre natürlich viel zu teuer. Wenn man alle Blogs und Webseiten als Werbefläche zusammenrechnet, dann ist das Phänomenal. Allein wegen dieser Größe und den darin steckenden Möglichkeiten, wird die Gema bald eine Randerscheinung sein. Und schließlich aus einem anderen Grund wird die Gema bald nicht mehr mithalten können. Sie bezieht sich auf Deutschland. Aber der Nutzer kann Ukrainische Musik, Brasilianische Finnische usw mit Minisummen unterstützen und das in allen Ländern. So gesehen ist das hier schon eine sehr veraltete Streiterei. Und die Leute die oben schreiben und schimpfen, warum denn alles umsonst sein soll, den muss ich sagen, dass sie jederzeit bei YT einen Copyright verletzungsanspruch stellen können durch nur einen Klick. Es wird niemand gezwungen, sein Video zu zeigen.

SaschaP schrieb am 26.08.2011 15:33 Uhr
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An Mr. Lange

@Lange: Schreiben Sie ihre Arrangements ohne Auftrag? (liest sich zumindest anders nach ihrer Homepage, und ja, es sind meist Arrangements, viel wirklich eigenes haben sie noch nicht komponiert in 16 Jahren "Schaffen": http://www.lars-j-lange.de/schaffen.htm Ich hoffe sie haben da auch immer korrekt alles angegeben bei der GEMA damit die Gelder für ihre Konzerte auch bei den richtigen Urhebern landen.

Lars J. Lange schrieb am 26.08.2011 17:20 Uhr
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An SaschaP

1. Was hat diese persönliche Stichelei mit dem Thema zu tun? 2. Das geht Sie gar nichts an - seien Sie trotzdem versichert, dass alle Werke, die entsprechende Verwertung erfahren, auch korrekt gemeldet sind.

SVM schrieb am 26.08.2011 15:56 Uhr
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Urheberrecht

Mein Fazit aus allem was ich hier lese und vorher schon selbst erfahren bzw. mitbekommen habe: ein gerecht eingesetztes Urheberrecht ist illusorisch und nicht machbar, man sollte es abschaffen oder zumindest sämtliche Gebühren für sämtliche kulturelle Vorgänge streichen, dazu zählt auch die Gema!

SaschaP schrieb am 26.08.2011 15:57 Uhr
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@Walther

Haben sie (mein Gmail meldete es mir, das informiert mich ja über neue Kommentare) geschrieben, die GEMA würde kulturelle Vielfalt fördern? Ist das hier ein Satire-Blog? Sorry, aber wie kann es kulturelle Vielfalt fördern, wenn jeder der auch nur einen Podcast machen will gleich mal Geld abdrücken darf oder ihnen bestätigen muss, dass er nur CC-Musik im Podcast verwendet? Wie fördert es kulturelle Vielfalt, wenn 10% der Musiker 70% der Einnahmen kriegen und über 120 Mio euro nicht einmal an die Künstler gehen, sondern in der Verwaltung versacken? Wie fördert es Vielfalt, wenn die Vorsitzenden des Vereins (meist Mainstream-Komponisten wie Christian Bruhn (guter Komponist, einer der wenigen der es geschafft hat passende Musik für Animes zu schreiben)) Mio. kriegen? Wie kann es Vielfalt fördern, wenn ihr von freien Radios und Webradios Geld nehmt, die sehr viel unterschiedliche Interpreten spielen, vor allem unbekannte, aber das eingenommene Geld dann zu 70% an die Mainstreamkünstler auszahlt? Wie kann es Vielfalt fördern, kleine Dorfdiscotheken und Live-Clubs mit Abmahnungen kaputtzumachen, bis die Künstlern keine Möglichkeit des Spielens mehr bieten? Eure Kollegen von der AKM sind sogar so weit gegangen, dass sie die cba.fro.at abgemahnt haben, weswegen man als Radiomacher jetzt seine bereits abgesendeten Sendungen nicht mehr den Hörern zum Nachhören zur Verfügung stellen darf, während ihr bei den großen Radios nicht so genau hinschaut, ob die auch alles korrekt anmelden. Die GEMA KÖNNTE Vielfalt fördern. Aber nicht so wie ihr euch gebahrt! Und mit euren PR-Floskeln lassen sich die User hier auch nicht abspeisen, tut mir leid.

Franco Walther schrieb am 26.08.2011 16:11 Uhr
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@SaschaP

Hallo Sascha,

der Artikel erklärt es ganz gut.

http://kulturstimmen.de/2011/08/verwertungsgesellschaften-%E2%80%93-unverzichtbar-fur-die-kulturelle-vielfalt-%E2%80%A2-von-olaf-zimmermann/

MfG

Franco Walther

G E schrieb am 26.08.2011 23:43 Uhr
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Bitte?

Ich finde es ja nett, dass ihr von der GEMA doch so bemüht seid, aber der Artikel den sie Franco Walther hier verlinkt haben ist doch ein schlechter Scherz oder? Na klar fördert es die kulturelle Vielfalt wenn man die Förderung von Schrott als Kultur bezeichnen mag. Ich nenn mal ein paar Beispiele: Daniel Küblböck, Heidi Klum etc. Egal wen man fragt, die Musik wird schlechter! Denn es gibt immer mehr Mainstreamgedöhns was alles gleich klingt, kaum noch ertragbar ist und doch in regelmäßiger Wiederholung gesendet wird. Klar ist das Geschmack aber die Gleichschaltung der Musik hat in den 90 Jahren mit dem Eurodance angefangen und findet im Pop der letzten Jahre den Höhepunkt. Und dann besitzt ihr noch die Dreistigkeit von Kultureller Förderung sprechen? Ihr fördert nur damit, dass irgendwelche B Künstler ohne viel Talent möglichst viel Geld mit ihrer schlechten Musik machen. Wie schon in meinem früheren Beitrag stellt ihr dabei viel zu hohe Kosten die (zu RECHT!) Firmen wie Google und Co. nicht zahlen können und werden. Die Liberalisierung des Musikmarkts würde zum Kanibalismus führen natürlich, denn es würden nur noch die Überbleiben, die mit Leidenschaft Musik machen, die sich darüber freuen das ihre Musik gehört wird und die eben nicht möglichst fetten Profit erwirtschaften möchten kurz die besten und ehrlichsten Künstler bleiben über. Und noch zum Thema DRM was doch der "nette" Herr Zimmermann sagt, DRM ist Schrott und wird sich nicht durchsetzen denn so eine Gängelung machen die meisten Kunden nicht mit. Ich habe keine DRM geschützte Musik und wenn es nur noch solche geben sollte dann höre ich nur noch freie Musik (CC) oder mach eben selbst welche. Bloß viele Menschen werden einen Weg finden auch solche Sperren zu umgehen denn es gibt bis heute keinen Film, kein Spiel, kein Programm und kein Musikstück was von lästigen (!) Kopierschutzmaßnahmen verhunzt wird...

SaschaP schrieb am 26.08.2011 16:47 Uhr
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Die Seite

geht nicht ;) Nicht einmal die Hauptseite Kulturstimmen.de wird angezeigt, geschweige denn der von ihnen verlinkte Artikel. Ansonsten mal nach Olaf Zimmermann gegoogelt, das ist einer eurer Lobbyisten (was nicht heißen muss, dass er unrecht hat, ich wollte es nur mal klarstellen, ist ja immer gut zu wissen wer für wen arbeitet.)

SaschaP schrieb am 26.08.2011 16:48 Uhr
Gravatar: SaschaP

Komisch,

beim Handy geht sie... beim ff nicht *g*

SaschaP schrieb am 26.08.2011 16:59 Uhr
Gravatar: SaschaP

SaschaP

So, mal die PDF mir angeschaut... kein einziger kritischer Beitrag drin, nicht mal vom Tauss, schon an den Überschriften kann man erkennen dass die Texte des Dossiers das in dem von Ihnen verlinkten Text steht es nur darum geht, gegenüber EU und "Global Playern" zu begründen, wieso man der GEMA und anderen Verwertungsgesellschaften ein Monopol einräumt. Gut ich habs nicht viel anders erwartet, aber als "kritische Stimme" würde ich das nicht bezeichnen.

Daniel schrieb am 26.08.2011 17:58 Uhr
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Keine Anzeichen von Mitleid

Liebes GEMA-Team,

ich verfolge sehr interessiert Anonymous, ihre Ziele und die betroffenen Unternehmen. Im großen und ganzen kann ich mit ruhigem Gewissen sagen, das ich kein Mitleid für die GEMA Empfinde. Im Netz sind diverse Dokumente vorhanden (nicht direkt öffentlich zugänglich) in dem es sich um Schriftstücke über Verhandlungen zwischen GEMA und Youtube handelt. Da die Verhandlungen "Top-Secret" sind, wird sowas nicht direkt öffentlich gestellt. Wenn man mal aber das gesamte Thema betrachtet, dann stell ich fest, dass die GEMA eine genauso nutzlose "Gemeinschaft" ist, wie die GEZ und andere "Unternehmen". Wobei der Begriff Unternehmen nicht richtig ist, da (fast) kein Geld über die Lizenzen an die Künstler abgegeben wird. Ich betrachte den Angriff von Anonymous eher als die Meinungsäußerung der Allgemeinheit und zeigt, dass das Volk die GEMA als Überflüssig betrachtet. Ich würde mich daher freuen, wenn die GEMA entweder bei den Verhandlungen mit Google bzw. Youtube REALISTISCHE Zahlen nennen würde! Auch wenn vielleicht ca. 15% aller User nicht weiß wie man einen Proxyserver nutzt, so können die üblichen 85% die Blockade einfach und in 2 Minuten umgehen. Sie sehen also das der Ausgang dieser Verhandlungen in der Realität keine relevanten Auswirkungen haben.

Ingo schrieb am 26.08.2011 18:48 Uhr
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Re2: Die GEMA im 21. Jahrhundert?

Hallo Herr Hempel, vielen Dank für die Antwort. Leider kann ich Ihnen jedoch nicht in allen Punkten zustimmen. 1. GEMA-Vermutung: Hier muss ich die Rechtsprechung klar verurteilen. Elementare Grundsätze wie Unschuldsvermutung und Beweislast beim Forderung-Steller dürfen nicht einfach aufgrund von Bequemlichkeiten ausgehebelt werden. Eine "Vermutung" der Zugehörigkeit zur Mehrheitsmenge mag in numerischen Algorithmen OK sein, nicht jedoch beim Umgang mit anderen Menschen. Aber das ist, wie gesagt, Kritik an der Rechtsprechung und hier wohl außerhalb des Rahmens. 2. Das mit dem astronomischen Aufwand kann ich Ihnen ohne weitere Details leider nicht abnehmen. Es würde sich lediglich der Eintrag pro Musikstück um eine logische Variable erweitern: Zu der Urheber-Zuweisung (bereits dies erfordert eine eindeutige Identifikation des Stückes UND des Urhebers) käme ein "flag" hinzu, der die Gemapflichtigkeit angibt. Also nur eine einzige logische Variable. Eigentlich bräuchte ein Urheber nur diejenigen Werke anzumelden, deren Gema-Flag den Wert "wahr" hätte, aber alle anzumelden und jeweils "wahr" (von der GEMA wahrzunehmen) und "falsch" (Urheber verwertes es auf eigene Verantwortung) würde sie Sache vereinfachen. In meiner Arbeit (Astronomie/theoretische Physik) arbeite ich andauernd mit Programmen, teils selbst geschrieben, bei denen aufgrund neuer Problemstellungen ein zusätzliches "flag" hinzu kommt. Das ist nervig, aber nicht astronomisch hinsichtlich des Aufwands. Dass die GEMA immer noch auf Papier-Basis arbeitet, überrascht mich. Eine Umstellung auf elektronische Meldeverfahren, oder wenigstens auf solche, die einfach in Datenbanken übertragen werden können, halte ich für unabdingbar. Wie gesagt, andere Organisationen haben damit kein Problem. Im Musikbereich z.B. Jamendo, ferner jede Universität, jedes Meldeamt, und meines Wissens auch die VG Wort, die etwa wissenschaftlich-technische Werke sogar ohne Mitgliedschaft verwaltet. Ja, die Umstellung wäre aufwendig. Aber notwendig, damit die GEMA zukunftsfähig bleibt. Die "alles oder nichts"-Politik der GEMA halte ich auch für ethisch höchst fragwürdig, da sie einem Verkauf der schöpferischen Seele des Urhebers gleich kommt (sorry für diese harten Worte). Freiheit ist gerade heutzutage ein Gut, das man nicht hoch genug schützen kann. Genau das tut die GEMA jedoch nicht. Mit freundlichen Grüßen, Ingo

Tommy Tulip schrieb am 27.08.2011 12:26 Uhr
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Das Thema GEMA ist vielschichtig und nervig!

@Franco Walther: Deinen Job möchte ich nicht machen und ich beneide Dich nicht, mit einer Engelsgeduld gegen die Anfeindungen der GEMA ggü. anzuschreiben. Chapeau! Und guter Stil. Man soll auch mal was Positives sagen. Auf meiner Website habe ich das Thema GEMA auch mehrfach aufgegriffen. Das Kernproblem ist doch: - Die GEMA ist alt. - Popmusik ist jung. - Internet ist hypermodern. Der gesamte Multimediabereich einschl. Plattenindustrie hat die herbesten Verluste seit Menschengedenken erlitten. Nun ist es an der Zeit, dass ein "Ruck durch Deutschland" geht, aber auch und insbesondere durch die "alte Tante" GEMA. Auch bei Livemusik hat die GEMA störende, verhindernde Tendenzen durch Vergütungsregelungen für Kleinlokale, die diese daran hindern, mit der GEMA zu veranstalten. Zu teuer. Praxisfremd. Was Youtube angeht, muss Youtube "transparenter" erklären, was Youtube an den Klicks und der Werbung pro Klick verdient. Und die GEMA kann daran nur einen angemessenen Anteil fordern. Und nicht einen Mondpreis, der in keinem Verhältnis steht. Da fehlt auch mir gute, richtige Information: Ist denn das schon bekannt? Ansonsten wünsche ich der GEMA eine "geistig moralische Erneuerung" und viel guten, positiven Wind und finde die Hackerangriffe nicht richtig. Ich verstehe allerdings die Motivation der Täter.

Franco Walther schrieb am 29.08.2011 15:51 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Tommy Tulip

Hallo Tommy,

bei der GEMA hat sich in den letzten Jahren viel getan. Zugegebenermaßen war das in den Jahrzehnten davor nicht so der Fall. Wir arbeiten aber permanent daran, uns den Gegebenheiten in geeigneter Form anzupassen.

Letztendlich bestimmen unsere Mitglieder den Kurs der GEMA, weshalb es manchmal eine gewisse Zeit dauert, da nur auf Mitgliederversammlungen über entsprechende Anträge abgestimmt werden kann.

MfG

Franco Walther

Ein_Bundesbürger schrieb am 27.08.2011 15:28 Uhr
Gravatar: Ein_Bundesbürger

altes Sprichwort

Wie sagt doch das Sprichwort: "Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach" Man GEMA, nun seht doch endlich ein, dass Euch Google und YT nie mehr bezahlen werden, als für sie selber über die Werbung und nach Abzug der eigenen Kosten übrig bleibt. Ihr würdet doch auch nicht mehr an Eure Klienten ausschütten als Ihr mit ihnen einnehmt oder? Und falls Eure Einnahmen gerade mal den Eigenbedarf decken - sieht bei Euch kein Künstler was. Solange YT nur durch Werbung verdient und die Kunst selber nicht direkt verkauft, um Einnahmen zu generieren, sind ein paar Cent schon mehr als gut gemeint und eher als eine Art Freikauf von nie enden wollenden Diskussionen mit Euch gemeint. So wichtig ist Deutschland und die GEMA nun auch wieder nicht, dass Google, nur um uns mit tollen Videos zu beglücken noch zuzahlt. Und auf Eure ewigen Diskussionen und evtl. langjährige teure Klagen vor dt. Gerichten haben die schon gar keine Bock. Auch auf's Schreiben Eurer endlosen Listen um Eure Bürokratie zu befriedigen nicht. Dafür setzt sich doch dort keiner hin. Wir sollten dankbar sein, dass sie sich die Mühe gemacht haben, die Oberfläche ins Deutsche zu übersetzen. Man GEMA, das sind Technikfreaks und Amerikaner dazu. Die sind daran gewöhnt das es flutscht und neue Technologien 'gemacht' anstatt solange 'zerredet' zu werden bis sie von neuen Technolgie überholt sind. Auf Euren bürokratischen Sch..ß lassen die sich doch gar nicht erst ein. Ihr seit 'n Klotz am Bein, der wichtige Google-Resourcen bindet und der den Fortschritt hämmen will. Den will man mit allen Mitteln wieder los werden. Darin liegt jetzt Eure Chance, wenigstens noch ein paar Cent abzustauben. So als 'Abstandszahlung' sozusagen. Versteht doch die angebliche YT-Propaganda mal so. Die wollten und wollen nix von Euch. Ihr seit von selbst zu denen gegangen und schlimmer noch, ihr wolltet nie wieder gehen. So wie 'n verdammter Blutegel. Wenn ihr nicht einlenkt, dann bleibt Deutschland eben außen vor. Jedes von 'ner dt. IP-Adresse aufgerufene Werk, welches im geringten im Verdacht stehen könnte, Euch wieder sehen zu müssen, wird einfach beblock. Bei YT macht sich doch keiner die Mühe Eure endlosen Listen durchzuackern und nur von Euch vertretene Künstler zu blocken. Dieser Blockade wird umfassender sein und auch unbeteiligte treffen und richtiger Weise einen Hinweis auf Euch enthalten. Deutschland und vor allem die GEMA ist doch nicht der Nabel der Welt oder auch nur des Internets. Begreift das doch mal. Bis ihr von YT Geld seht, gibt's lang wieder 'ne neue Technologie. Und selbst dann erringt ihr vielleicht 3x die verlangten 100 € = 300 €, während Ihr 30 Mio. x 1 Cent = 300.000 € (Bsp.) hättet haben können. Plus geschonte Nerven, ein besseres Image und vor allem weniger Selbskosten für den Prozess und die damit gebundenen eigene Resourcen. Spätestens jetzt und nach der Kindergartenaffäre, würde ich mich, als von Euch vertretener Künster fragen, ob ich bei Euch wirklich in guten Händen bin. Am Ende bekommt Ihr vielleicht sogar Recht von einem dt. Gericht - aber was nützt Euch das? Google wird Euch nie mehr zahlen als sie selbst mit YT in D-Land verdienen können oder auch nur +/- Null ausgehen. Dann schalten die in D-Land ebend ab bzw. blocken den Inhalt. Nun habt Ihr ein tolles Urteil, welches Ihr in Euer Forier hängen könnt. Aber was haben Eure Klienten davon? Mehr Geld...? Eher weniger! Im übrigen habe ich gerade ebend gelernt, das Euere Rumzickerei schon wieder neue Geschäftsfelder erschaffen hat. Bin gerade über ein Angebot im Internet gestolpert wo man sehr bequem alle - auch die in D-Land gesperrten - YT-Videos anschauen kann. Natürlich können die dazu notwendigen Server nicht in D-Land stehen. Und natürlich sieht auch weder D-Land noch die GEMA die für's streaming von Google bezahlten Cent-Beträge. Da verdient eine ausländische VG wo man sich mit Google arrangiert hat - auch mit den Werken dt. Urheber. "Kleinvieh macht ebend auch Mist" und speziell wenn ich genug davon habe bzw. der Nachbar mir sein Vieh noch mit überlässt. Also "Lieber den Spatz in der Hand ..." liebe GEMA. Hier habt Ihr gründlich versagt..

Franco Walther schrieb am 29.08.2011 10:44 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Ein_Bundesbürger

Hallo,

YT macht mit dem Eigentum Dritter Millionen-Gewinne. Sie können das in Ordnung finden. Wir sehen das dann doch etwas anders. Außerdem ist Google nun wirklich kein Unternehmen, das am Hungertuch nagen muss und von harmlosen Computer-Nerds ohne monetäre Interessen geführt wird. Nichts für ungut, aber die Propaganda scheint bei Ihnen sehr gut gewirkt zu haben.

Die Einblendung suggeriert, dass die GEMA die Rechte nicht eingeräumt hätte. Fakt ist jedoch, dass YouTube diese Rechte bislang einfach nicht erworben hat. Der auch aus Sicht der GEMA überfällige Abschluss der Verhandlungen mit YouTube darf kein Argument dafür sein, sich von Lizenznehmern die Konditionen diktieren zu lassen.

Übrigens: Eine Kindergarten-Affäre gab es nie. Das war eine Ente.
http://blog.gema.de/blog/beitrag/kindergaerten-und-notenkopien-auch-im-neuen-jahr-geht-es-nicht-ums-singen/

MfG

Franco Walther

Rob Vegas schrieb am 27.08.2011 22:21 Uhr
Gravatar: Rob Vegas

Dialog

Danke für die Erwähnung. Ich hoffe bei der ganzen Aufmerksamkeit auf mehr Dialog. Der Druck ist nun sicher groß. Gibt genügend Kritik an der GEMA und es muss sich auch was ändern. Dennoch hat die GEMA auch eine gute Seite. Sie schützt Werke. Die meisten Kritiker haben nur leider keine zu schützenden Werke, sondern den iPod voller Mp3s. Ich habe aber auch zugegeben nie verstanden wie man 16GB legal füllen soll. Vielleicht hilft der Hack ja zu einer neuen Kommunikation. Bin dabei!

Maximilian schrieb am 27.08.2011 22:48 Uhr
Gravatar: Maximilian

Verdient!

Ich finde, dass ihr das zu 100% verdient habt! Und weiter oben die Aussage, die GEMA würde keine Videos bei YT sperren lassen, ist ja wohl lächerlich. Natürlich lasst ihr massenweise Videos bei YouTube sperren. Sonst könnte wir ja wohl hier in Deutschland Musikvideos auf YT angucken.

Franco Walther schrieb am 29.08.2011 11:00 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Maximilian

Hallo Maximilian,

Fakt ist: Die Musiknutzung auf YouTube wird vom Konflikt mit der GEMA in der Realität nicht beeinflusst. Die Sperrung der Videos – dies ist inzwischen hinlänglich bekannt – ging und geht nicht von der GEMA aus, sondern in der Regel von anderen Rechteinhabern. Lediglich die Sperrung von 12(!) Werken verschiedener Rechteinhaber, die Gegenstand eines von der GEMA angestrengten Musterverfahrens gegen YouTube sind, geht auf eine Initiative der Verwertungsgesellschaft zurück.

MfG

Franco Walther

Thomas_81 schrieb am 28.08.2011 21:32 Uhr
Gravatar: Thomas_81

Mensch

Ihr von der GEMA hab ein ganz gewaltiges Problem damit, dass die durchschnittliche Qualität von "Popularmusik" mit der Zeit extrem abgenommen hat. Insbesondere liegt das m.E. daran, dass es ein Erfolgskonzept ist, gecastete Gruppen mit Songs von Ghostwritern zu versorgen, was genau die Konstellation ist, die ihr im wesentlichen behütet. Dabei handelt es sich aber nicht im eigentlichen Sinne um Kunst, sondern um ein erfolgreiches Geschäftsmodell, welches dem Schutz im Sinne kultureller Vielfalt nicht bedarf! Künstler, die populär sind und noch Kunst machen, die insbesondere Kreativität und Leidenschaft erfordert, statt eines C-Scheins in Popularmusik, können sich euch überhaupt nicht leisten, und wollen das in der Regel auch nicht. Kulturelle Vielfalt wird meines Erachtens aber eben ganz besonders durch diese Künstler gewährleistet. Denkt mal darüber nach, was ihr eigentlich meint, wenn ihr von Kunst sprecht. Popmusik komponieren ist eine Ausbildung an deutschen Musikuniversitäten. Es stellt sich eindeutig die Frage nach dem Sinn, wenn Musik wie eine Ware auf den Konsumenten zugeschnitten wird, anstatt Ausdruck der jeweiligen künstschaffenden Persönlichkeit zu sein. Unternehmt mal lieber was gegen DSDS, wenn ihr euch einen feuchten Kehrricht um kulturelle Vielfalt schert, aber im Ernst!

Franco Walther schrieb am 29.08.2011 16:12 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Thomas_81

Hallo Thomas,

die GEMA vertritt nicht im Wesentlichen Urheber, die im Mainstream-Bereich arbeiten. Unsere Mitgliederschaft setzt sich aus allen möglichen Teilbereichen der Musik zusammen.

Musik als Ware zu betrachten, die auf den Konsumenten zugeschnitten wird, finde ich persönlich auch nicht gut. Es kann aber nicht Aufgabe der GEMA sein, als quasi Kulturpolizei den Massengeschmack zu lenken. Das können vor allem die Konsumenten durch ihre Kaufentscheidung.

MfG

Franco Walther

Ein_Bundesbürger schrieb am 29.08.2011 15:26 Uhr
Gravatar: Ein_Bundesbürger

@Franco Walther

Ob YT wirklich Millionengewinne einfährt oder nicht, kann ich weder wiederlegen noch behaupten, da mir die genauen Geschäftszahlen von Google für den Bereich YT nicht vorliegen. Vielmehr halte ich diese Behauptung auch aus Ihrem Mund eher für eine Vermutung, denn eine belastbare Aussage. Dahingehen lasse ich mich gern vom Gegenteil überzeugen. Im Übrigen denke ich nicht, dass YT mit der Werbung aus denen sie ihre Einnahmen beziehen das Eigentum Dritter oder die Rechte von Urhebern verletzt. Und wenn ich etwas über Ökonomie gerlernt habe, dann das: Falls die YT-Plattform wirklich die Goldgrube darstellt, wie sie von der GEMA gesehen wird, warum gibt es dann keine ernstzunehmende Konkurenz. Wenn das wirklich alles so einfach wäre und Millionen abwirft - warum macht es dann nicht jeder? Das wäre der erste Goldrausch in der Geschichte der Menschheit, wo keiner hingeht. Und ob Google insgesamt am Hungertuch nagt oder Milliarden mit seinen Geschäften verdient - darauf kann sich doch nicht die Höhe des Anspruches der GEMA gründen. Weiter oben wurde von GEMA-Steite schon mal der 'Vorbildcharakter' des GEMA-Abschlusses für den Rest der Branche erwähnt. Diesen Umstand hat Google sicher genauso erkannt, und als Geschäftsgefährdend eingestuft. Darauf können die sich doch gar nicht einlassen - selbst wenn sie es wollen. Es lässt ich doch gar nicht abschätzen, wer dann noch alles daher gelaufen kommt. Vorher schaltet YT in D-Land einfach ab. So oder so sieht die GEMA Garnichts! Und so oder so wüßte ich nicht, dass YT irgendwelche Inhalte auf seiner Plattform anbietet. Das tun doch diejenigen, welche die Inhalten hochladen. Eigentlich wären diese Leute die Zielkundschaft der GEMA - nur fehlt hier der GEMA der Plan, wie sie das auch nur annähernd ökonomisch vertretbar umsetzen könnte. Also versucht man den Bock zum Gärtner zu machen und bei YT direkt abzukassieren. Ob die GEMA die erforderlichen Rechte nicht eingeräumt oder YT sie nicht erworben hat - spielt das eine Rolle. Das ist doch Wortglauberei und wenn dann sollten ja wohl die Leute, welche die Inhalte hochladen die Rechte erworben haben oder von der GEMA eingeräumt bekommen - nicht aber YT. Was diese Spitzfindigkeiten angeht sieht das YT eben so wie sie mit ihrem Hinweis bei den geblockten Inhalten darstellen. Euch bleibt doch unbenommen, Eure Ansicht auf Eurer Webseite kund zu tun... Und klar sitzt YT hier am viel längeren Ende des Hebels. Ein Grund mehr ihnen entgegen zu kommen. Was die Kindergartenaffäre angeht, lege ich Euch den folgenden Link ans Herzen: http://blog.br-online.de/quer/alle-meine-centchen-gema-kassiert-bei-kindergaerten-20102010.html Ein wie ich finde ziemlich wertungsfreier Beitrag, welche die Missäre uneinseitig und neutral erklärt. Spannend vor allem die letzten ca. 30 Sekunden des Videos mit der Reaktion der GEMA vor dem GEMA Gebäude - KEINE!!! Soviel zum Zitat aus dem von Ihnen verlinkten Artikel welches lautet: "Seit dem schwappt eine Welle der Empörung durch die Medien, in deren Berichten Politiker, „Betroffene“ und Sprecher der Trägergesellschaften zu Wort kommen – nur die GEMA oder die VG Musikedition nicht." Hier hättet Ihr eine Gelegenheit gehabt...

Franco Walther schrieb am 29.08.2011 16:26 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Ein_Bundesbürger

Hallo,

wir sind davon überzeugt, dass YT für die Inhalte verantwortlich ist. Es hat also nichts damit zu tun, dass wir keinen Plan hätten, jeden einzelnen User zu lizenzieren. YT verletzt die Urheberrechte Dritter und ist deshalb unser Ansprechpartner, nicht der einzelne User. Da Sie vom Gegenteil überzeugt sind, kommen wir in diesem Punkt wohl nicht zusammen.

Es gibt sehr wohl Konkurrenten zu YT, die ein ähnliches Geschäftsmodell haben. YT ist natürlich unangefochten der Platzhirsch. Das ist in anderen Bereichen aber ganz ähnlich (siehe Facebook).

Der Quer-Beitrag ist aus unserer Sicht alles andere als neutral. Es wird teilweise mit Halbwahrheiten und Desinformationen gespielt. Dieser Artikel ist dagegen ausgewogen geschrieben:
http://www.stefan-niggemeier.de/blog/der-kindergarten-als-rechtsfreier-raum/

MfG

Franco Walther

Thomas_81 schrieb am 29.08.2011 20:38 Uhr
Gravatar: Thomas_81

Was Wiederspricht sich hier?

"die GEMA vertritt nicht im Wesentlichen Urheber, die im Mainstream-Bereich arbeiten. Unsere Mitgliederschaft setzt sich aus allen möglichen Teilbereichen der Musik zusammen." vs. "Die Werke von ca. 10 % unserer Mitglieder erwirtschaften 70 % unseres Umsatzes. Logischerweise bekommen diese 10 % ca. 70 % des Umsatzes ausgeschüttet." Bei den 10% kann es sich dann doch aber nur um Mainstream handeln, oder wie soll das gehen? Bzw. natürlich einzelne Personen, die Autoren von sehr vielen Liedern sind, was ja auf's gleiche rauskommt. Die Vielfalt dieser 10% muß ja legendär sein! Schönen Gruß und danke für's unermüdliche Antworten.

Franco Walther schrieb am 30.08.2011 10:20 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Thomas_81

Hallo Thomas,

danke, dass Sie meine Aussage bestätigen. Bei den 10 % sind sicherlich Urheber dabei, die dem Mainstream zuzurechnen sind. Na und. Das widerspricht der Erkenntnis, unsere Mitgliederschaft ist vielfältig, in keiner Weise.

MfG

Franco Walther

raphael schrieb am 30.08.2011 00:24 Uhr
Gravatar: raphael

so nebenbei ...

Abgesehen vom Musik "konsumieren" haben ich selbst wenig mit zu tun. Aber dennoch möchte ich angesichts dieser hier schwelenden Debatte den einen oder anderen Gedanken loswerden. Was anonymous gemacht hat, ist das, was anonymous immer macht: Hacken, defacements und leaken. Online Aktivisten, die ein modernes Medium in seiner Reinkultur nutzen zu verdammen und als kriminell hinzustellen ist genauso fehl am Platz wie zu behaupten, dass die GEMA unnötig sei. Das Problem liegt woanders. Ich will mich nicht über die Ausschüttungs- oder diverse Qualifizierungsmodalitäten auslassen, das haben anderen schon zur genüge getan. Hier sollten einfach mal Hausaufgaben gemacht werden. Google/YT ist eine werbefinanzierte Plattform, soweit so gut - nur habe ich bisher wenige, bisweilen gar keine Werbeeinblendungen gesehen noch bemerkt. Wieso? Weil ich einen Adblocker habe, der Werbungen zuverlässig ausblendet. Der Verdienst von YT als Werbeplattform an Leuten wie mir? Null. Musik, die mir gefällt kaufe ich mir, weil mir die Qualität von YT einfach zu schlecht ist. Streamripper und Demuxer als das Non+ Ultra darzustellen ist einfach fehl am Platz, Leute die solche Software nutzen, um Audio-Streams der Videos zu erhalten, bekommen einen rekodierten komprimierten Datenstrom, bei dem die Qualität noch mehr leidet und sie werden es nicht lassen können, wollen oder anders leisten können. Aber dennoch Frage ich mich, als Vertreter der Schöpfer von Werken, liebes GEMA Team, habt Ihr abgesehen von den ESX Lizenzen etwas für die Software, mit der beispielsweise diese Webseite läuft, gezahlt? Also für TYPO3, oder für php oder aber für den Apache Webserver, das Linux System? Vielleicht aber für den Webbrowser, wie Firefox? Dann aber doch für jQuery, oder das swfobject Script? Ja, ich weiß, alle diese Produkte sind frei zu haben, trotzdem freuen sich jene Autoren, die es erschufen über einen Beitrag zu Ihrem Werk in Form einer monetären Aufwandsentschädigung ganz so wie die Leute, deren Interessen Ihr zu wahren sucht. Aber ganz ehrlich, ich kann es mir nur schwer vorstellen dass auch nur ein Cent der ominösen o.a. ~15% für die Entwicklung derartiger Software geflossen ist. Warum denn auch, andere haben sich die Arbeit gemacht und die Lizenzen lassen es zu, dass man es kostenfrei nutzen darf. Schöne heile Welt, oder? Und jetzt stellt Euch mal das unglaubliche vor: obwohl kein Cent dafür ausgegeben wurde, wird das ganze Zeug kontinuierlich weiterentwickelt und sogar noch verbessert! Und nein, nicht alle der beteiligten Entwickler an den besagten Projekten sind Vollzeitangestellte der FOSS Industrie (Free Open Source Softare) - sie haben sprichwörtlich außer dem Gewissen zu einer tollen Software etwas beigetragen zu haben nichts davon. Es ist ja ein wirklich guter Gedanke diejenigen, die nichts mit den Verwendern zu tun haben vertreten zu wollen und dabei die Verwender daran zu erinnern, dass sich andere die Arbeit gemacht haben und entlohnt werden sollten. Dann setzt es doch mal um, als nicht gewinnorientierter Verein könnt Ihr bestimmt den einen oder anderen Euro für die Förderung freier Software entbehren, schließlich profitiert Ihr ja auch davon (wenn Ihr aktuell bleibt - scnr) Am Rande, YT ist nicht Googles Primary income source, diese liegen woanders - diese Behauptungen, dass mit YT Gewinn von einem millionenschweren Unternehmen eingefahren wird ist wohl das mindeste, was man über den Branchenprimus behaupten kann, aber das dem vorzuwerfen ist schlichtweg dumm. "..wir sind davon überzeugt, dass YT für die Inhalte verantwortlich ist. " YT als verantwortlich für den Usercontent und damit für die Verletzung der Rechte Dritter zu machen ... echt jetzt. Verklagt Ihr auch Smith & Wesson, weil sie Waffen produzieren? oder aber ein beliebiges Unternehmen aus Soligen, weil diese gute Messer herstellen? Vielleicht aber Heckler & Koch? .. nee jetzt habe ich's: Victorinox! Die muss man verklagen. Deren Kombiwerkzeuge (auch als Offizierstaschenmesser bekannt) können vielseitigst verwendet werden, um beispielsweise damit Leute auf kreative Weise lebensbedrohlich zu verletzen. Da muss man doch was gegen machen, oder? So ein Korkenzieher ist schließlich nicht ohne. Das Internet ist böse und schlecht. Projekte wie sie die wikimedia Foundation vorwärts treibt gehören verboten. Haben die doch tatsächlich das irrsinnige Ziel Wissen kostenfrei für alle zur Verfügung zu stellen. Wie man beispielsweise diesem Blog (http://blog.odem.org/2010/10/umsatz-medienindustrie.html) entnehmen kann, sind ja die Umsätze der Filmindustrie in den letzten paar Jahren ganz drastisch zurückgegangen *hust*. Es ist ja auch kein Wunder, bei den ganzen bösen Raubkopieren und Tauschbörsen Nutzern und vor allem wegen den ganze bösen Torrent leechern - es kann ja gar nicht anders sein. Nur dass die Absatzmärkte sich verlagert haben und wachsen. Wachsen? WTF?!?? Moment ... aber die Internetnutzer sind doch alle Böse und laden sich den Kram kostenlos und so ... wie kann das also sein? Ich weiß es gibt immer welche, die ein eigenes Klagelied (ein Wortspiel) haben und die ganz schlimm betroffen sind als Urheber, weil Sie von ihren Erzeugnissen leben müssen und es ihnen als Vollzeiturheber nicht möglich ist alternative Einkommensquellen zu erschließen, dennoch - es ist Jammern auf einem sehr hohen Niveau (nicht die Creme). Aber sich dann über jene aufregen, die beim kollaborativen Werkeln oder sinnfreien Spielen ganz böse sich Musik über YT anhören (Herr Lars J. Lange auch Ihr Webserver läuft mit freier Software - Apache in diesem Fall, haben sie schon den Autoren gespendet? Nebenbei Aktualisieren wäre auch gut). Keiner hatte hier bisher auch erwähnt, was der große böse Google Konzern alles für freie Software der großen weiten Welt kostenfrei zur Verfügung gestellt hatte - von den ganzen Förderprogrammen für Individuen ganz abgesehen. Egal ist ja auch nicht das Thema und im GEMA blog ist Google/YT das Feinbild - da kann man nicht auf etwaige altruistische Ansätze eingehen. Dem Ansatz der GEMA folgend, müsste jeder PC Hersteller Abgaben an die FOSS zahlen, weil a) auf jedem PC deren Software mindestens potentiell laufen kann und b) weil Open Source Software indirekt mit diesen Geräten zusammen arbeitet (Router, die auf Linux basieren, Webserver. Laut netcraft.com (http://news.netcraft.com/archives/2011/08/05/august-2011-web-server-survey-3.html) laufen deutlich über 50% aller Webserver mit apache und wer hat einen neuen PC, der nicht ans Internet angebunden ist? Google hat grob 1 Milliarde aktive Nutzer weltweit (eindeutig bestimmbare Nutzer, die ihr Konto einmal in 30 Tagen nutzen) - die generieren den Umsatz jedoch nur passiv über Werbung auf der Suchseite, bzw über eingebundene Werbung auf Subscriberseiten Dritter. YT ist nicht die Haupteinnahmequelle. Angesichts der Weltumspannenden Aktivitäten des Konzern die Internetnutzung von 45 Millionen Leuten aus einem mittelgroßen europäischen Land von denen nichtmal 2/3 YT aktiv nutzen das als das Maß der Dinge zu betrachten ist und deswegen den Karren an die Wand zu fahren, ist ziemlich daneben. Auch wenn es mal anders behauptet wurde, wir sind NICHT der Nabel der Welt. Ich kann beide Positionen verstehen aber, den Tatsachen ins Auge blickend: wir sind einfach in der schlechteren Ausgangslage und nicht so wichtig wie wir gerne wären. Ich werde das hier mit einem Zitat schließen: „Ein Kompromiß ist dann vollkommen, wenn alle unzufrieden sind. (Un compromis est parfait lorsque tous sont mécontents.)“ Aristide Briand (1862-1932), frz. Politiker Aber soweit sind wir wohl noch nicht. MfG Raphael Post Scriptum: An das GEMA Team, mich würde es wirklich interessieren, was sie bereits für die Nutzung der von Ihnen verwendeten freien Software bereits ausgegeben haben - damit meine ich nicht etwaige Kosten für die Erstellung der Templates oder jedwelcher Agenturkosten. Sondern die Kosten der Kerndienste Ihres Servers (Apache, SSH etc) und die des Seitenauftritts (php, typo3, mysql, die ganzen js Bibliotheken) Haben Sie überhaupt in Erwägung gezogen das mal zu honorieren - so ansatzweise?

Lars J. Lange schrieb am 30.08.2011 11:07 Uhr
Gravatar: Lars J. Lange

@ raphael

Ist dieser Erguss Ihr voller Ernst?
Es gibt ja auch im Musikbereich Menschen, die ihr Schaffen gratis zur Verfügung stellen - es wird schließlich niemand gezwungen, GEMA-Mitglied zu werden. Aber Sie können doch ebenso auch niemanden zwingen, seine Arbeit kostenlos zur Verfügung zu stellen. Mit der Argumentation könnte ich MS Office gratis nutzen, weil es ja schließlich auch Open Office gibt...

raphael schrieb am 30.08.2011 19:49 Uhr
Gravatar: raphael

@ Lars J. Lange

Ich werde das Gefühl nicht los, dass sie "meinen Erguss" entweder nicht verstanden haben oder es einfach nicht verstehen wollen. Es ging NICHT um die Rechmäßigkeit der Nutzung freier Software und Ihrem Umkehrschluss ebenfalls kommerzielle Software ebenfalls frei nutzen zu können, sondern einfach nur darum, dass viele Internetseiten diese kostenfreie Software nutzen ohne auch nur je einen Gedanken darüber verschwendet zu haben, dass diese Software auch jemand mal geschrieben hatte und sein Herzblut hineinlegte. Dass solche Software "royalty free" genutzt werden darf und kann, schließt aber nicht automatisch aus, dass man die Autoren/Programmierer nicht würdigen sollte - denn auch die müssen von was leben. Sie erwarten von allen, die Ihre Werke direkt oder indirekt nutzen eine Tantieme, was Ihr gutes verbrieftes Recht ist. Statt jedoch dieses Verhalten auch selbst zu zeigen und den "kostenlos"/open source Entwicklern ebenfalls eine Anerkennung zukommen zu lassen, wird dieses einfach als gegeben angenommen und kostenfrei genutzt - schließlich ist es ja auch dafür da, nicht wahr? Ich finde, dass ein derartiges Verhalten eine Doppelmoral darstellt und Eher den "Ich will nur nehmen, jedoch nichts geben" Aspekt unserer Gesellschaft sehr gut reflektiert. Chapeau.

Ingo schrieb am 30.08.2011 09:27 Uhr
Gravatar: Ingo

@Franco Walther: Leermedien

Ich kenne diese Argumentation, dass erst die Leermedien-Pauschalabgabe die Privatkopie möglich mache, da auch die Privatkopie vergütet werden müsse. Ich kann dem nicht zustimmen. Ich sehe die Privatkopie nicht als einen Luxus, der durch die Pauschalabgaben vergütet werden müsste, sondern vielmehr als eine notwendige sozialethische Einschränkung der Urheberrechts zugunsten der Allgemeinheit. Ebenso würde ich eine gesetzlich gestattete vergütungsfreie Nutzung im Bereich Bildung und Erziehung begrüßen. Schon im Grundgesetz (Art. 14) steht "Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen". Warum sollte das für "geistiges Eigentum" nicht genauso gelten? Daher, und wegen der mehrfach angesprochenen Ungerechtigkeit denen gegenüber, die z.B. CD/DVD-Roms vor allem für Softwarebackups verwenden, lehne ich die Pauschalabgaben auf Leermedien grundsätzlich ab (wie auch manchen anderen Unsinn, der aus Brüssel kommt, etwa den von Ihnen erwähnten rechtlichen Schutz für Kopierschutzmaßnahmen oder allgemein auch die Vorratsdatenspeicherung, aber das sind andere große Fässer, die ich jetzt hier nicht anzapfen möchte). Die Vergütungen sollten sich ausschließlich auf die konkrete Nutzung von urheberrechtlich geschütztem *und* von der Verwertungsgesellschaft vertretenen Inhalten beschränken.

MfG, Ingo

ben schrieb am 02.09.2011 02:48 Uhr
Gravatar: ben

Nun ja....

Hier wird häufig postuliert, man solle sich bitte doch erstmal mit den Links bzw. den Artikeln befassen um sich eine eigene Meinung zu schaffen.

1. Es sind nur eine Hand voll Artikel, welche hier angepriesen werden. ( Ich frag mich, wo da die Objektivität steckt.)

2. Wenn, wie an dem Bsp. der "Kindergartenaffäre", dies doch eine Ente sei, wieso lese ich dann in den landesweiten Printmedien nichts, oder werde via TV darüber informiert? Ich klammere hier bewusst Boulevardblättchen und -sendungen aus.

3. Wieso werden Sie dann nicht selber aktiv und versuchen über die Medien Ihr Bild gerade zu rücken ?

Franco Walther schrieb am 02.09.2011 10:51 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@ben

Hallo Ben,

1. Die Objektivität steckt in den Artikeln und den Fakten. Mit diesen ist es möglich, sich ein eigenes Bild zu verschaffen.

2. Es ist eine persönliche Entscheidung, welchen Medien der Leser vertraut. Eine gesunde Skepsis ist heutzutage sicherlich immer angebracht. Und wie heißt es so schön: nicht allen glauben, was man liest.

3. Keine Sorge, wir sind aktiv; stehen häufig in Kontakt mit der Presse. Nur ist es natürlich so, dass der Redakteur selbst entscheidet, was geschrieben wird, welche Fakten erscheinen und welche Seite zu Wort kommt. Letztendlich wird häufig das geschrieben, was sich verkauft.

ben schrieb am 03.09.2011 05:58 Uhr
Gravatar: ben

@ Franco Walther

Ich gebe Ihnen da Recht, zählen sicherlich vorrangig die Auflagezahlen der Zeitungen.

Ich muss jetzt dazu sagen, dass ich direkt mit der GEMA nichts zu tun habe. Als Musikkonsument bekommt man nicht sonderlich viel mit. Die Tantiemen sind ja in dem Preis des Tonträgers oder MP3-Downloads mit eingerechnet.

Die Musiker, Texter etc. werden sich schon aus gutem Grunde für bzw. gegen die GEMA entscheiden. Ob die Aufteilung der Tantiemen gerecht ist, oder nicht vermag ich ebenfalls nicht zu entscheiden. Das obliegt auch den Betroffenen eine Beschwerde o.ä. einzureichen, wenn Diese sich benachteiligt fühlen.

Der Krux ist nur, dass der großteil der Bevölkerung nur mit den negativen Aspekten konfrontiert wird.

Wenn, wie oben berichtet, freie Musik gespielt wird und dafür trotzdem zu Kasse gebeten wird, scheint mir hier doch etwas nicht richtig zu laufen. Gleiches gilt für die o.g. Band, welche nachzahlen durfte. Meines Erachtens nach hat der Veranstalter diese Kosten zu tragen, da er für die " Pausenmusik" verantwortlich ist.

Nicht nachzuvollziehen ist für mich die Pauschalabgabe der Leermedien.

Ich benutze CD / DVD Rohlinge beruflich zwecks Datenverwaltung etc..
Durch diese Abgabe unterstelle ich ja gleich jedem Käufer von Rohlingen Raubkopien anzufertigen.( Diese Intetion ziehe ich jetzt daraus.)

Sie sehen, der positive Aspekt, dass Künstler sich so ihren Lebensunterhalt finanzieren, geht dadurch völlig verlohren.
Und Dieser sollte dann auch mal fociert werden. Sei es durch Spots im Kino, wie es die hier oft vergleichsweise angeführte GEZ macht. Eventuell wird so auch das Interesse der Bevölkerung geweckt, sich mit der GEMA kritisch und objektiv auseinader zu setzten.

Franco Walther schrieb am 05.09.2011 13:39 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@ben

Es ist tatsächlich eine Krux, dass die Mehrheit vor allem mit den negativen Dingen konfrontiert wird. Hintergründe und Erklärungen gehen oftmals im medialen Rauschen unter.

Ich kenne den oben beschriebenen Fall nicht, aber die GEMA lizenziert bei GEMA-freien Veranstaltungen natürlich nicht. Da muss noch etwas anderes dahinter stecken. Beim zweiten Beispiel zahlt der Veranstalter, aber vielleicht war die Band gleichzeitig Veranstalter.

zwar etwas verspätet, aber dennoch möchte ich noch auf Ihre Frage bezüglich der Abgabe auf Leermedien eingehen.

Zu Leermedien: In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Privatkopie unter gewissen Einschränkungen gesetzlich erlaubt. Eine EU-Richtlinie fordert allerdings einen „gerechten Ausgleich“ für die Rechtsinhaber und den rechtlichen Schutz von Kopierschutzmaßnahmen. Um die EU-Richtlinie zu erfüllen, musste die Abgabe eingeführt werden, damit Privatkopien weiterhin erlaubt bleiben; d.h. nur so ist das deutsche mit dem europäischen Recht vereinbar.

MfG

Franco Walther

Gothwriter schrieb am 03.09.2011 10:18 Uhr
Gravatar: Gothwriter

Ging es hier nicht um....

Liebe Leute,
nett das ihr hier alle im Blog euern unmut kundtut, aber ging es in diesem blog nicht darum, das die GEMA Seite gekackt wurde?

Also ich versuche jetzt schon seit einigen wochen mein Online Radio anzumelden, was nicht wirklich funktioniert, weil die Formularüberprüfung unsere Stream-Adresse nicht akzeptiert.

Ob die Gema jetzt gut oder Böse ist. finde ich gehört hier nicht rein!

Grüße
der Gothwriter

SVM schrieb am 19.10.2011 16:25 Uhr
Gravatar: SVM

Youtube und Gema

Soweit ich mich erinner verlangt die Gema von Youtube einen Cent pro Aufruf von geschütztem inhalt.
Man kann bei Youtube gut mit 1000000 Aufrufen täglich weltweit rechnen.
Dass ganze täglich wäre dann c.a. 30.000.000 Cent, 30.000 Euro pro Monat.

Wenn man das mal auf alle 5 Minuten ein Aufruf beschränkt (was für Deutschland alleine realistisch sein dürfte) sind das 8.640 Euro pro Monat.
Ich weiß nicht mehr ob das auf Aufrufe aus Deutschland beschränkt werden sollte, in dem Fall wäre es zudem noch leicht zu umgehen und keine brauchbare Regulierung.

Sind diese Forderungen der Gema tatsächlig ernst gemeint?
Ich finde die gewollte Gebühren abnorm hoch, es gibt sicher Wege die fairer sind dies zu regeln.

So macht momentan Youtube Druck auf seine Weise und die Gema besteht auf sehr berühmte Geldgiererei und es wird nur erreicht dass sich Künstler, User und alle ärgern und nichtmal die Gema Nutzen von hat.
Wem soll das was bringen?

Zurück an den Verhandlungstisch ihr Idioten, allebeide! :P

Ich schrieb am 22.10.2011 04:32 Uhr
Gravatar: Ich

GEMA Website gehackt ?


Die Website gehackt ?

Eine peinliche Angelegenheit, würde ich sagen. xD

Kein Mitleid, im Gegenteil. :)

Unite!

Musiker schrieb am 06.11.2011 00:09 Uhr
Gravatar: Musiker

Weiter so, Anonymous!

Musik sollte Allgemeingut sein, Kultur. Und keine Industrie die sich mit Geld erkaufen lässt! Aber Organisationen wie die GEMA machen leider genau das aus Musik. Eine erkaufbare Ware. Für die sich irgendwer die Besitzrechte sichern kann.
...
Für Musiker wie mich ist das einfach nur widerlich.
Musik ist nicht besitzbar, hat keinen von Geld bezahlbaren Wert.
Aber die GEMA versteht leider nicht, was Musik ist. Schade.


Bin ich froh, dass ich nicht in Deutschland lebe. Muss ja ein schlimmes Land sein für Musiker.

Franco Walther schrieb am 07.11.2011 11:40 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Musiker

Hallo,

die GEMA vertritt lediglich die Urheberrechte Ihrer Mitglieder, d.h. Komponisten, Textdichter und Musikverlage. Sie sorgt demzufolge im Auftrag Ihrer Mitglieder für eine gerechte Entlohnung derselben. Gerade Sie als Musiker müssten wissen, wie wichtig es als Kreativer ist, von seinem Schaffen Leben zu können.

MfG

Franco Walther

Björn schrieb am 29.12.2011 19:39 Uhr
Gravatar: Björn

Wohl eher das Interesse der Majorlabel

die Gema handelt hier eher im Interesse von Sony und anderen großen Labels, die es sehr gerne sehen würden, wenn man ähnlich wie bei musicload, amazon usw. nur über ausgewählte Labels und Anbieter seine Songs online stellen lassen kann. Es geht dabei ganicht mal so sehr um das Geld sondern eher um die Kontrolle. Den Major-Labels ist es schon seit Jahren ein Dorn im Auge, dass sich die Künstler nun selber vermarkten können und nicht mehr auf sie angewiesen sind. Irgendwie müssen die Songs den Künstlern ja zugeordnet werden... das würde bedeuten das man beim Upload des songs eine Nummer oder ähnliches angeben muss oder einen entsprechenden Account haben muss. Diesen Account würde mann sicher als normaluser nicht so einfach bekommen sondern müsste sich vermutlich ählich wie in den großen mp3-shops über ein Label eintragen lassen. Und schon hätten die Major-Labels die gewünschte Kontrolle, was erscheinen darf und was nicht. Künstler ohne Label hätten es schwerer ihre werke vernünftig selber dort ein zu bringen. Die Labels hätten somit wieder weniger Konkurenz zu ihren eigenen Künstlern... Im Moment behelfen sie sich ja noch damit einfach alles was bei keinem anderen Label ist einfach gleich mit zu sperren um die freie Konkurenz so zu sagen aus zu sperren, das kostet die labels aber viel Geld da sich einige auch rechtlich dagegen wehren. Weshalb es am sinnvollsten ist einfach dafür zu sorgen, dass nicht mehr jeder seine Musik ohne weiteres dort hoch laden kann. Die Gema ist in diesem Fall einfach nur das Werkzeug um den Weg für eine solche Kontrolle zu bereiten nicht mehr und nicht weniger.
Selbst wenn es so laufen sollte wie es propagiert wird, kann ich mir nicht vorstellen das ausser den Labels noch die Künstler die sich selber vermarkten wirklich davon profitieren. Wir haben schon sehr kuriose abrechnungen von der Gema erhalten und ich glaube nicht das das Geld das wir mit den Klicks erwirtschafen würden auch wirklich bei uns landet. Und wenn wir schon bei Abrechnungen sind... pünktlich bezahlt wird man auch so gut wie nie... Meist wartet man Wochenlang und muss erstmal Stunk machen bis sich was regt.... wenn die Gema noch nicht mal jetzt ihre Abrechnungen korrekt und pünktlich zustande bekommt, wie wollen sie dann dafür garantieren, dass das Geld von Youtube auch wirklich korrekt an die Künstler weiter geleitet wird??? Ich glaube da noch nicht dran und sehe hauptsächlich die Behinderung der Unabhängigen Künstler als Ziel dieser Aktion.

Arthur Ullrich schrieb am 23.01.2012 22:26 Uhr
Gravatar: Arthur Ullrich

Herr

ich habe eine frage für sie, die mitarbeiter der GEMA. merkt ihr nicht, dass noch nie einer jemals etwas positives über die denkt? wenn ich in amerika bin, kann ich alles auf youtube sehen. dass man das hier nicht auch kann ist vollkommen wirtschaftlich nutzloss für euch und jeden. es macht nur user wütend. wie rechtfertigt ihr euch eigentlich, wie könnt ihr eure ideale verteidigen? wenn doch jeder gegen euch ist, wieso macht ihr dass? ihr wisst doch ganz genau wieso google "gesprächsunwillig" ist, weil ihr viel zu viel wollt. geht es bei euch immer nur um jeden cent? dann aber mal newsflash: aus google kriegt ihr sowieso nicht ein paar cents die zusammen genug zum leben sind, google interessiert sich geschäftlich nur für grössere länder, der einzige grund wieso er in deutschland überhaupt was macht ist weil google einer der nettesten firmen überhaupt ist. fast jeder mag es. aber es gibt keine positive kritik über euch.


gruss, arthur

ps: shift kaputt

AlterMann123 schrieb am 08.02.2012 19:50 Uhr
Gravatar: AlterMann123

Oh mein Gott

GEMA versteht ihr es denn nicht. Ich habe mir grade fast die ganze Seite durchgelesen und was dieser Herr Franco Walther schreibt ist lächerlich. Es läuft immer gleich. Wir sagen ihr seit arrogant und passt euch nicht an. Ihr sagt dann aber. Nein nein die anderen passen sich nicht an.
Und das Franco Walther oder die GEMA oder sonst wer schreibt, dass YT am sperren eigener Videos selber schuld ist ist doch unglaublich lächerlich. Liebe GEMA, Deutschlands Bürger hassen euch, Anonymous hasst euch, die Künstler die ihr sperrt hassen euch. Ich frage nun was wollt ihr noch hier. Keiner mag euch, eure Argumente sind lächerlich und keiner glaubt euch.
DAS ist ein FAKT. Und nicht wie hier gesagt wurde das GEMA das Opfer ist und nichts dafür kann das YT Videos gesperrt werden.
GEMA ich und ganz Deutschland bitten euch: Geht weg und kommt nie wieder.
Lächerlicher Verein seid ihr mehr nicht.

Franco Walther schrieb am 09.02.2012 11:18 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@AlterMann123

Hallo,

hier ist der Lächerliche. Auch wenn es sich um eine verbale Endlosschleife zu handeln, können wir auch Ihnen mitteilen, dass die GEMA keine Videos sperrt oder sperren lässt.

Folgende Artikel zeigen, was es mit den Sperren zum Teil auf sich hat:
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,804186,00.html
http://fastvoice.net/2011/12/07/sonnenallee-auf-youtube-das-sperrungs-marchen/
http://blog.zdf.de/hyperland/2011/12/stoerfall-sonnenallee-die-unendliche-gema-youtube-geschichte/

YTs Vorgehen ist übrigens nicht neu. Das gab es 2009 in England schon einmal:
https://apps.facebook.com/theguardian/media/pda/2009/mar/09/digital-music-and-audio-youtube

MfG

Franco

Kaeptn schrieb am 09.02.2012 12:34 Uhr
Gravatar: Kaeptn

Einigt Euch endlich

@ Franco Walther,

auch wenn Sie hier gebetsmühlenhaft behaupten, das die Gema keine Videos auf Youtube sperren lässt ist das so nicht korrekt.

So hatte doch die GEMA bereits Mitte 2010 beim Landgericht in Hamburg eine einstweilige Verfügung zur Sperrung von 75 Musiktiteln von Urhebern beantragt, die durch die GEMA vertreten werden.

Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,714215,00.html

Selbstverständlich kann die GEMA auf YOUTUBE keine Titel sperren, aber die GEMA will mit diesem Eilantrag YOUTUBE zur Sperrung zwingen, was wiederum einer Sperrung durch die GEMA gleichkommt. Siehe auch hier:

Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,720533,00.html

Behaupten Sie also nicht ständig die GEMA würde keine Videos sperren lassen, daß ist schlicht falsch, da aus dem Antrag einer Einstweiligen Verfügung zweifelsfrei zu erkennen ist, das die GEMA eben doch Videos sperren lassen will.

Es wäre bedeutend besser, die GEMA Verantwortlichen würden nun endlich einlenken und eine außergerichtliche Einigung mit YOUTUBE anstreben. Und zwar schnell. Die GEMA hat die Zeichen des Internetzeitalters leider verschlafen und bis heute die wahre Dimension des Schadens für diejenigen, deren Interessen Sie eigentlich vertreten soll nicht erkannt.

Das deutsche Urheberrecht muß dringend an die neuen Anforderungen des Internetzeitalters angepasst werden, auch gegen den Willen der GEMA. 70 Jahre Verwertungsrechte sind zu lang.

Die Pferdekutscher des 19ten Jahrhunderts haben sich bestimmt auch gegen die Einführung der stinkenden Benzinautos gewehrt. Aber wer bitte fährt heute noch mit der Kutsche?
Genau...

Franco Walther schrieb am 09.02.2012 14:09 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Kaeptn

Hallo,

die von Ihnen erwähnte einstweilige Verfügung wurde vom Gericht abgelehnt und stattdessen ein Hauptverfahren empfohlen. Bestandteil des Hauptverfahrens sind zwölf Werke. Man könnte also sagen, die GEMA ist indirekt dafür verantwortlich, dass YT diese zwölf Werke vorsorglich sperrt, da YT möglicherweise Angst haben könnte den Prozess zu verlieren.

Nur leider ist das nicht der Fall. YT sperrt nicht diese zwölf Werke komplett, sondern stattdessen alle möglichen Videos. Das wir damit nichts zu tun haben ist und bleibt die Realität.

MfG

Franco Walther

Kaeptn schrieb am 09.02.2012 14:49 Uhr
Gravatar: Kaeptn

Einigt Euch endlich

@Franco Walther,

bitte hören Sie mit Ihrer Verschleierungstaktik auf.

Es ist doch jedem vollkommen klar, dass es sich bei der von Ihnen genannten Klage mit 75 oder auch nur 12 Titeln um eine Musterklage handelt. Sollte die GEMA diesen Prozess gewinnen, was ich im übrigen bezweifle, wird die GEMA umgehend für alle von Ihr Vertretenen Urheber bei YOUTUBE Schadensersatz verlangen.

Jedes ordentlich geführte Unternehmen wird deshalb genauso reagieren wie YOUTUBE und die von der GEMA vertretenen Urheber vorsorglich sperren, um eventuellen Schadensersatzforderungen der GEMA zuvor zu kommen.

Und noch mal, das deutsche Urheberrecht muß dringend an die Anforderungen der modernen elektronischen Medien angepasst werden und die Dauer der Verwertung muß deutlich herabgesetzt werden. 70 Jahre Verwertung für den Urheber sind eindeutig viel zu lang. Dazu kursieren bereits Petitionen im Netz. Dies muß auch gegen den Willen Ihres Arbeitgebers der GEMA durchgesetzt werden.

Beste Grüße

Franco Walther schrieb am 09.02.2012 16:06 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Kaeptn

Sie sprechen zwei wichtige Punkte an.

Ihre Vermutung bezüglich der angeblichen vorsorglichen Sperrungen geht leider ins Leere. YT sperrt bei weitem nicht das gesamt GEMA-Repertoire. Ein weiteres Indiz dafür, dass YT ohne zutun der GEMA willkürlich sperrt.

Das deutsche Urheberrecht muss auf jeden Fall an die neuen Medien angepasst werden. Darin sind wir uns einig. Für uns ist das 12-Punkte-Papier von Staatsminister Bernd Neumann eine Basis.

MfG

Franco Walther

Kaeptn schrieb am 10.02.2012 14:32 Uhr
Gravatar: Kaeptn

Einigt Euch endlich

Mit Verlaub Herr Walther,

dieses 12 Punkte Papier ist nicht einmal die Prüfsumme für die Bits und Bytes Wert, um auf dem Bildschirm zu erscheinen. Ein Ausdruck auf Papier könnte man als Verschwendung von Steuergeldern einstufen. Das Papier bleibt in den allermeisten Punkten vage und schwammig. Konkrete Aussagen wie denn die angedeuteten Maßnahmen umgesetzt werden sollen sucht man vergebens.

Zitat aus Punkt 1 des Papiers:

Für eine zum Teil diskutierte Neuformulierung des Schutzzwecks des Urheberrechts zugunsten der Nutzer besteht kein Anlass.


Herr Naumann und Sein Ministerium scheinen keinen Blassen Schimmer zu haben, wie das Internet funktioniert. Man gewinnt den Eindruck, dort lebt man noch im analogen Zeitalter mit gedruckten Zeitungen und TV Abstimmungen per TED. Zum Glück hat dieser Staatsminister keine gesetzgebende Funktion und man kann nur hoffen, das diese Nutzerfeindliche Ausformulierungen keinerlei Eingang in einen Gesetzestext findet.

Die Beziehung zwischen Urheber und Nutzer ist keine Einbahnstraße, sondern beide sind voneinander abhängig. Ohne Urheber keine Werke für die Nutzer, ohne Nutzer kein Einkommen für die Urheber.

Zum Rest dieser Posse möchte ich mich lieber erst gar nicht äußern.

Franco Walther schrieb am 10.02.2012 16:01 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Kaeptn

Unsere Meinungen zum 12-Punkte-Papier stehen sich leider konträr gegenüber. Gerade im Zeitalter der neuen Medien braucht es ein starkes und praktikables Urheberrecht.

Als ob spiegel.de unsere Diskussion verfolgt, erschien heute dieser interessante Artikel:
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,814276,00.html

MfG

Franco Walther

Kaeptn schrieb am 11.02.2012 11:45 Uhr
Gravatar: Kaeptn

Einigt Euch endlich

@Franco Walther,

Sie schrieben:

Gerade im Zeitalter der neuen Medien braucht es ein starkes und praktikables Urheberrecht.

Da stellt sich mir die Frage:

Cui Bono?

Tatsache ist, das die international tätigen Musikgiganten in den letzten Jahren trotz dem ewigen Gejammere, Raubkopien und Tauschbörsen würden Ihnen Milliardenschäden verursachen, Ihren Jahresumsatz nahezu verdoppelt haben. Ein starkes Urheberrecht nützt also eine ganz bestimmten Gruppe. Inwieweit das sich auf die Tantiemen der Urheber auswirkt, kann ich nicht sagen, aber Eckhard Höffner kommt in Seinem Buch "Geschichte und Wesen des Urheberrechts" mittels einer empirischen Langzeitstudie zu verblüffenden Ergebnissen. Das Buch sollte übrigens Pflichtlektüre für die GEMA Mitarbeiter sein. Hier ein Auszug aus den Ergebnissen der Studie

Quelle: http://www.heise.de/tp/artikel/33/33092/1.html

Zitat:

Zu ganz anderen Ergebnissen kommt jetzt der Wirtschaftsjurist Eckhard Höffner in seiner Untersuchung zu "Geschichte und Wesen des Urheberrechts". Höffner analysiert die unterschiedlichen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen, die zur Herausbildung des Urheberrechts in verschiedenen europäischen Ländern, vor allem Großbritannien - Urheberrecht ab 1710 (Statue of Anne) - und Deutschland - landesweiter Schutz beginnend ab 1837 - führten. Die (teilweise unterschiedlichen) philosophischen und juristischen Begründungen des Rechts nehmen zwar umfangreichen Platz ein, im Zentrum von Höffners Untersuchung stehen aber die Büchermärkte der beiden Nationen.


Die Ergebnisse seiner lange Zeiträume umfassenden empirischen Analyse von Autorenhonoraren, Auflagen und Anzahl der neuen Titel widersprechen den gängigen Ansichten zu Wirkung und Nutzen des Urheberrechts: Während der britische Buchmarkt mit Urheberrecht vor sich hindämmerte, entwickelte sich Deutschland ohne Urheberrecht zur weltweit führenden Buchnation, zum Volk der "Dichter und Denker". Höffners steile These: Nur dank fehlenden Urheberrechts und eines blühenden Verlagswesens - nicht zuletzt für technisch-wissenschaftliche Fachliteratur - konnte sich das Agrarland Deutschland, das an der Schwelle zum 18. Jahrhundert noch mit einem Fuß im Mittelalter stand, zur führenden Industrie- und Wissenschaftsnation entwickeln. Großbritannien, das Mutterland der Industrialisierung, verlor den Anschluss. Erst die Einführung des deutschen Urheberrechts sollte die Blüte des Buchdrucks beenden: Anzahl und Auflage von Neuerscheinungen sanken ebenso wieder wie die Autorenhonorare.

Zitat Ende.

Hier Weiterlesen: http://www.heise.de/tp/artikel/33/33092/1.html



Die Ergebnisse dieser empirischen Studie begründen für mich die These, dass nicht ein starkes Urheberrecht sondern ein an die digitale Situation angepasstes vernünftig angelegtes Urheberrecht sowohl den Urhebern wie auch den Nutzern zugute kommt. Und auch die Verwertungsgesellschaften werden weiterbestehen und endlich das tun können, wofür Sie eigentlich da sind: einen vernünftigen Ausgleich zwischen den Interessensgruppen herzustellen. Alle würden davon profitieren und nicht nur die Musikindustrie, wie es zur Zeit der Fall ist.

Genausowenig, wie wir ein starkes Urheberrecht brauchen, brauchen wir ein Abkommen wie ACTA, das die Internetprovider sozusagen zu Hilfssheriffs der Musikindustrie macht und auch das noch darüber hinausgehende Europäische IPRED (Intellectual Property Rights Enforcement Directive) verpufft wirkungslos, wie man am Beispiel von Schweden eindrucksvoll sehen kann.

Ihrer Begründung, warum es ein starkes Urheberrecht gerade im Zeitalter der neuen Medien braucht, sehe ich mit gespannter Erwartung entgegen.

Beste Grüße

Franco Walther schrieb am 14.02.2012 12:34 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Kaeptn

Die Nutzung digitaler Inhalte geht noch immer viel zu oft auf Kosten der Urheber – derjenigen also, die mit ihrer kreativen Leistung Attraktivität im Netz erst schaffen. Es ist daher unerlässlich, im Umgang mit geistigem Eigentum neue rechtliche Spielregeln aufzustellen. Denn ein wirksamer Urheberschutz, der künstlerische Freiheit sichert und kulturelle Vielfalt garantiert, darf auch im digitalen Zeitalter nicht auf der Strecke bleiben.

Mark Chung sagt dazu: "Es gibt erhebliche Kräfte, die in ihrem Profitinteresse das Urheberrecht möglichst weitgehend abschleifen wollen. Besonders aktiv sind hierbei Google und zahlreiche von Google mitfinanzierte Unternehmen, Organisationen, wissenschaftliche Institute, Stiftungen und Lobbyorganisationen wie das „Google Collaboratory“, das sich den Anstrich eines unabhängigen Expertengremiums gibt, aber von Google gesteuert wird. Das sind eher perfide, weil bewusst intransparente Ansätze."

Ich denke, wir sind uns einig, dass wir einen funktionierenden Digitalmarkt brauchen. In diesem muss aber auch fair vergütet und das Problem der unvergüteten Musiknutzung gelöst werden. Momentan profitieren einige Technologieunternehmen wie Accessprovider, Sharehoster einseitig - auch vom illegalen Vertrieb von Musikinhalten. Legale Inhalte sind aber für alle – letztendlich auch für Technologieunternehmen – unerlässlich.

Beim Urheberrecht geht es im Endeffekt um eine konstruktive und faire Lösung, die die Musikschaffenden nicht Ihrer legitimen Rechte berauben darf - zum Nutzen aller.

MfG

Franco Walther

Ingo schrieb am 15.02.2012 00:22 Uhr
Gravatar: Ingo

@Franco Walther: Abgaben auf Leermedien

Hallo! Ich sehe gerade, dass die Diskussion zu neuem Leben erweckt ist. Dies möchte ich zum Anlass nehmen, eine bislang nicht beantwortete Frage vom 30.08.2011 wieder aufzugreifen. Herr Franco Walther schrieb dabei zum Thema Abgaben auf Leermedien, dass hiermit die Vergütung der Privatkopie abgegolten werden solle. Mein Einwand darauf ist, dass ich die Erlaubnis der Privatkopie nicht als vergütungspflichtigen Kompromiss, sondern als notwendige sozialethische Einschränkung des Urheberrechts zugunsten der Allgemeinheit ansehe. Schon im Grundgesetz (Art. 14) steht "Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen". Warum sollte das für "geistiges Eigentum" nicht genauso gelten? Ich plädiere daher für eine Abschaffung der Pauschalabgaben auf Leermedien sowie auf ein einklagbares Recht auf Privatkopie. Im übrigen stößt es mir sauer auf, dass es nach wie vor gesetzliche Privilegien für Verwertungsgesellschaften gibt (GEMA-Vermutung, aber auch VG-Vorbehalt mancher Vergütungsarten), die VG-unabhängigen Künstlern das Leben schwer machen, und die den Eindruck erwecken, dass hier die freie Konkurrenz klein gehalten werden soll. Dabei steigt die Zahl der Nutzer von Plattformen wie z.B. Jamendo stetig an, und könnte schon bald der GEMA-Vermutung die Grundlage entziehen.

Ich bitte um eine ehrliche Stellungnahme.

Gruß, Ingo

Franco Walther schrieb am 15.02.2012 12:05 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Ingo

Hallo Ingo,

ich sehe das wie Sie. Der Gebrauch von Eigentum sollte auch dem Wohle der Allgemeinheit dienen. Aber gerade deshalb ist doch der Kompromiss einer Medienabgabe ein sinnvolles Instrument. "Zum Wohl der Allgemeinheit" bedeutet nicht "kostenlos für alle". Zumindest interpretiere ich das nicht so.


Es geht darum, einen Ausgleich zwischen den Interessen der Künstler und Produzenten, der Herstellerindustrie und den Interessen der Bürger zu schaffen, urheberrechtlich geschützte Werke zum persönlichen Gebrauch vervielfältigen zu können. Die Privatkopie ist einerseits erlaubt und auf der anderen Seite wird den Schöpfern musikalischer Werke der ihnen zustehende Schutz nicht versagt. Die Privatkopie sollte außerdem die Ausnahme bleiben und die dadurch genutzten Rechte müssen angemessen vergütet werden.

Die GEMA-Vermutung ist immer wieder ein großes Streitthema. Das ist durchaus verständlich. Trotzdem ist es noch immer so, dass die GEMA als einzige Verwertungsgesellschaft für musikalische Urheberrechte in Deutschland die Rechte an einem umfassenden In- und Auslandsrepertoire wahrnimmt. Deshalb können wir davon ausgehen, dass, wenn bei Veranstaltungen etc. urheberrechtlich geschützte Werke genutzt werden, die Rechte und Vergütungsansprüche an diesen Werken in aller Regel durch die GEMA wahrgenommen werden. Das wird Sie vielleicht nicht überzeugen, aber die Rechtssprechung folgt unserer Argumentation.

MfG

Franco Walther

Ingo schrieb am 15.02.2012 16:47 Uhr
Gravatar: Ingo

Sozialethische Einschränkung des UrhG

Hallo Herr Walther!

Ich befürchte, Sie haben mich etwas missverstanden. Ich sehe es so, dass die Privatkopie eben nicht ein vergüteter Kompromiss, sondern eine echte sozialethische Einschränkung des Urhebermonopols sein sollte. Das bedeutet: Kein Vergütungsanspruch für die Rechteinhaber! Und auch kein Rechtsschutz für Kopierschutz, sondern vielmehr ein einklagbares Recht auf die uneingeschränkte Durchführbarkeit einer digitalen Kopie und Konvertierung (etwa von CD auf MP3, von DVD auf MPEG usw.). Eine Vergütungspflicht für die Nutzung von Leermedien ist doch kein Kompromiss, sondern ganz klare Übervorteilung der Rechteinhaber zu Lasten der Anwender. Ich sehe vielmehr das Urheberrechtsmonopol als eine Ausnahme von der allgemeinen Pflicht, der Allgemeinheit zu dienen. Hier besteht meiner Meinung nach dringender Handlungsbedarf, diese unerträgliche Schieflage zu Lasten der Konsumenten endlich wieder zu korrigieren.

Und zur GEMA-Vermutung (GV) kann ich mich nur, etwas eindringlicher, wiederholen: Diese ist eine große Ungerechtigkeit gegenüber jenen Musikurhebern, die ihre künstlerische Seele nicht an die GEMA verkaufen, sondern ihre Freiheit auch hinsichtlich CreativeCommons wahren wollen. Diese werden durch die GV und andere VG-Klauseln gezielt ausgebremst. Hier besteht dringend Handlungsbedarf. Im übrigen halte ich sämtliche Urteile, die die meiner Meinung nach klar verfassungswidrige und demokratiefeindliche GV stützen, für untragbare Fehlurteile. Zum Glück haben andere europäische Gerichte z.B. in Spanien meines Wissens schon anders entschieden. Ich habe daher die Hoffnung, dass der Einfluss der Verwertungsgesellschaften in Zukunft weiter schwinden und auch die Rechtsprechung gegenüber Unabhängigen irgendwann gerechter wird. Bis dahin, und solange die GEMA keine selektive Titelanmeldung gestattet, kann ich jungen Musikurhebern nur dringend raten, um die GEMA einen großen Bogen zu machen und stattdessen eine der bekannten alternativen Musikplattformen zu nutzen. Ja, ich weiß, dass Sie für derlei Forderungen vermutlich kein Verständnis haben, so wie RWE sicher auch wenig Verständnis für eine private Solaranlage auf dem Dach hat.

Gruß, Ingo

Kaeptn schrieb am 15.02.2012 18:10 Uhr
Gravatar: Kaeptn

Einigt Euch endlich

@Franco Walther,



Sie meinen bestimmt Mark Chung, den Vorsitzenden des „Verbands unabhängiger Tonträgerunternehmen, Musikverlage und Musikproduzenten“ (VUT).

Als Vertreter der Musikindustrie sind durch die Debatte über ein „weniger starkes Urheberrecht“ Chung´s unmittelbare Interessen bedroht. Was soll er also anderes Behaupten.

Da ist Sie wieder, die Frage Cui bono? Wem zum Vorteil?

Der Berliner Konzertveranstalter und Autor Berthold Seliger charakterisiert Mark Chung in einem Artikel mit der bezeichnenden Überschrift „Die Leistungsschutzgelderpresser“ zur Urheberrechtsdebatte in der Ausgabe der Konkret vom November 2011 wie folgt:

Quelle: http://www.konkret-verlage.de/kvv/txt.php?text=dieleistungsschutzgelderpresser&jahr=2011&mon=11

Zitat:

Eine besonders unglückliche Rolle in der Verwertungsrechtsdebatte spielt der Verband unabhängiger Musikunternehmen e. V. (VUT). Deren Vorsitzender Mark Chung (Ex-Einstürzende Neubauten) war neun Jahre in leitender Stellung bei Sony Music tätig, ehe er 2005 wieder Musikverleger wurde und 2006 die VUT-Leitung übernahm. Chung ist wie sein BVMI-Pendant Gorny ein eiserner Verfechter knallharter Law-and-Order-Positionen, fordert Sarkozy-Hadopi-Gesetze und unterstützt vorbehaltlos verwertungsindustriefreundliche Regelungen, was besonders absurd ist, da die meisten der im VUT zusammengeschlossenen knapp 1.200 Unternehmen im Gegensatz zu den großen Playern nur über sehr eingeschränkte und meist kürzer laufende Plattenverträge mit ihren Künstlern verfügen. So nimmt es nicht wunder, daß unsereiner von VUT-Vorstandsmitgliedern gebeten wird, das Copyright zu erklären, weil dort im Vorstand dauernd komische Vorlagen über Urheberrechtsangelegenheiten verabschiedet würden. Wer im VUT anderer Meinung ist, dem droht Chung schon mal öffentlich Prügel an. So geschah es dem Trikont-Chef und VUT-Mitglied Achim Bergmann auf einer Podiumsdiskussion mit Gorny und Chung in Berlin, nachdem er die beiden Cheflobbyisten der hiesigen Verwertungsindustrie Schleimer genannt hatte. Der VUT mit seiner »alternativen Bürokratenwuselei« (Bergmann) spielt hierzulande die Rolle eines Nickmännchenvereins, der reaktionäre Verwerterforderungen mit dem Siegel alternativer, »unabhängiger« Firmen versieht. Man denkt unweigerlich an das Diktum von David Thomas (Pere Ubu): »Der einzige Unterschied zwischen Independent- und Majorlabels ist der, daß die Majors eine Menge Geld haben. Ich glaube nicht an diese Indie-Spirit-Kameraderie und das ganze Blabla, und ich will nicht bei einem Label sein, das keine Platten verkaufen will. Ich will nicht dein Kumpel sein, ich will, daß du versuchst, dieses verdammte Ding zu verkaufen.«
Zitat Ende.


Soviel zur Person Chung`s.

Nichtsdestotrotz hat Chung einen bemerkenswerten Offenen Brief an Seliger zurückgeschrieben, der zwar viele persönliche Anwürfe beinhaltet, den ich aber nicht verschweigen möchte, beleuchtet er doch die Situation aus der Sicht derer, die am Urheberrecht verdienen und er gibt zumindest einen kleinen Einblick hinter die Kulissen des Musikbusinesses.

Wenn ich auch mit den meisten Äußerungen Chungs nicht einverstanden bin, so sieht auch Chung klaren Handlungsbedarf in Sachen Anpassung des Urheberrechtes an das digitale Zeitalter, wenngleich er auch nur minimale Zugeständnisse in Sachen Bearbeitungs-, Zitatrecht und Umgangsrecht einräumt:

Quelle: http://www.mediabiz.de/musik/news/offener-brief-von-mark-chung-an-berthold-seliger/311624

Zitat aus dem Offenen Brief an Berthold Seliger:

Wenn Du Dich weitergehend informiert hättest, wüsstest Du, dass der VUT sich FÜR eine Anpassung des Urheberrechts an die digitale Welt ausspricht - beispielsweise für eine Reform des Bearbeitungs- und Zitatrechts und grundsätzlich für Vereinfachungen des Urheberrechts und des Umgangs damit - weil es auch aus unserer Sicht zutrifft, dass jetzt mehr nicht-professionelle Nutzer damit zu tun haben. Wir unterstützen non-invasive Vorschläge zur Überarbeitung der Haftungsprivilegierung bei gewerblich betriebenen Urheberrechtsverletzungen. Und ja, auch aus unserer Sicht gibt es kontraproduktive Auslegungen des Urheberrechts, die auf den Prüfstand gehören.

Zitat Ende.


Herr Walther, wie Sie sicher gemerkt haben, bin ich grundsätzlich nicht für die vollständige Abschaffung des Urheberschutzes, sondern plädiere für ein der Zeit angepasstes Modell..

Wie von den GEMA Verantwortlichen immer wieder auch hier im Blog behauptet wird, soll ja ein „starkes Urheberrecht“ gerade die Rechte der Kreativen schützen.

Jetzt ist es aber so, das in Deutschland die Musikunternehmen entgegen dem weltweiten Trend Ihre Umsätze bei weitem nicht so gesteigert haben wie in anderen Teilen der Welt sondern man hat sich nach eigenen Verbandsangaben gerade so auf dem Niveau der Vorjahre gehalten hat.

Da fragt man sich natürlich: Laden die deutschen Musiknutzer unverhältnismäßig viel illegal herunter, sind die deutschen Musikverlagsmanager alles Nieten, oder hat Deutschland mit seinem „starken Urheberrecht“ möglicherweise schon einen Standortnachteil gegenüber anderen Regionen der Welt mit weniger restriktivem Urheberrecht. Das sollte den Verantwortlichen zu denken geben.

Wenn man dann noch die Studie von Höffner aus der Geschichte des Urheberrechts dazu nimmt ist, kann man daraus ableiten:

Ein weniger starkes Urheberrecht ist mehr, und zwar für alle Beteiligten.

Beste Grüße

Franco Walther schrieb am 17.02.2012 10:36 Uhr
Gravatar: Franco Walther

@Kaeptn

Wir können nur immer wieder betonen, dass auch wir eine Anpassung des Urheberrechts an die neuen Medien wünschen. Dies darf allerdings nicht einseitig zu lasten der Urheber geschehen.

Die Angriffe von Herrn Seliger sind an Polemik nicht zu überbieten. Er ist Konzertveranstalter. Es sollte damit klar sein, warum er solche Aussagen trifft. Setzt er sich wirklich für Musik und die, die sie erschaffen ein oder verfolgt er eigene Interessen? Cui Bono!

Mark Chung antwortet richtigerweise: "Dein Artikel ist in diesem Zusammenhang ärgerlich, weil
- Du die politischen und ökonomischen Zusammenhänge der derzeitigen Urheberrechtsdiskussion entweder nicht verstanden hast oder verschweigst;
- Du schlecht recherchierst und der Artikel deshalb zahlreiche schlicht falsche Informationen ungeprüft weiterverbreitet;
- Der Artikel nicht einen einzigen erkennbaren Lösungsansatz enthält, sondern sich vollständig auf Polemik beschränkt."

Natürlich spricht er im Namen der Indie-Labels, deren Verbandsvorsitzender er ist. Labels, die seit Jahrzehnten mit Kreativität und Leidenschaft talentierte Bands und Künstler fördern. Ich stelle mal die steile These auf, wer grundsätzlich Indie-Labels verdammt, kann kein Musikfreund sein.

Der offene Brief von Mark Chung sollte Pflichtlektüre für alle Musikliebhaber sein.

http://www.vut-online.de/cms/2011/10/31/konkret-112011-berthold-seliger-offener-brief/

MfG

Franco Walther

Martin schrieb am 15.02.2012 18:40 Uhr
Gravatar: Martin

Gema-Vermutung

Hallo Herr Walther, können Sie einige Hinweise auf Rechtssprechungen zur Gema-Vermutung setzen? Ich würde sie gerne nachvollziehen können.

Kaeptn schrieb am 17.02.2012 14:22 Uhr
Gravatar: Kaeptn

Einigt Euch endlich

@Franco Walther,

was die Polemik angeht, schenken sich die beiden wahrlich nichts. Allerdings halte ich nichts davon, wenn Chung dem Seliger grundsätzlich die Qualifikation in der Debatte abspricht, ist er doch als Konzertveranstalter von den unmittelbaren Auswirkungen des Urheberrechts betroffen.

Es gilt eine konstruktive Lösung zu finden die alle Interessensgruppen zufrieden stellen kann, aber offensichtlich sind auf Seiten der Musikindustrie/GEMA die Karten eher auf Krawall, sprich gerichtliche Auseinandersetzung gebürstet. Der Musterprozess vor dem Landgericht in Hamburg wegen der bereits weiter oben angesprochenen 12 Titel hat ja wohl gestern begonnen. Warten wir ab wie er ausgeht.

Bestens

Maria schrieb am 10.03.2012 13:36 Uhr
Gravatar: Maria

Negative Vorurteile?

Sehr geehrte GEMA,
sehr geehrter Franco Walther,

anhand der Kommentare lässt sich für mich vermuten, dass überwiegend ein sehr negatives Bild der GEMA in der Gesellschaft (oder zumindest bei den Leuten, die hier kommentiert haben) verbreitet ist. Aussagen werden verdreht und es wird versucht, alles negativ darstellen zu können. So wird z.B. immer wieder (mal nett formuliert:) angezweifelt, ob die Sperrungen wirklich von YT und nicht von der GEMA ausgehen. Da stellt sich mir die Frage:
Warum ist das so? Können Sie irgendwelche Vermutungen darüber äußern, warum die GEMA lieber/öfter "schlecht gemacht" als aufgewertet wird? Wie kommt das?

Danke im Voraus für Ihre Antwort.

MfG
Maria

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